Reagiere ich vorschnell oder sollte ich mehr Geduld haben (Arbeitssuche)?

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3 Antworten

Hallo liliho,

ich finde keineswegs, dass du zu wenig Geduld hast, denn so wie Dir geht es tatsächlich den meisten, die Molekularbiologie studiert haben: sie finden jahrelang keine qualifizierte Stelle, auch nicht mit einer Promotion, leiden und verzweifeln, und landen im schlimmsten Fall bei Hartz IV. 

Das liegt schlichtweg daran, dass tatsächlich schon ewig kaum Biologen gebraucht werden, auch wenn den Biostudenten gern vorgegaukelt wird, dass die Industrie auf sie wartet. 

Lies mal diesen Artikel, über "Sinnhaftigkeit des und Perspektiven nach dem Biologiestudium", der ist bereits von 2012 und heute nicht weniger aktuell:

http://www.studis-online.de/Fragen-Brett/read.php?104,1546198

Praktika bringen dich auch nicht weiter, im Gegenteil: du vergeudest noch mehr Zeit. Ich möchte dich wirklich nicht entmutigen, aber die Realität sieht leider so aus.

Also, versuche unbedingt, dich zeitnah umzuorientieren, eine Ausbildung ist da nicht das schlechteste.....auch im Bereich des Qualitätsmanagements gibt es nur wenige Stellen mit medizinisch-biologischem Schwerpunkt,  der Großteil der offenen Stellen richtet sich eher an Betriebswirte (Reklamationsabteilungen) und Ingenieure (Fertigungstechnik, Qualitätssicherung) mit Zusatzqualifikation Qualitätsmanagement.

Ich hoffe, ich konnte dir etwas helfen....

Es wäre interessant zu wissen in welchem Bereich du Arbeit suchst. Bzw. was du derzeit so anstrebst... vorher kann man kaum eine Aussage treffen.

Kommentar von liliho
03.03.2016, 19:09

Studiert habe ich Molekularbiologie und Biochemie und konzentriere mich jetzt auf Stellen im Qualitätsmanagement. Aus persönlicher Erfahrung scheint es mir so, als ob man als Biologe/Biochemiker so gut wie nur noch im Qualitätsmanagement unterkommt. In diesem Bereich mache ich auch meine Weiterbildung. Einmal zum Qualitätsbeauftragten und danach zum Qualitätsmanager.

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Wie wäre es - sofern finanziell möglich - mit einem unbezahlten Praktikum? Dadurch würdest Du wenigstens einige Berufserfahrung gewinnen. Mal unterstellt, Du hast eine berufliche Qualifikation in einem Bereich erworben, der üblicherweise normale Einstellungschancen bietet, dann dürfte es Fehler in Deinem Bewerbungsverhalten geben. Such´Dir einen Berufscoach (ehrenamtlich oder bei finanzieller Unterstützung auch gewerblich), der mit Dir Deine Berufsplanung und Dein Bewerbungsverhalten optimiert.

Kommentar von liliho
03.03.2016, 19:06

Es ist schon relativ normal, dass es länger dauern kann... allerdings haben all meine ehemaligen Kommilitonen in kürzerer Zeit als ich etwas gefunden und da denke ich mir, dass es so unmöglich ja doch nicht zu sein scheint, wie es überall immer heißt. Ich habe Molekularbiologie und Biochemie studiert. 

An Praktika habe ich auch schon gedacht, aber wenn man mal den finanziellen Aspekt außen vor lässt, habe ich schon von so vielen ernannten oder auch selbsternannten Bewerbungs"profis" und Coaches gehört, dass ein Praktikum nach einem Studium (und ich habe ja "sogar" schon fast 1,5 Jahre gearbeitet) als negativ empfunden wird. Praktika gehören in die Zeit des Studiums.... liest man überall. Ist aber in meinem Studiengang kaum realisierbar gewesen (was natürlich keinen interessiert, schon klar). Von mehreren Dutzend Kommilitonen kenne ich eine Handvoll, die das zeitlich gemanagt bekommen haben ein Praktikum durchzuführen.

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