Frage von KAYZAH, 30

Rechtliche vorgehen oder nicht?

Meine Mutter wurde vor kurzem operiert und hat die Y Protese bekommen. Man hat ihr dafür den Magen rausnehmen lassen und 2 leisten Schnitte gesetzt! Es ist folgendes passiert : sie hat 2 Schläuche in den leisten bekommen damit das Wundwasser ablaufen kann. Und paar Tage danach wurden sie schon entfernt. Aber in der Zwischenzeit bildet sich neues und das hat sich irgendwann festgesetzt es sah aus als wären es 2 blasen gewesen. Aber der Arzt im KH hat sich vorher entschieden das die Schläuche aus der Leiste entfernt werden. Und jetzt wurde gestern meine Mutter nochmal operiert wegen dem wundwasser. Und jetzt frage ich mich schonmal warum entfernt man so früh die Schläuche? Es war ja klar das sich das wundwasser nochmal bildet. So und wie gesagt wurde sie nochmal operiert und es wird ein schwam verfahren angewendet. Das heißt ihr wurden nah an der Leiste 2 relativ große und tiefe Wunden offengelassen damit der schwam da rein gesteckt wird und das wundwasser aufgesaugt wird, was aber relativ schmerzhaft ist. Und jetzt kommt meine Frage kann man den Arzt verklagen weil meiner Meinung nach ein klarer ärztefehler vorliegt. Sie muss jetzt 4-6 Wochen im KH liegen weil die Wunden von alleine zuwachsen müssen. Kann man dagegen rechtlich vorgehen? Hatte jemand schon mal solche Erfahrungen mit sowas gemacht? Und ja meine Mutter ist fix und fertig mit den Nerven. Und ich kann es nicht ertragen wie sie daran leidet. Ich bitte um schnelle Antwort! Danke

Antwort
von Karina337, 7

Hallo, 

hat man euch von der Klinik gesagt dass Bakterien im Spiel sein könnten (Klinikbakterien)?

Dieses Schwamm verfahren kenne ich unter diesen Bedingungen..

Ich möchte dich nicht erschrecken, aber ihr solltet mal gezielt nach fragen. Nicht den Klinikbakterium an sprechen, sondern nur fragen ob es sich um eine Bakterium Behandlung handelt.

Bring in Erfahrung mit welchen Medikamenten behandelt wird...wenn Antibiotika oder Kortison im Spiel ist, dann klingt dies sehr verdächtig, meistens ist der Schwamm damit geträngt.

Der nächste Schritt wäre an die Krankenunterlagen heran zu kommen. Aber Vorsicht, wird der Medizinische Dienst der Krankenkasse oder ein Rechtsanwalt dafür ein geschaltet, verschwinden gerne Unterlagen oder werden verändert. 

Ich würde dir zu folgenden raten:

Frag gezielt nach, ob bei diesen Schwamm verfahren Medikamente zum Einsatz kommen. Bitte um Einsicht der Krankenunterlagen du hast ein Recht dafür. Noch besser wäre wenn du die Krankenakten kopieren lässt, auch dafür gibt es ein Recht und sie müssen dir Kobien heraus geben.

Wenn dies verweigert wird, dann wende dich an einen Rechtsanwalt für Medizinrecht, er wird dir mit Rat und Tat zur Seite stehen.

Ich wünsche deiner Mam alles, alles Gute und dir viel Glück in deinen Nachforschungen.

Ich hoffe du hast eine Rechtsschutzversicherung, denn diese Behandlungsfehler Verfahren sind langwierig und Nerven aufreibend..

LG

Antwort
von FrankCZa, 27

Hmm ich würde jetzt nicht sagen dass das ein Ärztefehler ist, schließlich liefen die Operationen ja hoffentlich alle erfolgreich ab.

Komplikationen kommen immer mal wieder vor, dafür können auch die Ärzte nichts.

Ich drücke ihr trotzdem die Daumen dass sie schnellstmöglich wieder Schmerzfrei das KH verlassen kann! Alles Gute!

Antwort
von CountDracula, 27

Hallo,

versuchen könnt ihr es, aber dann solltet ihr euch einen guten Rechtsanwalt besorgen.

Dass sich noch Wundwasser bildet, ist nämlich gar nicht immer so klar, wie Du vielleicht denkst. Schon gar nicht, dass es so viel werden wird, dass noch mal operiert werden muss.

Nach meiner Skoliose-OP hat man die Drainagen schon nach zwei Tagen gezogen. Bei mir hat es danach ein bisschen eingeblutet, was sich allerdings nur als blauer Fleck geäußert hat, der nach ein paar Tagen von selbst verschwunden war.

Solange Deine Mutter eine mündige Frau ist, kann sie das Krankenhaus übrigens verlassen, wann sie möchte. Sie muss nur ein paar Papiere ausfüllen.

Antwort
von ischdem, 18

mit dem Arzt um Aufklärung bitten - wenn du eine Vollmacht bzw. Patientenverfügung hast .....ansonsten ist deine Mutter die den arzt fragen sollte.

Antwort
von timo248, 7

Hallo Kayzah,

wir sind auch erst zum Anwalt und haben eine Welle gemacht. Das wird aber kostspielig!

Unsere Krankenversicherung war die richtige Anlaufstelle. Mein AP hat mir eine Übersicht geben auf http://www.praktischarzt.de/blog/behandlungsfehler/

Dort sind deine Möglichkeiten aufzeigt und besonders eine war dann am Ende das erfolgreichste:

Einfach mit dem Arzt offen kommunizieren. Denn auch unser Arzt hatte einfach eine Haftpflichtversicherung und konnte dies so "gütlich" mit uns abwickeln.

Der nächste Schritt falls das nicht funktionieren sollte, wäre wie gesagt erst einmal bei der Krankenkasse anfragen. Wenn du einen fähigen Ansprechpartner hast, dann wird er dir schon die richtigen Optionen aufzeigen können!

Lies dir den Artikel mal durch.

Alles Gute!

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