Frage von LaCosti, 42

Realschulabschluss ( Berufsfachschule für Gesundheit und Pflege) 3,4 einen Ausbildungsplatz ?

Hallo Leute,bin 22 Jahre alt und bin bald mit  der Schule fertig und danach ist mein Ziel eine Ausbildung in Medizinischen/ pflegerischen  Bereich zu machen ich habe die Befürchtung nicht angenommen zu werden und zu sehr meine Noten schauen. Weiß nicht was ich tun soll. Und wie da meine Ausbildungschancen stehen. 😥

Hauptfächer:
Deutsch 4
Mathe 3
Englisch 3
Berufspraktische Kompetenz 3
Berufsfachliche Kompetenz 3

Nebenfächer
Sport 3
Chemie 3
Physik 4
Geschichte 5
Ethik 4

Expertenantwort
von judgehotfudge, Community-Experte für Ausbildung & Schule, 12

Hallo LaCosti,

das kann man nicht verallgemeinern. Welche Rolle die Schulnoten als Auswahlkriterium spielen - und welche Noten dabei besonders wichtig genommen werden - ist von Unternehmen zu Unternehmen unterschiedlich.

Allgemein kann man aber sagen, dass in fast allen Unternehmen die Noten zumindest eine gewisse Rolle spielen. Das liegt daran, dass

◦ Schulabgänger i. d. R. noch keine Berufserfahrung haben,

◦ Schulnoten leicht vergleichbar und scheinbar objektiv sind und

◦ Schulnoten Rückschlüsse auf das zu erwartende Arbeitsverhalten erlauben (Lernfähigkeit, Fleiß, Disziplin, Sozialkompetenz).

Jedem Schulabgänger mit unterdurchschnittlichen Noten rate ich daher,
bei Bewerbungen den ersten Kontakt nach Möglichkeit persönlich oder
zumindest telefonisch herzustellen. Wenn man keine guten Noten
vorzuweisen hat, muss man eben auf anderem Wege überzeugen, z. B.
durch persönliches Auftreten.

Nimm mit den in Frage kommenden Ausbildungsbetrieben am besten persönlich (oder bei großen Unternehmen telefonisch) Kontakt auf und
bringe so in Erfahrung, ob dort überhaupt ausgebildet wird und ob es für
Dich passen könnte. Falls Du dann noch eine schriftliche Bewerbung
brauchst, solltest Du darauf große Sorgfalt verwenden (erste Arbeitsprobe!) und jemanden um Rat fragen, der sich damit auskennt (keine Lehrer,
keine Mitarbeiter der Arbeitsagentur!).

Durch den persönlichen Zugang machst Du im Bewerbungsverfahren schon mal die ersten Punkte in Sachen Initiative und Kontaktfreudigkeit, und
darüber hinaus hast Du dann einen ersten Kontakt, weißt, an wen Du schreiben musst, kannst Dich im Anschreiben darauf beziehen und bist
dann für denjenigen schon nicht mehr total fremd. Und falls Du  irgendwelche Fragen hast, die Du schon vor der schriftlichen Bewerbung
klären möchtest, hast Du damit auch die Gelegenheit dazu.

Aber auch im negativen Fall, falls es also dort keine Ausbildungsmöglichkeit für Dich gibt oder Du kein Interesse mehr daran hast, nachdem Du dort warst, hättest Du einen Vorteil, und zwar könntest Du Dir Zeit und Kosten für die schriftliche Bewerbung sparen.

Falls Du eine schriftliche Bewerbung brauchst, stellst Du am besten erstmal Deinen Entwurf hier ein (vollständig und anonymisiert) und fragst nach
Verbesserungsmöglichkeiten. Erfahrungsgemäß gibt es immer noch was zu
verbessern. Anregungen findest Du in der einschlägigen Ratgeberliteratur
oder z. B. auch hier: karrierebibel.de/bewerbung-fuer-ausbildung/


Antwort
von kleinerhelfer97, 12

Nicht sonderlich gut. Mit den Noten wird es schwierig, wenn du nicht mit vielen Praktika überzeugen kannst.
Durch die Berufsfachschule erreichst du ja die Mittlere Reife (Realschulabschluss). Ich würde dir empfehlen, eine weiterführende Schule (Fachoberschule -> Fachhochschulreife oder Berufliches Gymnasium -> Abitur) zu besuchen. Die FOS und das BG gibt es auch in der Fachrichtung Gesundheit.

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