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Referat über Darwin

gefragt von VitafreakVitafreak am 18.03.2009 um 18:26 Uhr

Was soll ich alles in mein Referat über Charles Darwin reinschreiben?? Freue mich über jeden Tipp!

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Frage x 6.871 Allgemein x 6.833 Biologie x 3.386 Kultur x 896 Charles Darwin x 6

anonym
beantwortet von kgunther am 19. März 2009 09:54
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Die "Gegenthese" zur Evolutionslehre ist nicht der Kreationismus, der im Gewand der These vom "intelligent design" fröhliche Urständ' feiert. Denn der Kreationismus hat absolut nichts von einer wissenschaftlichen These, die der hervorragend erwiesenen Entwicklungslehre entgegengestellt werden könnte. Der Kreationismus ist ein Dogma derer, die einen naiven Kinderglauben an die Stelle der philosophisch hochstehenden christlichen Transzendenzlehre setzen möchten.

Die wissenschaftliche Gegenthese zur Evolutionslehre, die mit Darwin begonnen hat, ist der Lamarckismus! Der norwegische Forscher Lamarck vertrat zur Zeit Darwins die These, die Entwicklung neuer Spezies erfolge durch Vererbung erworbener Eigenschaften, also etwa in dem Sinne, daß eine Fliegenpopulation, der regelmäßig die Flügel abgeschnitten werden, schließlich flügellosen Nachwuchs bekommen würde. Dieses Beispiel ist nicht etwa erfunden, sondern wurde allen Ernstes von dem Scharlatan (angeblicher Forscher) LYSSENKO im Reiche Stalins behauptet. Die Thesen des Lamarckismus sind mittlerweile vollkommen widelegt. Sie sind nur deshalb von Bedeutung, weil Karl Marx sich bei seinen Theoriebildungen auf die These von der Vererbbarkeit erworbener Eigenschaften verließ. Zu Zeiten von Karl Marx war der Lamarckismus noch eine durchaus anerkennenswerte Theorie und Marx hat einfach bloß danebengegriffen. Die bittere Folge war jedoch, daß die kommunistischen Diktaturen die (falschen) Thesen des Lamarckismus dogmatisch festgemauert haben: Wissenschaftliche Genetik konnte einen rasch in den GULAG bringen. Noch in den 50er Jahren des 19. Jahrhunderts hat die parteipolitisch motivierte Anwendung vermeintlicher Lamarck'scher "Erkenntnisse" die Landwirtschaft in der DDR grundlegend geschädigt

Das sei als Warnung vor der dogmatischen Unduldsamkeit des Staates gegenüber wissenschaftlicher Forschung und Entwicklung gesagt. Selbst in unserem Staat, der sich vom Ideal des "freiesten deutschen Staates aller Zeiten" rasch wegbewegt (Schäuble), sind wissenschaftliche (v.a. historische) Thesen staatlich vorgeschrieben, ja, pönalisiert (!) aber wissenschaftlich nicht begründet.


JackBauerCTU
beantwortet von JackBauerCTU am 18. März 2009 18:39
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Darwins Finken, Kreationismus als "Gegenthese"...



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