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Rechtschreibreform-Verstöße gegen das Stammprinzip wurden beseitigt-warum erst jetzt?

gefragt von Molanus am 04.09.2007 um 23:40 Uhr

Was war vorher so schlimm? Die Schrift ist sowieso kompliziert- nach einer Reform erst recht! Und das ,,ß" haben die Experten wohl entgültig verbannt,oder? Ich erkenne sie noch nicht an,schreibe so wie ich es lernte! Was meint Ihr?

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Sprache x 10.488 Rechtschreibung x 1.440

holodeck
beantwortet von holodeck am 5. September 2007 00:00
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Ich glaube, ich bin bald völlig "belemmert": werde mich wohl niemals daran gewöhnen, dass Stängel jetzt aufwändigst bis überschwänglich buchstabiert werden sollen. Da schnäuze ich mir noch einmal das Näschen und bleibe dann wie gehabt bei schneuzen.

Was für ein Schwachsinn, diese Reform

Kommentar von 731c5ad6dd97e7d6fb61ba4d6b44bf08smallRaimund1 am 5. September 2007 00:50

Jau, Schwach Sinn


Morris
beantwortet von Morris am 4. September 2007 23:54
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das "ß" gibt es immer noch, und zwar nach langen Vokalen und nach Doppelvokalen wie "ie". Ich habe sie inzwischen gelernt, notgedrungen, weil mein 12 jährige Sohn danach benotet wird. Bin aber auch der Meinung: Sie war überflüssig wie nur etwas.

Kommentar von 731c5ad6dd97e7d6fb61ba4d6b44bf08smallRaimund1 am 5. September 2007 00:52

auf meiner Tastatur habe ichses merkwürdige dingens nicht drauf ~sz~, dafür aber ü. ä, ö - was haben die eigentlich noch fuer eine beraechtigung?

Kommentar von 42e61a05e6bb14a96ab16cff054a1943smallMorris am 5. September 2007 12:21

dann hast Du vermutlich eine schweizer Tastatur.


WolfRichter
beantwortet von WolfRichter am 4. September 2007 23:43
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Die Rechtschreibreform interessiert mich nicht. Ich schreibe, wie ich es gelernt habe.

Kommentar von Eaa05a0997ad9bc67d65f9d499497c72smallagnostiker am 4. September 2007 23:50

Da kann ich nur beipflichten!

Kommentar von heiuwe am 5. September 2007 00:00

Genau!

Kommentar von 5a31655a018d627bf5afb818c551f4b1smallneurodoc am 5. September 2007 06:58

@agnostiker: Nomen est omen!:-)


UlfDunkel
beantwortet von UlfDunkel am 5. September 2007 09:54
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Die Rächtschraipreform hat vor allem drei Dinge vollbracht:

  • Mehr Geld in die Kassen der Wörterbücher- und Schulbuchverlage
  • Mehr falsche Etymologien (siehe dort)
  • Mehr Rechtschreibverunsicherung bei allen Leuten

Theodor Heuss sagte mal sinngemäß:

"Kultur kann Politik bestimmen, aber Politik nie Kultur."


anonym
beantwortet von Albrecht am 5. September 2007 00:38
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Der Gedanke beim Stammprinzip ist, alle Wörter einer Wortfamilie mit dem gleichem Wortstamm zu schreiben. Dies soll durch eine leichtere Ableitung die Rechtschreibung vereinfachen.

Tatsächlich werden die Ausnahmen nur verringert, nicht vollständig beseitigt: vg. z. B. "Eltern", nicht "Ältern" (von "alt", "denken", nicht "dänken" (von "Gedanke", "Schmecken", nicht "Schmäcken" (von Geschmack).

Außerdem sind falsche Etymologien verwendet worden, z. B. "belämmert (kommt nicht von "Lamm"), "schäuzen" (kommt nicht von "Schnauze"), "Gräuel" (kommt nicht von "grau").

Das "ß" ist nach einem langem Laut geblieben.

Verbindliche Vorschrift ist die neue Rechtschreibung in Schulen und Behörden. Medien verwenden meistens entweder die 2006 abgeänderte Rechtschreibreform oder eigene Hausregeln. Im privaten Gebrauch besteht kein Zwang, alles mitzumachen.


YuLy42
beantwortet von YuLy42 am 4. September 2007 23:45
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rechtschreibreform buchstabiert man so: abm


anonym
beantwortet von Lissa am 4. September 2007 23:54
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Wieso wurde das "ß" verbannt?

Es ist immer noch in Maßen vorhanden... oder heißt es jetzt Massen?

tztztz... war nur Spaß gg

Kommentar von Ce19e92307de71c4c2e502d8d8b16da3smallwj2000 am 4. September 2007 23:57

liegt ja immer an dem der es nutzt.

Kommentar von 731c5ad6dd97e7d6fb61ba4d6b44bf08smallRaimund1 am 5. September 2007 00:53

die mass ist voll - gruss aus bayern

Kommentar von 3fbf5ae46c56cf6a0189124c48debdfcsmallWolfRichter am 5. September 2007 02:00

Cognac ist in Maßen genossen gesund; in Massen hingegen nicht.

Kommentar von 1e984dbe12c8a779526c498701b8bc73smallKnowledge am 5. September 2007 06:33

Lissa, um dich vollends zu verwirren: Bei Versalien und zur Unterscheidung schreibt man "MASSE" und "MASZE" (tatsächlich mit S und Z); auch schon nach alter Rechtschreibung...ggg.

Kommentar von D283a4923cc6e520e7d9f5b9de51a275smallQuestor am 5. September 2007 09:04

Muss man jetzt "Lißa" schreiben?? :-)


rotstift
beantwortet von rotstift am 5. September 2007 10:43
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Das ß gibt es im deutschen Sprachraum (außer in der Schweiz) auch nach der Rechtschreibreform in ihrer letzten Fassung von 2006.

Die neuen Regeln haben meiner Meinung nach zu einem heillosen Durcheinander in den Schulen und vor allem hier im Internet geführt.

Aber wenn ich wieder konkret zu meckern anfange, gibt's hier sofort Haue. :-)

Wenn ich bedenke, wieviele Spam-Mails ich bekomme, die sich schon durch ihre beknackte deutsche Rechtschreibung entlarven, kann ich mich nur wundern, warum so viele Menschen keinen Wert auf eine gute Rechtschreibung legen und vermutlich sind es dieselben, die auf Spam reinfallen.

Kommentar von Molanus am 5. September 2007 15:15

Ich danke Euch für die Beantwortung-das ,,ß" gibt es also noch-werde bei meiner alten Scheibweise verbleiben, selbst da schaue ich ständig mal nach! Die Reform hätte nicht unbedingt sein gemußt!


xyungeloest
beantwortet von xyungeloest am 4. September 2007 23:57
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das ß ist schon noch anwesend.

nach langem selbstlaut immer noch sehr aktiv. nur nach kurzem selbstlaut ist es zu ss geworden.

aber ansonsten, manches habe ich mir schon beruflich angewöhnen müssen.

aber manchmal schreib ich noch so wie gelernt.

Kommentar von 731c5ad6dd97e7d6fb61ba4d6b44bf08smallRaimund1 am 5. September 2007 00:54

ooops, als ich das gerade gelesen habe, kam mir doch glattz so was wie braunes gedankengut quer durch den kopf

Kommentar von Simple_avatar10smallxyungeloest am 5. September 2007 13:45

deine phantasie scheint heilungsbedürftig zu sein!


wj2000
beantwortet von wj2000 am 4. September 2007 23:45
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Mal sehen wie lange die jetzige Reform von Veränderungen frei bleibt. In der letzten Zeit ging es rein in die "Kartoffeln" und dann wieder raus aus die "Kartoffeln".


anonym
beantwortet von JohannesFaupel am 18. September 2007 21:12
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„Die Kultusminister wissen längst, daß die Rechtschreibreform falsch war. Aus Gründen der Staatsräson ist sie nicht zurückgenommen worden." Das gab die ehemalige KMK-Präsidentin Johanna Wanka zu.

Die staatlich verfügten, dummen Reformschreibweisen gelten außerhalb von Schulen und Ämtern NICHT. Kein Mensch in Freiheit muß mitmachen bei diesem Umerziehungsexperiment, das nur Verwirrung stiftet.

Einfach ignorieren – oder besser noch: widersprechen.

Wer schulpflichtige Kinder hat und Wert darauf legt, daß seine Nachkommen das Nachdenken lernen, sollte ihnen gutes Deutsch beibringen und sie darauf hinweisen, daß der Staat von ihnen derzeit verlangt, gehorsam etwas anzuwenden, was die dafür Verantwortlichen im Staat selbst unsinnig finden – mehr noch: was sie inzwischen gerne ungeschehen machen würden.

Wenn man sie nicht auf diese Umtriebe hinweist, was soll dann aus den Kindern werden? Am Ende werden es brave Bürger, die alles mitmachen und gutheißen, wenn nur „staatlich“ oder „amtlich“ auf der Mogelpackung steht. Am Ende sind solche braven Bürger sogar schon unter uns.


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