MrsShinobi am 25.07.2008 um 16:32 Uhr
Hallöchen! Ich habe heute eine Frage zur Darmentleerung: habe mir soeben Glaubersalz gekauft, um einmal den Dünn-und Dickdarm ordentlich durchzuspühlen. Reicht Glaubersalz alleine aus, um all die in den verwinkelten Darmwindungen hängengebliebenen Reste zu beseitigen oder ist hierfür die Colon-Hydro-Therapie unerläßlich? Ich würde diese Therapie schon gerne machen, ist mir aber zu teuer, da man ja mehrere Anwendungen braucht. Danke für Eure Antworten. Grüße, Mrs Shinobi ;-)

Der menschliche Körper hält sich seit vielen Tausend Jahren zumindest innenrum zienlich gut selbst sauber. Mal davon abgesehen, dass es gelegentlich mal nicht so gut riecht, aber das hat andere Ursachen.

Glaubersalz reicht sicher aus,- schätze aber, daß Dir der Geschmack nicht behagen wird. ;)
Bella73 am 25. Juli 2008 16:42 Das glaub ich auch!!! Solltest dir gleich was zum Nachtrinken bereitstellen!
Grundsätzlich ist die Einnahme von Glaubersaltz eine gute Möglichkeit, den Darm vollständig zu reinigen, wenn man es verträgt und mag. Es gibt alternativ noch einige andere Möglichkeiten, wie zum Beispiel den Einlauf per Irrigator usw. Praktische Tipps hierzu unter: http: // www.heilfasten-berater.de

Also jedenfalls geht es ja bei mir ab morgen los, im wahrsten Sinne des Wortes g Ich kann Euch ja dann davon berichten, wies so lief. Ne, jetzt aber mal im ernst: glaube wirklich, daß das bei mir angebracht ist. Dadurch daß ich meist Nahrungskarenz einhalte und dann an einem anderen Tag plötzlich sehr viel hineinstopfe, läuft es in meinem Darm natürlich auch nicht so rund, das ist ja klar. Starkes Darmgewühle, derbe Gasentstehung/-abgang und keine gute Stuhlkonsistenz lassen grüßen. Ich fühle mich einfach nicht gut mit meinem Darm, habe das Bedürfnis, daß da alles mal raus MUß, muß mich mal leer machen!

Normales "Heilfasten“ führt wie beschrieben neben dem Fettabbau zwangsläufig zur Verminderung des Grundumsatzes und damit in vielen Fällen zum Jo-Jo-Effekt. Dagegen ist der Muskelabbau beim proteinmodifizierten Fasten durch die tägliche Zufuhr von Eiweiß eingedämmt und der Grundumsatz sinkt nicht so stark ab. Somit ist das proteinmodifizierte Fasten zur Gewichtsreduzierung geeignet. Es sollte jedoch nicht der einzige Bestandteil eines Programms zur Gewichtsreduktion sein, da eine Fastenkur alleine nichts an den Ernährungsgewohnheiten ändert, so dass nach dem Fasten die gleichen Ernährungsfehler auftreten wie zuvor. Menschen die gerne ihr Normalgewicht erreichen möchten, sollten daher auf jeden Fall ihre Ernährung umstellen. Das geht am besten in Zusammenarbeit mit einem Ernährungsberater, der bei der Ernährungsplanerstellung hilft.
Das häufig angeführte Argument pro Heilfasten, der Körper müsse regelmäßig entschlacken und sich entgiften, um seine Widerstandsfähigkeit gegen Allergien und Infekte zu erhöhen, weist der Magen-Darm-Spezialist entschieden zurück: „Alles Quatsch! Natürlich kommt der Mensch durch Essen und Trinken auch mit Schadstoffen in Berührung. Aber die sind nicht durch eine einmalige Aktion wieder auszusondern. Vielmehr scheidet der Körper die Schadstoffe kontinuierlich über Niere, Leber und Haut aus.“ Der Duden erklärt Schlacke mit "Rückstand beim Verbrennen, besonders von Koks". Da beim Menschen keine Schlacke anfällt, ist auch keine "heilende" Entschlackung möglich.

Wer „Fasten“ sagt, aber „Diät“ meint, begibt sich laut Expertenmeinung aber auf ein gefährliches Terrain. Ingolf Schiefke vom Universitätsklinikum Leipzig betrachtet Heilfasten sogar als „mittelalterlichen Hokuspokus ... und nicht ganz ungefährlich“. Die Gefahren sieht der Magen-Darm-Spezialist vor allem in der möglichen Entstehung von Gallenblasensteinen: „Wenn der Darm lange ruht, beginnt die nicht zum Einsatz kommende hochkonzentrierte Galle zu kristallisieren. Dazu genügen wenige Tage. Manch einer wird die kleinen Kristalle später wieder los, bei anderen sind sie der Ansatzpunkt für weiter wachsende Gallensteine.“
Ein Nachteil des Fastens ist auch, dass der Körper neben den Fettdepots auch das Muskeleiweiß angreift. Das ist einer der Gründe, warum eine Fastenkur nur kurzzeitig selbst durchgeführt werden darf.
Durch die fehlende Zufuhr von Kalorien in Form von lebensnotwendigen Nährstoffen schaltet der Körper den sogenannten Hungerstoffwechsel ein, das heißt, er greift auf die körpereigenen Reserven zurück. Die Kohlenhydratreserven erschöpfen sich dabei bereits nach ungefähr einem Tag. Doch danach kommt es nicht nur zur Fettverbrennung, wie sich das viele Übergewichtige wünschen. Stattdessen greift der Körper auch auf seine Eiweißreserven zurück und das ist die Muskulatur. Da es sich bei der Muskulatur um stoffwechselaktive Masse handelt, reduzieren Fastenkuren somit den Grundumsatz.
MrsShinobi am 25. Juli 2008 18:19 Danke für Deine umfassende Antwort, wim50. Ja, das mit dem Hungerstoffwechsel ist mir schon bekannt g aber da gibt es Tricks. Man muß sich mit dem Stoffwechsel nur ein wenig auskennen und dann kann man mit diesem Wissen spielen und den Körper ein wenig austricksen ;-) (natürlich ist das gesundheitlich gesehen nicht ideal) Bezüglich dem Museklabbau: ja, das ist bei mir sogar erwünscht, weil ich leider viel zu viel davon habe, bin eher der sportliche Typ.
wim50 am 25. Juli 2008 19:15 Das war nur mal ein Beispiel, wie es aus der Sicht des Arztes gesehen wird. Was man mit seinem Körper so treibt, bleibt jedem selbst überlassen. Ich für meinen Teil halte von solchen Dingen absolut gar nichts, ich war nie krank, bin mit fast 60 kerngesund, absolut fit und bestens in Schuss. Mir macht es absolut nichts aus, 10 Stunden zu arbeiten und anschließend noch ne Nacht durchzumachen (oder umgekehrt). Da schmeißen Leute, die wesentlich jünger sind, zwischendurch das Habdtuch. Nicht nur, dass ich auf irgend welche Kuren und Mittelchen nicht angewiesen bin, ich bin sogar der Überzeugung, dass das einen Eingriff in den biologischen Ablauf darstellt, der viel mehr Schaden anrichtet als nutzt. Der Körper sagt einem meinst früh genug und auch nachhaltig, wenn was nicht in Ordnung ist, darauf sollte man reagieren. Ansonsten lass ihn mal machen, er machts richtig. Das ist ein ziemlich allgemeingültiges Naturgesetz.
Sorry,ist nicht gegen Dich persönlich aber solche Antworten regen mich auf!! Anstatt konkret auf meine Frage konkrekt einzugehen wird einfach drum herum gelabert! Was hab ich aus Deiner Antwort nun für mich gewinnen können!? -NICHTS! Ich bin bezüglich der beiden Darmreinigungsmethoden durch Deine Antwort nicht schlauer geworden als vor der Fragestellung.
MrsShinobi
Sonst gehts noch, oder?
Was Wim50 zum Ausdruck bringen wollte ist doch ganz klar, dass Darmspülungen Quacksalberei sind und Null Nutzen für den Körper haben.
Sollte bei die eine Darmspiegelung anstehen sieht das natürlich anders aus. Aber da bekommst du die passenden Medikamente rechtzeitig vom Arzt.
Wer hat dir denn überhaupt den Unsinn von den hängen gebliebenen Resten in den Darmwindungen erzählt? Ein seriöser Arzt war es mit Sicherheit nicht.
DH für Regenmacher! Die Mär von den Schlacken im Darm hält sich hartnäckig und wer weiß wieviele Leute ruinieren sich auf diese Art prima ihr Verdauungssystem.
@MrsShinobi: Bitte suche einen vernünftigen Arzt auf. Du wirst sonst nie gesund werden.
Wer Fragen von anderen Menschen als unsinnig "betitelt", hat noch nie wirklich etwas von der Kunst der Wissenschaft verstanden! Denn nur durch ("unsinnige") Fragen lassen sich Problemstellungen genau definieren und Lösungen dazu finden. Nur dadurch ist die Wissenschaft in den letzten Jahrzehnten so sehr vorangekommen. Grüße!
CrazyDaisy, unsere Wege kreuzen sich hier aber auch..... g
Korrekt - DH für Regenmacher.
Das ist eine Ratgeberplattform und wim50 hat einen Rat gegeben. Wer Antworten auf unsinnige Fragen erwartet, sollte damit rechnen, dass auf den Unsinn der Frage hingewiesen wird.
"Kriege ich den Urin der Marsmenschen mit ATA aus meinem Backofen oder soll ich zu einem Geistheiler gehen? Helft mir bitte." Ich weiß - war ein Bisschen böse ;-)
Shag d'Albran
Ich kann mir darüber hinaus eigentlich nicht vorstellen, dass eine solche Kur der Darmflora sehr zuträglich ist. Das nur mal so aus dem (ungereingten) Bauch heraus, aber es wird sicher keine große Mühe machen, das auch mit kompetenten Untersuchungen zu belegen.