Frage von BurningChild, 270

Redet man sich als Dicker Mensch nicht vieles schön?

Wieso sind die meisten Menschen die dick sind immer der Meinung das dass Gewicht nichts darüber aussagt ob man schön ist oder nicht?

Ich meinte, wenn man schlank bzw sportlich ist, signalisiert das ja "eigentlich" eine gesunde Lebensweise, wenn man aber wiederum dick ist zeigt dies ja dass man sich ungesund ernährt oder ungesund lebt und wenig bis gar keinen Sport macht. Warum reden sich dann Leute ein das Sie ja schön seien, oder anders gesagt, nichts an sich ändern müssen?

Man sagt ja so schön, wenn eine Person dick ist, schadet es der Allgemeinheit ja nicht. So ist das aber leider nicht. Den Adipositas wurde ja mittlerweile als Krankheit anerkannt. Was macht man also mit Krankheiten? Ärzte müssen sie medikamentös behandeln. Dies wirkt sich wiederum auf die Krankenkasse aus, da diese die Beiträge erhöhen und somit wieder alle betroffen sind.

Dieser Beitrag ist keinesfalls an die Leute gerichtet die an einer Krankheit leiden und deshalb nicht abnehmen können. Ich rede jetzt speziell mit denen die dick sind, weil sie zu viel essen / zu wenig Sport treiben.

Auch ist das keine Hass-Nachricht, es ist lediglich eine Frage, denn auch wenn man sich den ganzen Tag einredet man sei Gesund, fit oder schön... Sieht man dann nicht am ende des Tages in den Spiegel und weiß tief im inneren, das es doch nicht so ist?

Noch etwas ist mir aufgefallen. Und zwar: Wollen manche dicke nicht andere dicke "ermutigen" sich so selbst zu akzeptieren wie sie sind, um sich selbst einzureden das es OK ist dick zu sein bzw damit sie nicht alleine mit ihrem Übergewicht da stehen? Auch werden manche dies jetzt sicherlich beneinen, aber wenn man mal ganz ehrlich zu sich selbst ist - eigentlich mag sich doch keiner so wie er ist. Jeder findet etwas an sich nicht schön oder etwas was man ändern kann.

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von GuenterLeipzig, Community-Experte für Sport, 117

Hier ist was dran, oft ist es so, dass der Mensch ganz allgemein dazu neigt, den Weg des geringsten Widerstandes zu gehen.

Da ist es nun mal sehr bequem zu behaupten, dass dies oder jenes doch gar nicht so schlimm sei, es ist doch so einfach,  sich seine Komfortzone zu erhalten.

Das ist die eine Seite der Medaille.

Die andere Seite ist die, dass man den Dicken gar keinen Vorwurf machen kann, da diese in ihrer Kindheit vom Elternhaus oft eine unangemessene Lebensweise vorgelebt bekommen haben, sie das also als normal empfinden (Ausnahmen bestötigen natürlich auch hier die Regel).

Schauen wir uns doch auf den Straßen um, wenn Familien unterwegs sind. Oft ist es so, dass eine gewisse Dickleibigkeit familiär beieinander ist.

Der Punkt ist, die Leute kommen von sich auch nur selten auf die Idee, sich mit den Fragen, wie unser Körper tickt, tiefgründiger zu befassen.

Sie haben einfach die notwendige Körperwahrnehmung nicht.

Dazu bedarf es im Regelfall eines Anstoßes von außen.

Dieses Grundverständnis ist jedoch ultimativer Grundstein dafür, wenn Änderungen herbeigeführt werden sollen.

Nur wenn im Kopf klar ist, was das Ziel ist, welche Wege nachhaltig zum Ziel führen und welche in die Irre, kann jeder, der das möchte, seinen Lebensstil ändern.

Wer einmal begriffen hat, dass es vorteilhaft ist, die Komfortzone dauerhaft zu verlassen, setzt bei sich eine Art Belohnungssystem in Gang, welches da lautet, dass der Betroffene wahrnimmt, wie sich sein Körper und dessen Leistungsfähigkeit verändert bzw. verbessert.

Je mehr Verbesserungen von einem selbst aber vor allem auch von Dritten  wahrgenommen werden, gibt das einen großen Motivationsschub und die Angelegenheit wird zum Selbstläufer.

Günter

Kommentar von panda24 ,

Die andere Seite ist die, dass man den Dicken gar keinen Vorwurf machen kann, da diese in ihrer Kindheit vom Elternhaus oft eine unangemessene Lebensweise vorgelebt bekommen haben, sie das also als normal empfinden (Ausnahmen bestötigen natürlich auch hier die Regel).

Du bist aber bissl arg voreingenommen - Nicht die Lebensweise ist vorgegeben, sondern die Genetik des guten Futterverwerters.

Schauen wir uns doch auf den Straßen um, wenn Familien unterwegs sind. Oft ist es so, dass eine gewisse Dickleibigkeit familiär beieinander ist.

Ich bin dick - mein Mann war schlank ist jetzt im Alter "Bierbäuchig" unsere Kinder sind alle 3 sehr schlank. Folge dessen - haben unsere Kinder die Genetik des schlechteren Futterverwerters von meinem Mann geerbt.

Sie haben einfach die notwendige Körperwahrnehmung nicht.

Oh echt jetzt, jetzt sind wir auch noch dick und blind?

Kommentar von GuenterLeipzig ,

Hallo Panda24,

bitte beachte meine genaue Wortwahl, die keineswegs generalisiert, jedoch gewisse Beobachtungen widergibt und Ausnahmen zulässt.

Selbstverständlich hat die Genetik Einfluss auf den Themenkreis, jedoch, sollte man sich dahinter nicht verstecken.

Jeder hat doch selbst in der Hand, ob er seinen Stoffwechsel ankurbelt oder nicht.

Bei dem Einen geht es eben besser und bei dem anderen dauert es halt etwas länger.

Dass gar nichts geht, gehört aus meiner Sicht in das Reich der Ammenmärchen.

Günter

Antwort
von Maimaier, 128

"eigentlich mag sich doch keiner so wie er ist"

Ist das so?

Schönheit liegt im Auge des Betrachters, über Geschmack sollte man nicht streiten. Früher war es eher schick, dick zu sein (Rubens). Das Modells teilweise magersüchtig sind, kann es ja auch nicht sein. Und Magersucht ist eine der Haupttodesursachen für Jugendliche. Nicht das Dick sein.

Woher kommt die Magersucht? Oft ist es gerade die Vorstellung, man müsse unbedingt dem Schönheitsideal entsprechen. Nur das die Bilder von Illustrierten gefälscht sind, mit Photoshop bearbeitet.

Liebe deinen Nächsten wie dich selbst. Da steckt auch drin, das man sich selbst liebt. Man sich so mag, wie man ist. Und nicht "eigentlich mag sich doch keiner so wie er ist".

Kommentar von RoXoR987 ,

Ich bin deiner Meinung, übergewicht ist ok bzw. Ansichtssache, Fettleibigkeit allerdings nicht. Sie ist sehr ungesund und jeder der sagt das er damit zufrieden ist, lügt. Es ist einfacher das zu leugnen und sich einzureden das alles ok ist als wirklich was zu machen. Ich spreche aua eigener Erfahrung :)

Kommentar von touba ,

Und ich spreche aus eigener Erfahrung dass es mir damit gut geht und ich nix ändern muss.

Im Gegensatz zu einigen dünnen bin ich Rettungsdienst bzw Atemschutztauglich geschrieben.

Es gibt eben auch Leute die nicht immer auf Ernährung achten können oder Sport treiben da sie einen sehr Freizeitfeibdlichen beruf haben.

Meistens sind es die Frauen die sich zu fett oder sonstiges finden.

Die Männer hingegen akzeptieren es meistens 

Antwort
von HalloRossi, 82

Ja, das ist in der Tat wohl richtig. Ich sehe das genauso! Meine beste Freundin hat auch Übergewicht ( 95 kg auf 170 cm) und behauptet immer " das ginge ja noch" und sie sei ja wohl nicht " richtig" dick sondern es ginge ja noch. Da ich schlank bin ( Größe 36/38 178 cm /65 kg) behauptet sie einfach, ich sei " viel zu mager" und das sei ja viel schlimmer. Zum Sport motivieren " weil sie mal grade 5 Kilo zu viel hat" lässt sie sich nicht

Kommentar von Krjhg ,

Ja, so war ich damals auch. Bis ich vor kurzem dann plötzlich 155 kg gewogen habe. Ich bin wie deine Freundin blind durch die Gegend gelaufen. Habe jetzt fast 10 kg runter, und frage mich, wie dumm ich gewesen bin. 95 kg ist definitiv zu viel. Laut BMI Rechner auch schon Adipositas.

Antwort
von BlackDoor12, 101

Jeder Mensch ist einzigartig und hat seine guten und Schlechten Seiten. Schönheit kommt auch von innen es kommt auf jeden Fall auch auf den Charackter von einen Menschen an.

Das sich dickere Menschen alles schön reden glaube ich nicht, denke schon das sie auch irgendwo unzufrieden mit sich sind aber es verdrängen oder nicht wahrhaben möchten.

Aber nicht nur auf fülligere Menschen bezogen auch schlanke Menschen können sich alles schön reden und Dinge verdrängen oder verstecken die Ihnen an sich selbst nicht passen.

Klar hat jeder Mensche irgendwo Komplexe aber es sollte nicht überhand nehmen mit den Selbstzweifeln.

Antwort
von FooBar1, 64

Ich persönlich mag mollige Frauen lieber als dünne. Bin selbst normal gebaut mag aber mehr. Wie immer darf jeder selbst entscheiden was er schön findet

Kommentar von BurningChild ,

War ja nicht wirklich eine Fetish-bezogene Frage aber trotzdem danke für deinen Beitrag

Kommentar von FooBar1 ,

Ein Fetisch ist eine Vorliebe einer absoluten Minderheit. Da sich aber auch Menschen außerhalb von Modemasse passabel fortpflanzen ist es wohl eher etwas normales.

Antwort
von Zuhzu, 84

Wenn man Übergewicht hat redet man sich vieles schön das ist aber völlig normal, man gibt auch anderen die Schuld z.B. Tabletten sind schuld Schilddrüse arbeitet nicht gut und noch vieles mehr. Ich erzähle hier aus eigener Erfahrung denn ich war auch mal rund und gab immer anderen dingen die Schuld.

Heute wo ich Normalgewicht habe weis ich das ganz alleine ich selber schuld war.Ich habe meine komplette Ernährung umgestellt und viel Sport und es geht mir richtig gut dabei.

Kommentar von panda24 ,

Das ist aber nicht bei jedem Menschen so, der zu dick ist. Bei ganz vielen liegt es nicht an der Ernährung oder dem Sport sondern am lahmen Stoffwechsel.

Kommentar von wundwasser17 ,

Jeder der möchte, wirklich möchte kann abnehmen... meiner meinung sind diese stoffwechselgeschichten meistens eine ausrede... beim einen dauert es länger, bei andren nicht so lange... aber gewicht reduzieren und muskelaufbau, geht immer! Nur wenn man es nicht richtig versucht und nach 1-2 monaten wieder hinschmeißt und nicht gleich 20kg weniger hat... is klar das viele in ihr altes schema zurückfallen! Jeder kann abnehmen, wenn er es will!

Kommentar von Zuhzu ,

Das muss ich leider mit einem nein beantworten wenn der Stoffwechsel nicht richtig Arbeitet also auch die Schilddrüsen kannst du machen was du willst dann nimmst du einfach nichts ab auch selbst wenn du nichts mehr Essen tust.

Kommentar von wundwasser17 ,

Erzähl das wem andren... wenn der körper nicht zu essen bekommt, is klar das abbauen anfängt, glaube nicht das man garkein gewicht reduziert!;) stoffwechselgeschichten sind ausreden... man kann abnehmen, es dauert länger... und du kannst mir nicht erzählen das solch einer nicht trainieren kann, muskel aufbauen kann und körperfett reduzieren kann...

das funk bei jeden... auf die richtige art und weiße halt!;)

also wieder... ausrede!

Kommentar von Zuhzu ,

Ich war sogar in einer speziellen Reha ich weis leider von was ich Rede keine Ausrede.Warst du schon mal Dick und hast es durch gemacht ich glaube nein.

Kommentar von panda24 ,

Das ist absolut nicht wahr - jemand der sich wegen körperlicher Krankheit nicht viel bewegen kann wird nicht abnehmen, es sei den derjehnige isst gar nichts mehr.

Kommentar von Zuhzu ,

Das stimmt aber auch da kann man etwas unternehmen.

Antwort
von Marcel89GE, 50

Ich denke das ist im allgemeinen eine Frage des Lebensentwurf.

Ich kann mir nur schwer vorstellen, dass sich mit starken Übergewicht (Ich denke davon reden wir ja) ein sonderlich aktives Leben führen lässt. Weder beruflich noch privat.

Mit aktiven Leben meine ich freude und erfüllung durch Bewegung/Erlebnisse im freien.

Ich persönlich musste durch Studium und Berufseinstieg auf die für mich  eigentlich zur Normalität gehörende Bewegung verzichten (zeitlich). Das hat sich natürlich auf meinen Körper aber auch auf meine Persönlichkeit (Ausgeglichenheit etc.) ausgewirkt.

Als ich dicker wurde, war ich natürlich komplett unzufrieden und unglücklich. Jetzt arbeite ich dagegen an.

Jetzt überlege ich mir aber, wie es für jemanden ist der "schon immer" dicker war und einen ganz anderen Lebensentwurf hat. Der nicht latent unzufrieden mit sich ist, weil er sich nicht anders kennt. Da glaube ich schon, dass es viele "dicke" gibt, die ehrlich glücklich sein können und sich eben nichts vormachen.

Aber auch diese Leute haben mit den negativen Konsequenzen ihrer Leibesfülle umzugehen. Natürlich kann mir ein vollgeschwitzter kurz vorm Herzinfakt stehender Übergewichtiger nicht ernsthaft erklären, er sei zufrieden nach zwei Stockwerken Treppe so auszusehen und er sei glücklich damit. Aber diese situativen Nachteile sind ja nicht gleich bedeutend, dass man grundsätzlich unzufrieden oder unglücklich ist.

Viele Menschen ziehen auch Zufriedenheit aus ihrem Intellekt und nicht ausschließlich aus dem eigenen Körper oder aus der Sexualität.

Antwort
von SerenaEvans, 62

Ich bin dick, sogar sehr dick. Warum? Erst mal meine Sache.

Was mich ärgert, ist das Argument mit den Krankenkassen. Was ist mit Rauchern, Trinkern, Extremsportlern, Rasern, Leute, die durch die Gegend poppen, Hypochondern usw usw usw.

Wenn es darum geht, wer unnötige Kosten im Gesundheitssystem verursacht, dann sind die Dicken sicher nicht die schlimmsten. Ja, Adipositas ist eine Krankheit, aber verursacht nicht zwangsläufig Kosten.

Was ist mit den Magersüchtigen? Ist das schöner, gesünder oder preiswerter? Garantiert nicht.

Warum dreht sich der Beitrag dann hier ausschließlich um Dicke? Na klar, weil Magersüchtige gerne als arme, schwache Opfer gesehen werden, Dicke aber nur faul und willensschwach sind. Über Dicke zu lästern ist auch so herrlich einfach.

Denn wäre dein Beitrag nicht abwertend, beilidigend und menschenverachtend, dann hättest du Magersüchtige mit einbezogen und nicht bloß einer Seite der Medaille die Schuld zugeschoben.


Kommentar von SerenaEvans ,

Selbstliebe hat nichts mit dem Gewicht, der Körpergröße oder der Kleidergröße zu tun.

Sollte ich Abnehmen? Ja.

Bin ich deswegen hässlich? Nein.

Weniger wert als Dünne? Nein.

Ein schlechter Mensch? Oh Gott, nein.

Kommentar von user8787 ,

Ich stehe 100000% zu deiner Einstellung, auch wenn ich nicht betroffen bin. 

Es gibt bereits mehrere Studien die zeigen das Übergewicht ( ausgenommen ausgeprägte Adipositas ) keinen Einfluss auf Gesundheit und Lebenserwartung haben. 

Fakt ist...mit dem von der Gesellschaft konstruierten Ideal werden Gewinne in Milliarden Höhe erwirtschaftet. Wer darf enrscheiden was " normal " ist ? 

Finanzielle Mehrbelastungen in die Schuhe der Übergewichtigen zu schieben ist besonders unverschämt. Ernsthaft krank werden viele dieser Menschen erst wenn sie in der Falle der Diätindustrie stecken. 

Ein Beispiel habe ich rausgesucht und lasse es Original. Bei Bedarf hilft Google zu übersetzen : 

Quelle Med. Pub

Body mass index, poor diet quality, and health-related quality of life are associated with mortality in rural older adults.
Ford DW1, Hartman TJ, Still C, Wood C, Mitchell DC, Erickson P, Bailey R, Smiciklas-Wright H, Coffman DL, Jensen GL.
Author information
1a Department of Nutritional Sciences , The Pennsylvania State University , University Park , Pennsylvania , USA.
Abstract
In an aging population, potentially modifiable factors impacting mortality such as diet quality, body mass index (BMI), and health-related quality of life (HRQOL) are of interest. Surviving members of the Geisinger Rural Aging Study (GRAS) (n = 5,993; aged ?74 years) were contacted in the fall of 2009. Participants in the present study were the 2,995 (1,267 male, 1,728 female; mean age 81.4 ± 4.4 years) who completed dietary and demographic questionnaires and were enrolled in the Geisinger Health Plan over follow-up (mean = 3.1 years). Cox proportional hazards multivariate regression models were used to examine the associations between all-cause mortality and BMI, diet quality, and HRQOL. Compared to GRAS participants with BMIs in the normal range, a BMI < 18.5 was associated with increased mortality (HR 1.85 95%CI 1.09, 3.14, P = 0.02), while a BMI of 25-29.9 was associated with decreased risk of mortality (HR 0.71 95%CI 0.55, 0.91, P =0.007). Poor diet quality increased risk for mortality (HR 1.53 95%CI 1.06, 2.22, P = 0.02). Finally, favorable health-related quality of life was inversely associated with mortality (HR 0.09 95%CI 0.06, 0.13, P < 0.0001). Higher diet quality and HALex scores, and overweight status, were associated with reduced all-cause mortality in a cohort of advanced age. While underweight (BMI < 18.5) increased risk of all-cause mortality, no association was found between obesity and all-cause mortality in this aged cohort.

Antwort
von Sungoo, 97

Meiner Meinung nach sollte sich jeder Mensch selbst lieben, akzeptieren, respektieren und eben auch schön finden. Niemand ist perfekt und selbst schlanke Menschen sind nicht perfekt (Schlupflider, Falten, Schwangerschaftsstreifen, Cellulite (auch als Normalgewichtiger), gelbe oder schiefe Zähne oder Lücken in den Zähnen, übermäßige Körperbehaarung, zu kleine Brüste,...). Das macht einen nicht hässlich, sondern eben menschlich.

Und schlank sein heißt nicht unbedingt gesund sein. Meine Schwester isst viel mehr als ich, mehr ungesunde Sachen und macht weniger Sport und ist trotzdem viiieeel dünner als ich (sie ist aber auch knapp am Untergewicht, ist nicht so, dass ich übergewichtig bin^^).

Wenn man sich selbst liebt, wird man sich gesund ernähren und Sport machen eben weil man sich liebt und nicht eben um sich zu lieben.

Seinen Selbstwert sollte man nicht von Äußerlichkeiten abhängig machen. Auch ich finde (starkes) Übergewicht sehr schlimm und ungesund, trotzdem darf das Aussehen nicht deinen Selbstwert bestimmen.

Was machst du denn sonst wenn du einen Unfall hast und eine Narbe zurück bleibt? Darfst du dich selbst nicht mehr mögen und schön finden?

Aber ich glaube, viele reden sich das selbst ein (wenn sie sich wirklich nicht schön finden, was natürlich auch der Fall sein könnte) da es einfacher ist als sich selbst zu sagen, dass man hässlich ist und nichts Wert (was natürlich nicht stimmt). 

Antwort
von Kontaru, 91

Raucher leben auch extrem ungesund und sterben oft viele jahre früher, es ist immer unterschiedlich warum manche Menschen dick sind , der eine mag essen sehr gerne der andere macht wenig sport und isst viel und ungesund. Raucher rauchen auch jeden tag und wissen es schadet ihnen sie machen es allerdings weil es ein genussmittel wie essen ist. 

Es kommt halt immer drauf an ob die Person was verändern will viele sagen sich ein ja es ist okay dick zu sein weil sie auf vieles nicht verzichten mögen, und über die folgen denken viele zu spät nach. 

Um deine Frage zu beantworten , ich denke schon dass viele sich es schön reden damit sie nicht auf ungesunden essen verzichten müssen. Manche sagen ja sie finden es schön dick zu seit oder sehr dick zu sein aber es ist halt ungesund und mann muss damit wahrscheinlich auf mehrere jahre seines lebens verzichten. Jeder soll sein leben leben wie er es für richtig hält aber keinen damit in die quere kommen :) 

(Meine Meinung)

LG 

Antwort
von wundwasser17, 81

Meiner meinung nach ja! Bin 172cm groß und hatte bis vor 5 jahren auch fast 100kg, wenn nicht mehr (stand ja auf keine waage mehr)^^...

Hab mir damals eingeredet das eingeredet, das es nichts so schlimm ist, meiner meinung war ich auch recht attraktiv^^... selbstbewusstsein hatte ich, das war ein wahnsinn...

und irgendwann, da ne freundin auch abgenommen hat, dachte ich mir,  ich versuch es aushalten! Leichter gesagt als getan!  Zwei anläufe brauchte ich^^

Jetzt hab ich 30kg weniger... fühl mich definitiv wohler...

aber zuvor kann man auch nichts anderes von sich selbst behaupten, man hat ja auch keinen vergleich! Auch ich hab mich "wohl gefühlt"! Tragte komplett enge sachen, bei der hose quillte der speck über usw und ich fühlte mich sexy!^^

also man redet sich nicht vieles schön, man wird von der realität geblendet!  Man hat nicht so ein wahrnehmungsgefühl,  bzw ein verfälschtes! 

Dafür bin ich jetzt sehr selbstkritisch... was i zuvor nicht war!

Kommentar von panda24 ,

Hab mir damals eingeredet das eingeredet, das es nichts so schlimm ist, meiner meinung war ich auch recht attraktiv^^... selbstbewusstsein hatte ich, das war ein wahnsinn...

Und wo ist das Selbstbewusstsein heute? Hast du auch so viele Falten im Gesicht wie ich und fühlts dich weit älter, wenn du in den Spiegel siehst?

Zu mir haben alle gesagt, "als du dicker warst war dein Gesicht viel hübscher". Beim abnehmen habe ich auch viel Gesichtsfett verlohren. Nach dem abnehmen sah ich 10 Jahre älter aus.

Wenn man abnehmen will, ist es auch voll o.k. das zu tun aber die FS stellt dicke ja hin, als würden die nichts für sich tun bzw. würden sich nicht wohl fühlen oder gar gut aussehen.

Kommentar von wundwasser17 ,

Das wurde mir von meinem damaligen freund genommen!

Nein, falten hab ich nicht wirklich bekommen, kinnpartie ist nicht mehr so straff...aber das geht ok...

was mich mehr fertig gemacht hat, waren meine brüste... von D auf B wenn nicht weniger... und natürlich die schlaffe haut... brustmäßig und auch bauch!

Antwort
von Zakalwe, 73

Ich meinte, wenn man schlank bzw sportlich ist, signalisiert das ja "eigentlich" eine gesunde Lebensweise

Aha! Wie kommst du darauf? Rauchen, saufen, kiffen etc. machen demnach nur dicke Menschen? Oder ist das alles gesund? Zudem gibt es durchaus auch dünne Menschen, die sich ungesund ernähren. Und dicke, die sich gesünder ernähren als so mancher dünne.

Mal anders gefragt: Reden sich diese dünnen Menschen dann nicht auch ein, es sei alles o.K., nur weil sie schlank sind?

Man sagt ja so schön, wenn eine Person dick ist, schadet es der Allgemeinheit ja nicht. So ist das aber leider nicht. Den Adipositas wurde ja mittlerweile als Krankheit anerkannt. Was macht man also mit Krankheiten? Ärzte müssen sie medikamentös behandeln. Dies wirkt sich wiederum auf die Krankenkasse aus, da diese die Beiträge erhöhen und somit wieder alle betroffen sind.

Wäre mal eine interessante Sache, ob diese Behandlungen die Allgemeinheit mehr kosten als die Behandlungen, die durch Sportverletzungen notwendig werden. Oder andere Dinge, die der Schlankheitswahn auslösen kann.

Ich gehöre ganz bestimmt nicht zu den Schlanksten, bin aber ganz bestimmt viel seltener krank als so mancher Dünne. Deine Argumentation ist extrem einseitig geführt.

Nebenbei bemerkt: Man kann auch die Sache mit dem Sport übertreiben und auch mit wenig Sport zurecht kommen, wenn man auf gewisse Dinge im Alltag achtet. Das ist bei so manchem ja das Paradoxe: da wird sich nach Feierabend die Lunge aus dem Leib gehechelt, aber zuvor wird jede noch so kleine Strecke mit dem Auto zurück gelegt und statt der Treppe wird der Aufzug genommen.

Antwort
von panda24, 57

wenn man aber wiederum dick ist zeigt dies ja dass man sich ungesund
ernährt oder ungesund lebt und wenig bis gar keinen Sport macht.

So ein Quatsch. Schon mal was von Stoffwechsel gehört?

Was macht man also mit Krankheiten? Ärzte müssen sie medikamentös
behandeln. Dies wirkt sich wiederum auf die Krankenkasse aus, da diese
die Beiträge erhöhen und somit wieder alle betroffen sind.

Wieso sollten übergewichtige Menschen Medikamente nehmen - gibt es da was was ich nicht kenne?

Sieht man dann nicht am ende des Tages in den Spiegel und weiß tief im inneren, das es doch nicht so ist?

Wer bist du, das du sagen kannst, der Dicke darf sich nicht schön fühlen, oder sein, nur weil er dick ist? Je dünner jemand ist, desto älter und faltiger sieht derjehnige aus, wenn er älter wird.

Wollen manche dicke nicht andere dicke "ermutigen" sich so selbst zu
akzeptieren wie sie sind, um sich selbst einzureden das es OK ist dick
zu sein bzw damit sie nicht alleine mit ihrem Übergewicht da stehen?

Weist du wie schwer es ist seinen Stoffwechsel zu verändern? Es gibt Menschen, die essen eine Tafel Schokolade am Tag, Cola und Chips, machen keinen Sport und sind dünn wie ein Handtuch und es gibt Menschen, die essen ein Brot und einen Salat und bleiben genau auf dem Gewicht wo sich schon immer sind.

Wenn man nicht anfängt, sich selbst zu akzeptiern, wo willst du dann psychisch hin? Soll der/die dicke den ganzen Tag nur da sitzen und sich selbst bejammern? Weil egal wie viel derjehnige tut, das Gewicht sich einfach nicht einfach abschütteln lässt - selbst mit großer disziplin nur Grammweise abnehmen?

eigentlich mag sich doch keiner so wie er ist. Jeder findet etwas an sich nicht schön oder etwas was man ändern kann.

Wie unsicher bist du in dir selbst, wenn du so etwas behauptest, nicht jeder muß oder kann das schönheitsideal erreichen - er muß es auch nicht.

Manchmal muß man sich mit den Gegebenheiten anfreunden und eben akzeptieren.

Und bedenke bitte, das es sehr viele übergewichtige Menschen gibt, die alles andere als Faul auf der Couch liegen und Eis in sich rein stopfen.

Kommentar von touba ,

Sehr schön formuliert

Kommentar von BurningChild ,

Danke für deinen  Kommentar. Jetzt sag ich dir mal woher ich diese "Annahmen" habe.

15 Jahre lang war ich schwerst adipös, genau so wie mein Vater. Mein Umfeld bestand zu 80 % aus Fettleibigen Menschen und Freunden welche die Konzerne und die Politik beschuldigten, dass die Menschheit so verfettet. Jeder gab anderen die Schuld und ich konnte beobachten wie sich jeder selbst hasste und das Umfeld verachtete. 

Ich selbst habe jetzt 50 Kilo abgenommen und führe ein viel besseres und gesünderes Leben, daher kann ich aus Erfahrung sprechen und bilde mir keine wilden Thesen.

Noch etwas, hättest du den letzten Teil meiner Frage gelesen, hättest du feststellen können dass die ganzen "Anschuldigungen" genau an die Leute mit Stoffwechselstörungen oder Krankheiten eben NICHT gerichtet ist. Das würde aber natürlich nicht in deinen Text passen oder

Kommentar von panda24 ,

Ich habe den letzten Teil deiner Frage gelesen, da steht gar nichts dergleichen.??

Ich rede auch aus Erfahrung - ich arbeite im Postdienst - d.h. 6 Stunden am Tag Treppe rauf und Treppe runter - mehr Bewegung als ein einzelner Mensch überhaupt haben sollte - ich esse 1000 bis 1200 kal und nehme zu - ich bitte um Erklärung.

Antwort
von CJoe78, 58

Übergewicht ist ein Problem unserer Gesellschaft. Es ist kein Sportproblem, sondern primär ein Ernährungsproblem. 

Sport ist natürlich gesund, und es unterstützt Menschen, die abnehmen möchten. Moderat Sport sollte jeder treiben, da man so sehr viel leistungsfähiger ist, und gesund und fit bis ins hohe Alter bleibt.

Letztlich verbrennt Sport, sofern man es im normalen Rahmen ausübt aber viel zu wenig Kalorien, um alleine damit nennenswert abzunehmen oder sein Gewicht zu halten.

Ich selber hatte einen BMI von knapp 40, mit über 130 cm Bauchumfang und 120 Kilo. Ich habe aufgrund meiner schlechten Gesundheit als Folge eines ungesunden Essensstils und sehr wenig Bewegung meine Ernährung radikal umgestellt. 

Meine Ernährungsweise ist sehr geprägt vom Fitness- Lifestyle, der ja heutzutage unter den Jugendlichen recht angesagt ist.

Zusätzlich habe ich moderate Cardioeinheiten und 2 Kraftsporteinheiten in der Woche integriert.

Ich bin jetzt schon fast da, wo ich vor 10 Monaten wieder hin wollte. Fast 30 Kilo sind weg. Und ich fühle mich wieder gesund.

Gefallen habe ich mir stark übergewichtig natürlich nicht. 

Kein stark Übergewichtiger findet sich schön. Zumal wir in einer Zeit leben, wo die Schönheitsideale gertenschlank und sportlich sind. 
Aber mein Grund für die Abnahme hatte vor allem meine Gesundheit, da ich mit einem hohen Blutdruck, täglichen Migräneattacken und Rückenschmerzen, auch aufgrund einer starken Skoliose zu kämpfen hatte. 

Dadurch konnte ich am normalen Leben kaum noch teilnehmen.

Natürlich ist jeder Mensch selbst für sich und seine Ernährung verantwortlich.
Aber die unterstützenden Schuldigen, die Lebensmittelkonzerne und Politiker winden sich raus. Denn die haben uns den Schlamassel eingebrockt. 

80 % aller Lebensmittel im Discounter sind stark verarbeitet, hochkalorisch, zu industriezuckerhaltig und ungesund. 

Allgemein ernähren sich alle Menschen, egal welchen Alters oder Typs ungesund, wenn sie nicht ihre Ernährung richtig planen, auf den ganzen gezuckerten Müll verzichten und der Lebensmittelindustrie vertrauen. Das ist einfach Fakt.

Zucker- und fetthaltige Produkte machen abhängig. Sie schmecken zu gut, haben zu viele Kalorien, und die Anbieter wissen das. Man wird abhängig von dem Zeug.

Es ist daher ein Wunder, dass es in der heutigen Gesellschaft überhaupt noch schlanke Menschen gibt. 

Wir haben eine Ellenbogen- Gesellschaft mit Klientel- Politikern und schlechter Ernährung, die sich einen Dr**k um unsere Gesundheit schert, die uns am liebsten 24/7 in eine Fabrik zum mallochen, und im Anschluss zum Sterben kurz vor der Rente schicken würde.

Ich habe mich selber schlau gemacht, und das Thema Ernährung im Selbststudium im Internet viele Jahre recherchiert. Ich habe vieles ausprobiert, was nicht funktionierte. 

Und genau da gibt es wieder ein Problem. Wer hat heute noch die Zeit, sich dieses sehr komplexe Thema gesunde Ernährung mit vielen Fallstricken selbst beizubringen?

Von der Politik kommt nichts. Die DGE kann man dank teils unsinniger Empfehlungen auch in die Tonne treten. Und wenn man erstmal süchtig von dem Fraß ist, den uns die Konzerne anbieten, braucht man den kalten Entzug. Es ist leider so.

Eine ausgewogene Ernährung mit dem nahezu vollständigen Verzicht auf Industriemüll, Süßigkeiten, Backwaren und Fast Food ist die einzigste Ernährung, die wir dauerhaft brauchen, um gesund und normalgewichtig zu bleiben.

Aber auch, um abzunehmen, und keinen Jojo- Effekt zu erleiden. Man muss sich regelrecht gegen die Lebensmittelindustrie und gegen ihre Verführungen stemmen, um nicht wieder zuzunehmen. 

Und das ist traurig!

Antwort
von mmike4, 27

Das Problem ist einfach dass die Firmen überall (wirklich überall) Zucker untermischen

Kommentar von BurningChild ,

Genau, in deinem Fall gibst du den Firmen die Schuld. Danke dass du meine Theorie Bestätigst

Antwort
von ChickPea, 43

Schoenheitsideale aendern sich:

Hier eine Werbung aus den 50ern (wie man schnell 25 pounds zunehmen kann um nicht so knochig auszusehen)

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