Frage von EllieShay, 40

Rechtsgültiger Vertrag unter Schülern über 18?

Hallo also ich habe ein Problem. Nächstes Jahr mache ich mein Abitur und dafür ist ein Ball von Schülern geplant worden. Es haben sich einige dazu bereit erklärt, sich um einen Saal etc. zu kümmern und vor einigen Wochen haben sie dann Listen herumgegeben, wo jeder seinen Namen, seine Unterschrift und die Anzahl der Karten für den Ball schreiben sollte. Es ist eine einfache Liste mit drei Spalten und darüber steht, dass man sich dazu verpflichtet, die Karten zu kaufen. Ich habe da leider unterschrieben, ohne zu wissen, was auf mich zu kommt. Und zu dem Zeitpunkt, wo ich ihn unterschrieben hatte, wusste ich nicht den Ort und nicht das Datum der Veranstaltung. Jetzt verlangt das sogenannte "Abikommitee", dass alle Schüler, die unterschrieben haben, jetzt für solche Veranstaltungen (z.b. das Sommerfest, Lehrerkonferenz) Essen und Trinken kaufen müssen und dort am Stand stehen müssen und wer nichts davon machen will, muss 6€ zahlen. Ich persönlich finde 6€ viel zu viel und die andere Option finde ich auch nicht gut. Von dieser ganzen Sache war in dem "Vertrag" keine Rede. Und als ich gesagt habe, dass ich nichts mache, hat es gleich Streit mit denen gegeben und es kam dann soweit, dass ich mich auch aus der Liste (Vertrag) gestrichen habe, weil ich keine Lust auf den ganzen Stress habe und aufeinmal dazu gezwungen werden soll, extra Geld zu bezahlen. Und schließlich sind dann heute alle aud dem Abikommitee auf mich los, haben mich komisch angemacht und gesagt, dass ich mich nicht einfach so aus der Liste streichen kann und wenn ich die Karte dann nicht bezahlen will, sie rechtliche Schritte einleiten werden. Dazu ist zu sagen, dass die Karten nicht mal bestellt sind und jeder Schüler noch die Möglichkeit hat, mehr Karten zu nehmen als er schon auf die Liste geschrieben hat. Also verstehe ich das Problen nicht, wenn jetzt z.B. jemand doch zwei Karten statt einer nimmt und ich dafür garkeine (auf der Liste "Vertrag" haben noch nicht mal alle unterschrieben). Und jetzt ist halt meine Frage, ob die mich wirklich letzendlich dazu zwingen können, das Geld für die Karte (ca. 50€) zu bezahlen, obwohl ich garnicht hingehe und mich von der Liste gestrichen habe. Ich weiß nicht genau, ab wann ein Vertrag rechtsgültig ist. Und da ich zu dem Zeitpunkt, in dem ich unterschrieben hatte nicht das Datum der Veranstaltung wusste und es jetzt sogar wahrscheinlich ist, dass ich zu der Zeit schon im Urlaub bin (die Abiturprüfungen sind 2017 Ende Mai offiziell beendet und damit auch Schule an sich). Kann mir bitte jemand sagen, ob die mich wirklich dazu zwingen können in dem "Vertrag" zu bleiben, nach allem was ich geschildert habe? Macht es den Vertrag ungültig, wenn nicht mal das Datum klar war und aufeinmal extra Veranstaltungen geplant sind (um Geld für den Ball einzunehmen), wo man auch nochmal extra Geld bezahlen muss und von denen man zur Zeit des Unterschreibens nichts gewusst hatte? Wäre echt toll, wenn mir jemand helfen könnte. Danke

L.G. Ellie (18)

Antwort
von priesterlein, 19

Nein, das ist kein gültiger Vertrag. Da der Ort und Zeitpunkt unbekannt waren und es jedem klar sein sollte, dass nicht jeder beliebige Ort und Zeitpunkt akzeptabel sind, wurde der "Vertrag" einseitig geändert und es Bedarf einer neuen Zustimmung, falls irgend jemand Rechte aus der Unterschrift ableiten will.

Mal ein Hinweis: Wenn du über 18 bist, solltest du schon gelernt haben, Absätze und Struktur zu verwenden. Bitte wende dieses Wissen auch mal an.

Kommentar von EllieShay ,

Vielen Dank für Ihre Hilfe. 

Es tut mir leid, wenn Ihnen die Struktur nicht gefällt, aber ich bin neu hier und komme noch nicht so damit klar und da ich diesen Text um 4 Uhr morgens an meinem Handy, statt meinem Laptop verfasst habe, konnte ich nun wirklich nicht auf alle Formalitäten achten.

M.f.G. EllieShay

Antwort
von Novos, 14

Dass zum Eintrittsgeld eines Balles noch Kosten für Verzehr dazukommen ist üblich, wenn es nicht als "all iklusiv" angeboten wird.

Dass man als bezahlender Gast zur Arbeit verpflichtet ist ist unüblich. Üblich ist, dass die mit Aufgaben betreuten Leute keinen Eintritt entrichten müssen, das sie "Arbeiter" und keine besucher sind.

Wenn das alles im Nachhinein offengelegt wird, ist der "Vertrag" sittenwidrig.


Antwort
von majaohnewilli, 16

Hallo Ellie,

soweit ich gelesen habe, hast Du dich zum verbindlichen Kauf von Ballkarten eingetragen. So weit so gut.Grundsätzlich bist du nun verpflichtet, diese Ballkarten auch zu erwerben. NUR: da die 'Nebengeräusche' dieser Eintragung nicht von Beginn an offengelegt wurden (du sollst nun gleichzeitig mit Erwerb der Karte Verpflichtungen eingehen wie zB einen Stand betreuen) bist du auf jeden Fall berechtigt, mit Kenntnisnahme dieser Bedingungen von deiner Kaufabsicht zurückzutreten.

Das wäre ja so, als würde man jemanden ein Auto verkaufen und dem Käufer nach Unterzeichnung des Kaufvertrages mitteilt, daß das Auto aber nicht von selbst fährt, sondern a la Flintsones mit Fußantrieb betrieben werden muß.

Außerdem ist es üblich, daß die mitarbeitende Crew nichts bezahlt für das 'Dabeisein'.

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