Frage von JeckeKnallkopp, 109

Rechtslage bei PKW-Unfall?

Angenommen Person A fährt auf eine grüne Ampel zu. Er sieht einen Radfahrer mit hoher Geschwindigkeit kommen. Kurz bevor Person A abbiegen will (Ampel noch grün), merkt Person A, dass der Radfahrer wahrscheinlich nicht anhalten wird und führt einen Gefahrenbremsung durch. Der Radfahrer fährt ohne Rücksicht über Rot und überquert die Straße.
Person B fährt hinter Person A und fährt, wegen der plötzlichen Gefahrenbremsung, Person A in's Auto.
Wie wäre die Rechtslage?

Antwort
von Interesierter, 46

Der Auffahrende ist Hauptschuldiger. 

Ob der Vorausfahrende über die Gefährdungshaftung einen Teil aufgebrummt bekommt, ist schwer zu beantworten. Ich würde sagen, nein. 

Grundsätzlich muss der Nachfolgende immer den notwendigen Abstand halten, um auch bei unvorhergesehenen Situationen noch rechtzeitig bremsen zu können. Diesen Abstand hat er hier nicht eingehalten. Deswegen haben wir hier ein schwerwiegendes Verschulden auf seiten des Nachfolgenden. 

Wenn der Radfahrer ermittelt werden kann, könnte dieser auch eine Teilschuld erhalten und evtl. sogar wegen unerlaubten Entfernens vom Unfallort belangt werden. 

Expertenantwort
von machhehniker, Community-Experte für Auto, 24

Da sollte man diesen Radfahrer haben da der in diesem Fall der Unfallverursacher wäre der auch zum grössten Teil Schadenersatzpflichtig wäre.

Was sich mir etwas unschlüssig zeigt ist das Abbiegen von Person A, schon dazu würde Dieser ja eigentlich seine Geschwindigkeit verringern so dass die Gefahrenbremsung nicht mehr so unerwartet erfolgen würde wie wenn gradeaus weitergefahren hätte werden sollen.

Laut Erfahrung muß in solchen Fällen Person B Schadensersatz an Person A für etwaige entstandene Unfallschäden leisten wenn der Unfallverursacher nicht greifbar ist weil der auch deshalb aufgefahren ist weil der nicht genügend Sicherheitsabstand einhielt.

Expertenantwort
von DerHans, Community-Experte für Recht, 45

Bei einem Auffahrunfall kann man zu fast 100 % davon ausgehen, dass der Auffahrende den notwendigen Sicherheitsabstand nicht eingehalten hat.

Auch mit einem plötzlichen Bremsen, des voraus fahrenden Fahrzeugs hat man zu rechnen. Solche Situationen sind ja alltäglich

Antwort
von Wiesel1978, 52

Der Auffahrende hat schuld, er muss jederzeit mit einer Gefahrenbremsung rechnen. Kann der Radfahrer ermittelt werden, droht ihm ein Bußgeld wegen überfahren einer roten Ampel

Antwort
von alarm67, 41

Es ist ein ausreichender Sicherheitsabstsnd zu A einzuhalten, um auch in Gefahrensituationen rechtzeitig zum Stehen zu kommen!

Dieser Abstand wurde von B offensichtlich nicht eingehalten!

B hat den Auffahrunfall aufgrund eines zu geringen Abstandes verursacht und zahlt bzw. seine Versicherung!

Sofern man den Fahrradfahrer greifen kann, seine Personalien also bekannt sind, kann B diesen eventuell in Regress nehmen. Zu 100 % ???, ich bezweifel dieses!

Expertenantwort
von Hamburger02, Community-Experte für Auto, 10

Da ist B schuld, er hat nicht genügend Abstand gehalten.

A hätte nur dann eine Mitschuld, wenn er grundlos gebremst hätte.

Antwort
von Patrikklebik, 20

Person B wäre schuld. Er muss die Sicherheitsabstand halten...

Antwort
von thegoodman, 41

Der Auffahrende ist immer schuld bei einem Auffahrunfall.

Kommentar von alarm67 ,

Nicht immer! Es gibt einige wenige Ausnahmen!

Kommentar von thegoodman ,

Ja, ich hätte eher in der Regel schreiben sollen.

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