Frage von Barca219, 40

Rechtsgeschäftslehre ist das eine Willenserklärung?

Beispiel : A nimmt an einer Weinversteigerung Teil. Während der Versteigerer die Gebote entgegennimmt, hebt A die Hand, weil er seinen Bekannten B zuwinken will. Er bekommt den Zuschlag für 1000€. Muss er den Wein bezahlen?
Ich würde sagen ja, weil der Wille nach Außengerichtet ist und somit ist die Willenserklärung wirksam.

Antwort
von GanMar, 18

Nun, wenn man einem Bekannten zuwinken möchte, hat man nicht die Absicht zur Abgabe einer Willenserklärung. Ich bin kein Jurist, denke aber, daß eine Möglichkeit bestehen muß, daß A den Irrtum aufklären kann und somit der Zuschlag als nicht erfolgt betrachtet werden muß. Allerdings muß A unverzüglich handeln.

Antwort
von Schnoofy, 16

Ich plädiere auf ein klares NEIN.

Begründung:

A fehlt der Handlungswille.

https://www.rechtsanwalt.com/lexikon/handlungswille

Kommentar von Ronox ,

Der Handlungswille ist gegeben, schließlicht hebt der die Hand bewusst mit der Absicht zu grüßen. Es fehlt jedoch das Erklärungsbewusstsein.

Kommentar von Schnoofy ,

Einverstanden - das natürlich auch.

Antwort
von Liesche, 29

Ich bin auch der Meinung, daß er den Wein ersteigert hat, wenn gerade ein Gebot lief.

Antwort
von ghdxbfrt, 24

Vom Prinzip ja. Aber eine Willenserklärung kann zurückgerufen werden. Dieses muss aber quasi im gleichen Moment erfolgen d.h. wenn die Person es bemerkt und sofort sagt, das sie die Annahme verweigert müsste diese nicht zahlen

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community

Weitere Fragen mit Antworten