Rechnung rückwirkend ausstellen für welchen Zeitraum?

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4 Antworten

es spricht nichts dagegen, auch ältere Forderungen in Rechnung zu stellen. 

die mögliche Verjährung bedeuted ja nur, dass der Kunde die bezahlung der Rechung verweigern KANN. Es verstösst aber gegen kein Gesetz, die Forderung trotzdem zu stellen.

Juristisch Formuliert habe ich folgede Erklärung gefunden:

Eine Verjährung ist eine sog. Einrede, die durch den Schuldner ausdrücklich geltend gemacht werden muss. Ob der Anspruch verjährt ist, wird daher von Gerichten nicht von Amts wegen berücksichtigt, sondern der Schuldner muss sich ausdrücklich mit dem Hinweis auf die Verjährung verteidigen. Zahlt der Schuldner eine Forderung, obwohl diese verjährt ist, kann er deshalb den gezahlten Betrag gemäß § 214 Abs. 2 BGB nicht wieder zurückfordern.

Quelle: http://www.channelpartner.de/a/ueber-die-verjaehrungsfristen-bei-schulden,287595

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Hallo,
Forderungen verjähren nach 3 Jahren.

Wenn es ein langjähriger Kunde ist, würde ich ihn informieren und die Kosten ab 2017 berechnen.
Ansonsten könnte er verschreckt sein und sich einen anderen Anbieter suchen.

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Hier gilt die dreijährige Verjährungsfrist.

Die Verjährung beginnt im Jahr nach der Entstehung der Forderung zu laufen.

Am 1. 1. 17 verjähren somit die Forderungen aus dem Jahr 2013.

Du kannst also jetzt Rechnungen aus dem Jahr 2013 noch fordern.

Aber - eine Rechnung oder Mahnung unterbricht nicht die Verjährung. D.h. für die Rechnung aus 2013 mußt du spätestens Ende Dezember den Mahnbescheid beantragen, sonst ist auch diese Forderung verjährt.

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Kommentar von Amtsschimmel25
20.10.2016, 15:39

falsch, für die Rechnungslegung ist die Verjährung nebensächlich. Für die Durchsetzung der Forderung bekommt sie erst Relevanz.

siehe hierzu den Beitrag von Jürgen 63225

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Auch wenn man den extremen Weg gehen kann und im Grunde keine Verfallsfrist für eine erbrachte Leistung hat, ist die allgemeine Handhabung so dass bis zu 3 Jahre rückwirkende Forderungen ohne Einschränkungen geltend gemacht werden können.

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