Reichen 192 Kbit/s bei MP3 für eine DJ Performance?

... komplette Frage anzeigen

4 Antworten

An sich reicht das locker!

Sofern es sich nicht um elektronische Musik handelt, sondern die Musik tatsächlich "handgemacht" ist (beispielsweise Instrumentenverstärker mikrofoniert wurden, z. B. für E-Gitarre), ist die Aufnahme (vor allem bei kleineren Labels und/oder unbekannteren Interpreten) an sich meist ohnehin bereits so "schlecht", dass sie sich kaum noch durch verlustbehaftete Kompression "degradieren" lässt. Ich meine da steht letztlich ein Mikrofon vor (beispielsweise) einer Gitarrenbox. Gitarrenboxen sind ziemlich "minderwertige" Lautsprecher (sie sind ganz und gar kein HiFi), die Mikrofone werden ordentlich "bedröhnt" und übersteuern eventuell. Rauschen tun Mikrofone ohnehin. Das ist schon von der Aufnahme her kein "sauberes" Signal. Das einzige, was Du machst, ist zusätzliches "Quantisierungsrauschen" hinzufügen.

Außerdem, gerade bei einer Performance vor Publikum, hast Du ja auch Geräusche aus dem Publikum selbst. Außerdem sind große Beschallungsanlagen auch keine HiFi-Anlagen, sondern rauschen selbst auch ziemlich und verzerren teilweise nichtlinear. Da hört kein Mensch, auf was Du komprimiert hast.

Allerdings würde ich aus Prinzip nicht mehr mit dem ja doch inzwischen ziemlich antiquierten MP3-Format arbeiten, sofern ich von einem Original "rippen" würde, da das modernere Format OGG/Vorbis subjektiv sehr viel bessere Klangqualität (oder vergleichbare Klangqualität bei niedrigeren Datenraten) liefert.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von TheStone
12.12.2015, 04:32

Erstens gehört der Sound eines Gitarrenverstärkers/Bassverstärkers und der Lautsprecher zum Klang des Gitarristen, der möglichst adäquat aufgenommen werden will.

Zweitens lässt kein professioneller Tonmensch ein Mikrofon übersteuern, 

drittens besteht Musik aus weit mehr als aus verzerrten Gitarren,


viertens ist das Rauschen heutzutage bei gutem Equipment zu vernachlässigen. (Mikrofone Rauschen übrigens nicht. Impedanzwandler und Vorverstärker Rauschen.)

und viertens ist das kein "Quantisierungsrauschen", das bei einer mp3 Kompression hinzugefügt wird sondern es werden Anteile des Signals nach einem bestimmten Algorithmus weggelassen, was zu Artefakten führt, die je nach Kompressionsgrad (und übrigens auch Hörer) mehr oder weniger deutlich wahrnehmbar sind.


1

Das kommt immer darauf an auf welcher Anlage du es abspielst. Allerdings kann ich dir sagen, dass die Leute, die die Musik hören keinen Unterschied hören.

 

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Da Du ohnehin keine Alternative zu haben scheinst, ist die Antwort hier ja eh rein rhetorisch. Sachlich formuliert sind nur 192kb/s aber für professionelle Anwendungen nicht zu empfehlen. Untersuchungen des Fraunhofer Instituts zufolge sind ab 256kb für den Normalbürger keine Unterschiede mehr zur CD zu hören. Ich arbeite nur mit 320kb und konnte noch nie Unterschiede zur Originalquelle erkennen.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Ja, da wird schon viel kompressiert, aber gute Productions hören sich trotzdem noch gut an👍🏾Wenn ich nen Song Master, dann hör ich mir immer die Gegenspur, also das was wegfällt bei welcher Kompression an und versuch das zu minimieren,

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung