Frage von chaldean, 179

Reicht es das Verwarnungsgeld zu bezahlen?

Hallo zusammen,

wurde vor kurzen mit 8 km/h über der zugelassenen Höchstgeschwindigkeit geblitzt. Jedoch war es im Auto von meinem Vater. Habe gestern den Brief aufgemacht und gesehen dass 15,00 gezahlt werden müssen, was ich auch schon erledigt habe. Ist der Fall jetzt abgeschlossen weil mein Vater sozusagen die Sache auf sich genommen und akzeptiert hat oder muss trotzdem dieser Bogen auf der Rückseite ausgefüllt werden, weil auf der Vorderseite steht:

„Die Verwarnung wird nur wirksam, wenn Sie mit ihr einverstanden sind und das Verwarnungsgeld innerhalb einer Woche ab Zugang dieses Schreibens zahlen. In diesem Fall bitten wir, von der Rücksendung des Anhörungsbögens abzusehen."

Bitte um euren Rat.

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von TheGrow, 72

Hallo chaldean,

mit Zahlung der 15,00 Euro hat sich die Angelegenheit für Dich, wie auch für Deinen Vater erledigt.

Der Ablauf bei Verwarnungsgeldern ist etwas anders als bei Bußgeldern.

Verwarnungsgelder:

  • Bis zu einer Höhe von 55,00 Euro
  • es wird das vereinfachte Bußgeldverfahren angewendet, dass heißt
  • es wird gleich der Zahlungsträger mit gesendet und mit fristgerechter Bezahlung der angegebenen Summe hat sich die Angelegenheit erledigt
  • Es ist kein Anhörungsbogen zurückzusenden
  • Es gibt keine Punkte
  • Es gibt kein Fahrverbot
  • Es erfolgt kein Eintrag als A oder B - Verstoß 

Bußgelder

  • Ab 60 Euro
  • es wird das reguläre Bußgeldverfahren angewendet, dass heißt
  • es wird zuerst ein Anhörungsbogen zugesendet, der ausgefüllt zurückzusenden ist
  • Wurde der Verstoß im Anhörungsbogen zugeben, erhält der Fahrer einen Bußgeldbescheid. In dem Bußgeldbescheid steht das Bußgeld und zum Bußgeld kommen noch mindestens 28,50 Euro an Verwaltungskosten dazu.
  • In der Regel gibt es Punkte
  • Ein Fahrverbot ist möglich
  • In der Regel erfolgt ein Eintrag als A oder B - Verstoß, der aber nur für Fahrer in der Probezeit relevant ist.

Dir bzw. Deinem Vater ein Bußgeldbescheid zugesendet. Mit Zahlung des angegeben Verwarnungsgeldes von 15,- Euro innerhalb der angegeben Frist hat sich die Angelegenheit erledigt.

Eine Personenbezogene Speicherung findet nicht statt. Das Verwarnungsgeld wird Verwaltungstechnisch nicht unter dem Namen des Fahrers, sondern unter dem Aktenzeichen des Bußgeldbescheides abgelegt.

Aber Vorsicht. Wer meint, weil bei Verwarnungsgeldern unter seinem Namen keine Speicherung des Verstoßes stattfindet kann fortwährend den Verstoß begehen der sollte aufpassen.

Fällt es einem vom Ordnungsamt auf, dass man besonders hartnäckig immer wieder gegen die StVO verstößt, muss damit rechnen aufgefordert zu werden die MPU über sich ergehen zu lassen und wer da durchfällt oder gar nicht hingeht, muss sogar mit dem Entzug der Fahrerlaubnis rechnen.

Wenn Dich mehr zu diesem Thema interessiert, kannst Du Dir ja mal den folgenden Link ansehen:

http://www.ebc-recht.de/verkehrsrecht/mpu-fuehrerscheinentzug-wegen-parken-im-pa...

Schöne Grüße
TheGrow

Antwort
von Lkwfahrer1003, 55

Der Vorgang ist mit Zahlung abgeschlossen !

Jedoch sollte es nicht all zu oft vorkommen , sonst kann das auch für deinen Vater ungeahnte folgen haben . Gerade wenn er auch öfters mal zu schnell erwischt wird !

Er braucht dich auch nicht als Fahrer angeben , er hat gegenüber dir ein Zeugnisverweigerungsrecht !

  

Antwort
von Chichiri, 93

Wenn das Geld bezahlt ist, dann ist alles gut. Ihr müsst nichts mehr machen.

Antwort
von Brunnenwasser, 90

Die Sache ist mit der Zahlung abgeschlossen, da kommt keine weitere Post und Du hast nichts zu befürchten.

Haarig wird es erst ab 21 km/h zuviel, wenn höhere Bussgelder und Punkte in Flensburg drohen.

Kommentar von Rockuser ,

Auch unter 21 k/mh darf man nicht einfach als Halter, den Fall so laufen lassen, als wäre man der Täter..

Antwort
von Rockuser, 78

Auch bei einen Vorwarngeld muss der Fahrer angegeben werden. Das ist so nicht vom Tisch.

Kommentar von chaldean ,

Aber das Zitat vom Schreiben besagt doch das Gegenteil, nämlich, dass mit dem Überweisen des Geldes kein Bedarf am Anhörungsbogen besteht. 

Das wurde auch von anderen Mitgliedern so gesagt oder meinst du was anderes?

Kommentar von Rockuser ,

Dein Vater muss gegen dich nicht Aussagen, kreuzt die Punkte so an, das er nie gefahren ist, und aus Familiäreren  Gründen keinen Fahrer nennt.

Denn geht das Geld ein und die Bußgeldstelle legt den Fall zu den Akten und niemand wird ermittelt, weil der Fall, fast keine Rolle spielt.

Aber nur Fast, weil die Bußgeldstelle schon ganz genau weiß, auf welchen Fahrer die Tat geschrieben wird. Wenn man zu offt falsch Parkt, oder ständig mit 10k/ Mk zu schnell ist, kann das Folgen haben.

Mit meinem Autos fahren 10 Personen. Da hat man das Öfter.

Aber ich kann nicht 4 Parkverbote und 1. Geschwindigkeit Pro Woche auf mich nehmen, auch wenn das unter 21 waren.

Dann bin ich in 12 Wochen den Führerschwein los.

Kommentar von TheGrow ,

Hallo Rockuser,

bin über Deine Antwort etwas erstaunt. Normalerweise haben Deine Antworten ja Hand und Fuß, aber diesmal ist die Antwort nicht korrekt.

Weder im regulären Bußgeldverfahren mit Bußgeldern, noch im vereinfachten Bußgeldverfahren mit Verwarnungsgeldern muss der Halter den Fahrer benennen. Er begeht weder eine Ordnungswidrigkeit und schon gar keine Straftat, wenn er keine Angaben zu Fahrer macht.

Im vereinfachten Bußgeldverfahren mit Verwarnungsgeldern ist der Anhörungsbogen noch nicht einmal zurückzusenden, sondern für das Verwarnungsgeld liegt ein Zahlungsträger mit anbei und nach fristgerechter Zahlung hat sich die Angelegenheit erledigt.

Es ist für die Bußgeldstelle auch völlig unerheblich, wer den Verstoß begangen hat, denn:

  • Der Verstoß wird nicht personengebunden gespeichert, sondern er wird verwaltungstechnisch unter dem Aktenzeichen des Bußgeldbescheides abgespeichert, denn eine personengebundene Speicherung ist aus datenschutzrechtlichen Gründen bei Verwarnungsgeldern nicht zulässig, weil es keine Notwendigkeit der personengebundenen Speicherung gibt, denn:
  •  Es gibt keine Punkte
  • Es gibt kein Fahrverbot
  • Es erfolgt kein Eintrag als A oder B - Verstoß 

Uns ist es sogar strengstens untersagt, wenn wir Verwarnungsgelder in Bar einnehmen, auf dem Verwarnungsgeldblock Namen oder andere personengebundene Daten einzutragen. Die Einzahlung erfolgt einzig und alleine mit dem Aktenzeichen.

Wünsche Dir eine gute Nacht
TheGrow

Antwort
von derhandkuss, 61

Mit der Zahlung des Verwarngeldes ist die Sache erledigt.

Antwort
von GravityZero, 69

Die Sache ist jetzt erledigt.

Antwort
von Teifi, 66

Hast bezahlt und damit ist der Vorgang abgeschlossen.

Antwort
von BestMoralAnwalt, 75

Mit der Zahlung des Verwarngeld ist der Vorgang abgeschlossen.

Antwort
von beangato, 62

Die Strafe ist mit der Zahlung abgegolten.

Antwort
von Borowiecki, 52

Dein Vater muss ausfüllen das er einverstanden ist , zahlen und die Sache ist fertig .

Antwort
von antonczerwinski, 54

Da steht doch, dass bei Zahlung des Verwarngeldes keine Rücksendung des Bogens erforderlich ist. Das kommt nur in Fage, wenn ihr Einspruch erhebt

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community