Sophist am 18.11.2007 um 19:06 Uhr
Die Redewendung "auf den Hund gekommen" bedeutet ja eigentlich "pleite sein" - weil im Mittelalter auf dem Boden der Geldtruhen ein Hund aufgemalt war. Viele Leute verwenden die Redewendung "auf den Hund kommen" heute jedoch ganz anders - wie benutzt Ihr sie?

Wenn ich den Ausdruck benutzen würde.

Im Bergbau gab es früher zum Abtransport der Kohle kleine Kohlewagen die man HUNTE nannte.Das Füllen und Wegschieben dieser Hunte war eine körperlich schwere Arbeit um die sich nicht jeder Bergmann riß. Wer diese Arbeit ausführen mußte war somit redensartlich auf den HUNT gekommen , später dann auf den HUND gekommen.(Wie gefällt Euch diese Version ?)
Kabark am 19. November 2007 07:50 Recht gut!

benutze ich nicht, wäre ein schlechter Satz in Bezug zu meinem Hund ;-)

..oder ganz schlecht beinander sein...
ruthchen am 18. November 2007 19:19 Auf den Hund kommen ist eine Redensart mit der Bedeutung "in schlimme (äußere oder gesundheitliche) Umstände geraten". Sie bezieht sich möglicherweise auf die Kriegskasse, die zur Bezahlung der Söldner während der Kriegshandlungen mitgeführt wurden. Im unteren Teil befand sich ein Holzkästchen (der Hund), in dem die "Notreserve" aufbewahrt wurde. Wenn man also auf den "Hund kam", war die Kriegskasse fast leer.
Und noch mehr dazu bei Wiki... ;-)
In der letzten Zeit habe ich die Redewendung auf jeden Fall nicht benutzt. Ich kann mich aber an Äußerungen anderer erinnern, in denen "auf den Hund gekommen" bedeutete, jemand oder etwas sei heruntergekommen/tief gesunken". Damit kann zwar manchmal auch ein finanzieller Gesichtspunkt gemeint gewesen sein, aber der Gebrauch war allgemeiner.

benutze ich nicht

Gar nicht
"wie biste denn auf den hund gekommen", wenn einer etwas macht, was man von ihm nicht erwartet hätte.
für die häufig hier angeführten negativen ereignisse benutze "vor die hunde gehen"

ruthchen am 18. November 2007 19:20 Loriot-Fan? ;-)
verwende ich nie.habe ich aber schon gehört!!!! Ich denke wenn jemand eine zündende idee hatte oder so!!

ich nutze das nicht
Jemand ist ziemlich auf den Hund gekommen, wenn es ihm wirtschaftlich schon mal besser ging. "Pleite sein" trifft es am besten.


ich kenne das nur für diese Ableitung, wenn also jemand ganz weit unten ist...

Ganz unten(sozial) gelandet zu sein.

benutze ich nie

Hast du Schulden, schaust du traurig wie ein Hund.
ich glaube "auf den Hund gekommen" hat was mit Flöhen zu tun. Wenn Flöhe auf einem Hund sind, zeugt das von Verwahrlosung. So interpretiere ich auch "auf den Hund gekommen" nicht nur mit pleite sein, sondern insgesamt heruntergekommen sein, verwarlost sein und natürlich auch kein Geld haben.

Ich meine wenn ich den Spruch benutze dass ich zu einer Fragwürdigen Ehre gekommen bin... so etwas wie "die Goldene A....-Karte) ...
"ganz tief gesunken sein" - nicht unbedingt pleite.
Bedeutungen mit dem "Hund" sind offenbar Journalistenjargon. Dieser Zielgruppe nimmt ja andauernd übertragene Wendungen wörtlich und findet das auch noch affengeil!