Rechnung zu Laster dritten?

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7 Antworten

Fachliche Antwort:

1. Die Rechnung ist anfechtbar.... Wer die Musik bestellt muss auch bezahlen

2. Über die Höhe der Rechnung gibt es keinen Grund eine Welle zu machen, eine Smart Repair Reparatur hätte annähernd den gleichen Betrag gekostet.

3. für solche Fälle hast Du eine Kfz-Haftpflichtversicherung.

Wie Du dich verhalten solltest:
Falls bisher nicht geschehen musst du den Schaden Deiner Kfz Versicherung melden (dazu bist Du grundsätzlich verpflichtet wenn ein von dir versichertes, versicherungspflichtiges Fahrzeug in einen Unfall oder Schaden beteiligt ist) Du kannst es in diesem Fall damit entschuldigen, dass es wirklich nur ein winziger Schaden war.
Auch die Rechnung ist der Versicherung einzureichen.

Die Versicherung wird den Schaden prüfen, Du und der Geschädigte müst einen Fragebogen ausfüllen und den Schadenhergang beschreiben. Die Versicherung wird dunächst mal den Schaden dokumentiert haben wollen. Mindestens Fotos, evtl einen Kostenvoranschlag oder sogar ein Gutachten.
Wenn Die Versicherung sich weigert ohne Schadensaufnahme zu regulieren, wird sie dem Geschädigten eine hochoffizielle Absage erteilen welche Du als Freispruch für Dich betrachten kannst. Wenn der Geschädigte alle Dokumente vorlegen kann, gibt es bei solch einer Bagatelle keinen Grund die Zahlung zu verweigern. Gibt es jedoch unstimmigkeiten wirst Du befragt ob Du mit dieser oder jener Regelung einverstnaden bist.So oder So hast Du immernoch die Möglichkeit den Schaden selbst zu egulieren da sich wegen 200 Euro keine Rückstufung der SF Klasse lohnen würde.

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Normalerweise lässt sich kein Handwerksbetrieb darauf ein, dass jemand einen Auftrag erteilt, den ein Dritter bezahlen soll.

Andererseits hat der geschädigte Anspruch auf eine fachgerechte Reparatur und muss sich keineswegs mit einer notdürftigen und oberflächlichen  Reparatur zufrieden geben. Natürlich muss er sich dann auch "alt für neu" anrechnen lassen. 

Genau um solchen Streitereien aus dem Weg zu gehen, wird ein Betrieb einen solchen Auftrag nur gegen direkte Zahlung annehmen.

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 Kurz gefasst: Mein "Unfallgegner" brachte das Auto ohne weitere Absprache zu einer Lackierei und ließ die Rechnung auf meinen Namen und Anschrift ausrichten.

Hast Du diese Rechnung schon gesehen ?

Ich vermute eher, dass der Geschädigte die Schadensforderung an seine Werkstatt abgetreten hat. Diese den Versicherer angeschrieben hat und mitgeteilt bekam, dass kein Versicherungsschutz mehr dort besteht, bzw. zu dem Zeitpunkt nicht mehr bestand.

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Kommentar von DirkVM01
18.05.2016, 22:09

Hallo, ja nachdem mich die Werkstatt anrief und mich fragte wann sie mit der Bezahlung rechnen können, bat ich diese mir die Rechnung zuschicken zu lassen.

Diese war definitiv an mich ausgerichtet, datiert am 11. Mai, wann die Reperatur Ansicht allerdings gemacht worden ist stand nicht darauf und der Herr am Telefon wimmelte mich ab nachdem ich ihn höflich fragte wann die Lackierarbeiten überhaupt stattfanden. 

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Hallo, du hast so gesehen 2 Möglichkeiten: 1. Du bezahlst die Rechnung und hast deine Ruhe 2. Du zahlst die Rechnung nicht und musst dich evtl. weiter mit dem Unfallgegner auseinandersetzen. Ich würde zu Punkt 2 tendieren, weil: Wenn ich das richtig verstanden habe, gab es nach dem Unfall keinerlei Kommunikation oder Absprachen mit dem Unfallgegner. Den Wagen auf deine Kosten reparieren zu lassen ist einfach dreist (und meines wissens auch unrechtmäßig da er quasi für dich einen Vertrag geschlossen hat). Außerdem hat er vorher eine andere Aussage getroffen hat (kann man polieren). Ich denke nicht, dass du - wenn es hart auf hart kommt und ein Richter entscheiden muss - dazu verpflichtet bist die Kosten des Schadens zu übernehmen. Der Unfallgegner hat natürlich die Möglichkeit zu einem Anwalt zu gehen und gegen dich zu klagen. Die ist aber bei der relativ geringen Summe unwahrscheinlich. Deine Versicherung wird den Schaden nicht übernehmen, da du ihn nicht rechtzeitig gemeldet hat. Allerdings würde es sich ohnehin nicht lohnen die Versicherung mit der Schadensregulierung zu beauftragen, da du dann in deiner Schadensfreiheitsklasse sinken und damit auch in den Prozenten steigen würdest. Also: Werkstatt anrufen, freundlich erklären, dass der Unfallgegner unrechtmäßig in deinem Namen gehandelt hat und du die Rechnung nicht zahlen wirst. Gruß

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Kommentar von DirkVM01
18.05.2016, 16:40

Vielen Dank für die super Antwort!

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Kommentar von RudiRatlos67
18.05.2016, 19:04

Warum das Risiko und den Strss eines Rechtsstreit selbst tragen?????
Dazu ist die Kfz Haftpflichtversicherung vertraglich verpflichtet.
Sollte die Kfz Versicherung der Ansicht sein, dass auf Grund fehlender Dokumentation keine Regulierung erfolgen kann, dann gilt das gleichermaßen für den Schädiger. Die Versicherung wird dann die Schadensabwehr für seinen Versicherten notfalls vor Gericht durchsetzen.

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wenn schon die polizei festgestellt hat, dass du der schuldige an diesem bagatellunfall bist, dann hättest du deine haftpflichtversicherung informieren müssen. 

allerdings darf dein unfallgegner nicht ohne rücksprache mit dir oder deiner versicherung den schaden ohne begutachtung reparieren lassen. da hat er auch gegen die schadensminderungspflicht verstoßen, obwohl er anspruch auf schadensersatz hat.

ist eine grenzwertige frage, ob es sich lohnt, wegen dieses betrages einen rechtsstreit vom zaum zu brechen. ich würde den unfallgegner anschreiben und ihn um stellungnahme bitten, baue ruhig das argument "schadensminderungspflicht" ein, ggf. ist er ja bereit, einen kleinen teil der rechnung zu übernehmen.

und 200 € lohnen immer, solche schäden selbst zu tragen. eine rückstufung des rabattes in der haftpflicht ist auf dauer viel teurer.


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Kommentar von DirkVM01
18.05.2016, 16:43

Dankeschön, den Gedanken wegen der fehlenden Begutachtung hatte ich ebenfalls schon gehabt, ergänzend mit der fehlenden Schadenminderungspflicht hilft mir das bereits super weiter.

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Kommentar von DerHans
18.05.2016, 17:37

Mit 200 € ist er glimpflich davon gekommen. Der Geschädigte hätte auch noch einen Tag Nutzungsausfall geltend machen können bei Lackierarbeit.

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Bei einem Betrag von 200 € sollte man den Schaden einfach bezahlen.

Eine Meldung an den Kfz-Haftpflicht-Versicherer lohnt sich nicht, denn dies hätte eine Hochstufung des Beitrages zu folge, der mit Sicherheit die 200 € in den kommenden Jahren übersteigt.

Auch ein bestehender Rabattretter beim vorangegangenen Versicherer würde nichts bringen, denn diese Sondereinstufung würde an den neuen Versicherer nicht weiter gegeben werden.

Würdest du die Kosten nicht übernehmen, kann sich der Geschädigte direkt an deinen ehemaligen Versicherer wenden und um Kostenerstattung bitten.

Gruß N.U.

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Du hast der Werkstatt keinen Auftrag erteilt und fertig.

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