Frage von Chaosqueen1997, 49

Regelschule vs. Inklusionsschule?

Hey ihr Lieben,

ich würde mal gerne eure Meinung wissen also welche Vor- /Nachteile die jeweiligen Schulen haben, an welcher dieser beiden Schulen ihr ein behindertes/ beeinträchtigtes Kind anmelden würdet und warum.

Ich habe gerade dieses Thema im Unterricht und das beschäftigt mich sehr.

Ich freue mich über jede eurer Antworten.

Lg :)

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Polepolepolska, 11

Hi,

Zu Anfang: Ich bin für das Prinzip der Inklusion und ich finde, dass Inklusion in der Zukunft funktionieren wird. Aber für mache Kinder mit Behinderung sind Regelschulen nicht anzuraten, meiner Meinung nach.

Nun meine Begründungen und Hintergrundgedanken:

Wir begeben uns zurzeit am Anfang der Inklusion. Und ich unterstütze den Gedanken der Inklusion! :)
Aber da wir uns beim Anfang befinden, läuft noch vieles falsch bzw. es braucht seine Zeit.

Das bedeutet Inklusion an Schulen für mich (So stelle ich mir das vor):
Das ganze Schulsystem muss umgekrempelt werden! Das Schulsystem, wie wir es jetzt kennen, wird da nicht funktionieren. Noten finden da keinen Platz. Große Klassen ebenfalls. Und die Klassen werden nicht nach Alter  eingeteilt, sonder nach Fähigkeiten/Kompetenzen, welche die Person mitsichbringt.
Und die individuelle Förderung wird im Vordergrund stehen. Nicht, wie wir es heute kennen: Alle lernen das gleiche. Sondern es wird bei jedem geguckt, auf welchem Entwicklungsstand er sich befindet, welche Ressourcen er mitbringen etc.

Es ist für uns, auch für mich, schwierig sich so eine Schule vorzustellen.
Aber anders sehe ich da nicht die Möglichkeit, eine vollwertige Schule
nach dem inklusiven Gedanken zu erstellen.

Der Fehler unser Politik ist, dass Geld gespart wird und versucht wird, Menschen mit Behinderung in das "Regelschulensystem" zu integrieren. Das ist jedoch der falsche Weg. Die Regelschulen müssen sich gravierend ändern. Das bedeutet nicht, dass sich nicht nur die Räumlichkeiten ändern. Der Lehrer wird eine andere Position einnehmen müssen (Ich habe da  Montessori immer im Kopf). Aber auch die Haltung der Lehrer muss sich ändern. Die Gesellschaftsstrukturen müssen sich ebenfalls ändern (Noten nicht als Leistungsmaßstab) und vieles mehr.

Wie gesagt. Wir sind am Anfang. Und ich finde es schade, dass sich da die Politik so wenig einsetzt und investiert. Unser Bildungssystem sollte  grundsätzlich geändert werden, nicht nur aufgrund der Inklusion. Unser
Bildungssystem wird dem heutigen Wissen über die Lernprozesse leider
nicht gerecht.

Man muss aber auch erwähnen, dass die Pädagogik eine relativ junge Wissenschaft ist und sich diese stetig weiterentwickelt. Die Entwicklung der Inklusion in Deutschland hängt also vom pädagogischem Wissen und deren Umsetzungsbereitschaft stark zusammen....

Ein kleines Fazit meiner Aussagen: Ich bin der Meinung, dass Inklusion in der Zukunft gut funktionieren wird. Aber das wird  noch einige Zeit dauern. Zurzeit sind die "materiellen" und "gesellschaftlichen" Strukturen nicht ausreichend, um so eine Vision  innerhalb kurzer Zeit umzusetzen... Förderschulen sind für einige Kinder mit Behinderung(bzw. den Großteil; kommt aber auf die Behinderung an) zurzeit, meiner Meinung nach, die bessere Wahl, weil Regelschulen den Bedürfnissen manchen Kindern nicht gerecht werden. Und auch die "normalen" Kinder möglicherweise vernachlässigt werden.

LG :)

Antwort
von Hotice86, 29

Kommt auf den Grad der Behinderung an. Weiß ich, dass es die anderen Kinder nicht stört und braucht keine 100% Aufmerksamkeit? = Regelschule.
Braucht das Kind viel Aufmerksamkeit und ist in kleineren Gruppen besser aufgehoben = Inklusion.

Der Nachteil solltest du dadurch Kind falsch einschätzen wird es, es schwer haben in deinem leben. In der Regelschule kann das Kind ruck zuck untergehen, weil die Lehrer die Mittel und die Motivation nicht haben sich auf jedes einzelne Kind einzulassen. Schon gar nicht auf ein Störfaktor. Inklusion setzt deinem Kind einen Stempel auf, dass er sie noch lange mit sich rum trägt. Kann aber auch wirklich helfen, wenn der bedarf nach kleinen Gruppen steht.

Wichtig ist nicht was ihr als Eltern wollt, sondern was das beste für das Kind ist. Und ein Kind kann sich auch Pudel wohl fühlen im einer E Schule.

Kommentar von Hotice86 ,

schreibe mit dem Handy und hab es leider nicht korrigiert. sollte die Fehler im Text erklären 😀

Kommentar von Chaosqueen1997 ,

Vielen Dank für deine Meinung :)

Kommentar von Hotice86 ,

gerne

Kommentar von Chaosqueen1997 ,

Kein Problem, weis ja was du meinst :)

Antwort
von Skibomor, 27

Ich würde meins auf eine Inklusionsschule schicken, weil es da seinen Fähigkeiten entsprechend gefördert wird. In der Regelschule würde es doch den anderen Kindern immer "hinterherhinken" und kein Selbstbewusstsein aufbauen können.

Ich weiß, dass die Meinungen hierzu sehr weit auseinander gehen - dies ist halt meine ganz persönliche.


Kommentar von Chaosqueen1997 ,

Dankeschön für deine Antwort :)

Antwort
von Demelebaejer, 10

Hmmm, die Gegenüberstellung erstehe ich nicht. Meines Wissens sind mittlerweile zumindestens in Hessen alle (Regel-)Schulen Inklusionsschulen.

Ich halte nicht viel davon. Körperlich behinderte Ja, aber geistig behinderte nein. Gerade geistig behinderte Kinder bremsen die anderen "normalen" Kinder, die später mal mit ihrer Erwerbstätigkeit die geistig behinderten Erwachsenen mitfinanzieren müssen. Geitig behinderte Kinder sind in den Förderschulen besser aufgehoben.

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