Frage von shyguy8, 97

Referat über den 30 jährigen Krieg, welche Ereignisse sind unverzichtbar?

Hallo, muss demnächst ein Referat über den 30 jährigen Krieg halten. Ich wollte einmal im Vorraus wissen, welche Ereignisse unverzichtbar sind. Zum Beispiel bei den Ursachen, Anlass, während des Krieges und danach. Prager fenstersturz ist klar. Wäre über hilfreiche Antworten dankbar.

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von ArnoldBentheim, Community-Experte für Geschichte, 39

Ich würde dir folgende Ratschläge geben:

1. Vergiss den ganzen Komplex der eigentlichen Kriegsgeschichte! Nichts ist öder und sinnloser, als detailliert das Abschlachten von Menschen zu beschreiben.

2. "Menschen", das ist ein wichtiges Stichwort: interessant könnte sein, über das Leben der Menschen, also der Soldaten, der vom Krieg betroffenen Land- und Stadtbevölkerung, auch der nicht vom Krieg betroffenen Bevölkerung - ja, auch die gab es - zu berichten.

3. Am Krieg selbst halte ich lediglich für interessant:

- die Konfliktparteien (hier kann auch die Vorgeschichte des Krieges, der Gegensatz der religiösen Bekenntnisse und der evangelischen Reichsstände zu den Habsburgern vor dem Hintergrund der europäischen Verflechtungen dargestellt werden);

- die wesentlichen (politisch-diplomatischen) Phasen des Krieges;

- den Frieden von Münster und Osnabrück und seine Folgen für das Reich und seine Bewohner.

Das sollte auf jeden Fall für eine Stunde Vortrag reichen.

MfG

Arnold

Kommentar von shyguy8 ,

Super Kommentar! Vielen Dank!

Kommentar von ArnoldBentheim ,

Gerne geschehen. Ich freue mich, wenn ich helfen konnte.

Wenn du noch Fragen hast, dann melde dich.  :-)

Kommentar von ArnoldBentheim ,

Vielen Dank für die Auszeichnung!  :-)

Kommentar von shyguy8 ,

Kein Problem:) ich hätte noch folgende Frage : mein Lehrer sagte, der Schüler muss voll in dem Thema seines Referates drin stecken, denn er fragt gerne mal quer. Auf welche Fragen könnte ich mich vorbereiten? Eventuell auch fragen, die über den Krieg hinaus gehen

Kommentar von ArnoldBentheim ,

Diese Frage zu beantworten, stellt mich vor ziemlich unlösbare Probleme. Denn ich kenne weder die Inhalte deines Referates noch deinen Lehrer und seine Eigenheiten.

Jedenfalls wurde dem Reich mit dem Westfälischen Frieden eine Art "Grundgesetz" gegeben, das bis zum Reichsende wirksam blieb. Die verschiedenen Konfessionen im Reich waren verpflichtet, miteinander tolerant umzugehen und Differenzen nur noch auf dem Rechtswege zu lösen. Selbst die Untertanen erhielten ein erstes "Grundrecht": die Religionsfreiheit.

Politisch verfestigten sich im Reich - mit Auswirkungen bis heute - zwei religiöse Blöcke: die evangelischen Länder bes. im Norden sowie die katholischen Länder bes. im Süden Deutschlands. Auch eine obrigkeitliche Gesinnung setzte sich in den Reichsterritorien durch, die auf den Landesherrn als weltlichem Stellvertreter der göttlichen Ordnung orientiert war - bes. ausgeprägt war diese Haltung in den evangelischen Ländern, in denen der Landesherr zugleich religiöses Oberhaupt war. Die Landesherren waren zwar Kaiser und Reich weiterhin unterworfen und diesen verpflichtet, erhielten aber weitgehende Selbständigkeit in inneren und selbst äußeren Angelegenheiten - sie konnten mit ausländischen Mächten Bündnisse schließen, die sich allerdings nicht gegen Kaiser und Reich richten durften. Insofern liegen hier die Grundlagen dessen, was dann zum deutschen föderalistischen Staatsaufbau führte.

Der Krieg hatte auch erhebliche Folgen für die Bevölkerung und die Wirtschaft der besonders vom Krieg betroffenen Länder. Vielleicht könntest du auf Informatonen aus deiner Region zurückgreifen?

Schließlich - wenn man den internationalen Rahmen des westfälischen Friedens betrachtet - war das Reich eng mit anderen europäischen Mächten verknüpft, weil Frankreich, England und Schweden Garantiemächte des Friedens waren.

Ich hoffe, es ist etwas dabei, was dein Lehrer fragen könnte.  :-)

Kommentar von shyguy8 ,

Sicherlich! :) danke das sie sich die Zeit genommen haben:)

Antwort
von Ringoscarlett, 39

Naja, Anfang und Ende sind immer wichtig. Die Ausgangslage wäre von Bedeutung für dein Referat. Dort kannst du dann die Beteiligten vorstellen. 

Der 30-Jährige Krieg hat viele verschiedene Ereignisse gehabt, auf welche man sich konzentrieren könnte. Du kannst einmal auf bestimmte Kriegsschauplätze aufmerksam machen. Du kannst dich - je nach länge deines Referates - auf bestimmte Gruppen oder Orte begrenzen. 

Der Krieg umfasst viele Themenbereiche: Konfessionen, soziale Schichten, Politik, Söldner, Waffen, Kriegsführung, "Verrohung des Menschen",...

Wenn du dich mit dem Ende des Krieges befasst, kannst du darstellen, warum der Krieg so lange dauerte. Drei Jahrzehnte sind eine sehr lange Zeit. Es gab Menschen, die kannten nur den Krieg und das Chaos. Sie klammerten sich an den Krieg. 

Außerdem haben die Friedensverhandlungen sehr lange gedauert. Und sie waren eine logistische Herausforderung. 

Sprich also am besten mal mit deinem Lehrer und frag ihn/sie, worauf du dich konzentrieren sollst und was ihm/ihr wichtig ist. 

Kommentar von Krengo ,

Was hast Du auf meinem Profil gesehen? Schwarz?

Kommentar von Ringoscarlett ,

Ich habe die Abgründe deiner Seele gesehen! 

Antwort
von shyguy8, 48

*Das Referat wird mindestens eine Stunde gehen

Antwort
von herja, 40

Hi,

über den 30jährigen Krieg findest du mit Google unzählige Abhandlungen, du brauchst also nur ein bisschen lesen: https://de.wikipedia.org/wiki/Drei%C3%9Figj%C3%A4hriger_Krieg

Kommentar von Krengo ,

Wo findet man denn Google?

Kommentar von shyguy8 ,

Danke!

Kommentar von Krengo ,

Bitte gerne

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