Frage von Mahala123, 92

Reicht ein schriftliches Zeugnis nach dem Ableben um über Nachlass und letzte Wünsche zu entscheiden?

Hallo, jemand leider sehr junges (21) aus meinem Bekanntenkreis plant sein baldiges Ableben. An dieser Stelle sei gesagt das der Fragesteller alles in seiner Macht stehende tat bzw weiter tut um ein Umdenken bei der Person zu erwirken, jedoch eben auch zu Kenntnis nimmt das mit hoher Wahrscheinlich leid der Tod der Person eintreten wird und daher um die letzten Wünsche gesorgt sein soll.

Die Person hat mir ein Buch übergeben mit Wünschen wie z.B. die Beerdigung ablaufen soll, welcher Grabsteinspruch.

Desweiteren möchte die Person gerne das die Hälfte ihres Vermögens ihre Freunde erben und die andere Hälfte gespendet wird. Sie hat starke Bedenken was die Mitwirkung ihrer Eltern bei der Sache angeht da sie ihnen sehr misstraut und verlässt sich ganz auf das Buch welches sie zusammengeschrieben hat. Denken sie das dieses ausreicht? Bzw was für (schnelle) Möglichkeiten gäbe es noch um ihr Erbe zu sichern?

Antwort
von mojo47, 52

wenn jemand wirklich alles tun würde, käme diese frage nicht auf, da die person dann nicht ableben würde.

an erster stelle steht immer das gespräch mit vertrauten personen und als letzten ausweg gibt es die polizei/das rote kreuz um die person einweisen zu lassen!

Antwort
von Jakeblitz, 51

also in erster linie sollte man ihm klar helfen aber wenn du alles tutst und es nichts bringt will ich dir trotzdem helfen bei der frage: webnn er bitten an dich hat kann er sie dir einfach sagen aber wenn ee officieles hat wie erbe dan muss er tu einem anwalt und das testament besprechen dieser anwalt muss auch dazu vehich sein sowas zu tun (sag ihm nicht das du die antwort kennst , vieleicht will er nurnoch das tun bevor er sich das leben nimmt .sag es ihn erst wenn es komplett sicher ist das er von dir geht )

Antwort
von SaVer79, 21

Um mal nur die erbrechtlichen Frage zu beantworten: wenn die Regelungen in dem Buch handschriftlich ge- und unterschrieben sind und idealerweise noch Ort und Datum enthalten, dann können diese als Testament angesehen werden! Allerdings haben die Eltern einen Anspruch auf ihren Pflichtteil, den sie gegenüber den Erben geltend machen können

Antwort
von Tursikussi, 17

Traurig! Aber mir sagte mal jemand, das gute am Selbstmord sei, dass man ihn verschieben könne. Das Leben ist kostbar und es geht um viel mehr als um materielle Dinge von dieser Welt, erscheinen sie auch noch so wunderbar und verlockend. Ich würde an deiner Stelle mit einem Geistlichen Kontakt aufnehmen und ihm davon erzählen. Christus Jesus ist der Herr und der hat schon so manchen Lebenslauf geändert. Auch habe ich ganz leicht den Eindruck, dass du dir Versprechungen machst und etwas sichern möchtest. Pass auf damit - das könnte eine Falle sein, aus der du dein Leben nicht mehr herauskommen würdest mit Schuldgefühlen. Materieller Vorteil auf der Basis der Selbstauslöschung eines anderen? Da würdest du keine Freude dran haben.

Antwort
von Perlentaucher81, 12

Deine Frage wurde schon beantwortet. Aber ein geplanter Selbstmord muss unbedingt bei der Polizei gemeldet werden. Abgesehen davon, dass das Leben gerettet werden  und dem Mädchen mit psychologischer Beratung geholfen werden kann, solltest Du auch an Dich denken.

Antwort
von imager761, 26

Verstürbe sie kinderlos und unverheiratet, wären die Eltern zunächst als nächste Angehörige bestattungs- und totenfürsorgeverpflichtet.

Sie müssten sich weder bei der Wahl der letzteren Ruhestätte noch der Bestattungsform oder Grabgestaltung an den niedergeschriebenen Gedanken und Wünsche ihres Kindes orientieren.

Soweit darin Verfügungen ihres Nachlasse notiert wären, gäben die IMHO einen Anfechtungsgrund her. Es ist zwar nicht verpflichtend, Nachlassverfügungen mit "Testament" oder "Mein letzer Wille" zu überschrieben, aber etwa konkreter als ein "Tagebucheintrag" sollt es schon sein, um seinen gemutmaßten Willen zu dokumentieren, keine Gedankenspiele.

Im Ergebnis müsste diejenige schon lebzeitig einen Bestattungsvertrag mit einem Beerdigungsunternehmen abschliessen und bezahlen, wenn sie in bestimmter Art und Weise beerdigt werden möchte.

Und sollte ihre Erbverfügung handschriftlich verfasst beim Nachlassgericht in öffentliche Verwahrung geben.

Dass die Hälfte ihrer Wünsche damit dennoch unerfüllbar wäre, da den Eltern ein gesetzliches Pflichtteilsrecht in dieser Höhe zusteht, ausgesprochene Vermächtnissse ebenso, wenn ihr Reinvermögen, also das, was nach Abzug ihrer Verbindlichkeiten, von 3 Monatsmieten über Sachversicherung, Steuernachforderung, Räumungskosten und Bestattungskosten die deswegen nicht hergäben, sollt sie dabei wissen.

G imager761

Antwort
von schelm1, 20

Hallo, jemand leider sehr junges (21) aus meinem Bekanntenkreis plant sein baldiges Ableben.

Vielleicht sollte man einen Arzt bemühen, der von solcher auf Laien krankhaft wirkender Suizidgefährdung etwas versteht, damit man diese Person vor sich selber schützen und heilen kann.

Inwieweit letztwillige Verfügungen eines evtl. nachweislich bewußtseinsgestörten kranken Menschen rechtlich Bestand haben könnten, wird sich zeigen, falls jemand eine solche Verfügung anficht.

Antwort
von 2001Jasmin, 52

Du solltest alles versuchen um diese Person von ihrem Vorhaben abzubekommen! Sie ist noch so jung und kann noch so viel erreichen!

Antwort
von schmeissflieger, 37

handgeschrieben mit ort Datum und unterschrift

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community

Weitere Fragen mit Antworten