Was war vorher so schlimm? Die Schrift ist sowieso kompliziert- nach einer Reform erst recht! Und das ,,ß" haben die Experten wohl entgültig verbannt,oder? Ich erkenne sie noch nicht an,schreibe so wie ich es lernte! Was meint Ihr?

Ich glaube, ich bin bald völlig "belemmert": werde mich wohl niemals daran gewöhnen, dass Stängel jetzt aufwändigst bis überschwänglich buchstabiert werden sollen. Da schnäuze ich mir noch einmal das Näschen und bleibe dann wie gehabt bei schneuzen.
Was für ein Schwachsinn, diese Reform

das "ß" gibt es immer noch, und zwar nach langen Vokalen und nach Doppelvokalen wie "ie". Ich habe sie inzwischen gelernt, notgedrungen, weil mein 12 jährige Sohn danach benotet wird. Bin aber auch der Meinung: Sie war überflüssig wie nur etwas.

Die Rechtschreibreform interessiert mich nicht. Ich schreibe, wie ich es gelernt habe.
agnostiker am 4. September 2007 23:50 Da kann ich nur beipflichten!
Genau!
neurodoc am 5. September 2007 06:58 @agnostiker: Nomen est omen!:-)

Die Rächtschraipreform hat vor allem drei Dinge vollbracht:
Theodor Heuss sagte mal sinngemäß:
"Kultur kann Politik bestimmen, aber Politik nie Kultur."
Der Gedanke beim Stammprinzip ist, alle Wörter einer Wortfamilie mit dem gleichem Wortstamm zu schreiben. Dies soll durch eine leichtere Ableitung die Rechtschreibung vereinfachen.
Tatsächlich werden die Ausnahmen nur verringert, nicht vollständig beseitigt: vg. z. B. "Eltern", nicht "Ältern" (von "alt", "denken", nicht "dänken" (von "Gedanke", "Schmecken", nicht "Schmäcken" (von Geschmack).
Außerdem sind falsche Etymologien verwendet worden, z. B. "belämmert (kommt nicht von "Lamm"), "schäuzen" (kommt nicht von "Schnauze"), "Gräuel" (kommt nicht von "grau").
Das "ß" ist nach einem langem Laut geblieben.
Verbindliche Vorschrift ist die neue Rechtschreibung in Schulen und Behörden. Medien verwenden meistens entweder die 2006 abgeänderte Rechtschreibreform oder eigene Hausregeln. Im privaten Gebrauch besteht kein Zwang, alles mitzumachen.
Wieso wurde das "ß" verbannt?
Es ist immer noch in Maßen vorhanden... oder heißt es jetzt Massen?
tztztz... war nur Spaß gg
wj2000 am 4. September 2007 23:57 liegt ja immer an dem der es nutzt.
Raimund1 am 5. September 2007 00:53 die mass ist voll - gruss aus bayern
WolfRichter am 5. September 2007 02:00 Cognac ist in Maßen genossen gesund; in Massen hingegen nicht.
Knowledge am 5. September 2007 06:33 Lissa, um dich vollends zu verwirren: Bei Versalien und zur Unterscheidung schreibt man "MASSE" und "MASZE" (tatsächlich mit S und Z); auch schon nach alter Rechtschreibung...ggg.
Questor am 5. September 2007 09:04 Muss man jetzt "Lißa" schreiben?? :-)
Das ß gibt es im deutschen Sprachraum (außer in der Schweiz) auch nach der Rechtschreibreform in ihrer letzten Fassung von 2006.
Die neuen Regeln haben meiner Meinung nach zu einem heillosen Durcheinander in den Schulen und vor allem hier im Internet geführt.
Aber wenn ich wieder konkret zu meckern anfange, gibt's hier sofort Haue. :-)
Wenn ich bedenke, wieviele Spam-Mails ich bekomme, die sich schon durch ihre beknackte deutsche Rechtschreibung entlarven, kann ich mich nur wundern, warum so viele Menschen keinen Wert auf eine gute Rechtschreibung legen und vermutlich sind es dieselben, die auf Spam reinfallen.
Ich danke Euch für die Beantwortung-das ,,ß" gibt es also noch-werde bei meiner alten Scheibweise verbleiben, selbst da schaue ich ständig mal nach! Die Reform hätte nicht unbedingt sein gemußt!
das ß ist schon noch anwesend.
nach langem selbstlaut immer noch sehr aktiv. nur nach kurzem selbstlaut ist es zu ss geworden.
aber ansonsten, manches habe ich mir schon beruflich angewöhnen müssen.
aber manchmal schreib ich noch so wie gelernt.
Raimund1 am 5. September 2007 00:54 ooops, als ich das gerade gelesen habe, kam mir doch glattz so was wie braunes gedankengut quer durch den kopf
deine phantasie scheint heilungsbedürftig zu sein!

Mal sehen wie lange die jetzige Reform von Veränderungen frei bleibt. In der letzten Zeit ging es rein in die "Kartoffeln" und dann wieder raus aus die "Kartoffeln".
„Die Kultusminister wissen längst, daß die Rechtschreibreform falsch war. Aus Gründen der Staatsräson ist sie nicht zurückgenommen worden." Das gab die ehemalige KMK-Präsidentin Johanna Wanka zu.
Die staatlich verfügten, dummen Reformschreibweisen gelten außerhalb von Schulen und Ämtern NICHT. Kein Mensch in Freiheit muß mitmachen bei diesem Umerziehungsexperiment, das nur Verwirrung stiftet.
Einfach ignorieren – oder besser noch: widersprechen.
Wer schulpflichtige Kinder hat und Wert darauf legt, daß seine Nachkommen das Nachdenken lernen, sollte ihnen gutes Deutsch beibringen und sie darauf hinweisen, daß der Staat von ihnen derzeit verlangt, gehorsam etwas anzuwenden, was die dafür Verantwortlichen im Staat selbst unsinnig finden – mehr noch: was sie inzwischen gerne ungeschehen machen würden.
Wenn man sie nicht auf diese Umtriebe hinweist, was soll dann aus den Kindern werden? Am Ende werden es brave Bürger, die alles mitmachen und gutheißen, wenn nur „staatlich“ oder „amtlich“ auf der Mogelpackung steht. Am Ende sind solche braven Bürger sogar schon unter uns.
Jau, Schwach Sinn