Frage von Helfer2011, 197

Recht - Werkstatt-Abzocke?

Ich versuch mich kurz zu fassen:

Meine Mutter hat bei einem VW-Vertragspartner einen Gebrauchtwagen, unfallfrei, gekauft. Diesen gaben wir immer zu diesem Vertragspartner in Reparatur, da es häufiger Probleme gab. Als wir dann ein mal bei einer anderen Werkstatt waren wurde offensichtlich, dass es ein Unfallwagen war. Damit haben wir uns an den Vertragspartner gewendet, dieser verneinte dies etc. Schlussendlich hat man sich darauf geeinigt, dass an dem Wagen kostenlos einige Reparaturen erledigt werden so wie ein grundlegender Check-kostenlos versteht sich.

Nun war der Wagen dort zum Check, kommt zurück und wir erhalten einige Tage später eine Rechnung über 189€ (was für uns nicht grad wenig Geld ist). Diese Rechnung bezieht sich auf den Austausch von Pollen-filter und Zündkerzen.

Problem: Wir sind von einem kostenlosen Check ausgegangen. Es wurde zu keinem Zeitpunkt mit uns abgesprochen, dass Teile ausgetauscht/ersetzt werden. Hätte man gefragt, hätten wir es aus finanziellen Gründen verneint.

Wir wollen und können diese Rechnung nicht bezahlen!

Welche rechtlichen Möglichkeiten haben wir dagegen vorzugehen?

Diese Abzocke eines absolut unzuverlässigen Vertragspartners darf nicht weiter gehen.

Wir wollten diesem einen Brief zukommen lassen mitsamt der Rechnung, und erklären dass wir niemals diesen Austausch gefordert haben.

Wir haben etwas in Rechnung gestellt bekommen, was wir nicht bestellt haben.

Danke schon mal für eure Tipps und Hilfe.

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von rotesand, Community-Experte für Kleidung, Auto, Mode, Schule, 32

Hallo!

Man kann über ALLES reden ------> echt über alles.. der Ton macht die Musik!

189 Euro für Pollenfilter & vier Zündkerzen sind bei einem halbwegs modernen Auto übrigens normal.. mein Onkel zahlte das bei seinem 2007er Ford-Mondeo vor einiger Zeit auch. Ist ärgerlich, aber leider "Standart".

Sofern ihr diese Aufgaben allerdings nicht in Auftrag gegeben habt, müsst ihr sie nicht zahlen. 

Es sei denn dass lediglich der Check kostenlos war, aber ggf. extern benötigte Materialien extra in Rechnung gestellt werden. Evtl. waren Zündkerzen & Pollenfilter ja fällig. Steht im Serviceheft -------> schaut mal nach, wenn ihr das Heft habt! 

Wenn das so wäre - was ich fast vermute, da ein Check/eine Inspektion bei VW in der Regel weitaus mehr als 189 Euronen kostet - dann müsst ihr die Rechnung bezahlen! Ggf. könnt ihr ja mit dem Autohaus einen Vergleich erzielen, dass es auf Kulanzbasis geregelt wird. Schaut mal, was diesbezüglich machbar ist :)

Und bleibt freundlich.. auf dem netten, ehrlichen und freudnlichen Wege kann man immer viel mehr erreichen als wenn einem gleich die Hutschnur reißt. Nur ein Tipp so am Rande :)

Kommentar von Helfer2011 ,

Ich stimme dir im allgemeinen zu.

Was jedoch bisher keiner beachtet hat bei seiner Antwort (zumindest soweit ich gesehen habe) ist, dass die Werkstatt diesen Check als Entschädigung angeboten hat für einen Fehler den das angeschlossene Autohaus vorher gemacht hat.

Es ist also von uns kein Check im üblichen Sinne in Auftrag gegeben worden, sondern wir haben das Auto zu einem kostenlosen (da Entschädigung) Check in die Werkstatt gegeben.

Davon das Kosten anfallen war vorher keine Rede, auch da neben diesem Check die Entschädigung auch noch andere Reparaturen im Umfang von über 800€ erhielt.

Wären wir davon ausgegangen dass Kosten entstehen bei diesem kostenlosen Check hätten wir es vorher geklärt, da die finanzielle Lage es aktuell bei uns nicht zulässt.

Und bei diesem kostenlosen Check als Entschädigung kann man auch davon ausgehen dass erstmal keine Kosten entstehen, und falls doch, diese vorher mit dem Auftraggeber (bzw. der Person die damit entschädigt wird) abklärt.

Auch wenn etwas am Auto hätte gemacht werden müssen, hätten wir dies sicherlich nicht in dieser Werkstatt machen lassen, da wir dort schlechte Erfahrungen gemacht haben. Wir wären sobald es die finanzielle Lage zugelassen hätte zu einer  freien Werkstatt gefahren und hätten die notwendigen Reparaturen machen lassen.

Probleme zusammen gefasst:

Kostenloser Check als Entschädigung->Es sind Kosten entstanden ohne vorherige Absprache

Antwort
von Genesis82, 45

Zur Sache mit dem Unfallschaden: Hier steht offensichtlich Aussage gegen Aussage. Die eine Werkstatt sagt, das Auto habe einen Unfall gehabt, dein Händler sagt, er hatte keinen. Ich würde also noch eine andere Stelle, am besten eine unabhängige Organisation wie TÜV oder DEKRA, prüfen lassen. Es ist nämlich leider nicht selten, dass Werkstätten und Händler sich gegenseitig schlecht reden. Da wird dann schnell mal aus einem ausgebesserten Lackschaden ein verschwiegener Unfallschaden. Nach dieser dritten Einschätzung würde ich erst über das weitere Vorgehen nachdenken.

Zur Sache mit dem kostenlosen Check: Ich halte das für ein Missverständnis. Es ist nicht ungewöhnlich, dass Werkstätten als Entschädigung für unzufriedene Kunden eine kostenlose Inspektion anbieten. Damit ist dann aber auch nur die reine Durchsicht gemeint, nicht jedoch die verwendeten Teile. Hier kommt es also darauf an, was in Auftrag gegeben wurde (der eine nennt die Inspektion Service, der andere Check, wieder andere Durchsicht). Klarheit kann hier ein evtl. vorhandener schriftlicher Auftrag geben.

189 Euro halte ich für neue Zündkerzen und Pollenfilter zwar auch nicht für günstig, aber auch nicht für überteuert. Denn auch wenn der "Check" an sich kostenlos war, auch der Wechsel der Teile kostet Zeit und somit Geld. Original Zündkerzen von VW (oder auch gleichwertige von Bosch etc.) kosten ganz schnell mal 80 Euro oder mehr, ein Pollenfilter um die 20 Euro.

Ich würde jetzt das Gespräch mit der Werkstatt suchen und zwar mit dem, der den kostenlosen Check versprochen hat. Klärt mit ihm sachlich, dass ihr es so verstanden habt, dass das Auto nur durchgesehen wird und auch bei nötigen Zusatzarbeiten nichts gemacht wird und keinerlei Kosten auf euch zukommen. Denn auch dabei könnte es sich um ein Missverständnis handeln und diese Information nicht bei der Person angekommen ist, die die Rechnung geschrieben hat und es versehentlich berechnet wurde.

Und ein kleiner Zusatzhinweis: Mit Anschuldigungen durch Worte wie "Abzocke" wäre ich immer sehr vorsichtig. Du bist zwar zu Recht enttäuscht von der Werkstatt und deren Leistung, aber jeder macht mal Fehler und es wurde bestimmt nicht absichtlich ein kostenloser Check versprochen, um euch dann etwas einbauen und berechnen zu können.

Kommentar von Helfer2011 ,

Ich stimme dir im allgemeinen zu. Wir bleiben auch alle sachlich.

Wir haben inzwischen einen Anwalt zur zur Seite genommen, der alles schriftliche nochmal durchgeht. Danke schonmal.

Antwort
von wilees, 80

Ich würde Folgendes vorschlagen:

In jedem Fall haben Sie zunächst das Recht von der Werkstatt zu
verlangen, dass diese das Fahrzeug wieder in den Original-Zustand vor
der Reparatur versetzen.

Wenn dies allerdings technisch nicht möglich sein sollte (zum
Beispiel Altteile sind nicht mehr vorhanden ), haben Sie nur die Reparaturen zu erstatten, die Sie sonst auch auf jeden Fall durchgeführt hätten, allerdings nur zum tatsächlichen Bereicherungswert, also den reinen Materialkosten.

Antwort
von Dunkel, 62

Also nichts für ungut, aber als Autofahrer weiss man doch was bei einem Service alles passiert oder?

Mit VW kenne ich mich nun nicht besonders aus, aber "grundlegender Service" klingt für mich nach grossem Service / Kundendienst, also vermutlich inkl. Zündkerzenwechsel etc...

Wenn nun jemand einen kostenlosen grundlegenden Service anbietet, dann muss doch klar sein dass sich das nur auf die Arbeitsleistung und nicht auf die Ersatzteilpreise bezieht.

Nun egal. Das Kind liegt ja jetzt im Brunnen. Ich fürchte viel werdet ihr dagegen nicht machen können.

Bestenfalls am Montag mal freundlich anrufen und versuchen das Thema zu klären. Vielleicht kommt euch die Werkstatt ja noch ein Stück entgegen, wenn ihr sie überzeugen könnt dass es sich um ein Missverständniss handelt.

Wovon ich abraten würde:

- am Telefon ausrasten und herum schreien

- ausfällig werden

- gleich mit Anwalt und rechtlichen Schritten drohen

Lieber erstmal ruhig und freundlich mit der Werkstatt über den Sachverhalt sprechen und versuchen eine Lösung zu finden mit der beide Seiten leben können.

Kommentar von Helfer2011 ,

Dieser Check, kein Service, war eine Entschädigung für einen vorherigen Fehler der Werkstatt.

Da es ein Check war, sollte man davon ausgehen, dass anfallende Materialkosten vorher abgesprochen werden.

Dies geschah nicht, zusätzlich sind die Materialien noch völlig überteuert.

Kommentar von Dunkel ,

Und was sagt die Werkstatt zur Sache?

Kommentar von Helfer2011 ,

Bisher keine Rückmeldung bekommen.

Nach bisherigen Erfahrungen werden sie aber auf ihrer Rechnung beharren.

Antwort
von Vollstreckerin, 6

Hallo,

Ihr braucht die Rechnung nicht zu bezahlen!. Ihr habt auch keinen Anlaß, Euch so sehr übermäßig große Sorgen um die ganze Angelegenheit überhaupt zu machen.

Deine Mutter ist beim Kauf des PKW über wesentliche Eigenschaften der Kaufsache getäuscht wworden; das bezeichnet der Jurist als Betrug.

Ich empfehle, Ihr schreibt dem Händler einen kurzen und knappen Brief mit dem Inhalt, dass Ihr den Kaufvertrag wegen arglistiger Täuschung gem. § 123 BGB anfechtet und davon zurücktretet.

Ihr fordert die Werkstatt auf, Euch binnen 14 Tagen, ausgehend vom Datum dieses Schreibens, einen konkreten Termin mitzuteilen, zu dem Ihr den PKW dorthin bringt und Zug um Zug gegen Rückzahlung des Kaufpreises dort übergebt. Dieser Termin sollte innerhalb der kommenden 21 Tage liegen, ggfg. innerhalb von Euch vorzugebender Tages- / Uhrzeiten, die Euch da halt so recht sind.

Um die Rechnung braucht Ihr Euch keinen Kummer zu machen.

Ihr hattet mit dem Händler praktisch so eine Art Vergleich gemacht, mit dem die mangelhafte Kaufsache hätte bereinigt werden sollen. Dieser Vergleich ist aber letztendlich an mangelnder Ernsthaftigkeit der Händlerin gescheitert und somit braucht Ihr Euch da auch nicht dran gebunden fühlen und auch kein Wort mehr darüber verlieren.

Falls der Händler die Rückabwicklung nicht einvernehmlich mit Euch erledigt oder nicht den vollen Kaufpreis zurückzahlt - dann geht Ihr mal besser zu einem richtig anständigen Rechtsanwalt. Dann seid Ihr nämlich der Sache nicht mehr gewachsen und was dann zu tun ist, kann man dann auch hier so einfach nicht mehr sagen.

Ihr solltet keine Sorge haben wehgen der Kosten des Rechtsanwaltes. Einerseits wird aller Voraussicht nach sowieso der Händler ihn zum Schluß zahlen müssen, von Euch will der RA aber u.U. einen oder mehrere Vorschüsse und wenn Ihr zu den ärmeren Bürgern des Landes gehört, dann steht Euch vermutlich Beratungshilfe und / oder Prozesskostenhilfe zu und im Übrigen lassen sich sehr viele Rechtsanwälte auch auf Ratenzahlung ein.

Es ist jedenfalls nicht opportun, aus Kostengründen auf Rechte zu verzichten.

Viele Grüße Vollstreckerin

Antwort
von bcords, 73

Wahrscheinlich ist die Werkstatt absolut im Recht.

Wegen Unfallwagen kann man ggf. noch strittiger Meinung sein, aber das kommt auch darauf an, wie lange der Kauf schon her ist. Nach spätesten zwei Jahren ist die Gewährleistungsfrist verstrichen und damit auch die Möglichkeit der Mängelanzeige mit Pflicht zur Nachbesserung.

Was den kostenlosen generellen Service betrifft, so ist nicht bekannt ob nur der Service selbst (Arbeitslohn) oder auch die Teile kostenfrei sein sollten. Die meisten Händler bieten i.d.R. nur an das der Arbeitslohn nicht bezahlt werden muss.

Mit einem Serviceauftrag (Inspektion) hast du i.d.R. auch den Austausch von Verschleißteilen, bzw. kaputten Teilen in Auftrag gegeben, die dann ggf. auch bezahlt werden müssen. Lediglich außergewöhnliche Teile werden von der Werkstatt angefragt ob diese getauscht werden sollen.

Kommentar von Helfer2011 ,

Da es sich jedoch um einen kostenlosen Check handelte als Entschädigung für den Verkauf eines Unfallwagens, sollte man bevor dann Kosten anfallen, den Auftraggeber informieren bzw anfragen ob überhaupt etwas gemacht werden sollte.

Antwort
von Novos, 73

Das kommt sehr auf die Wortwahl an. Habt ihr explizit den Auftrag zum Prüfen und Feststellen von Mängeln, oder gesagt er soll den Sernvice machen gesagt. (unter Service verstehe ich, feststellen UND abstellen von Mängeln, sprich, austauschen von Teilen, die mängelbehaftet sind)

Kommentar von Helfer2011 ,

Es ging um einen KOSTENLOSEN Check, nicht mehr und nicht weniger.

Daher empfinde den Austausch von Teilen ohne vorherige Absprache als völlig falsch.

Kommentar von Novos ,

Hast Du "Check" oder "Service" bestellt?

Kommentar von Helfer2011 ,

Es ging um einen kostenlosen Check, keinen Service.

Abgesehen davon könnte man auch bei einem Service davon ausgehen, dass die Kosten vorher zumindest grob abgesprochen werden.

Kommentar von Novos ,

In der Frage lese ich nicht einemal das Wort "Check".

Kommentar von Helfer2011 ,

Da hast du Recht, ich habe nochmal eine Änderung beantragt um das richtig zu stellen.

Antwort
von MISTERM3, 76

Solange nichts schriftlich zugesagt wurde ist das schwierig zu beweisen!Deshalb solche Angebote immer schriftlich geben lassen.Jetzt Anwalt usw einschalten wird teuer wenn Du keine Rechtsschutzversicherung hast!

Vielleicht dem Autohaus mit Anwalt usw drohen aber ob das dann was bringt.....?

Antwort
von Sonnenstern811, 23

Meinungen zur Frage gibt es hier schon genug, darum eine Gegenfrage:

Wenn ihr so wenig Geld habt, warum lasst ihr dann alle Wartungen in einer Vertragswerkstatt machen? Ist euch nicht bekannt, dass Freie Werkstätten in der Regel deutlich billiger arbeiten.

Ebenfalls sind in der Regel genau so gute Ersatzteile auf dem Zuibehörmarkt deutlich billiger (oft mehr als 50%) als die sogenannten Originalteile, die dann vielleicht gar vom selben Hersteller stammen.

Kommentar von Helfer2011 ,

Wir haben die Werkstatt bereits gewechselt, wir waren nur dort, da wir dort eine Entschädigung erhalten sollten.

Antwort
von Biberchen, 66

als Abzocke würde ich es nicht bezeichnen, es ist ein Missverständnis von euch. Bei einem kostenlosen Check wird nur die Arbeitsleistung nicht berechnet, die Ersatzteile aber schon. Das ist allgemein so üblich.

Kommentar von Silverhead2010 ,

Richtig! Danke an Biberchen für die gute Antwort. Der Service ist nur die "Durchsicht". 

Weil andererseits musst dir jetzt mal folgenden Sachverhalt vorstellen:

Wenn der "Service" so wäre, wie du dir das erhoffst - könntest rein theoretisch einen abgewrackten Wagen zum Service bringen und würdest einen Neuwagen wieder bekommen für bspw. 120,00 € was der Service kosten würde.

Die Werkstatt weiß ja nicht, was bei dir alles kaputt ist. Das können Zündkerzen sein für ca. 60,00 €, oder der Pollenfilter dicht für ca. 25,00 €. Das könnte aber auch der Katalysator sein für 800,00 € oder gar das Haupt-Steuergerät des Wagen bis zu ca. 3000,00 €.

Wenn ich zu einer Werkstatt gehe und sage, ich hätte gerne einen "großen" oder "kleinen" Service (da gibts verschiedene Service's), dann weiß ich im vorhinein, dass - sollten Glühkerzen oder Filter oder Öl und alles zusammen getauscht werden, nie und nimmer der Preis so "bleibt", wie vorab angegeben. 

Preiskonstellation wie folgt in etwa:

Service groß: 120,80 €

Motoröl 5,5 Liter â 10,00 € : 55,00 €

Motoröl-Filter: 11,20 €

Kraftstoff-Filter 35,80 €

Schmierfett: 1,80 €

Scheibenwaschanlage-Flüssigkeit: 5,20 €

Scheibenwischer 1 Paar: 28,80 €

Wagenwäsche: 0,00 €

Aussaugen, Innenreinigung: 0,00 €

Reifen-Luft nachfüllen: 0,00 €

Gesamtkosten: (nicht addiert): ca. 250,00 €

Verstehst du was ich damit meine?

Da kannst du nix gegen machen, entweder du bezahlst das oder du wirst halt mit einem Gerichtsverfahren konfrontiert werden, weil du eine Leistung erhalten hast auf Wunsch (du wolltest den Service) und willst nicht bezahlen. 

Kommentar von Helfer2011 ,

Jedoch muss man den kostenpflichtigen Einbau von Teilen doch vorher absprechen?


Sonst kommt irgendwann jemand an und sagt: Ja wir mussten einen neuen Motor einbauen und hätten gerne 2000€ von ihnen, ohne dass derjenige es wusste und zugestimmt hat.


Heute hat jeder ein Telefon und ist gut erreichbar.

Es wäre also kein Ding gewesen, mal anzurufen und zu fragen.



An SIlverhead:


Ich stimme dir zu, jedoch war es ein kostenloser Check! Okay, dann stellen die fest: Es muss was getan werden.

Was dann folgen sollte ist: Anruf beim Auftraggeber und Bescheid geben und weiteres absprechen, nicht einfach was einbauen.


Oder was würdest du machen, wenn du deinen Wagen zu nem Check für 150€ gibst und am Ende ne Rechnung von 2000€da steht ohne dass du was wusstest? 

Ein Anruf genügt ja meist.

Kommentar von Silverhead2010 ,

Also Kosten bis ca. 250 Euro sind alles "normale" kosten, damit muss man rechnen. Das wird dir jeder Richter so weitergeben. Es gibt nunmal "normale alltägliche Vorgänge", wo man eben Kosten - vom normalen Menschenverstand her - miteinrechnen muss. 

Ein anderes Bsp. 

Du gehst zum jährlichen Fahrrad-Check. Der Check selbst ist kostenlos bspw. 

Der Fahrradhändler muss dich aber nicht kontaktieren, wenn bspw. die Koten im normalen Rahmen einer Inspektion liegen. 

Bspw. Kette wechseln 16,50 € und Schmierfett 1,20 €. Das sind halt Kosten die normal sind.

Kommentar von NX7800 ,

Ähm Material? Zündkerzen 5€ das Stück und ein Filter je nach Modell max. 20€. Wo kommen da 190€ zusammen?

Kommentar von Helfer2011 ,

Vertragswerkstatt und Abzocke.

Wie bereits gesagt, diese Werkstatt ist keine zuverlässige.

Wir waren nur dort, da wir die Entschädigung dort erhalten sollten unter anderem in Form dieses kostenlosen Checks.

Wie diese Summe zusammen kommt ist mir auch ein Schleier, da es sich um 4 Zündkerzen und 1 Filter handelt. 

Diese Summe ist völlig überteuert, und nicht rechtens.

Kommentar von Dunkel ,

Welche Positionen stehen denn auf der Rechnung und in welcher Höhe?

Kommentar von Helfer2011 ,

4 Zündkerzen und 1 Filter. Die genaue Höhe jeweils kenne ich nicht, da die Rechnung aktuell bei einem Bekannten zur Überprüfung ist.

Jedoch ist dort keine Arbeitszeit auf der Rechnung, es sind reine Materialkosten.

Kommentar von Silverhead2010 ,

Ja, wenn du das alles selbst machst, ist das ja ok, wenn du von 5,00 € Zündkerze und 20,00 € Filter sprichst. 

Aber du willst mir doch nicht erzählen, dass es - egal welcher Auto-Vertragspartner - die Preise so berechnet, wie er sie einkauft, oder?

Ein Liter Motoröl kostet im Internet teils 4,60 € für ein 5W-30 Öl.

Der Vertragspartner berechnet dir aber pro Liter 16,20 €, weil es a) original VW Öl ist und b) er auch was dran verdienen möchte und c) die Entsorgung des alten Öl's mit eingerechnet ist.

Ersatzteile kosten beim Vertragshändler immer mehr - bedeutend mehr - wie im Internet, das ist klar und das weiß auch "jeder". Also von allen Wolken verlassen, kannst dich da auf Nichts stützen, sorry.

Antwort
von Silverhead2010, 71

Du machst wohl nicht oft einen "Service" bei einem Fahrzeug oder?

Der Service - den ihr kostenlos erhaltet habt - ist die Dienstleistung, dass sich der Meister oder der Mensch in der Werkstatt, euren Wagen anschaut. Dabei prüft er u.a. die Gängigkeit der Türen, fettet diese ein, Schlösser, Gurte, Licht, Wasser, Öl, Stoßdämpfer, Federn, Leichtgängigkeit der Reifen, Innenausstattung, Flüssigkeiten, Licht, Schiebedacht usw usw usw....

Das, was der Mensch vom Service aber bei euch austauscht oder wechselt oder hinzufügt, geht des Weiteren auf eure "Kappe". 

Also bspw. Zündkerzen, Filter, Motoröl, Bremsbeläge, Bremsscheiben, Räder, Flüssigkeiten, Steuergeräte (die defekt sind), Glühbirnen usw usw usw...

Also ich sehe das schon so, wie es euch ergangen ist, dass das "normal" ist.

Ich bspw. zahle für den reinen Service 112,90 €, zzgl. bspw. Motoröl und Motoröl-Filter und Innenraumfilter und Kraftstoff-Filter welche zusammen ca. 140,00 € kosten. Summa summaro kostet mich der Service inkl. der MwSt ca. dann 250,00 - 270,00 € je nachdem was alles getauscht wurde.

Für mich persönlich völligst normal.

Kommentar von Helfer2011 ,

Wenn es vorher so abgesprochen ist okay, aber man kann ja nicht sagen: Okay, wir verkaufen euch einen schrotten Wagen, als Ausgleich machen wir euch kostenlos einige Reparaturen und einen Check.

Und beim Check wird festgestellt, es müsste was gemacht werden, und es wird ohne weitere Absprache gemacht. 

Wie schon gesagt: Anrufen und abklären ob es gemacht werden soll, sobald dadurch Kosten anfallen.

Antwort
von Dears, 65

nun wenn du das auf Papier hast das es Unfallfrei ist, würde ich den Vertragspartner nochmal zeigen. Ansonsten muss du zum Anwalt. Am besten ist natürlich das ihr ihm mit Anwalt droht, weil genau dann fangen die an sich zu entschuldigen und versuchen es wieder gut zu machen. Sonst müsst ihr das mit der Werkstatt klären und sagen das euer Vertragspartner die volle Summe zahlen wird. Natürlich müsst ihr es nachweisen können und da wird das problem sein.

Kommentar von Helfer2011 ,

Wir haben alles schriftlich.

Der Wagen war laut Verkaufs-Papieren Unfallfrei.

Nachweisen ist schwer, da wir den Wagen bereits seid 2 Jahren fahren.

Die Werkstatt hat jedoch indirekt zugegeben dass es ein Unfallwagen ist, und deshalb diesen Check und einige Reparaturen kostenlos angeboten- und schlussendlich kam da diese Rechnung.

Kommentar von Dears ,

ja das kenne ich zu gut. Das war bei uns schon öfters. Ich könnte dir nur einen Anwalt raten. Am besten wäre es natürlich wenn einer von euch Hartz IV bezieht. Weil dann übernmmt der Staat die kosten. Wie bei meiner Mutter. Gehst direkt zum Amtsgericht und holst dir eine Beratungshilfe. Kann sein das der Anwalt am ende 10-15€ möchte

Kommentar von Silverhead2010 ,

Die Werkstatt hat "indirekt" zugegeben....das heisst, du interpretierst das so, nicht weniger und nicht mehr. 

Zudem bezieht sich der Verkäufer auch nur auf "sein bestes Wissen und Gewissen". Das heisst folglich:

Du kaufst einen Wagen aus 2. Hand. Das heisst, 2 Leute vor dir sind den Wagen gefahren. Person 1 hatte einen Unfall mit dem Fahrzeug gen 2005 und verkaufte ohne Mitteilung dessen den Wagen 2007 an Person 2. Du jetzt wärst laut Papieren der 3. Fahrzeughalter.

Der 2. Fahrzeughalter wusste folglich von dem Schaden nichts (womöglich der Vertragspartner). Also schrieb er rein "unfallfrei". 

Das ist völligst normal, würde es dir ja auch nicht anders ergehen.

Außer! Der Wagen wäre 1. Hand, also vor dem vorherigen Fahrer, hat den Wagen keiner gefahren. Dann natürlich wäre es ein Betrug, weil der vorherige Fahrer ja genau wusste, dass der Wagen eben nicht unfallfrei ist. 

Welche Hand ist der Wagen denn? 1. Hand? 2. Hand? 3. Hand?

Jedenfalls ist es für mich - auf den Service kommend - vollkommen normal, dass der Service allein (die Durchsicht) vielleicht kostenlos war, dann aber die zusätzlichen Teile ihr eben zahlen müsstet. Weil ein Pollenfilter oder Zündkerzen gehen nicht beim Unfall kaputt, insbesondere dann nicht, wenn ihr den Wagen schon 2 Jahre gefahren seid.

Kommentar von Helfer2011 ,

Jedoch wurden diese Teile ohne unsere Zustimmung verbaut.

Und meines erachtens liegt es in der Pflicht eines Autohändlers ein Auto vor An bzw Verkauf zu prüfen.

Der Vertragspartner (Werkstatt und Autohaus zusammen) haben den Wagen aus 1 Hand bekommen, angeblich von einer langjährigen guten Kundin die vertrauenswürdig sei.

Kommentar von Silverhead2010 ,

Sorry, aber das ist für mich Firlefanz. Sagen wir mal, du bist ein Vertragspartner oder ein Mensch vom Autohaus, der tagtäglich ca. 10-20 Autos kauft (ganz normaler Vorgang). Würdest du da jedes Auto checken über mehrere Stunden hinweg, ob der Wagen dann auch wirklich unfallfrei wäre? Also bspw. mit einem Gutachter und einem Lack-Prüfgerät jede kleinste Stelle ausmessen, ob hier nicht mal ein Unfall vorlag oder so? Und jedes Einzelteil am Wagen mit den Typen-Aufklebern vergleichen, ob das nicht Ersatztteile sind oder Original-Teile?

Nie und nimmer!

Wenn der Verkäufer sagt, es wäre unfallfrei und der Käufer das Auto kauft, dann ist nicht der Käufer dran schuld, dass der Wagen nicht unfallfrei ist, sondern der Verkäufer dessen.

Es gibt 1 Möglichkeit:

Du hast ja den Fahrzeugbrief.

Du schaust, wer den Wagen vor dem Vertragspartner gefahren hat. 

Da ist meist Adresse drauf. Du versuchst den Menschen zu kontaktieren und sprichst ihn auf den Unfall an. Wenn dieser dann sagt (also diese gute Kundin), da hätte es einen Unfall gegeben, aber sie hätte das auch dem Vertragspartner beim Verkauf gesagt - DANN hast du gute Chancen und DANN kannst du Druck auf den Verkäufer ausüben, weil DANN ist es Betrug. 

Aber so hast du gar nix in der Hand....und du fährst das Fahrzeug schon 2 Jahre.

Ich für meinen Teil - da ich mir bspw. nicht dauernd ein Auto kaufe - mache das immer wie folgt:

Wenn ich mich für genau DIESEN Wagen interessiere und DIESEN Wagen auch kaufen möchte, dann fahre ich mit DIESEM Wagen zu DEKRA oder zum TÜV und lasse ein Gutachten erstellen. Das kostet mich ca. 40-50 € und darin wird dann genau festgestellt, was für Mängel der Wagen hat und ob ein Unfall schon vorgelegen hat. 

Und wenn ich mir einen Wagen kaufen möchte, dann zahle ich lieber 40-50 € noch dazu, bevor ich dann Mängel habe, von denen ich nix weiß.

Also mein Tipp: Beim nächsten Autokauf das Fahrzeug einfach mal von einer unabhängigen Stelle durchchecken lassen. 

Das macht aus meinem Wissen: 

- DEKRA

- ACE

- TÜV

- ADAC

- BOSCH KFZ-SERVICE-DIENST

Kosten zwischen 40 und 60,00 €. (in meinem Fall war das immer 40-50 €).

Kommentar von Droitteur ,

Völligst normal.. es bleibt dabei, dass der Verkäufer für den Wagen mehr Geld erhalten, dh profitiert, hat, als er objektiv wert ist, wenn nicht klar ist, ob der Wagen unfallfrei ist.

Kommentar von Droitteur ,

Und was nicht bestellt wird, ist auch nicht zu liefern. Das ist kein Firlefanz, sondern *das* ist normal.

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