Frage von Dhalwim, 166

Rauchen nur negativ (gibt's da wirklich keinerlei Vorteile für einen selbst), aber falls doch wäre es diese Vorteile Wert?

Ich kann mir kaum vorstellen, dass es beim rauchen nur negative Aspekte gibt, denn dann wär's ja komplett sinnlos. Oder wird hier auch nur zu einseitig berichtet?

Ich selbst tat mir schwer damit anzufangen, Ich glaube das wird auch kaum passieren aber wäre Gelegenheitsrauchen genauso schädlich wie normales rauchen?

(Also beispiel für's gelegenheitsrauchen: Ich würde nur 1 Zigarrette im Monat rauchen).

LG Dhalwim

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Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von holodeck, 48
denn dann wär's ja komplett sinnlos.  

Es IST komplett sinnlos ;-)


Nein, die "Vorteile" sind nur pseudo, eingebildet (die Zigarette "bekämpft" nur scheinbar Symptome, die sie selbst erst erzeugt und aufrecht erhält) und das Risiko nicht wert. Erstens gibt es weitaus unschädlichere Surrogate, zweitens senkt das Rauchen nachweislich die Stressresistenz und fördert Depressionen sowie alle möglichen autoimmunen Erkrankungen. Auch Insulinresistenzen sind eine Folgeerkrankung des Rauchens.  
  
Kaum im Bewusstsein der Raucher und absolut inakzeptabel:   

Kinderarbeit mit gesundheitlichen Schäden

Um Tabak zu produzieren, arbeiten weltweit Kinder auf den Tabakplantagen ihrer zumeist sehr armen Familien, anstatt in die Schule zu gehen. Allein in Malawi sind es 70.000. Weil sie klein sind, teilt man ihnen die ekelhafteste von allen Aufgaben zu: die Blätter der Tabakpflanze regelmäßig zu drehen und zu wenden, um zu überprüfen, ob die Pflanze reif ist zur Ernte. Auf diese Weise nehmen die Kinder pro Tag über die Haut den Nikotingehalt (Nikoton in ein natürliches Insektizid!) von etwas mehr als einer Schachtel Zigaretten auf.

Sie erkranken deshalb an der Grünen Tabakkrankheit: Fieber, Übelkeit und Erbrechen, Kopfschmerzen, Muskelschwäche und Schwindel. Ferner Schlaf- und Essstörungen. Die zusätzlich aufgenommenen künstlichen Insektizide tragen ihr Übriges zu den Vergiftungserscheinungen bei.    
  

Offensichtlich ist das, weil viele arbeitende Kinder mit
Lernschwierigkeiten zu kämpfen haben, die ein Resultat von Erschöpfung und fehlender Zeit sind. Auch die bereits genannten Gifte übertragen sich auf die Körper der Kinder, was oft zu Entwicklungsstörungen führt.
Diesen Kindern fehlen verschiedene Reflexe, weshalb Ärzte von einer Schädigung des Nevensystems sprechen.

Darüber hinaus leiden viele Tabakbauern an Depressionen, die ebenfalls durch das Gift hervorgerufen wurden. Ihnen fehlt es an Lebenswillen, viele haben Selbstmordgedanken, wodurch auch die überdurschnittlich hohe Selbstmordrate in dieser Region Brasiliens begründet ist. Auch die
Kinder von Erik Weber berichten von Brechanfällen und starken Kopfschmerzen.

Quelle: http://blog.thorgeott.de/2011/10/kinderleid-fur-ein-bisschen-tabak.html  
  

Umweltproblematik

Kippen sind in höchstem Maße umweltschädlich, denn sie enthalten bis zu 4000 Giftstoffe. Eine einzige Kippe kann zwischen 40 und 60 Liter reines Grundwasser verunreinigen. "Zigarettenfilter werden von vielen als harmlose Baumwollstückchen angesehen. Sie bestehen aber aus Celluloseacetat, das ein schwer abbaubarer Kunststoff ist. Es dauert viele Jahre, bis die Filter zerfallen. Bei jährlich 4,5 Billionen (4.500.000.000.000!) neuen Zigarettenstummeln summiert sich das zu unvorstellbaren Summen an Schadstoffen, die auf unsere Umwelt einwirken." 

http://naturschutzbund.at/umweltthemen/articles/zigaretten.html   

Zusammenfassend: Es IST komplett sinnlos. Und dazu schädlich.

Kommentar von holodeck ,

Danke für den Stern!

Kommentar von Dhalwim ,

@holodeck

Keine Ursache.

LG Dhalwim

Antwort
von Grobbeldopp, 68

Rauchen fühlt sich für den Raucher kurzfristig gut an, weil das Suchtverlangen befriedigt wird, es hat eine leichte, aber individuell und je nach Situation verschiedene psychische Wirkung zwischen entspannend und anregend, es könnte eine Art Selbstmedikation bei Angststörungen, Depressionen und Tendenzen in die Richtung darstellen, mache Leute genießen den Geschmack von Tabak (Das sind dann wohl eher Pfeifen- nd Zigarrenraucher). Es ist auch ein beruhigendes Ritual.

Und massiv schädlich für die Gesundheit wie keine andere "leichte" Droge.

Wer gelegentlich raucht erhöht sein Risiko stark, dass er irgendwann täglich raucht. 1 Zigarette im Monat ist so gut wie nichts, es ist fast vernachlässigbar in der Schädlichkeit- aber was wenn es nicht dabei bleibt?

Expertenantwort
von kami1a, Community-Experte für gesund & rauchen, 34

Hallo! Sucht ist immer sinnlos und der einzige Vorteil ist die Suchtbefriedigung.

Ich glaube das wird auch kaum passieren aber wäre Gelegenheitsrauchen genauso schädlich wie normales rauchen?

Natürlich nicht weil das Risiko der Menge proportional ist. Aber : 

  • Der Bedarf ist individuell und genau da pendelt man sich mit der Zeit ein. und das ist fast immer eine größere Menge.
  • Auch der Gelegenheitsraucher kann süchtig werden und dann ist das Thema Gelegenheitsrauchen durch.Ich wünsche Dir alles Gute.
Kommentar von Dhalwim ,

@kam1a

Alter Schwede woher hast du denn die ganzen Expertentitel? Danke übrigens für deine Antwort. :)

LG Dhalwim

Kommentar von Dhalwim ,

@kam1a

Und wie hast du es jetzt geschafft mir eine PN zu schicken ohne eine FA??!! O.o

LG Dhalwim

Kommentar von Dhalwim ,

@kam1a

Und wie hast du es geschafft Usermod zu werden?

LG Dhalwim

Kommentar von kami1a ,

Der Support sucht da User nach bestimmten Kriterien aus.

Antwort
von Dxmklvw, 63

In sehr seltenen Fällen macht Rauchen nach einem Herzinfarkt Sinn (Hallo Ärzte, bitte nicht gleich in Ohnmacht fallen!).

Wer immer viel geraucht hat, hat bei plötzlichem Aufhören Entwöhnungsprobleme. In Verbindung mit nach einem Infarkt verordneten Medikamenten können noch bestehende Beschwerden sehr heftig sein, die sich auch infarktähnlich anfühlen können. Ein bis drei Zigaretten täglich können da Abhilfe schaffen. Nikotinpflaster zum Abgewöhnen bringen das nicht.

Empfehlen will und darf ich das trotzdem nicht. Aber man sollte ggf. mit dem Hausarzt darüber sprechen.

Ein weiterer Vorteil könnte (spekuliert) darin liegen, daß angesichts der Luftverschmutzung und manchmal spontaner Smogbildung Raucher besser dran sind als Nichtraucher, weil Raucher bereits an "schlechte Luft" gewöhnt sind.

Auch die Evolution selbst könnte Rauchern einen Vorteil verschaffen (wenn auch vielleicht erst in Tausenden Jahren). Es ist denkbar, daß sich eines Tages die Lebensbedingungen auf der Erde so ändern, daß Rauchergewohnheit über diesen langen Zeitraum genetische Veränderungen bewirkt, die dann ein Vorteil sein können.

Für Menschen, die es brauchen (egal, ob aus Sucht oder anderen Gründen) wäre es auch denkbar, daß durch die Inhaltsstoffe des Tabakrauchs eine Kompensierung anderer unerwünschter Körperreaktionen erfolgt (Streß usw.). Und freundlicheres Verhalten gegenüber anderen ist ja auch schon etwas.

Mit ein wenig schwarzem Humor ließe sich auch sagen, daß es letztlich egal ist, woran man stirbt, tot ist man dann auf jeden Fall.

Lungenkrebs ist zwar sehr quälend, aber nicht die alleinige vorzeitige Todesursache bei Rauchern. Auch ein Herzinfarkt tut weh, doch wenn man daran vorzeitig stirbt anstatt in einem Pflegeheim dahinsiechend steinalt zu werden, macht das bereits wieder Sinn.

Einen gesamtgesellschaftlichen Vorteil kann man darin sehen, daß der Staat bezüglich seiner Finanzierung ziemlich alt aussehen würde, wenn von jetzt auf gleich niemand mehr rauchen würde. Und auch Kampfnichtraucher hätten ein Problem, wenn plötzlich ihre liebgewonnene Zielgruppe wegfiele.

Gelegentliches Rauchen (1 Zigarette im Monat) wäre wohl in jeglicher Hinsicht sinnfrei. Bei so wenig Konsum würde es weder schmecken noch den Zweck (Nikotinaufnahme) brauchbar erfüllen, dagegen aber hypothetisch ebenso schädlich sein können wie ständiges Rauchen,weil schon wenige Zellschäden krebsige Folgen haben können. Nur die Wahrscheinlichkeit wäre verschieden.

Wer aber noch nie geraucht hat, tut sicher gut daran, es sich erst gar nicht anzugewöhnen. Außerdem spart das auch eine Menge Geld.

Kommentar von Expertenteam ,

toller Text

Kommentar von EySickMyDuck ,

Sehr interessante Sichtweise... Klingt alles in allem nich mal so dumm was du da schreibst...

Antwort
von lost2000, 29

Man kan den Geschmack mögen, nur ob das die Nachteile ausgleicht, muss man für sich selbst entscheiden.

Antwort
von Question9889, 61

Naja der Wirkstoff Nikotin wirkt kurrzzeitig stimulierend auf den Geist und die physische Leistungsfähigkeit; die Darmperistaltik wird angeregt und die Magensaftproduktion; Nikotin in höheren Konzentrationen über einen längeren Zeitraum im Blut bewirkt dazu noch die verstärkte Gefäßneubildung..

Summa summaro, wenn du abnehmen willst dann wird es vllt helfen aber sonst ist Rauchen größtenteils schädlich für viele Organe außerdem wird die psychische Abhängigkeit von Tabakrauch von vielen unterschätzt, denn er macht fast so abhängig wie Kokain (vgl Grafik)

Kommentar von Dhalwim ,

@Question9889,

Ok und wo ist Koffein?

Ich trinke täglich Kaffee wissen Sie, bin nur neugierig wie der abhängig macht.

LG Dhalwim

Kommentar von Question9889 ,

Also ich glaube mich schleierhaft zu entsinnen dass dieser mit unten links (gelber Bereich) eingeordnet würde. Koffein macht nur schwach abhängig und die geistige sowie körperliche Schädigung ist nur sehr gering. Die Fremdschädigung sollte gegen 0 gehen :D

Antwort
von petra88, 65

Vorteil: rauchen ist mega gemütlich und entspannt mich nach der arbeit. Bin 28 und rauche erst seit 4 monaten. 1 zigarette im monat schadet sicher nicht aber dass es dabei bleibt glaub ich nicht.

Antwort
von paranomaly, 36

Das Zeug in der Zigarette enthält unzählige Giftstoffe. Aus dem Grund solltest du dir mal eine Doku darüber ansehen, wie Nikotin überhaupt hergestellt wird.

Antwort
von Mikkey, 47

komplett sinnlos

Genau das, Rauchen ist die idiotischste Angewohnheit, die man sich nur vorstellen kann.

teuer

schwächt die Leistungsfähigkeit

ist tödlich

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