Frage von Adihasch, 96

Rede halten über Glaube?

Hey Leute, Ich muss vor meiner Klasse eine Rede über Glaube halten, bzw. habe es mir freiwillig rausgesucht. Speziell auf das Christentum bezogen, da ich Christ bin. (Also nicht die Religion an sich, sondern der "Gott der Christen" eben)

Welche Punkte müssen denn unbedingt drinnen sein, da dieses Thema sehr umfassend ist? Ich hatte eigentlich vor weniger Argumente zu benutzen, sondern eher persönliche Erfahrungen, da diese am aussagekräftigsten sind.

Wie soll ich anfangen?

danke ^^

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von DinoSauriA1984, 33

Du hast Dir für Deinen Redebeitrag ein heikles Thema ausgesucht, wie Du vielleicht schon an etlichen hier platzierten Antworten gesehen hast. Dafür hast Du schon mal meinen Respekt.

Du hast recht, wenn Du in Deiner Rede Argumente sparsam einsetzen willst. Ich vermute, Deine Rede soll in die Richtung gehen "Warum ich glaube..." Gläubige Menschen wissen in der Regel selbst, dass es viele Argumente gibt, die gegen den Glauben sprechen. Mit Fakten kann mah Skeptiker nicht überzeugen, weil diese dünn gesäht sind. Schließlich heißt es zurecht "Glauben" und nicht "Wissen".

Du kannst schreiben, dass Du Dich mit Deinem Glauben wohl fühlst, dass er Dir vielleicht Ruhe und Sicherheit schenkt, was Ängste angeht (Krankheit, Tod, Leben nach den Tod), dass Du Dich geborgen fühlst, in der Gemeinschaft mit anderen Gläubigen, dass Du die Werte teilst, für die Dein Glaube steht, etc. Du solltest aber vielleicht auch Zweifel erwähnen, die Du vielleicht hast...

Im Ganzen musst Du Dich aber fragen, wieviel von Deiner Persönlichkeit Du in dieser Rede offenbaren willst. Du tust dies vor Deinen Mitschülern, die Dich darauf hin vielleicht hänseln mögen. Bei z. B. einer politischen Rede wäre das weniger zu befürchten.

Kommentar von Adihasch ,

Ich weiß, ich habe bewusst dieses Thema gewählt, da ich auf die Reaktion gespannt bin, aber auch weil dies eine gute Gelegenheit ist, anderen von Gott zu erzählen... Aber ja danke, endlich mal eine vernünftige Antwort.

Kommentar von DinoSauriA1984 ,

Danke für das Sternchen.

Antwort
von Viktor1, 41
Ich hatte eigentlich vor weniger Argumente zu benutzen,
sondern eher persönliche Erfahrungen,

Wie geht das ? Du hast diese Erfahrungen nicht. Wie sollen dann einzelne Aussagen darüber hier irgendwie relevant sein ?

da ich Christ bin...an.... Gott der Christen.... 

Wenn nicht aus "Erfahrung", dann doch deine Begründung dafür.
Dies wird die Zuhörer mehr interessieren als irgendein "Ego-Trip" religiöser Befindlichkeit von irgendeinem hier - der wirklich nicht bringt.
Du hast dir das Thema gewählt, also mach dir auch ein bisschen Mühe.

Kommentar von Adihasch ,

Ich verstehe deine Antwort nicht. Ich möchte veranschaulichen dass einem der Glaube etwas bringt, das etwas dran ist, ja das Gott immernoch real ist und dass anhand von persönlichen Erfahrungen wie Heilungen etc... Also was meinst du?

Kommentar von Viktor1 ,
Welche Punkte müssen denn unbedingt drinnen sein

das passt nicht zu

Ich verstehe deine Antwort nicht.
..und dass anhand von persönlichen Erfahrungen

Ansonsten ist meine Aussage doch deutlich genug.
Es besteht wenig Interesse an "Glaubensaussagen" wie sie auch missionierende Sekten benutzen.
Gib was von dir, was (eventuell) sogar nachvollziehbar ist.

Antwort
von Andrastor, 48

Ich hatte eigentlich vor weniger Argumente zu benutzen, sondern eher persönliche Erfahrungen,

Wäre ich dein Lehrer, wäre das eine glatte 5 (eine 6 falls du aus Deutschland kommst).

Persönliche Erfahrungen sind niemals ein guter Punkt in einer Rede. Sie sind 1.) von deiner persönlichen Wahrnehmung und all ihrer Fehler und Macken abhängig

und 2.) Können deine persönlichen Erfahrungen niemals auf eine Gruppe von mehreren Menschen angewandt werden.

Um es deutlicher zu sagen: Du kannst positive Erfahrungen im Vietnam Krieg gemacht haben, weil du als Funker stets ausserhalb jeglicher Gefahrenzonen im Einsatz warst, das hat jedoch keinerlei Aussagekraft über den Krieg selbst.

Anderes Beispiel: Du kannst negative Erfahrungen mit einer bestimmten ethnischen Gruppe gemacht haben, zum Beispiel könntest du von einem Russen/Türken/Schwarzen/Asiaten überfallen worden sein. Deine persönlichen Erfahrungen haben keinerlei Aussagekraft über die ganze Gruppe.

In einer Rede haben persönliche Erfahrungen überhaupt nichts verloren, es sei denn du wirst explizit nach deinen persönlichen Erfahrungen gefragt!

Wenn du den Glauben als Thema hast, halte dich an die Daten und Fakten und baue deine Rede auf diesen auf! Informiere dich, lerne und vor allem: Informiere dich über alle Seiten und Erkenntnisse, nicht nur über diejenige die deiner eigenen Meinung entsprechen!

Kommentar von Adihasch ,

Was sind denn Daten und Fakten zum Thema "Glaube"? Da gibt es nicht so viel Stoff, wie bei anderen Dingen... Zudem hatten wir im Unterricht dran, dass persönliche Erfahrungen gut sind und eingebaut werden müssen, damit die Rede auch Bezug auf den Zuhörer nimmt (lebensnah und so..)

Kommentar von DinoSauriA1984 ,

@Andrastor:

Ich muss Dir hier vehement widersprechen: Wenn es um eine Rede geht, nicht um ein Referat, geht es immer um persönliche Erfahrungen, Einstellungen und Ideen. Das gilt sowohl für Geburtstagsreden, Grußworte, Reden von Politikern, als auch um Reden, die im Rahmen von z. B. Rhetorik-Seminaren zu frei gewählten Themen gehalten werden.

Eine Rede gibt immer die Ansicht des Redners wieder, sonst ist sie nicht authentisch. In einer Rede soll kein Wissen vermittelt werden, sondern Überzeugungen.

Kommentar von Andrastor ,

geht es immer um persönliche Erfahrungen,

NEIN!

Um Ideen, Einstellungen, Ansichten etc. ja, aber niemals um persönliche Erfahrungen!

Eine gute Rede enthält zwar die Meinung des/der Redners/in, aber sie ist niemals auf persönlichen Erfahrungen aufgebaut, die Gründe dafür habe ich oben bereits erklärt.

Eine persönliche Erfahrung ist ein grauenvoll schwaches Argument und hat in einer Rede nichts verloren! Gute Redner sprechen niemals auf die eigenen persönlichen Erfahrungen an, sondern höchstens auf die Meinung der Allgemeinheit.

Ein Argumentum ad populum ist zwar ebenfalls ein extrem schwaches und dazu nur ein scheinbares Argument, aber es kann in einer emotionalen Rede einen Großteil der Zuhörer auf die Seite des Redners ziehen.

Die Ansicht des/der Redners/in muss durch Argumente gestützt sein, niemals durch Erfahrungen!

Kommentar von DinoSauriA1984 ,

DOCH! ;-)

Erst persönliche Erfahrungen machen eine Rede authentisch und zuhörenswert!

Redner, die nur Allgemeinplätze austauschen sind ebenfalls austauschbar und nehmen ihre Zuhörer nicht mit. Wenn ich zu dem Thema stehe, zu dem ich rede, dann darf ich mich sogar "in Rage" und um "Kopf und Kragen" reden. Mit Fakten bringe ich keine Emotionen rüber. Ich brauche Beispiele! Am besten welche, die ich selbst erlebt habe und nicht welche, die ich gegoogelt habe.

Tatsächlich ist das das Wesen der Rede!

Kommentar von Andrastor ,

Erst persönliche Erfahrungen machen eine Rede authentisch und zuhörenswert!

völliger Quatsch!

Nicht die persönlichen Erfahrungen machen eine Rede authentisch und zuhörenswert, sondern die Art wie sie aufgebaut ist. Die Art wie die Redner auf die Thematik eingehen und ihre Argumente präsentieren, nicht die Anekdoten aus ihrer Vergangenheit!

Mit Fakten bringe ich keine Emotionen rüber.

Dann weißt du nicht wie du diese Fakten emotional herüberbringen kannst. Man kann sehr wohl seine eigene Meinung zu einem Thema klarmachen indem man die Fakten emotional darlegt.

Ich brauche Beispiele

Beispiele sind nicht zwingend persönliche Erfahrungen!

Das ist nicht das Wesen der Rede!

Sieh dir diese Diskussion an, hast du auch nur eine persönliche Erfahrung als Argument vorgebracht? Du hast kein einziges Mal davon gesprochen was du in Bezug auf dieses Thema erlebt hast.

Das sollte dir als Beweis genügen, das man mit persönlichen Erfahrungen keinen Blumentopf gewinnen kann.

Wenn du mir nicht glaubst, nimm an einem Redewettbewerb teil, du wirst in der ersten Runde rausfliegen.

Kommentar von DinoSauriA1984 ,

Mag sein, Andrastor, dass Du ein professioneller Redner bist oder Dich öfter an Redewettbewerben beteiligst oder sie besuchst. Ich mache das nicht. Aber ich höre mir oft live Reden von hochkarätigen Politikern an und ich sage Dir, das die vor Publikum immer dann am besten ankommen, wenn die Politiker ihre Reden mit persönlichen Anekdoten, Erfahrungen und Erzählungen bereichern.

Mag sein, dass das irgendwelchen "Redetheorien oder -Regeln" widerspricht. Diese Damen und Herren wollen jedoch keine Redepreise gewinnen, sondern sie verfolgen das Ziel - erfolgreich - ihre Zuhörer mitzunehmen.


P.S. Damit habe ich hier meine persönliche Erfahrung doch noch eingebracht. ;-)

Kommentar von Andrastor ,

Dazu habe ich nichts mehr zu sagen, so viel Ignoranz habe ich selten erlebt.

Kommentar von Andrastor ,

Euer Lehrer ist eine Niete, wenn er tatsächlich meint dass persönliche Erfahrungen etwas in einer Rede zu suchen hätten. Das oder du hast ihn falsch verstanden.

Was er wahrscheinlich meinte, war dass ihr euch Themen suchen sollt, zu denen ihr einen persönlichen Bezug habt, damit ihr sie besser rüberbringen könnt, nicht dass ihr persönliche Erfahrungen in die Rede miteinfließen lasst!

Wie wäre es mit Daten und Fakten in Bezug auf eine durch den Glauben verzerrte Wahrnehmung der Realität? Als Beispiele kannst du den Glauben an diverse Götter mit dem Glauben an Geister vergleichen und die "Zeichen" aufzählen, welche die Gläubigen sammeln um ihren Glauben zu bestätigen.

Das Hauptthema dieser Argumentationsreihe wäre die Selektive Wahrnehmung.

Oder warum Menschen die Glauben sich persönlich angegriffen fühlen wenn ihre Gott oder ihr Glaube kritisiert oder angegriffen werden und sprichst dabei auf das Über-Ich an.

Das Thema religiöse Indoktrination ist ebenfalls ein großes Thema was den Glauben betrifft, denn ohne diese könnte der Glaube heutzutage nicht mehr überleben.

Etc.etc.

Kommentar von Adihasch ,

Nein, ich habe sogar noch das Arbeitsblatt, wo als Pluspunkt drauf steht: Einbeziehung persönlicher Erfahrung(en)...

Kommentar von Andrastor ,

Dann hast du einen schlechten Lehrer gehabt.

Glaub mir, wenn ich sage dass Redner/innen, die ihre Rede auf persönliche Erfahrungen aufbauen, als erstes aus allen Wettbewerben fliegen.

Stell dir mal so eine Rede vor:

"Ich mag keine Chinesen, weil ich bin mal von einem üerfallen worden. Die Chinesen sind böse, denn einmal hat mich ein Chinese grundlos geschlagen..."

Oder um beim Thema des/der Fragestellers/in zu bleiben:

"Ich glaube, weil ich einmal ein helles Licht gesehen habe, als ich aufgewacht bin. Glaube ist gut, denn ich fühle mich gut seit ich glaube. Glaube ist richtig, denn ich fühle dass es richtig ist..."

Absoluter Schwachsinn.

Wenn auch nur eine Person bei den Zuhörern ist, die etwas kritischer denkt, zerreisst sie dich und deine Rede mit persönlichen Erfahrungen in der Luft.

NIEMALS persönliche Erfahrungen einbauen!

Kommentar von kyseli ,

@adihasch ..lass dich nicht verunsichern..schreib wie du es für richtig hälst...ausserdem hast du ja nach bestimmten punkten gefragt.

Antwort
von reziprok26, 41

Mahatma Gandhi:" Gott hat die Welt gemacht, aber keine Religionen."

Kommentar von xXSnowWhiteXx ,

Wunderbares Zitat! Danke an dieser Stelle! ♡

Antwort
von BeliPerle, 19

Ernorm wichtig ist aufjedenfall die Entstehung des Christentums und wie es sich so weit ausbreiten konnte bzw. wie es dazu kam dass es so viele Christen es heut zu tage gibt.

Was sich gut machen würde: 

Erwähne auch noch was von der Hexenjagt und über das Evangelentum (Martin Luther) und die katholische Kirche mit den Ablassbriefen. (Das empfinden Religionslehrer als äußerst interessant! ;-) 

Am Schluss ist auch noch deine Eigene Meinung wichtig, was du selber vom Christentum hälst!

Antwort
von Blitz68, 7

und wie ist die Rede geworden ?

wie war das Feedback ?

Kommentar von Adihasch ,

Ist einigermaßen gut bzw. schlecht gelaufen. Habe insgesamt 11 Punkte bekommen.. Meine Lehrerin hat gesagt vom Inhalt her 15, aber da ich so aufgeregt war (hab bei Sowas immer meine Probleme :D) hab ichs Punktabzug bekommen. Bin trotzdem zufrieden, da ich glaube, dass etwas von der "Message" bei meinen Mitschüler angekommen ist. Kann ich nur empfehlen :D

Kommentar von Blitz68 ,

prima, das freut mich für dich :-)

Kommentar von Adihasch ,

Danke :)

Antwort
von Sturmwolke, 7

Was unbedingt rein sollte, ist  die Definition von "Glaube" in der Bibel, evtl. gegenübergestellt der gängigen allgemeinen Definition ("nicht wissen").

Hebräer 11:1-2 (Neue Genfer Übersetzung)
1 Was ist denn der Glaube? Er ist ein Rechnen mit der Erfüllung dessen, worauf man hofft, ein Überzeugtsein von der Wirklichkeit unsichtbarer Dinge.

2 Weil unsere Vorfahren diesen Glauben hatten, stellt Gott ihnen in der Schrift ein gutes Zeugnis aus.

Das ganze Kapitel elf im Hebräerbrief handelt vom Glauben und listet Glaubensmenschen in der Bibel auf, und was der Glaube bei ihnen bewirkt hat.

Wenn Du keine eigene Bibel hast, kannst Du auch hier weiterlesen:

http://m.wol.jw.org/de/wol/b/r10/lp-x/Rbi8/X/1986/58/11#study=discover

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Warum glauben Menschen an Gott?

Meine Gründe, an Gott zu glauben, findest Du hier:

https://www.gutefrage.net/frage/frage-an-glaeubigewarum-glaubt-ihr-an-einen-gott...

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Ein paar Anregungen findest Du auch im Bibelant wortenpool.de unter dem Stichwort Glaube in den Antworten zu dieser Frage:

"Glaube ich nicht genug, wenn ich Gott nicht verstehe?"

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Persönliche Erfahrungen aus neuerer Zeit findest Du zu Beispiel in diesen Lebensberichten:

Trotz Prüfungen blieb meine Hoffnung ungetrübt
http://m.wol.jw.org/de/wol/d/r10/lp-x/102002287#h=1:0-68:0

Vom SS-Offizier zum Diener des wahren Gottes
http://m.wol.jw.org/de/wol/d/r10/lp-x/102010048#h=1:0-35:29


Weitere Lebensberichte findest Du hier:

http://m.wol.jw.org/de/wol/s/r10/lp-x?q=Lebensbericht&p=par

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Wenn Du englisch kannst, dann schau Dir auch dieses Video an:

Schoolgirl The Nazis and The Purple Triangles

Es ist ein Beispiel dafür, welche Kraft ein starker Glaube geben kann:



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Viel Erfolg!


Kommentar von Blitz68 ,

Danke für das Zitat aus dem Hebräer Brief am Anfang deines Kommentars !

Antwort
von 1900minga, 27

Wenn ich eine Rede halten würde, würde ich für eine fiktive Sekte werben.

Da kann man das Thema deutlich leichter ins lächerliche ziehen, als bei deiner Religion.

Dann ist die Rede auch nicht so ernst sondern viel entspannter

Antwort
von Omnivore13, 14

Welche Punkte müssen denn unbedingt drinnen sein, da dieses Thema sehr umfassend ist?

Na als erstes musst du erwähnen, dass es keinen Gott gibt, sondern es nur Bücher gibt die das behaupten und die Bibel ein Buch davon ist.

Wie soll ich anfangen?

Am besten mit der Aussage, dass das Christentum nur ein Märchen von vielen ist, welches sich die Menschen ausgedacht haben.

Kommentar von Adihasch ,

Unnötig.

Kommentar von Omnivore13 ,

Dieser Satz kein Verb

Kommentar von kyseli ,

Lass dich von diesem Hetzer nicht verunsichern..der will dir eigtl. gar nicht helfen sondern nur über deine Religion abkotzen...

Kommentar von Omnivore13 ,

Falsch. Ich möchte objektiv erwähnen, dass es keinen Gott gibt!

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