Frage von lidaas, 152

Rausschmiss aus der Wohnung wegen einem Hund?

Guten Abend
Ich hab ein Problem und erhoffe mir einen Rat. Vielleicht hatte jemand auch Erfahrungen. Und zwar hat mein Freund mir einen kleinen Hund geschenkt. Ich wohne in einer Mietwohnung. Habe  dann natürlich meine Vermieterin eingeweiht. Haben uns entschuldigt und ihr vorgeschlagen schriftlich festzuhalten, wenn durch den Hund Schäden entstehen sollten, wir dafür aufkommen. Im Mietvertrag stand keine Regelung von Haustieren. Darauf hin hatte sie mir den Hund verboten. Da für mich,den Hund wegen einer Wohnung abzugeben nicht in Frage kam,  habe ich die Wohnung gekündigt. Da hat sie mir einen Vertrag hingelegt, den ich unterschreiben musste, dass ich den Hund während der Kündigungsfrist also 3 Monate nicht in der Wohnung halten darf. Ich habe ihr die Lage erklärt, dass ich den Hund nirgends unterbringen kann und sie hat trotzdem drauf bestanden. Könnte sie mich wegen dem Verstoß, da ich den Hund immer noch in der Wohnung halte, rausschmeißen? Mir wäre es nämlich lieber,dass ich endlich hier raus wäre.
Danke im voraus.

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von AlexLGMGM, 56

Eigentlich nicht,da es in deienm fall nix davon ihm Mieterverhältnis stand

Expertenantwort
von bwhoch2, Community-Experte für Mietrecht, 27

Wenn Du nun aufgrund des von Dir unterschriebenen Zugeständnisses, den Hund wegzugeben, das trotzdem nicht machst, kann und muss Dich die Vermieterin fristlos kündigen.

Wenn Du Dich jetzt schon darauf freust, weil Du der Meinung bist, damit um die Kündigungsfrist rum zu kommen,

Mir wäre es nämlich lieber,dass ich endlich hier raus wäre.

muss ich Dich leider enttäuschen. Auch wenn Du sofort ausziehst, musst Du noch bis zum Ablauf der Kündigungsfrist die volle Miete bezahlen, es sei denn, die Vermieterin findet schon vorher Nachmieter.

Insofern, wenn Du jetzt schon eine andere Bleibe hast, in die Du kurzfristig einziehen kannst, dann mach das. Teile der Vermieterin mit, bis wann Du raus bist und wann Du ggf. Zeit für Besichtigungen durch Mietinteressenten hast. Vereinbart den Zeitpunkt, wann Du die Wohnung übergibst.

Auf diese Weise kann die Wohnung vielleicht schon früher wieder vermietet werden.

Hast Du noch keine neue Wohnung und willst die Wohnung bis zum Ende nutzen, kann Dich zwar die Vermieterin auch fristlos kündigen, aber eine Räumungsklage, die zwingend notwendig wäre, um Dich früher raus zu bekommen, würde ins Leere laufen und ihr nur Geld kosten. Mehr kann sie nicht machen und somit brauchst Du auch davor keine Angst zu haben.

Kommentar von lidaas ,

Vielen Dank für deine Ausführlichkeit !!

Antwort
von Weisefrau, 35

Hallo, mach dir keinen Kopf. Behalte den Hund bei dir bis zum Auszug. Deine Vermieterin kann in der Kürze der Zeit nichts mehr tun.

Ich sehe das grössere Problem darin, was mit dem Hund wird wenn du zur Arbeit musst.

Kommentar von eggenberg1 ,

die vermieterin kann ihr FRISTLOS kündigen  dannmüßte sie dei  wohung  umgehend verlassen !

Kommentar von Georg63 ,

"müsste" ... aber das durchzusetzen schafft die Vermieterin nicht bis zum sowieso geplanten Auszug.

Kommentar von Weisefrau ,

da hat Georg63 vollkommen Recht!

Antwort
von AlderMoo, 40

Mach Dir da keinen allzu großen Kopf. Sie wird es nicht schaffen, Dich innerhalb der drei Monate auf die Straße zu setzen. Deuschlands Mühlen mahlen langsam (-aber gründlich). Bis dahin bist Du aber schon ausgezogen. Laß Dich von ihr nicht einschüchtern. Sie versucht es halt auf die plumpe Art. Wenn noch jemand anderes in dem Haus einen Hund hat, hat sie ohnehin schlechte Karten.

Antwort
von issst, 61

Ich glaube das es vom Einzelfall abhängig ist und sofern die Vermieterin nicht mit sich reden lässt, wirst du ohne rechtliche Mittel keine Handhabe darüber haben. Wenn es allerdings ein kleiner Hund ist, die Vermieterin im besten Fall nicht im gleichen Haus lebt und die Nachbarn in Ordnung sind kannst es natürlich auch drauf ankommen lassen. Manchmal ist etwas weniger offenheit gegenüber dem Vermieter nicht verkehrt.

Kommentar von Georg63 ,

Wozu  denn Rechtsmittel? Sie hat doch schon gekündigt.

Antwort
von terrial, 38

Es kommt immer auf den Einzelfall und die Verhältnismäßigkeit an. Solange der Hunde keine erhebliche Belästigung darstellt (z. B. wenn die Frau im gleichen Haus wohnt und allergisch ist oder der Hund nachts bellt), ist eine vorübergehende Unterbringung kein fristloser Kündigungsgrund. 

Kein Gericht würde so etwas gelten lassen.

Der sinnlose Schrieb ist kein Vertrag, den hättest du nicht zu unterschreiben brauchen und solltest ihn ganz einfach widerrufen oder ignorieren.

Antwort
von Georg63, 30

Hast du das Hundeverbot schriftlich MIT Begründung bekommen?

Falls nicht hättest du nichtmal kündigen brauchen, da Gelaber keinen rechtlichen Wert hat.

Da du  nun schon gekündigt hast, kannst du alles weitere von ihr ignorieren. Sie kann dir nichts tun. Rausschmeißen kann sie dich nicht, da du ja bereits gekündigt hast.

Achte auch eine korrrekte Übergabe mit Protokoll und hol dir einen Zeugen dazu, damit sie dir nicht die Kaution streitig macht.

Antwort
von frodobeutlin100, 11

Der Mietvertrag endet mit Ablauf der Kündigungsfrist - bis dahin darfst Du auch mit Hund da wohnen ...

Antwort
von NickiAT, 13

Mach Dir da keine Gedanken, Dir kann nichts passieren.

Hunde dürfen in Mietwohnungen nicht mehr generell verboten werden - da muss schon ein sehr triftiger Grund vorliegen.

Hier mal ein Artikel dazu http://www.spiegel.de/panorama/justiz/bgh-hunde-duerfen-in-mietwohnungen-nicht-g...

Antwort
von Anniwelsch, 41

Wenn es nirgendwo  steht dann hat sie nicht das Recht. .

Antwort
von Vavaaa, 45

Eigentlich nicht, da im Hauptvertrag nichts davon steht.

Antwort
von kenibora, 39

Ist doch egal, rausschmeißen ja oder nein, sie kann dich lt. Text des unterschriebenen Mietvertrages fristgerecht kündigen...!

Kommentar von Georg63 ,

Welchen Text meinst du? Der Vertrag ist nicht regulär kündbar. Erst müsste die Vermieterin den Vertrag hinisichtlich der Tierhaltung wirksam ändern, was nicht so ganz einfach ist.

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