Rechte bei Demnzerkrankung
Hallo liebe Community,
meine Mutter ist bedingt durch ihre fortgeschrittene Demenzeinrichtung eine Gefahr für sich und andere - nicht mehr in der Lage allein zu bleiben. Die Neurologin hat das attestiert und wir haben sie aus ihrer Wohnung in eine Demenzeinrichtung gebracht.
Nun meine Frage:
Wo kann ich mich über Dinge wie
- ausserordentliche Kündigung
- der Wohnung
- des Telefonanschlusses
- der Hausrat-, Haftpflicht und anderen Versicherungen (das ist alles in der EInrichtung abgedeckt)
Ich habe dazu nichts im Internet gefunden, obwohl ich lange gesucht habe.
Bin für jede weiterführende Info dankbar!
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Alzheimer Gesellschaft z.B. Berlin e.V., Ackerstraße 6-7, 10115 Berlin (Mitte) 030/2826703
Hamburg 040/472538 oder 4602168 und quer durch die Republik;
Außerdem gibt es viele Alzheimer Gesellschaften, wie auch Kontakt- und Infostellen für SHG in den Gesundheitsämtern.
Viel Erfolg!
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Antwort von Blauring 14.08.20121 Mitglied fand diese Antwort hilfreich
Hallo,
von Kündigung und so keine Ahnung, aber es gibt wohl Hilfe die Krankheit zu Stoppen.
Viel Glück
Kommentar von Spassbremse1Spassbremse1 14.08.2012Danke sehr interessanter Link, aber meine Mutter hat Demenz im fortgeschrittenen Stadium ...
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Guten morgen:-) mein tip geh zum notar und anwalt. Du brauchst eine vormundschaft für alle lebensbereiche das heist da deine mutter aufgrund ihrer erkrankung nicht mehr lage ist verträge abzuschliesen oder zu kündigen besteht die möglichkeit das du dich als ihr vormund eintragen lässt desweitern würde ich schauen ob du dich als ihr betreuer eintragen läst klar es kommt ein haufen arbeit auf dich zu aber der vorteil ist das du für das heim der dierekte ansprechpartner bist ohne eine person dazwischen ich habe in einem heim für demenzkranke gearbeitet und ich weis das es noch recht hart für dich werden kann es werden einige unangenehme entscheidungen auf dich zukommen. Deshalb mein rar geh zum notar und anwalt die können dir sagen wie es weiter geht du kannst auch in dem heim nachfragen ob sie noch tips haben.
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Habe das gleiche mit meiner Mutter erlebt. Leider gibt es in diesem Fall kein außerordentliches Kündigungsrecht. Du kanst nur auf Kulanz hoffen.
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Sehr gut hilft Dir das Sozialamt weiter. Die habe täglich mit solchen Fällen zu tun, und wissen was gemacht werden kann. Ich habe derzeit die Bestätigung des Arztes und die Einweisung in die entsprechende Institution kopiert und zugesendet wenn sie gefordert wurde. Du solltest aber erst einmal die Versicherungen, Telefonanbieter usw. anrufen. Oft reicht das nämlich schon aus, oder aber sie sagen was sie brauchen um eine Kündigung rechtskräftig werden zu lassen. Wenn es telefonisch ging bat ich um Bestätigung.
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läuft normalerweise über eine Pflegschaft, - der Pfleger übernimmt dann die Rechtsgeschäfte und steckt dann den Überschuss in die eigene Tasche.....
Kommentar von Spassbremse1Spassbremse1 13.08.2012das möchte ich vermeiden, deshalb kümmere ich mich selbst - ich möchte informiert an die entsprechenden Stellen herantreten
Kommentar von andreasolarandreasolar 13.08.2012Du kannst aber selbst die Pflegschaft /rechtliche Betreuung für deine Mutter beantragen.
Kommentar von Spassbremse1Spassbremse1 13.08.2012Danke für den Link!!!
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Ich würde einfach beim Arzt oder beim Gericht nachfragen.Vielleicht kommst du um einen Anwalt herum,der wäre teuer.
Betreuungsverfahren im Krankenhaus werden auch direkt geregelt. Und ich denke,dass du als Betreuer eingesetzt werden mußt.
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Alle schuldrechtlichen Verpflichtung, die an die Person geknüpft sind (Mietvertrag, Telefonanschluß, Hausratversicherung) wären nur mit ordentlicher bzw. vetraglich vereinbarter Kündigungsfrist zu kündigen: Mietvertrag mit Dreimonatsfrist oder durch Aufhebung bei Nachmieter bei befristetem Vertrag, Telefonanschluß ggf. nach 24 Monaten, sofern er nicht in der Einrichtung aufgeschaltet werden kann und dort nutzbar wäre, Hausrat mit Wegfall des Hausstandes (Kündigung).
Von der Kündigung der Haftpflichtversicherung würde ich zudem dringend abraten, um die unveränderte Haftung nicht privat tragen zu müssen - Demenz meint nicht schuldunfähig oder nicht einsichtsfähig :-O
G imager761
Kommentar von Spassbremse1Spassbremse1 13.08.2012Hast du meinen Post aufmerksam gelesen? Sicher nicht ...
(...) der Hausrat-, Haftpflicht und anderen Versicherungen (das ist alles in der EInrichtung abgedeckt) (...)
Von der Telekom habe ich gerade eine Mail erhalten, dass der Telefonanschluss zum Ende August als gekündigt gilt - muss nur noch eine Kopie der Vollmacht zuschicken.
Die Entscheidung des Vermieters bleibt abzuwarten.
Mir ging es darum, zu ermitteln, ob in dem Fall, wo jemand gem. ärtzlichem Attest nicht mehr allein leben kann, ein ausserordentliches Kündigungsrecht besteht. Das bin ich gerade auf der Page der Alzheimer-Stiftung sm ermitteln.
Aber trotzdem Danke für deine hoffnungsgebende Antwort!
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die arme Frau. Wäre nicht ein betreutes Wohnen vorerst besser gewesen?
Auf jeden Fall brauchst du eine Vollmacht der Mutter mit Unterschrift und hier musst du versuchen diese zu bekommen.Sonst wird es schwierig überhaupt was zu regeln.
Kommentar von Alexandra2704Alexandra2704 13.08.2012Carina007, ich möchte Dir nicht zu nah treten, aber hast Du schon einmal mit Demenz kranken Menschen zu tun gehabt?. Den Schritt zu machen, die eigene Mutter in eine entsprechende Einrichtung zu bringen ist schon schwer genug, von den ganzen bürokratischen Gängen, die einem Spießrutenlaufen gleichen, ganz zu schweigen. Eine Vollmacht wird von einer Demenzperson nicht mehr anerkannt, ist anfechtbar und zieht einen Lämmerschwanz hinter sich her, der oft vor dem Anwalt endet. Vor allem dann, wenn es "etwas zu holen" gibt. So etwas kann sich Jahre hinziehen und zerrt unendlich an den Nerven. Die Fragerin hat noch Glück im Unglück, dass sie schon die Bestätigung der Krankheit ihrer Mutter bekommen hat. Allein das zieht sich wie eine Gummiband in die Länge. War bei uns so. Obwohl sie Mülltonnen leerräumte weil sie angeblich Katzen retten mußte, oder Mehl im ganzen Haus verteilte um zu sehen ob jemand in den zimmern war, Spaten, Harke zur Verteidigung wurden im Haus verteilt. Autos wurden beschädigt ging über 4000 Euro Schaden. ich könnte ellenlang aufzählen. Und das Schlimme, VS zahlten noch nicht einmal, weil Demenz ausgeschlossen war.
Kommentar von Spassbremse1Spassbremse1 13.08.2012Danke für deinen Post Alexandra!
Meine Tochter und ich haben meine Mutter 7 Jahre daheim gepflegt unter wirklich großen Mühen und Entbehrungen. Will nicht jammern - aber niemand, der es nicht täglich mit Demenzkranken zu tun hat, kann nachempfinden, was das bedeutet.
Im Prinzip hätten wir sie bereits mindestens vor einem Jahr in Betreuung geben müssen, aber da brachte ich es trotz aller Schwierigkeiten noch nicht übers Herz. Ein Pflegedienst kam dann ein paar Stunden pro Tag. Nur lehnte dieser die weitere Pflege ab und riet uns, sie in eine 24-Stunden Betreuung zu geben.
Kommentar von Alexandra2704Alexandra2704 13.08.2012Genau so war es bei uns auch. Der Pflegedienst hat gepaßt. Zumal sie auch noch unglaublich aggressiv wurde, wenn sie etwas nicht wollte. Halt wie ein kleines Kind, was seinen Willen nicht bekam. Notfalls landete bei ihren Ausbrüchen auch schon einmal ein von ihr geworfener Abtreter am Kopf. Sie kam dann in die Einrichtung, wo sie versuchte mit dem Löffel ein Loch unter dem Zaun zu graben, weil sie nach Hause wollte. Schlimm sind dann aber noch die Momente, wo sie vollkommen klar zu sein scheint und bittere Vorwürfe kommen, dass sie dort leben muß. Ich wünsche diese Erfahrungen wirklich niemandem.
Kommentar von Spassbremse1Spassbremse1 13.08.2012Kann das alles so gut nachvollziehen. ABer diese lichten Momente werden ja immer weniger und jetzt, wo sie in einer wirklich schönen und liebevollen Umgebung ist, können wir auch wieder ganz anders auf sie zugehen.
Sie war zuletzt auch sehr gewalttätig, sie hat uns geschlagen und gewürgt - demenzkranke entwickeln dabei Bärenkräfte und werden somit zu einer Gefahr für sich und andere. Dazu kam, dass sie den Herd an liess und all die Sachen machte, die zu Unglücken führen können. Deshalb haben wir sie letztlich dorthin "gegeben".
Mach dir keine Gedanken - es ist das Beste für alle. Gedanken müssten wir uns alle machen, wenn wir sie - wenn auch nur stundenweise - ganz allein liessen.
Kommentar von Alexandra2704Alexandra2704 13.08.2012Da gebe ich Dir recht. Zu allen Unannehmlichkeiten, die solch eine Krankheit nach sich zieht, dann auch noch die klugen Sprüche der Außenstehenden. Wie: "Das könnte ich aber nicht, meine Mutter einfach ins Heim abschieben" Man selbst hat schon genug mit den Achterbahngefühlen zu kämpfen, diese Leute wissen entfach nicht was es heißt, aber trotzdem verletzt so eine Äußerung. Sie sollten besser ihren Schnabel halten.
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Geh zum Anwalt. Der wird dir helfen.
Vielen dank für die Auszeichnung! - Ich hätte jedoch gerne auf die Erfahrung verzichtet.