Rauchen in der Schwangerschaft sollte bestraft werden?

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9 Antworten

Das ist zwar ganz schön krass, aber eine ehem. Kollegin, die schwanger war und trotzdem "nu diese eine am Tag" nicht lassen konnte hat Folgendes erlebt: ihr Mann (die zwei lieben sich wirklich sehr und es war ein absolutes Wunschkind) hat sie gefragt, ob er ihr vetraut, dann hat er das gemacht: sie sollte so lange sie kann die Luft anhalten, er saß neben ihr. Als sie nicht mehr konnte hat er ihr blitzschnell die Hand vor Mund und Nase gehalten und sie praktisch gezwungen, noch ein paar Sekunden länger durchzuhalten, sie hat mir erzählt, daß sie sich richtig gewehrt hat, so panisch ist sie geworden. Er hat sie dann sofort losgelassen und gesagt "Und so fühlt sich unser Baby da drin bei JEDEM Zug, den du rauchst. Aber es kann heulen und strampeln wie es will, keiner hilft ihm." Geheult hat er auch dabei und sie dann gleich mit, aber von da an hat sie es gelassen. Sie war da schon ziemlich weit, sechster Monat glaube ich. Böse war sie ihm nicht mal, eher dankbar, dass er ihr, wenn auch auf eine sehr bedenkliche Weise, die Augen geöffnet hat. Ich fand das schon recht übel als sie es mir erzählt hat und dachte an häusliche Gewalt usw., aber sie hat mir hoch und heilig versprochen, dass er einfach vor Verzweiflung nicht mehr weiter wusste und es weder vorher noch jemals wieder zu Übergriffen dieser Art kam. Das Mädchen ist übrigens mittlerweile schon im Kindergarten und "gesund", hat aber Asthma und ist sehr hyperaktiv, kam auch zu früh und recht mickrig zur Welt; bis heute macht sich die Mutter noch Vorwürfe, echt schlimm. 

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Kommentar von InaThe
10.09.2016, 18:22

Ob "sie ihm vertraut" meinte ich natürlich 

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Kommentar von friesennarr
10.09.2016, 22:12

So ein quatsch - das Kind wird über die Platzenta versorft, es kann also keinen Luftmangel haben.

Meine Schwester und meine Freundin haben beide nicht geraucht in der Schwangerschaft (keine Medikamtent und kein Alkohol). Beide Kinder meiner Schwester sind Allergiker und die meiner Freundin haben ständig Ohrenentzündungen und sind dauererkältet.

Meine armen (Rabenmutterkinder) haben gar nichts.

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Klar ist es schlimm, wenn eine Frau schwanger raucht, aber verbieten wird man es ihr nicht können, denn es ist ihr Körper und sie hat die Verantwortung für sich und das Kind. Ich habe selbst nie geraucht und kann daher nicht verstehen, wie das mit dem Suchtverhalten ist. Abtreibungen sind genauso wenig verboten und das ist auch richtig so

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Nein - sollte nicht bestraft werden, warum auch?

Ich gebe offen zu, das ich bei allen 3 Schwangerschaften geraucht habe und meine Kinder sind mit guten Geburtsgewichten vollkommen gesund auf die Welt gekommen und sind jetzt im Erwachsenenalter alle vollkommen gesunde junge Menschen.

Viele Frauen wissen noch nicht mal das sie schwanger sind und konsumieren noch fleissig Alkohol - der erwiesenermaßen weit schädlicher ist - besonders in der frühen Schwangerschaft.

Jeder darf mit seinem Körper machen was er will, man kann und darf nicht alles per Gesetz regulieren.

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Ich finde es auch nicht gut wenn eine Schwangere raucht, aber das ist nicht deine Sache und geht nur der Frau was an. 


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Kommentar von mario200
10.09.2016, 18:00

Eine Sache der Gesellschaft ist das schon

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Strafe macht da keinen Sinn.

Nicht bei allem was falsch ist, macht es Sinn, wenn der Staat es bestraft.

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Dann müsstest du Alkohol auch verbieten. 

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Kommentar von mario200
10.09.2016, 17:56

Ja natürlich.

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Kommentar von friesennarr
10.09.2016, 22:15

Und schlechte Ernährung.

Und einatmen an der Bushaltestelle.

Und Medikamente.

Und Autofahren, Fliegen, Busfahren und Zugfahren.

Und, und, und.

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Vom Gesetz her wird das nicht möglich sein. Zum einen stehen die Freie Entfaltung der Persönlichkeit dagegen, zum anderen unterscheidet das Gesetz zwischen geborenem und ungeborenem Leben. Das ungeborene Leben oder auch der "Nasciturus" (derjenige, der geboren werden wird) hat grundsätzlich keinerlei Rechte. Die Rechtsfähigkeit wird schließlich erst mit Vollendung der Geburt erlangt, § 1 BGB. Eine Ausnahme bilden hier das Erbrecht und teilweise das Strafrecht.

Nicht alles was vielleicht moralisch verwerflich ist, ist rechtlich ebenfalls verwerflich. Wer bspw. eine schwangere im fünften Monat ermordet, hat keinen Doppelmord begangen, sondern vielmehr einen Mord und einen Schwangerschaftsabbruch (ggf. im besonders schweren Fall).

Die werdende Mutter darf qualmen wie sie will. Die Strafe kommt evtl. im Anschluss. Ist nicht schön, aber ist so.

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Kommentar von carn112004
10.09.2016, 22:00

Stimmt nicht, der Nasciturus hat das Recht auf Leben.

Kann man sogar auf wiki nachlesen:

https://de.wikipedia.org/wiki/Nasciturus_(Deutschland)

Und wer wiki nicht glauben will, eben da:

http://www.servat.unibe.ch/dfr/bv088203.html

Nicht möglich sein wird es eher, weil man mit Strafandrohungen gegen Schwangere zum Schutz des Nasciturus keine sonderlich guten Erfahrungen gemacht hat.

Und das könnte auch da Probleme machen; z.b. Frau qualmt wie Schlot; merkt nicht bis zur 20.SSW das sie schwanger ist; stellt dann die Schwangerschaft fest; da bereits am US sichtbar ist, dass das Qualmen dem Kind nicht gut getan hat, gibt es nur eine Möglichkeit, wie sie eine Strafe vermeiden kann (wer würde ihr denn glauben, dass sie bis zur 20.SSW nichts gemerkt hat?):

Nach Holland, abtreiben.

Schützt die Strafandrohung das ungeborene Kind also wirklich?

Ist nicht eindeutig.

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Und Abtreibung soll gleichzeitig erlaubt sein? In einem der reichsten Länder weltweit, dessen Gesellschaft mindestens 100.000 Abtreibungen pro Jahr schulterzuckend hinnimmt, wird es für so einen Vorschlag garantiert keine Mehrheit geben. Mal abgesehen davon, dass er praktisch kaum durchsetzbar ist.

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Vom Prinzip ist es wie Kindern Zigaretten zu geben (Jugendschutz) ... & es ist vorsätzliche Körperverletzung 

Allerdings wie man Das bestrafen soll & vor allem wie soll man (auch das potentiell zukünftige) ungeborene Kind schützen ? ( Chemikalie die bei Rauchen zu Schmerzen führt? Abtreibung ? ~19 Jahre Zwangs-Entzug auf einer Insel ? Sterilisation ? )

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