Frage von Kaettl, 36

Reicht es, wenn ein Onlinehändler seine Ware in den AGBs als Gebrauchtware deklariert?

Antwort
von Mojoi, 26

Nein.

Ist eine wesentliche Eigenschaft der Ware. Muss im Angebot deutlich deklariert werden.

Es sei denn, aus der Firmierung des Händlers wird deutlich ersichtlich, dass er nur mit Gebrauchtwaren handelt.

Kommentar von Kaettl ,

OK. Was bedeutet Firmierung?

Kommentar von Andreaslpz ,

Wenn z.B. allein aus seinem Namen ersichtlich ist, dass er ausschliesslich Gebrauchtware verkauft

Kommentar von Kaettl ,

OK. Meiner Meinung nach ist es weder aus dem Namen, noch aus der Aufmachung der Seite ersichtlich.

Kommentar von Tibizx ,

"Tante Emmas Gebrauchthandel" oder "Tante Emma 2nd Hand-Shop" wären solche Firmierungen. Ansonsten muss es dran stehen. Ich glaube auch der Zustand muss bei Onlinebestellungen dran stehen oder ersichtlich sein.

Kommentar von Kaettl ,

Ja, das ist auch für mich eine eindeutige Deklaration der angebotenen Ware.

Nun ja, hätte ich gebrauchte Ware bestellen wollen, hätte ich das bei anderen Shops machen können, bei denen es eben klar ersichtlich ist.

Kommentar von Kaettl ,

Wisst ihr, ob das auch gilt, wenn der Sitz des Händlers in Asien liegt?

Kommentar von Mojoi ,

Deutsches Verbraucherschutzrecht gilt generell in Deutschland. Das auf einen asiatischen Händler anzuwenden, wird schwierig.

Kommentar von Tibizx ,

Da hast du laut Gesetz keine Chance. Ich gehe davon aus, dass du über Amazon/eBay einen Artikel gekauft hast. Wenn ja, dann konfrontiere den Händler damit und erkläre ihnen, dass du dein Geld zurück haben möchtest. Meist sind diese Händler, wenn es sich um Kleinteile handelt, sehr kulant. Alternativ kannst du noch mit einer schlechten Bewertung drohen. Wenn der gekaufte Artikel höherpreisig ist, dann versuche einen Teil deines Geldes zurückzubekommen.

Ansonsten wird es generell schwierig, da der Rückversand dich einiges kosten wird und das deutsche oder das europäische Gesetz hier nicht greift.

Antwort
von JocoleTristan, 29

Nein, das reicht nicht. Niemand rechnet mit solch einer Klausel in den AGB, wodurch sie unwirksam wäre und der Kaufvertrag im Zweifel nicht wirksam geschlossen wird.

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