Rechnung für Gutachten nach einem Jahr stellen trotz Kulanz?

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3 Antworten

Durch Kündigung oder Vertragsauflösung wurde das Mietverhältnis beendet. Forderungen der Vermieterin bestanden wohl zu diesem Zeitpunkt nicht. Sechs Monate nach Mietende endet der legale Zugriff des Vermieters auf die Kaution, wenn der Mieter Schäden nach Aufforderung nicht beseitigt  oder Mietschulden nicht beglichen hat. Daher ist die Forderung der Vermieterin nach Bezahlung eines Gutachtens unwirksam.

Sogleich solltest du von der Vermieterin die Abrechnung der Kaution unter Fristsetzung verlangen. Das zu erwartende Guthaben aus der BK - Abrechnung kannst du erst nach Übergabe der Abrechnung einfordern.

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Kommentar von EinMenschausDE
23.10.2016, 21:14

Danke für die Antwort. Gibt es im Bezug auf die sechs Monate die du nanntest einen Paragraphen den du mir nennen könntest? Dann könnte ich damit argumentieren. Gerade weil die Vermieterin zuvor sagte, dass sie aus Kulanz die Rechnung übernimmt.

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Warum wurde hier ein Gutachter beauftragt? Und wer war der Auftraggeber?

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Kommentar von EinMenschausDE
23.10.2016, 21:11

Schimmelbefall. Der Auftraggeber war natürlich die Vermieterin, sonst würde ich mich jetzt nicht fragen ob man nach einem Jahr die Rechnung plötzlich trotz Kulanzaussage zuvor stellen darf.

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Wer das Gutachten beauftragt, muss es bezahlen. Was hier kulant sein soll, ist mir ein Rätsel  Außerdem liegt die Beweislast beim Vermieter für den Nachweis, dass der Mieter schuld ist und nicht die Bausubstanz.

Was besagt das Gutachten diesbezüglich? Aber egal, du solltest die Forderung strikt zurückweisen mit der Begründung, dass du das G, nicht beauftragt hast.

Hinzu kommt ja, dass Forderungen aus dem Mietverhältnis ab Rückgabe der Wohnung an den Vermieter nach 6 Monaten verjährt sind. Keinesfalls dürfen diese jetzt mit dem Guthaben aus der BK-Abrechnung verrechnet oder von der Kaution in Abzug gebracht werden. Wenn das passieren sollte, den Vermieter sofort zur Herausgabe des Abzuges wegen ungerechfertigter Bereicherung auffordern (§ 812 BGB). Nötigenfalls die Inanspruchnahme von Rechtsmitteln androhen.

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