Frage von DriftMike, 58

Rauchen aufhören, was tun gegen Entzugserscheinungen?

Hallo Leute,

Ich bin 21 und rauche seit 5 Jahren, mal mehr mal weniger. teilweise nur an den Wochenenden, aber nie mit der Absicht aufzuhören.

In letzter Zeit wurde es für meine Verhältnisse viel, halbe Schachtel am Tag. (Ich hab mir immer eingeredet dass ich Genussraucher bin)

Die Shockbilder welche bei uns eingeführt wurden hab ich mir zum Anlass genommen, die erste Schachtel die mit Bild aus dem Automat kommt soll meine letzte sein.

Bin jetzt seit 2 Tagen rauchfrei und eigentlich auch top motiviert. (3 Raucher beim grillen gestern neben mir haben mich kaum gestört)

Jetzt zum Problem, ich hab alle Entzugserscheinungen die Gott verboten hat. Angefangen mit Sodbrennen, Gliederschmerzen, Schwindel.

Was habt ihr dagegen gemacht? Nikotinpflaster etc. will ich nicht, ich habe Angst dass sich die Entzugserscheinungen dann nur ins lange ziehen.

GIbt es etwas das euch geholfen hat?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von king557, 33

Ich empfehle dir die E-zigarette. Du kannst darauf recht einfach umsteigen und du solltest auch mit Nikotin dampfen, anfangs. Erst einige Monate auf einem konstanten Level, bis du vollkommen von der Tabakkippe losgekommen bist.
Dann fängst du an das Nikotin zu reduzieren.
Das Schritt für Schritt, lass dir ruhig paar Wochen Zeit bevor du weiter runter gehst.

Irgendwann bist du dann bei 0 mg Nikotin angekommen. Auch ab diesem Punkt solltest du erstmal weiter dampfen. Denn die psychische Sucht wird dadurch weiterhin gestillt, du hast ja ein "rauch Erlebnis".
Allerdings überwindest du damit recht problemlos die Körperliche sucht. Hast du das erfolgreich geschafft kannst du versuchen auch auf Liquid ohne Nikotin zu verzichten und langsam komplett aufzusteigen. Diese Art von ausstieg ist sehr einfach, im Vergleich zum radikalen aufhören. Der Vorteil ist dass man die körperliche und psychische Abhängigkeit getrennt von einander loswerden kann bzw man den Nikotin Gehalt Schritt Weise reduzieren kann.

Zudem ist die E-zigarette 95%-99% weniger schädlich als die Tabakkippe.
Du stinkst nicht nach rauch, du hinterlässt weder Asche noch kippen stummel noch ist der Geruch für andere störend.
Desweiteren bleibt der Dampf nicht im Raum und setzt sich nicht an Wände oder Gardinen fest. In Räumen dampfen ist also ohne Probleme möglich.
Auf die E-zigarette umzusteigen ist für den Körper fast wie aufhören mit rauchen.
Kein Teer mehr in der Lunge -> Lunge wird nicht weiter schwarz
Geruchssinn und Geschmackssinn regenerieren sich
Die Haut altert nicht schneller und sieht wieder jünger aus
Der tägliche Raucher husten verschwindet.
Das Risiko an Krebs zu erkranken wird stark minimiert.

Am allerbesten ist natürlich der Aufstieg ohne solche Hilfsmittel, aber tue mir bitte einen Gefallen. Bevor du wieder zur Kippe greifst weil die Entzugs Erscheinungen zu stark werden versuch es bitte mit einer E-zigarette.
Ich habe mehrere Jahre lang geraucht und bin problemlos auf die E-zigarette umgestiegen und habe nur noch sehr wenig Nikotin in meinem Liquid.
Lass dich am besten mal in einem E-zigaretten Fach Geschäft ausführlich beraten. Hast du dazu nicht die Möglichkeit gibt es diverse Foren im Internet, wo dir bei jeder Frage und jedem Problem Antwort gegeben werden kann.

Ich wünsche dir viel Erfolg!

Kommentar von DriftMike ,

Hab mir gestern Abend von meinen Nachbarn eine ausgeliehen mit recht wenig nikotin.

Hat mir für den Moment auch geholfen, obs wirklich gesünder ist ist mir erstmal egal.

Ich hab sie aber nur zuhause und versuche den Tag ohne die E-Zigarette zu überstehen.

Ich denke auch dass ich kein nikotin im liquid brauchen würde. Meine entzugserscheinungen wurden nicht besser. Aber immerhin konnte ich an etwas ziehen und das rauch erlebnis war da.

Danke für deine Antwort und Motivation!

Kommentar von king557 ,

Ich weiß leider nicht genau wie viel Nikotin, aber dann war es wahrscheinlich zu wenig oder du hast nicht lange genug gedampft ^^
Versuch es so wies für dich am besten ist. Wenns dir ohne Nikotin reicht ist es super, wenn du das verlangen nach einer Kippe hast erhöhe vorher den Nikotin Gehalt stark. Alles ist besser als Rauchen und du wirst sehen, wie einfach alles sein kann :)

Wünsche dir weiterhin viel Erfolg! Würde mich freuen wenn du mich hier auf dem laufendem halten würdest

Kommentar von DriftMike ,

Tag 10

Zuerst habe ich 12mg genommen bin dann recht schnell auf 6 umgestiegen und heute probiere ich 0.

Diese dampfe ich aber nur zuhause, ich versuche gezielt in der öffentlichkeit keine Sucht mehr auszuleben.

Stress in der Arbeit lassen mich die Zigarette dennoch nicht ganz vergessen.

Der schlimmste Moment war bis jetzt als meine Freundin am 4. Tag nachdem ich 2 Bier intus hatte genüsslich eine geraucht hat. Ihre Absicht war mir klar, sie will neben mir nicht schwach dastehen und behauptet sie kann aufhören wann sie wolle, jederzeit.

Ich bin trotzdem Stark geblieben und nehm ihr das ein wenig übel.

Kommentar von king557 ,

Sehr guter Weg. Ich freue mich dass ich dir helfen konnte. Lass das Nikotin ruhig noch ein wenig. So lange, bis keine Gefahr der Tabakrückfälligkeit mehr besteht.

Ich finde kippen mittlerweile mehr als ekelhaft und würde nicht mal im Traum daran zu denken eine zu rauchen, allein schon wegen dem Geruch.

Wenn du diesen Zustand erreicht hast ist der Ausstieg nicht mehr schwer.

Wenns was neues gibt freue ich mich weiterhin wenn du schreibst :)

Bis demnächst :)

Antwort
von DriftMike, 20

Tag 3 hat Angefangen, zusätzlich habe ich noch starke Kopfschmerzen.

Weniger das verlangen nach einer Tschigg ist da, mehr ist es die intuition. Ich denke an situationen und mein Hirn verknüpft es automatisch damit wie gut dort eine Zigarette schmecken würde und wo man dort rauchen kann.

Ist doch echt krank, da wird dir bewusst dass diese Sucht für dich völlig zur routine wurde.

Antwort
von danitom, 23

1. Der Wille muss auf jeden Fall da sein.

2. Ich habe mich als erstes Mal akkupunktieren lassen, hat super geholfen. Allerdings habe ich dann sehr schnell zugenommen.

3. Habe wieder angefangen zu rauchen.

4. Dann wieder zum akkupunktieren und er mit mir geschimpft, da es auch den sogenannten Fresspunkt gibt, der auch mit behandelt werden kann. Hat dann alles super geholfen, aufgehört zu rauchen und sogar dabei abgenommen.

5. Dann aus Jux und Tollerei ab und zu im Freundeskreis mal eine mit geraucht, weil man ja super stark ist -falsch gedacht, wieder angefangen zu rauchen.

6. Das alte Sprichwort, immer wenn man aufhört und wieder anfängt, wird es eine Schachtel mehr.

7. Dann standen wir an der Nordsee Silvesternacht mit dem festen Vorsatz: Ab morgen rauchen wir nicht mehr. Gesagt, getan - mein Mann von 2 Schachteln und ich von 3 Schachteln auf "0". Und seit dem rauchen wir nicht mehr.

8. Ich habe vorsichtshalber mir die Antiraucherpflaster gekauft, habe diese aber nur 4 Wochen genommen und dann war der Spuk vorbei. Mein Mann hast sie gar nicht gebraucht.

9. So war es bei uns.

10. Bleib stark und du wirst gewinnen, notfalls ein paar Raucherpflaster, meide starke Raucher und wenn du Besuch bekommst, lasse keinen mehr in deiner Wohnung rauchen. Und wer meinte, er stelle sich nicht bei Wind und Wetter auf den Balkon, der ist draußen geblieben. Mittlerweile kommen sie alle wieder, denn sie rauchen jetzt auch schon lange nicht mehr.

11. Wir haben zusätzlich noch die ganze Wohnung renoviert. Alles neu tapeziert und gestrichen, neue Teppichböden verlegt, neue Sitzgruppe gekauft, Schränke innen und außen gründlich gereinigt (macht man ja immer mal), genau so wie Vorhänge gewaschen, Fenster und Lampen geputzt.

12. Ich wünsche Dir viel Glück und bleib stark - LG

Kommentar von DriftMike ,

Danke für die Tipps und Motivation.

An Dinge wie Akkupunktur glaube ich leider nicht, aber schön wenn es dir geholfen hat.

Du hast ja grschrieben dass du die Pflaster verwendet hast. Damit gibst du dem Körper doch wieder Nikotin. Hast du dann nicht beim absetzen der pflaster einen entzug gehabt?

Kommentar von danitom ,

Die glatten vier Wochen stimmen nicht ganz, da ich zwischendurch immer mal wieder eines vergessen habe.

Dann gab/gibt es davon vier verschiedene Stärken, die man jeweils immer einen Monat nehmen soll. Ich habe dies aber jeweils immer nur eine Woche getan.

Entzugserscheinungen hatte ich danach überhaupt keine mehr.

Und zum Schluss noch ein kleines Sprichwort:

Die ehemaligen Raucher, sind die schlimmsten Nichtraucher. Das trifft bei meinem Mann und mir 1000%ig zu.

Antwort
von Smudo1284, 17

da musst du einfach durch, wenn du keine nikotinpflaster möchtest.

aber irgendwann nach so 10 tagen sollte es besser werden, 2 tage hast du ja schon geschafft.

ich wäre richtig froh, wenn ich ein so geringraucher wie du wäre. aber aufhören ist natürlich immer noch das beste, was man seinem körper antun kann.

ich wünsche dir viel erfolg, dass du dranbleibst.

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