Frage von eloelo12, 59

Referat ; Endlagersuche?

Hallo liebe gutefragenet Nutzer,

ich halte diese Woche ein Referat in Physik über die Entlagerung bzw. Endlagersuche. Ich bin so gut wie fertig nur komme ich in einigen Punkten nicht weiter und zwar die Endlagersuche in Europa und Weltweit. Ich verstehe nicht wieso Frankreich Endlager für schwachradioaktiven und mittelradioaktiven Abfall hat, aber DE nicht? Wieso bauen die es nicht einfach nach?

Danke schonmal im Voraus :-)

Antwort
von NuklearTV, 33

Das stimmt so nicht: Sowohl Deutschland, als auch viele weitere Länder neben uns und Frankreich, besitzen solche Endlage für schwach- und mittelradioaktive Stoffe. Das Endlager Morsleben wurde zu DDR-Zeit gebaut und mittlerweile stillgelegt, das heißt, der Einschluss wird vorbereitet. Die Asse gilt erst seit 2009 als Endlager, das hat aber andere Gründe. Neben diesen beiden Anlagen ist gegenwärtig das Endlager "Schacht Konrad" in Bau, das 2022 in Betrieb gehen soll (beginn der Einlagerung).

Weltweit gibt es mehr als hundert Endlager, davon aber nur sehr wenige, die für hochradioaktive Stoffe geeignet sind, sowie nur vier Lager, die hochradioaktive Stoffe aufnehmen können, die auch noch Wärme emittieren: Das Endlager Carlsbad (bekannt als WIPP - Waste Isolation Pilot Plant) und drei Tiefbohrlöcher in Russland, die Abfälle aus der Wiederaufbereitung aufgenommen haben, mehr als 50 Millionen Kubikmeter zusammen. Eine fast vollständige Liste kannst du hier finden: http://de.nucleopedia.org/wiki/Liste\_von\_Endlagern

Die Endlagerung ist ansonsten kein ungelöstes Problem. Technisch ist alles weitestgehend klar und seit Jahrzehnten erprobt (Kumuliert sind die Jahre der Erfahrungen ähnlich groß wie bei modernen technischen Industrieanlagen), lediglich politisch wird sich über die Frage noch gestritten - jedoch sind wir das einzige Land aktuell weltweit, bei dem es ein Problem darstellt.

Kommentar von ocin1 ,

Interessanter Weise hört man von der chemischen Endlagerung (in der BRD ca. 10 chemische Endlager, 6 davon ebenfalls in alten Salzbergwerken wie z.B. die ASSE) weder von Politikern noch von unserer Qualitäts-Presse. Die technische Umsetzung der Endlagerung ist kein Problem, siehe chemische Endlagerung. Also ist es bei der nuklearen Endlagerung nur eine politische Frage.

Das größte chemische Endlager der Welt wurde 1986 vom Hessischen Umweltminister (Joschka Fischer GRÜNE) in Herfa-Neurode genehmigt. Also auch die GRÜNEN befürworten die Endlagerung.

Suche mal im Netz nach "Herfa-Neurode" oder "chemische Endlager", "Untertagedeponie", ...

Antwort
von ocin1, 22

Die Endlagerung, ob nun von chemischen oder nuklearen Abfällen, ist technisch kein Problem und wird auch bereits in der BRD praktiziert. Nur die Presse und die Politik macht hier einen Unterschied.

6 chemische Endlager in der BRD,alle in alten Salzbergwerken, wie die ASSE

Man bedenke, dass es in der BRD 6 chemische Endlager gibt, die
schon seit langem betrieben werden.Interessanter Weise sind diese 6
chemischen Endlager alle in Salzgesteinen, wie auch das nukleare
"Endlager" ASSE.

1. Herfa Neurode /Hesen (altes Kalisalz-Bergwerk)

2.Heilbronn / Baden-Württenberg (altes Salzbergwerk)

3. Zielitz/Sachsen-Anhalt (altes Kalisalz-Bergwerk)

4. Borht-Niederreihn/ Nordreihn-Westfalen (altes
Salzbergwerk)

5. Riedel /Niedersachsen (altes Salzbergwerk)

6. Sondershausen /Thüringen (altes Kalisalz-Bergwerk)

Es stellt sich nun die objektive Frage,wenn die Endlagerung in
Salz "ganz klar gefährlich sei",so wie es von unseren Medien und unserer Politik am Beispiel der ASSE gerne verdeutlicht wird, warum gibt es dann über die 6 chemischen Endlager, welche auch in Salzgestein liegen, keine vergleichbare Medienpräsenz?

Hier kann es eigentlich nur 3 logische Antworten geben:

1- Die Probleme der ASSE werden aus politischen Gründen maßlos
übertrieben und restlos einseitig behandelt.

2- Über die Probleme der 6 chemischen Endlager wird mit Absicht
nicht in Medien und Politik berichtet. Die Endlagerung wäre dann
keine Besonderheit der Kernenergie, was sie ja auch nicht ist. Das
bedeutet aber, dass die Deutschen seit Jahren von den Medien und der
Politik belogen werden.

3- Die Probleme der ASSE sind auf die ASSE selbst begrenzt und
stellen somit das Endlagerkonzept in Salzgestein nicht in Frage. Die
6 chemischen Endlager in Salzgestein sind ein praktischer Beleg für
die gut Umsetzbarkeit.

Das größte chem. Endlager weltweit (Fläche Münchens inklusive
Autobahnring) in Herfa Neurode wurde vom damaligen hessischen
Umweltminister Joschka Fischer 1986 genehmigt und als "Juwel"
bezeichnet [ww.spiegel.de/spiegel/print/d-13520557.html].
Also, wer "GRÜN" wählt, wählt chemische Endlager (die
zweifellos notwendig sind).

Quellen:

de.wikipedia.org/wiki/Endlager
,de.wikipedia.org/wiki/Müllverbrennung
,ww.focus.de/politik/deutschland/sondermuell-ab-ins-bergwerk_aid_152486.html,ww.badische-zeitung.de/elsass-x2x/wohin-mit-dem-hochgiftiger-sondermuell-aus-wittelsheim--36297444.html,
ww.spiegel.de/spiegel/print/d-13489952.html
,toxcenter.org/artikel/Herfa-Neurode-groesste-Sondermuelldeponie-der-Welt.php,
ww.eon-energyfromwaste.com/Umwelt/133.aspx
,ww.spiegel.de/wirtschaft/gefaehrlicher-goldabbau-ein-ehering-produziert-20-tonnen-giftmuell-a-542725.html,
ww.dw.de/zerstörte-umwelt-der-preis-des-goldes/a-15295336,ww.beobachter.ch/natur/umweltpolitik/natur-umweltschutz/artikel/sondermuell_aus-den-augen-aus-dem-sinn/,ww.deutschlandfunk.de/im-fegefeuer-der-konsumgesellschaft.740.de.html?dram:article_id=111876,ww.thueringer-allgemeine.de/web/zgt/leben/detail/-/specific/Reste-von-Chemiewaffen-aus-Syrien-landen-in-Kalischacht-in-Sondershausen-1582229580

Antwort
von 16Denis, 42

Weil es schwer is. Sie müssen eine Anlage bauen die über 100 Jahre den Müll lagert. Erstens sehr sehr teuer und zweitens im falle einer Katastrophe hätten wir ein großes Problem. Bau mal ein Lager was Atom Dicht ist für mehrere 100 Jahre und dazu auch Erdbeben sicher etc

Kommentar von Wechselfreund ,

für mehrere 100 Jahre

Berufsoptimist???

Kommentar von 16Denis ,

was meinst du mit berufsoptimist

Kommentar von ocin1 ,

Interessanter Weise hört man von der chemischen Endlagerung (in

der BRD ca. 10 chemische Endlager, 6 davon ebenfalls in alten
Salzbergwerken wie z.B. die ASSE) weder von Politikern noch von
unserer Qualitäts-Presse. Die technische Umsetzung der Endlagerung ist kein Problem, siehe chemische Endlagerung. Also ist es bei der nuklearen Endlagerung nur eine politische Frage.

Das größte chemische Endlager der Welt wurde 1986 vom Hessischen Umweltminister (Joschka Fischer GRÜNE) in Herfa-Neurode genehmigt.

Also auch die GRÜNEN befürworten die Endlagerung.

Suche mal im Netz nach "Herfa-Neurode" oder "chemische Endlager", "Untertagedeponie", ...

Antwort
von Karl37, 29

Das einfachste ist den Atommüll dort lagern wo einst das Uran abgebaut wurde. In Oklu, Gabun, gibt es Uranminen in französischen Besitz und dort hat es vor 150 Mio Jahren mehrere natürliche Kernreaktoren gegeben. Hier kann man in aufgelassene Minen den Atommüll lagern. So machen es die Franzosen.

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