Hallo, vorige Woche brachte ich mit meiner Schwester unsere Kinder zur Schule. Dabei trafen wir am Schultor zwei etwa 10jährige Mädchen, von denen eines ganz ungeniert eine Zigarette rauchte. Ich wollte schon vorbei gehn. Aber meine Schwester ging kurz entschlossen hin, nahm dem Mädchen die Zigarette weg und zertrat sie sorgfältig am Boden, sodass Aufheben und Weiterrauchen ausgeschlossen war. Die optimale Lösung, wie ich finde. Würdet ihr rauchende Kinder ignorieren? Oder doch besser einschreiten? Gruß aus Berlin!
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Das wirkt nicht mehr - die Zeiten sind vorbei, als der Erwachsene für das Kind (bzw. den Jugendlichen) eine natürliche Autorität darstellten, deren Ermahnungen nachhaltige Wirkung hinterließen.
Das Mädchen wird, nachdem sich deine Schwester entfernt hat, ungerührt die nächste Zigarette hervorgezogen und sich angesteckt haben, welche nun noch reizvoller erschien . ...
Kinder werden, was solche unschönen Angewohnheiten betrifft, nicht mehr von Erwachsenen "erzogen" - sie orientieren sich am Verhalten ihrer Freunde. Wenn eine Schulklasse eine Lungenkrebsstation im Krankenhaus besucht und mit Betroffenen Gespräche führt, ist es vorstellbar, daß nach diesem gemeinsamen Erlebnis in einigen Teilnehmern Überzeugungen entstehen, die zum Nichtrauchen führen. Eine zertretene Zigarette führt zu nichts.
Das war sehr richtig,ich habe selber 2 kinder und würde mir wünschen das das jeder täte!!! Finde ich super!!!Keine rauchenden Kinder,und die eltern sollten es garnicht erst vormachen!!!lg
Kabark am 3. Februar 2008 13:00 Dass fremdes Eigentum zerstört wurde und diese "glorreiche Tat" nichts anderes als eine Aggression darstellt ist in diesem Fall egal? Nur damit ich mein Toleranzgefühl neu ordnen kann... ^^^^

Ignorieren! Geht mich nun wirklich nichts an! Gruss Solf

Ich finde deine Schwester hat vollkommen richtig gehandelt. Zumindest was die Konsequenz anging.
Meiner Meinung nach ist es auch wichtig, mit den Mädchen ein freundliches, nachdrückliches Wort zu sprechen.
Ich finde es traurig, wenn Erwachsene keine Vorbilder mehr sein möchten und als Erklärung den allseits beliebten Satz "Das bringt doch nichts" anführen.
Nein, es bringt nicht. Nein, man braucht nichts zu ändern. Nein, es geht mich nichts an... Was wäre denn die logische Konsequenz, wenn alle so handeln? Muss man sich dann wundern, dass Gleichgültigkeit entsteht? Dass die Gesellschaft sich immer mehr in die Richtung entwickelt, die wir kritisieren?
Das Wenige, das du tun kannst, ist viel, wenn sich dir viele Menschen anschließen. Aber einer muss anfangen.
Mir blutet das Herz, wenn ich mir vorstelle, dass diese jungen Mädchen (Mädchen!) weiterrauchen und niemand kümmert sich darum. Die Eltern sind am meisten gefordert, Konsequenz, Fürsprache und Aufklärung zu betreiben. Aber auch die Schule spielt eine wichtige Rolle - und die Mitmenschen, welche darauf aufmerksam werden.
Ich hätte auch der Schulleitung Bescheid gesagt.
"Es geht mich nichts an"? Ich bin sprachlos...
Wenn mal jeder so reagieren würde, wenn kleine Kinder Dinge tun, die sie nicht tun sollten. Dann wär es für Kinder nicht so einfach, es zu tun, und sie würden es oftmals lassen.

Habe mal zwei (mir bekannte) Teenager überraschend von hinten angesprochen: "Kann ich mal die Ausweise sehen!" - So schnell habe ich noch nie Zigaretten in hohem Bogen verschwinden sehen :-)
Sie wussten natürlich sehr genau, dass sie nicht rauchen dürfen - und Kinder / Jugendliche wissen schon in sehr jungem Alter, dass Rauchen ungesund ist. Da braucht man keine Vorträge zu halten. Sie lassen sich leider mehr von Gleichaltrigen als von Einsichten leiten...
Der Überraschungsmoment / die Schrecksekunde waren natürlich in der Situation auf meiner Seite, immer funktioniert das nicht.
Hallo karinkarin. In der Tat eine schwierige Frage! Wer Mut hat, sollte vielleicht diese Kinder freundlich aber ganz bestimmt zur Rede stellen, und sie fragen, ob sie wissen, was sie da tun?! Und ob ihre Eltern das tolerieren? Im Übrigen kann man da den Kindern nur selbst ein Vorbild sein..... Liebe Grße Hermann.
knetartpunktde am 3. Februar 2008 12:46 Man sollte die Kinder u.a. fragen, ob ihre Eltern ihnen das Rauchen erlauben ? Aaaa ja . ...
Vielleicht antworten sie mit "Ja." Was dann ?
RolfHoegemann am 3. Februar 2008 14:45 Eine befreundete Lehrerin hat uns erzählt, dass sie diese Frage gar nicht mehr stellt - es kommt oft ein "Ja" - was dann auch wirklich leider noch den Tatsachen entspricht...
Dann stecken sie sich direkt die nächste an, weil sie sich noch interessanter fühlen. Intoleranz ist bei pre-pubertierenden Jugendlichen genau das falsche!

An sich finde ich es richtig. Aber rechtlich bedenklich. Die Zigarette war ja Eigentum des Kindes. Die hätte sie nicht einfach zertreten dürfen. Finde es einfach schade, daß Lehrer, Polizisten usw. so etwas überhaupt durchgehen lassen.
claude5 am 3. Februar 2008 13:02 Nicht hinter jedem Kind kann ein Polizist, Lehrer usw. stehen. Davon gibt es nicht genug. Aber glücklicherweise stehen hinter (fast) jedem Kind zwei Elternteile. Warum lassen die so etwas durchgehen? Für die Erziehung des Kindes sind doch wohl in erster Linie erst einmal die verantwortlich, oder?
Eltern können nicht ständig hinter ihren Kindern stehen und gucken was sie machen...und was sie nicht wissen können sie auch nicht untersagen.Man kann als Eltern immer wieder auf die Gefahr hinweisen...Verbote aussprechen...aber Mädels udn Jungs im Pupertätsalter juckt das nicht wirklich...
claude5 am 3. Februar 2008 13:58 @Catfan: DerTroll scheint aber zu denken, dass Polizisten und Lehrer immer alles kontrollieren können und jederzeit hinter jedem Kind stehen. Das geht aber noch viel weniger, weil das "Mengenverhältnis" noch ungünstiger ist.
Kinder tun nunmal immer wieder das, was sie nicht tun sollen. Man kann nur (als Gesellschaft insgesamt) immer wieder dahin arbeiten, dass Kinder sich selbst und andere nicht ständig in Gefahr bringen...
WhiteAngelmzg am 3. Februar 2008 13:15 rechtlich bedenklich? Eigentum des Kindes? sonst noch alles im lot???
Die Zigarette war nie im Eigentum des Kindes. Schon mal was vom neuen JuschG gehört? Rauchen ist erst ab 18 erlaubt. Das Kind hat sich die zigarette widerrechtlich beschaft, ,ergo es kann niemals eigentümer gewesen sein. Mal ganz abgesehen davon das das ne bagatelle is, wären das Kind bzw seine eltern ja schön blöd, wenn sie gegen die zertretene Zigarette vorgehen würden....
bkanu am 3. Februar 2008 20:15 Leider kann ich Dir keinen DH geben - aber vollkommen Recht hast Du
Minax am 4. Februar 2008 14:02 WhiteAngelmzg, kann mich bkanu (bzw. dir) nur anschließen! :-)
Also die Zigarette hätte ich ihr nich gerade ausm Mund gerissen, aber n paar Takte Kritik hätte ich schon abgelassen. Weniger in Richtung Gesetzeslage, weil ich denke, das juckt die nicht, daß sie zum legalen Rauchen 8 Jahre zu jung sind. Mehr in Richtung Selbstverseuchung und daß sie noch ca. 70 Jahre auf dem Planeten leben müssen und sich dann auch noch freiwillig an der Umweltverschmutzung beteiligen. Kinder haben oft durchaus Antennen für logische und konsequente Antworten.
Minax am 4. Februar 2008 14:02 Schöne Antwort! :-)

Vielleicht wäre es besser, wenn die Erwachsenen den Kindern ein gutes Beispiel wären und auch nicht rauchen!!!!!!! Denn die Kinder wollen doch mit solch einem Verhalten nur "kleine Erwachsens spielen". Da jeder weiß, wie schädlich Rauchen ist, sollten die Erwachsenen und vor allem auch die Eltern mit gutem Beispiel vorangehen. Ein "Kind du sollst doch nicht rauchen" ist da wenig hilfreich, da verbotene Dinge doch erst recht locken.
Als Frau die erleben musste,wie zwei nahe Verwandte an Lungenkrebs erbärmlich verstarben würde ich es nie übersehen,wenn ein Kind raucht.Wenn ich resigniere,das toleriere und mir sage-die Gören machen heutzutage eh was sie wollen,dann bin ich ein verantwortungsloser Erwachsener.Aber das ist ja heutzutage so,Kinder die rauchen,saufen und Drogen nehmen werden so hingenommen,geht ja einen Fremden nichts an.Ich würde dem Mädel die Zigarette auch abnehmen und würde die Eltern darüber informieren,denn es gibt genug Erziehungsberechtigte,die keine Ahnung haben was ihre Kinder so treiben und ich glaube,dass das die Eltern sicher gerne wissen wollen.Wenn die Eltern es ihrem Kind erlauben,dann erzähle ich ihnen gerne in allen Einzelheiten wie ein Mensch mit Lungenkrebs sterben muss.Auch wenn das vielleicht nicht fruchtet,aber keiner kann dann behaupten,dass er nichts gewusst hat,wenn dann die üblichen durchs Rauchen verursachten Krankheiten auftauchen.
Hallo karinkarin. In der Tat eine schwierige Frage! Wer Mut hat, sollte vielleicht diese Kinder ansprechen und sie fragen: Erlauben eure Eltern das rauchen? Und wißt ihr, was ihr da gerade macht? Eine Meldung an die Schulleitung wäre auch angebracht. Liebe Grüße hermann
knetartpunktde am 3. Februar 2008 12:54 Kleiner Tip: Diese Antwort hast du schon mal geschrieben. Obwohl, ich sehe gerade, nun soll auch die Schulleitung informiert werden . ..
Hallo, zweie mal geschrieben war ein Versehen. Bekam eine Fehlermeldung! Liebe Grüße Hermann
Was soll ein Fremder, was die Eltern nicht schaffen ! Oder nicht schaffen wollen, da sie den Versuch, zu erziehen gar nicht starten. Leider "muss" ich knetarpunkte mit seiner ausfuehrlichen Antwort bestaetigen.
RolfHoegemann am 3. Februar 2008 14:44 Gerade Fremde haben oft mehr "Überzeugungskraft". bei Eltern und Lehrern wir oft schon automatisch der Gehörgang auf "Durchzug" gestellt. Das erlebe ich sehr oft in Schulen und Kindergärten. beispiel gefällig? Bei unseren Vorstellungen achten wir sehr darauf, dass Kinder Ihre Mützen mal vom Kopf nehmen innerhalb des Klassenzimmers. Wer die noch auf hat, wird höflich gebeten, diese runterzunehmen, damit der hintensitzende etwas sehen kann und weil man ja in geschlossenen Räumen keine Mütze benötigt. Wir schaffen das, was Lehrer oft vergeblich versuchen - bei uns nehmen selbst die stärksten Rabauken die Mütze ab.
Schoener Erfolg. Doch es spricht nicht gerade fuer Lehrer, wenn sie es nicht schaffen. Wir haben hier im Dorf eine Lehrerin, die schickt Kinder die eine Anweisung nicht befolgen strickt nach hause. Das in Griechenland, wo Kinder vergoettert sind und alles "duerfen". Es wirkt, auch wenn betroffene Eltern bei der Lehrerin toben. Sie weist sie zum Rektor oder an die oberste Schulbehoerde der Insel, mit dem Hinweis, in der Klasse bin ich der Chef. Es funktioniert !
DH
DH
DH, bin zwar 73 und muss einsehen, dass es sooo ist.
@knetart... EINE ZIgarrette nutz da nix - aber stell Dir mal vor, immer wenn sich das Gör eine neue ansteckt kommt wieder jemand und zertritt die Zigarrette... Hach, wäre das schön!
Aber Dein Vorschlag mit der Lungenkrebsstation ist hervorragend. Nur gibt es dort auch leider noch Patienten, die trotzdem weiterrauchen. Aber ich kann mir vorstellen, dass der Anblick von offenen Beinen und Rauherekzemen, Kehlkopfmikrophonen ind Dauerhusten zumindest ein paar vom Rauchen abhalten würde... :-)
Wenn du in einer Welt leben möchtest, in der an jeder Ecke ein spiessiger Zigarettenaustretopa lauert . . . hach, wie naiv . ...
Naja, ich meine bei 10jährigen könnte das schon noch fruchten. Ich hoffe jedenfalls, daß wenn jemand meine Tochter beim rauchen erwischen würde, bitte genauso handelt und sie an den Ohren nach hause schleift! @Karbak...fremdes Eigentum??? Nur damit "ICH MEIN WELTBILD" neu ordnen kann... wenn ich also am Bahnhof koksende Kiddis sehe, darf ich das Mistzeug nicht ins Klo kippen, weil das ja teuer war und nicht mir gehört!!! Ach ja, und wenn ich die Gören zum eigenen Schutz dann auch noch Anzeige schmore ich in der Hölle...oder wie soll ich Dich verstehen? Blos die Kinderchen gewähren lassen, damit sie sich frei entfalten können und im bekifften Zustand ihren Namen als Ausdruckstanz darbieten können! ECHT, bei sowas fällt mir nix mehr ein :-( Natürlich rauchen 10jährige hemmungslos in der Öffentlichkeit....es sagt ja KEINER was!!!
DH! Vor allem aber stehen hinter jedem Kind Eltern! DIE sollten 1. positive Vorbilder sein und 2. eine gute Aufklärung bieten und 3. ihren Kindern zu vermitteln dass es okay ist NEIN zu sagen und nicht immer das zu tun was andere tun! ES ist okay INDIVIDUELL zu sein! Selbstbewußtsein aufzubauen!!!