Frage von JuliaDeluxe92, 49

Rechtsfrage Verletzung der Verkehrssicherungspflicht?

Hallo,

vielleicht kennt sich ja jemand damit aus oder hat sowas schon selbst erlebt. Ich bräuchte einmal einen Rat und eine objektive Einschätzung für die Chancen, die ich mit meinem Fall habe. Folgende Sachlage: Vor 3 Tagen lief ich einen Weg von der Straße zum Hauseingang eines Mehrfamilienhauses. Um 19 Uhr war es schon dunkel und der Weg war nicht ausgeleuchtet, lediglich die Beleuchtung am Hauseingang war an. Ich stolperte also über zwei Stufen, die mir plötzlich im Weg waren und brach mir dabei meinen Fuß. Arbeitsausfall, Krankengeld, Angst vor Kündigung ( habe erst vor 1 Woche einen neuen Job begonnen), starke Schmerzen und Einschränkung im Alltag sind nun die Folgen dessen. Mit den Hauseigentümern habe ich mich bereits auseinander gesetzt und sie sind sich keiner Schuld bewusst. Die Beleuchtung am Hauseingang würde ausreichen. Wie ist dort die Rechtslage ?

Antwort
von FordPrefect, 24

Vor 3 Tagen lief ich einen Weg von der Straße zum Hauseingang eines
Mehrfamilienhauses.

Befindet sich der Weg auf öffentlichem oder auf Privatgrund?

Um 19 Uhr war es schon dunkel und der Weg war nicht ausgeleuchtet, lediglich die Beleuchtung am Hauseingang war an.

OK.

Ich stolperte also über zwei Stufen, die mir plötzlich im Weg waren und
brach mir dabei meinen Fuß.

Woher kommen denn die beiden Stufen? Sind das Aufgangsstufen zum Hauseingang, oder führen sie woanders hin?

Mit den Hauseigentümern habe ich mich bereits auseinander gesetzt und
sie sind sich keiner Schuld bewusst. Die Beleuchtung am Hauseingang
würde ausreichen. Wie ist dort die Rechtslage ?

Entscheidend dürfte hier die objektive Gefährdung sein, die wiederum nur durch entsprechende Begutachtung abgeschätzt werden kann. Hier wird auch in Betracht zu ziehen sein, dass man im Dunkeln als Erwachsener eine gewisse erhöhte Sorgfalt wird immer walten lassen müssen. Spontan läge hier zum Beispiel die Vermutung nahe, dass der Verunfallte durch Benutzung von Mobiltelefon/Smartphone abgelenkt war etc.; in jedem Fall müsste der Anspruch gerichtlich (zivilrechtlich) eingefordert werden. Das wird lange dauern und ist mit erheblichen Prozessrisiken verbunden. Wenn man RS hat, sollte man selbigen zu Rate ziehen, und eine Deckungszusage einholen, ehe man sich in ein finanzielles Abenteuer stürzt.

Antwort
von anjanni, 33

Man muss schon mal gucken, wo man so hinläuft... Ein bisschen Eigenverantwortung darf Dir abverlangt werden (nach neuesten Urteilen sogar bei nicht vom Schnee geräumten Gehwegen...).

Im Einzelfall könnte es natürlich sein, dass der Weg nicht ausreichend gesichert ist. Dazu  müsste man aber die Örtlichkeit kennen. Also frag einen Sachkundigen, mit dem Du auch eine Ortsbesichtigung machen kannst.

Kommentar von JuliaDeluxe92 ,

Ich denke, dass man erwarten kann, wenn man sich nicht auskennt auf dem Weg gut hinzuschauen wo man hinläuft. Viel schlimmer dann die Tatsache, dass zwei Treppenstufen nicht gesehen werden.Meine Frage war wie die Rechtslage nun ist. Müssen Treppen die einen Weg ne Etage tiefer verlegen, ausreichend ausgeleuchtet sein ???

Antwort
von Chenorm, 32

Gutachter sollte Testen ob die Beleuchtung ausreicht oder nicht.

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