Regelmäßig Früchte und Gemüse essen - trotz Pestizide?

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11 Antworten

So wie deine Ernährung jetzt steht, würde ich sagen ist es auch in Ordnung. Du musst nicht zwangsläufig Bio-Produkte kaufen, vom gesundheitlichen Standpunkt aus macht es i.d.R. kaum einen Unterschied https://med.stanford.edu/news/all-news/2012/09/little-evidence-of-health-benefits-from-organic-foods-study-finds.html

Pflanzenschutzmittel werden sowohl im konventionellen Anbau, als auch im Bio-Anbau verwendet, es unterscheiden sich lediglich die Wirkstoffe. Kaufe am besten regional und saisonal, denn hier haben wir üblicherweise auch ein sach- und fachgerechten Umgang mit Pflanzenschutz, sodass eben keine Belastung mit bedenklichen Stoffen bzw. Mengen stattfindet. DDT war z.B. ein Insektizid, dass sich im Fettgewebe anreichert und wurde unter Anderem aus diesem Grund auch verboten, mach dir da nicht so viele Sorgen.

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Es macht durchaus einen großen Unterschied. Biogemüse hat eine wesentlich höhere Wertigkeit. Nicht nur der fehlenden Pestizide wegen.
Außerdem schmeckt man definitiv einen Unterschied. Konventionelles Gemüse wächst schneller und hat dadurch mehr Wasser und weniger Nährstoffe. Häufig wachsen sie auch (wenn es nicht saisonal ist) im Gewächshaus in Nährlösungen mit chemischem Dünger. Ohne natürliche Sonne usw.  Das macht es auch so billig.

Zu diesem Thema kann ich übrigens sagen, daß bei meinem Bioland-Bauern (Hofladen) sehr viele konventionelle Bauern aus der Umgebung einkaufen. Sie haben ihr -und sie mir- ganz klar gesagt, daß sie ihre eigenen (konventionellen) Sachen nicht essen wollen! Uups?  Das, finde ich, sagt eine ganze Menge aus! 

Pestizide sorgen auch dafür, daß die Tiere in der Umwelt, die an dem Getreide usw. fressen, zugrunde gehen. Der Boden wird über Jahre verseucht und es gibt kaum Regenwümer - der Garant für lockeren gesunden Boden.

Es ist naiv zu glauben oder ernsthaft zu behaupten, daß Kuhmist von natürlich ernährten Kühen (Gras) genauso giftig sei wie Kunstdünger. Wie schräg ist das denn??

In der konventionellen Landwirtschaft gibt es keine Beipflanzung zwischen dem Getreide u.a. Diese sorgt in der Biolandwirtschaft für die Zufuhr von passenden /fehlenden Nährstoffen. Auch Fruchtwechselwirtschaft wird betrieben (haben wir schon in der Schule gelernt). Dadurch wird der Boden nicht ausgelaugt, da jede Pflanze andere NÄhrstoffe braucht bzw. an den Boden abgibt.

Konventionelle Bauern kaufen (oft nicht einmal bewußt) gentechnisch verändertes Saatgut, welches bisher nicht wirklich bekannte  Folgen haben kann. Zudem gibt es hier Saatgut welches keine eigenen Samen/Saat mehr hervorbringt. Also ein Abhängigkeitsverhältnis! (Monsanto läßt grüßen)...  Müssen wir unsere Umwelt mit solchen Pflanzen verändern, ohne zu wissen was passiert? ich finde ganz klar nein.

Dazu kommt, daß Pestizide auch eine Menge Uran enthalten. Übrigens pro Kopf mehr, als in einem Atomkraftwerk bei der Stromherstellung anfällt...

Kuhdung ist absolut natürlich und ist sicherlich gesünder als rein chemisch erzeugte Düngemittel. Auch wenn die Agrarindustrie und Chemieindustre was anderes behauptet. Die Lobby ist einfach sehr groß. Vor den Weltkriegen war übrigens nahezu alles Bio! Daher ist Bio zu verteufeln eigentlich ein Witz. Biobauern sind die wahren Umweltschützer. 

Ich könnte darüber unglaublich viel schreiben; doch das würde den Rahmen hier vollkommen sprengen. Leider.

Du kannst Dich, wenn Du interessiert bist in das Thema durchaus einlesen. Geh zu Biobauern und laß Dir genau erklären was, wieso usw. Oft kann man Führunge mitmachen.

Das Mehr an Geld ist absolut gerechtfertigt. Der Mehraufwand und die fehlenden Subventionen teilweise sowie die teueren Zertifizierungen lassen leider nichts anderes zu. Das ist ein politisches Problem und dafür können die Bauern nichts. Außerdem sind -wenn man die Kosten mal für Krankheiten und Spätfolgen (auch in der Umwelt) mal umlegt - nicht so hoch und Bioprodukte letztendlich preiswerter als konventionelle. Aber leider interessiert sich der Konsument bloß für seinen aktuellen Geldbeutel! Weiterdenken ist nicht... Zudem kämpfen konventionelle Bauern um ihr Überleben, weil alles so billig verkauft wird! Muß das sein? Wollen wir in naher Zukunft nur noch Produkte aus dem Ausland essen (ohne Nachvollziehbarkeit der Herkunf und des Inhalts?), weil es hier keine Bauern mehr gibt???

Kaum jemand käme auf die Idee in seinen Tank billigen Sprit unklarer Herkunft oder  mit Altöl o.ä. zu füllen! Aber was man täglich in sich reinstopft, muß einfach bloß billig sein. Das finde ich wirklich schräg - und sehr bedenklich.

Wenn Du übrigens saisonal und regional einkaufst, ist Bioware nicht so teuer. Zudem kann man ja auch erst einmal die Dinge in Bioqualität kaufen, welche man am häufigsten isst. Wichtig ist auch, alles was in der Erde wächst (Kartoffeln, Möhren usw.), da man hier ja quasi die Wurzel der Pflanzen verzehrt und die Pestizide sich dort natürlich geballt sammeln.

Bio aus dem Supermarkt kannst Du übrigens meist vergessen. Gut ist Naturland, Bioland  und -Top of the Top- Demeter (hier wird eine Kreislaufwirtschaft betrieben - nichts darf abgegeben und fast nichts zugekauft werden..)!

Ich finde es gut, daß Du Dich mit dem Thema befaßt! Habt ihr einen Garten oder eine Möglichkeit zum Selberziehen? Dann kauf Dir "Der lebendige Garten" von Paungger+Poppe.

Ich würde Dir gerne noch mehr schreiben -aber das ist einfach too much :)  Toll, daß sich junge Menschen für Ernährung undsoweiter interessieren. Ihr und Eure Kinder müßt schließlich später mit diesen Gegebenheiten leben!

Guten Appetit! LG

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Meinst du das Gemüse und das Fleisch, das in den Fertigprodukten drin ist, wird anders gewonnen als das was du frisch aus der Obst- und Gemüseabteilung bzw. an der Fleisch- und Wursttheke holst?

Am Ende hättest du die gleiche Belastung wie bei den frischen Sachen, aber zusätzlich die ganzen Zusatzstoffe, ungesunden Fette und den ganzen Zucker.

Das du öfter davon hörst, zeigt doch, dass die Kontrollen zumindest teilweise greifen. Man hört ja nur davon, weil es eben Untersuchungen gibt und Lebensmittel, die gewissen Grenzwerte überschreiten, dann aus dem Verkehr gezogen werden.

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Kauf Ökofrüchte ein, geh zu den Wochenmärkten, wo du vom Bauer direkt Ware erhälst, mehr iss nicht möglich.

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Ich finde es auch schade, dass Bio-Gemüse und -Obst zu so hohen Preisen verkauft wird. Klar sind die Pestizide ungesund, aber die Antibiotika im Fleisch aus der Massentierhaltung sind auch nicht gesünder. Auch Eier, Fisch und Milchprodukte können Schadstoffe enthalten. Quelle: http://www.planet-wissen.de/natur/tier_und_mensch/tierzucht/pwieschadstoffeinlebensmitteln100.html

Leider ist man gezwungen mehr Geld in Bio-Produkte für seine Gesundheit auszugeben ...

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Vielleicht solltest du mehr Wert auf deinen Geist legen als auf deinen ach so wichtigen Körper.

Die sonstigen Vielleichts erspare ich uns.

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Erstand Kompliment zu deiner Entscheidung!
Ich würde Bauer aus der Region empfehlen.
Die sind zwar oft teurer, aber benutzen meist auch keine Pestizide.

Außerdem stärkt man nicht immer die Milliardenkonzerne, was ja auch n schöner Nebeneffekt ist

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Wenn es danach ginge, dürfte man überhaupt nichts mehr essen. Und nicht mal mehr atmen. Denn die Luft ist ja schließlich auch belastet. 

Lass dir nicht so viel Angst einjagen. 

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Die Belastung an Pestizidien ist so gering, dass du dir keine Sorgen machen musst. Selbst wenn der Grenzwert überschritten wird, der in der Regel sehr tief angesetzt ist.

Trotzdem ist es natürlich ratsam Früchte und Gemüse vor dem Verzehr gut abzuwaschen.

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Du hast natürlich recht damit dass Bio etwas gesünder ist.

Aber auch das Billiggemüse vom Discounter ist viel viel besser als nur ungesunde Fertiggerichte zu essen, denn die Grenzwerte für die Pestizide sind nicht besonders hoch, ernsthafte gesundheitliche Schädigungen sind eigentlich nicht zu erwarten

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Wenn du denkst, dass Fertigessen nicht mit irgendwelchen Rückständen "verseucht" ist, dann liegst du falsch.

Dieses ganze "ALLES VOLLER GIFT OMFG" ist reine Panikmache <.< Klar wäre regionales Futter ohne den ganzen Chemie-Mist besser, aber Bio ist a) nicht unbedingt gesünder (zu organischer Düngung zählt Kuhscheiße, yam yam) und b) ist nicht alles bio, wo bio draufsteht.

Ich würde mich davon nicht verunsichern lassen, versuch einfach eher saisonal und regional einzukaufen, sofern euer Budget das zulässt.

Allein die Luft, die du atmest, ist schon belastet, egal was du isst, irgendwo gibt es eine Studie, die besagt, dass es voll mit Schwermetallen etc ist. Gesundheitsfördernd ist das alles sicherlich nicht, wird dich aber auch nicht zeitnah umbringen.

Die meisten von uns sterben sowieso an den Auswirkungen von Stress, von daher

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Kommentar von Flapsi
11.07.2016, 19:21

Hmm klingt ein wenig verworren.. Die Quintessenz ist: Ernähr dich gesund, da jedes Essen in iiirgendeiner Form belastet ist. Da finde ich persönlich eine ausgewogene, frische Ernährung erstrebenswerter als Fertigzeug.

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