Frage von Kaugummikauer66, 114

Rauchen/Kiffen in der Schwangerschaft?

Moin, ich habe ne Kollegin die seit mehreren jahren täglich raucht und kifft, sie ist mittlerweile im 4ten Monat Schwanger und hört nicht auf. Raucht etwa 1-3 Zigaretten und etwa 3-5 Joints am Tag. Ich werde sie diese Woche nochmal bitten damit aufzuhören, sonst muss ich leider den Kontakt abbrechen mit ihr, weil ich sowas nichtlänger mitanschauen kann. Würde es noch was nützen jetzt aufzuhören? Oder wäre es nurnoch schlimmer, weil das ungeborene quasi jetzt schon einen entzug machen würde? Der Freund von ihr kifft auch schon seit mehreren Jahren tag täglich mehrere Joints und raucht. Ist das Sperma da schon voll zugedröhnt? Falls ihr versteht was ich meine? Hoffe ihr könnt mich da ein wenig aufklären, danke

Antwort
von ShinyShadow, 83

Oder wäre es nurnoch schlimmer, weil das ungeborene quasi jetzt schon einen entzug machen würde?

Bei dem Satz weiß ich nie, ob ich lachen oder weinen soll.... (Also nicht bei dir jetzt... aber wenn schwangere das sagen!) Das ist immer so ne Ausrede von schwangeren, die nicht aufhören wollen. Selbst wenn dem Baby ein "Entzug" bevorsteht... das tut er doch sowieso. Soll das Baby lieber noch mehrere Monate weiter leiden und dann nach der Geburt einen Entzug erleiden?

Das ist ähnlich wie die Aussage: "Mein Frauenarzt hat gesagt, bis 4 Zigaretten am Tag ists in Ordnung!" Ja genau, ist klar... Wenn das ein FA sagt, sollt man ihm auch die Praxis schließen....

Jede Zigarette ist eine zu viel für das Baby..... Und das sollte sie wissen!

Zum Thema Kiffen.... Es gibt irgendwelche Studien die besagen, dass das aaaangebliiich gut sein soll... Soll Schwangerschaftsbeschwerden lindern... Aber solang da nichts 100% bestätigt ist, würd ich auch da die Finger weg lassen!

Ich finde deinen Plan löblich, aber du kannst ihr nichts verbieten. Wenn du mit ihr reden willst, dann ernsthaft, in Zahlen und Fakten. Genau erklären, wie sie dem Baby damit schadet. Da gibts jeeede Menge Artikel zu im Internet. Einfach mal nach "rauchen Schwangerschaft" suchen.

Und ahja: Meine Cousine hat in der SS geraucht....Ihr Sohn war GRAU bei der Geburt... Meine Tante war bei der Geburt dabei, und die ersten Worte der Hebamme zu ihr waren: "Ach du sch.... Ihre Tochter hat aber viel geraucht während der Schwangerschaft!!" Die Blöße würd ich mir nicht geben wollen! Und der gute Junge war auch seine ganze Kidnheit über sehr verhaltensauffällig... Sowas kann auch vom Rauchen während der SS kommen.

Ich drück die Daumen, dass du sie irgendwie überzeugt bekommst :)

Achja, wegen seinem Sperma brauchst dir keine Sorgen machen :D :D

Antwort
von hourriyah29, 102

Hallo Kaugummikauer,

Die angehende Mutter weiß vermutlich ziemlich genau, dass sie ihrem ungeborenen Kind schadet.

Es gibt Gründe warum sie nicht aufhört und sie wird es auch auf Dein inständiges Bitten nicht tun - es sei denn ihr habt eine ganz besondere Beziehung und Du hast einen sehr guten Einfluss auf sie.

Es wäre wichtig, dass sie unter ärztlicher Aufsicht aufhört. So ein Entzug kann sowohl körperlich als auch psychisch zu Veränderungen führen, die besser von medizinischem Personal im Auge behalten werden sollten. Dadurch erhält sie auch die Unterstüzung, die sie dabei braucht.

Das Sperma sollte kein Problem sein, da das Sperma im Grunde nur das "Fahrzeug" für das Erbgut des Mannes war und Canabis sich nicht auf das Erbgut auswirkt. Rauchen schon eher. Außerdem werden "Unfitte" Spermien durch das Wettrennen aussortiert.

Das Problem ist die Schädigung des Ungeborenen durch die zahlreichen Giftstoffe und der Enzug, den es früher oder später miterleben muss. Durch diesen muss es durch, egal ob im Bauch oder sehr plötzlich nach der Geburt. Da ist wohl ein langsamer Enzug im Bauch noch besser erträglich, als einer von voll auf null nach der Abnabelung.

Du kannst ihr anbieten sie bei der Suche nach Hilfe zu unterstützen. Am Besten wäre wohl eine stationäre Suchtbehandlung an einer großen Klinik, die auch auf Schwangere eingestellt ist. Von dort aus würde man ihr auch helfen, die Zeit nach der Geburt zu meistern.

LG und alles Gute!

Hourriyah

Antwort
von Muellermaus, 112

Zeig ihr mal folgenden Bericht und wenn das nicht fruchtet, zieh Dich von ihr zurück.

Als gesichert sehen die Forscher es an, dass Cannabiskonsum mit einem verringerten Wachstum des Fötus in der mittleren und späten Schwangerschaft und einem unterdurchschnittlichen Gewicht bei der Geburt in Verbindung steht. Beschrieben, wenn auch nicht anhand großer Gruppen untersucht, ist auch eine veränderte Reaktion auf routinemäßige Reflextests nach der Geburt und auf den Schlafzyklus der Babys.

Am häufigsten wurde versucht, die neurokognitive Entwicklung betroffener Kinder einzuschätzen. Bisherige Studien fanden im Vorschulalter kaum Unterschiede zwischen exponierten und nicht-exponierten Kindern. Ab dem Schulalter ändert sich das Bild: Waren Kinder im Mutterleib Cannabis ausgesetzt, zeigen sie im Vergleich zu anderen Gleichaltrigen größere Schwierigkeiten, visuelle Aufgaben zu lösen, auch die verbalen Fähigkeiten waren herabgesetzt. Zudem finden sich aggressive Verhaltensweisen und Aufmerksamkeitsstörungen häufiger, insbesondere bei Mädchen.

Kommentar von Emelina ,
Antwort
von SchlaflosIn, 81

Jede Zigarette, die die Schwangere weniger raucht, ist gut für das Baby! 

Was schon kaputt ist, kann man nicht mehr ändern, aber weitere Schäden verhindern. 

Also: nicht moralisch werden. Das hilft selten. Lenke sie ab, macht etwas Nettes an Orten, an denen nicht geraucht wird, und sage ihr hinterher, dass du ihre Abstinenz toll findest. Gemecker führt meist nur zu Frustbefriedigung durch rauchen. 

Mit Cannabis kenne ich mich nicht aus, aber gut fürs Baby ist's sicher nicht. 

Antwort
von LotteMotte50, 52

das ist sehr verantwortungslos dem Baby gegenüber es macht so oder so schon schlimmes durch im Mutterleib es könnte auch durchaus sein das es schon eine oder mehrere Störungen hat 

Antwort
von MustiNRW, 114

Hi,

Ich kann solche Menschen nicht verstehen. Ihr ist das ungeborene kind wohl egal weil sie sonst wüsste in welcher gefahr das baby ist.

Sie bringt bewusst das ungeborene kind in gefahr, versuchen sollte man es trotzdem sie von dem rauchen fernzuhalten und vom arzt krontrollieren zu lassen. 

Antwort
von aXXLJ, 62

Erzähl bitte mehr von "voll zugedröhntem" Sperma... Das klingt vollkommen abwegig, aber immerhin interessant.
Im Übrigen ist das Schädigungspotenzial durch gerauchte Tabakprodukte in der Schwangerschaft um ein Vielfaches höher für das ungeborene Leben als durch Cannabis.
Wie ist das eigentlich mit den Angriffen auf Zivilisten in Syrien...Kannst Du das auch nicht mehr länger anschauen? Dort ist die Gefahr real; im Falle Deiner Kollegin ist die Gefahr ja eher hypothetisch.

Antwort
von lllATTIlll, 111

Es würde dem ungeborenen Kind nichts mehr bringen, wenn sie jetzt aufhört zu rauchen. Es kommt bereits bei einer einzigen Zigarette zur Schädigung eines Ungeborenen.

Du hast ihr aber nichts zu sagen, deshalb rate ich dir, den Kontakt abzubrechen, wenn du das (was ich vollkommen nachvollziehen kann) nicht mit ansehen möchtest.

Kommentar von isebise50 ,

Prinzipiell sollte man schon vor einer geplanten Schwangerschaft aufhören zu rauchen. Wenn schon eine Schwangerschaft besteht, sollte so früh wie möglich mit dem Rauchen aufgehört werden. Wenn das nicht möglich ist, ist ein Rauchstopp auch in einer späteren Phase der Schwangerschaft sinnvoll.

Kommentar von lllATTIlll ,

Sinnvoll ja, aber einen Schaden hat das Kind bereits davon getragen.

Kommentar von Goodnight ,

Man muss es aber nicht weiter schädigen und es auf einen Entzug des Säuglings ankommen lassen. Du solltest dir auf der Frühchenstation zeigen lassen, wie diese Kinder leiden, bevor du solche Thesen aufstellst.

Kommentar von cyracus ,

Es würde dem ungeborenen Kind nichts mehr bringen, wenn sie jetzt aufhört zu rauchen. Es kommt bereits bei einer einzigen Zigarette zur Schädigung eines Ungeborenen.

Übetragen: Wenn einem schon 3x in den magen geboxt wurde, kann man ruhig weiter rein boxen, denn Schäden sind ja dann schon entstanden ... kopfschüttel

Du hast ihr aber nichts zu sagen ...

Selbstverständlich haben gute Freunde / Freundinnen alles Recht der Welt, qualmenden und kiffenden Schwangeren ans Gewissen zu appellieren. Zumal das eine wichtige Hilfe sein kann: Es geht um das Kind, das geschädigt wird und nicht zuletzt auch um die Schwangere, die mit dem Kind leben wird.

Sowas nennt man Freundschaftsdienst, auch wenn er für die unverantwortliche Schwangere unbequem sein mag.

Antwort
von xo0ox, 44

Es lohnt sich immer Aufzuhören. Sein Sperma ist nicht wirklich bekifft, dazu gibt es aber einige Mythen im Internet.

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