Frage von Kathyli88, 61

Rechtliche frage zu kita betreuung?

Huhu leute vielleicht kennt sich jemand hier etwas aus. Folgender fall: ich verlor meine arbeitsstelle aufgrund meiner schwangerschaft (hatte einen befristeten arbeitsvertrag, der dann auslief und nicht verlängert wurde) Ich meldete mich nicht beim arbeitsamt, bezog demnach auch keine leistungen (machte in meinen augen 3 monate vor geburt wenig sinn sich zu bewerben) Nun ist mein sohn seit 10 tagen auf der welt :) wir sind nun zuhause und im wochenbett. Ich weiß, dass die wartezeiten für einen kita-platz gut 1-2 jahre sind. So meldete ich mich gestern bei 3 kitas die in der kleinstadt sind in der ich wohne, damit ich in einen kitaplatz hätte wenn er etwa 1-1,5 jahre alt ist. Die antworten von diesen 3 kitas war, dass es keinen platz zu diesem zeitpunkt mehr gibt, denn frauen die im berufsleben sind werden vorrangig behandelt. Ich dachte mir na toll, ich war bis auf die letzten 3 monate die letzten 13 jahre voll im berufsleben und verdiente gut für eine frau (2000€ netto)...ich kontaktierte also weitere kitas die etwas weiter weg sind, ich bekam dann die aussage, dass ich die kitas in anspruch nehmen müsse, die in meiner wohnortnähe seien. Die elternzeit ist 12 monate, mein sohn ist gerade mal 10 tage auf der welt und ich weiß bereits jetzt, dass ich in 1-1,5 jahren keinen kita platz haben werde, folglich also nicht wieder arbeiten gehen kann. Und das obwohl eine ganztagsbetreuung (8 stunden täglich) schon 450€ kostet. Alleine das wäre schon problematisch, denn eine vollzeit-stelle selbst wenn es nur der standard von 8-17 uhr wäre, wären es bereits 9 stunden, plus die zeit die ich von der arbeitsstelle bräuchte um wieder zur kita zu fahren, in der früh und am abend (man kann sich ja schließlich nicht teleportieren). Folglich wäre nur eine halbtagsstelle möglich. Hierfür kann ich aber auch keine halbtagsbetreuung nehmen, denn diese geht nur 4 stunden. Müsste also eine ganztagsbetreuung nehmen und eine halbtagsstelle. Bei einer halbtagsstelle werden etwa 800€ netto rauskommen, die betreuung kostet 450€. Blieben also 350€ übrig, abzüglich benzinkosten zur arbeit und kita hin und zurück...bleibt ja kaum etwas übrig. Hat ja ein hartz-4 empfänger mehr. Das hauptsächliche problem ist allerdings, ohne arbeitsstelle kein kita platz. Ohne kita platz aber keine arbeitsstelle. Ich kann ja schlecht mit bewerbungen beginnen, und wenn ich zu einem vorstellungsgespräch geladen werde, geht bereits das problem los, wo ich den kleinen unterbringen soll. Würde ich dann eine anstellung bekommen, müsste ich erstmal kucken ob ich dann einen kita-platz auch wirklich bekomme, plus dass eine eingewöhnungszeit in der kita von 1-2 monaten üblich ist, in der man verfügbar sein soll. Wie bitteschön soll das nun überhaupt funktionieren? Es wird doch propagiert so bald als möglich wieder zu arbeiten nachdem man mama geworden ist, scheint aber nicht so leicht umsetzbar zu sein. I

Antwort
von elismana, 32

Es gibt auch Tagesmütter. Die sind in ihren Zeiten flexibler. Wende dich an das Jugendamt, die können dir da weiterhelfen. 

Kommentar von Kathyli88 ,

Das jugendamt? Bin allerdings bereits 28 jahre alt und mein mann 32 jahre alt :) ich weiß nicht in wie fern mir ein jugendamt weiterhelfen sollte bezüglich eines betreuungsplatzes für unser kind. Ich denke ich suche mir lieber selbst eine lösung anstatt mich an eine behörde zu wenden. Wir nagen auch nicht am hungertuch, haben uns ein eigenes haus gekauft, gepflegt, ordentlich, sauber. Ich wüsste also nicht, was wir bei einem jugendamt sollten. Tagesmütter sind hier leider keine option, zumindest von der momentanen auswahl leider nicht...ich überlegte bereits, ob ich nicht einfach selbst als tagesmutter arbeiten werde (aber man möchte ja dann auch mal wieder in der erwachsenen welt "spielen" und nicht nur noch kinder als gesprächspartner..also ich zumindest) bin eben nicht in diesem bereich tätig, wie zum beispiel kindergärtner, sondern betriebswirtin und war bisher geschäftsführerin in mehreren unternehmen die letzten jahre. Hach ja 🙄🤔

Kommentar von elismana ,

Das Jugendamt ist auch für Fragen bezüglich der Kinderbetreuung zuständig. Das hat mit dem Alter nichts zu tun. Wenn du keinen Betreuungsplatz findest, aber wieder arbeiten musst/willst, kann man dir dort weiterhelfen. Wenn du diesen Strohhalm nicht beizeiten greifst, kann es ja so dringend nicht sein.... 

Antwort
von miezepussi, 29

Ja das ist ein Problem. Aber da geht es nicht nur Dir so.

Bewirb Dich. Such einen Job. Wenn Du den hast, funzt dass auch mit der Kita. Und wie wäre es statt mit einem Vollzeit (40h) mit einem Minijob (30h) ??

Für die Bewerbungsgespräche wirst Du einen Babysitter organisieren können: Oma, Tante, Nachbarin,... Schau mal im Supermarkt am Schwarzen Brett, da hängen so Zettel aus... oder auch beim Frauenarzt

Kommentar von Kathyli88 ,

Familiär wird es nicht gehen, wir wohnen zu weit von angehörigen weg, zudem sind diese bereits zu alt, können/möchten auch gar nicht. Aber das müssen sie auch gar nicht, manche haben halt das glück, dass sich die oma kümmern kann und manche halt leider nicht. 

Nach tagesmüttern habe ich auch geschaut, davon gibts hier aber nur 7 und die haben alle so komische zeiten, die eine nur montags und mittwochs, eine andere wieder nur an drei tagen von 13-21 uhr, wieder eine andere nur samstags...und so zieht es sich wie ein roter faden bei allen durch. Das mit babysitter wäre eine gute idee, müsste ich dann danach kucken wenn es soweit ist :)

Ich will mich hier auch gar nicht beschweren, ich hab gestern eben angefangen mich mit dem thema auseinanderzusetzen (man kann ja nicht schon einen kita-platz buchen wenn ein kinderwunsch besteht) im 7.monat sind wir hier auch erst hergezogen (mein mann etwas näher an seiner arbeit, und bei mir war es eh egal da ich ja dann meine stelle verlor) nur ich frage mich echt wie das klappen soll...kita scheint nicht möglich zu sein, tagesmutter auch keine option (es seidenn bis dahin gibt es eine neue mit besseren arbeitszeiten) 

Ich werde wohl nach beendigung der elternzeit mit bewerbungen beginnen, kann dann ja nur hoffen, dass ein kita platz verfügbar ist, sobald ich eine stelle habe, und ob das ganze rentabel ist. Ein bisschen gearscht ist man ja schon als frau um es mal ganz simpel auszudrücken. Und wenn ich dann doch keinen kita platz bekomme, kann ich die stelle wieder absagen. Also schlimm ist das :/ klar haben wir das gehalt meines mannes, aber ich habe schließlich auch etwas gelernt und gut verdient und wir zahlen unser haus ab, bleibt also nicht so viel übrig, wäre schon wieder gerne in 1-1,5 jahren in der arbeit...falls ich überhaupt eine stelle bekomme...hat ja jeder AG angst, dass noch ein zweites kind kommt. Da wundern sich alle warum in DE immer weniger kinder geboren werden...jetzt wundert mich das auch nicht mehr. Da wird immer propagiert, ein jahr elternzeit und dann können sie in die kita, weil man einen rechtsanspruch anscheinend darauf hat, aber was ist dann wirklich der fall? Sie können offensichtlich nicht in die kita. Ich bereue es trotzdem nicht, ich bin unheimlich stolz auf meinen wunderschönen sohn :) aber bin schon gespannt wie das in etwa 1 jahr mit der arbeit klappen soll/wird.

Kommentar von miezepussi ,

Mit dem Bewerben würde ich aber schon deutlich vor Ende der Elternzeit anfangen!

Ansonsten hast Du natürlich recht. Auf dem Papier ist alles easy, die Realität sieht anders aus: Das Leben ist eben kein Ponyhof...

Antwort
von Akecheta, 26

Du weißt sicherlich, dass zu einem Einkommen beide Eltern gerechnet werden, oder nicht?

Wenn die örtlichen Kitas keinen Platz frei haben nach "nur" einem Jahr Mutterdasein, dann bist du mit diesem Problem nicht alleine.

Bleib bei deinem Kind, meine Meinung, bis es drei ist und schau dann nach einem Kita-Platz.

Die Gesellschaft ist nicht dafür verantwortlich und zahlungspflichtig, dass Eltern schon nach kurzer Zeit wieder arbeiten gehen können und die Kinder für wenig Geld Ganztagesbetreut werden - incl. Windeln wechseln.

450,00 Euro für 8 Stunden am Tag und 5 Tage die Woche? Ist nämlich ein Witz.

Ist aber nur meine Meinung. In dem Punkt konservativ bin.


Kommentar von Kathyli88 ,

Ja das stimmt die kosten sind recht hoch. Es wären 409€ monatlich für kinder von 0-3 jahren zuzüglich 2,20€ verpflegung täglich. Also etwa 450€ wenn man von einer 5-tage-woche ausgeht. Dann müsste aber mein mann 3 jahre lang für alles aufkommen, das ist ja eigentlich so gar nicht meine art. Bisher war ich immer unabhängig und selbstständig für mich selbst verantwortlich. Und kinder haben mit sicherheit auch gerne gleichaltrige spielkameraden um sich. Vielleicht noch nicht unbedingt mit 1 jahr, aber mit 1,5-2 jahren bestimmt. In der nachbarschaft wohnt auch kein kind, nur ältere leute. Ab 3 jahren kostet es allerdings nur noch 99€ zuzüglich 3,50€ verpflegung pro tag. Ich fragte bereits meine mutter, ich war mit 2 jahren bereits im kindergarten (kitas gab es damals noch nicht) und meine mutter sagte, dass sie damals 100DM pro kind zahlten. Also für meinen bruder und mich. 100DM etwa 50€. Sprich sie zahlten 100€ für die unterbringung von zwei kindern...und meine mutter war noch nichtmal in der arbeit, sie war seit unserer geburt "nur noch" hausfrau und nicht mehr berufstätig. Der erzählung nach, war ja die betreuung ende der 80-er besser als heute...ich dachte heutzutage wäre alles so unglaublich toll ausgebaut und verbessert worden im gegensatz zu früher, sodass frauen gleich wieder voll berufstätig sein können...wohl eher nur auf dem papier. Oder ich hab einfach pech und bei allen anderen klappt das ganz toll, ich weiß es nicht. 

Kommentar von Akecheta ,

Ohje, du hast mich glaub auch überhaupt nicht verstanden.

Und in der BRD gab es das nicht in den 80ern, dass man Wickelkinder in Kitas abgeben konnte. In der damaligen DDR aber glaub schon.

Kommentar von Kathyli88 ,

Naja schon klar, dass zu einem einkommen beide elternteile gerechnet werden. Nur verdient mein mann sein gehalt so oder so, ob ich nun in der arbeit oder zuhause bin (verständlicherweise)

Folglich rechne ich mit durchschnittlichen mehreinnahmen, die wir hätten wenn ich in der arbeit wäre (halbtags etwa 800€ netto, wenn überhaupt) und dann die kosten für einen betreuungsplatz (etwa 450€) blieben also 350€ in etwa übrig. Abzüglich benzinkosten, die ich aber noch kaum schätzen kann, weil dies von der entfernung der arbeitsstelle abhängig wäre, dich ich ja noch nicht habe.Wäre also eine geringe mehreinnahme. Mit dem hauptproblem allerdings, dass kein kita platz verfügbar ist. 3 jahre daheim hocken ist doch sch*** mir haben die paar monate der schwangerschaft schon gereicht

Kommentar von Akecheta ,

Jetzt kommen wir der Wahrheit schon näher und Null Verständnis von mir.

Kommentar von Kathyli88 ,

??? Der wahrheit? o.O auf was du jetzt hinausmöchtest ist mir klar. Du meinst jetzt, es ist nicht wirtschaftlich genug und deshalb sitze ich lieber zuhause. Die haltung der meisten bürger ist ja immer noch, dass frauen kinder kriegen um nicht arbeiten zu müssen. Aber nein, das gegenteil ist der fall. Und die wahrheit ist immer noch, dass ich die aussagen von den 3 möglichen kitas habe, dass kein platz verfügbar ist. Ich kenn ja schlecht heute nochmal anrufen und fragen "hallo ich habe gestern angerufen, da war kein platz verfügbar, und wie schaut es denn heute aus, ich bräuchte einen platz in 1-1,5 jahren" 

Die relative unwirtschaftlichkeit, nämlich dass kaum etwas mehr an geld bei rauskommt ist ein reiner fakt den ich einfach mal so festgestellt habe. 

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