Frage von Alpha2021, 128

Rauchen aufgeben. Welche sind die besten Möglichkeiten?

Ich habe schon diverse Male versucht, das Rauchen aufzugeben. Leider vergeblich. Es hilft mir einfach, Stress und Aggressionen zu bewältigen. Allerdings merke ich immer mehr, dass meine Lunge vor allem morgens, wenn ich aufwache, extreme Schmerzen verursacht. Gibt es vielleicht irgendwelche Medikamente etc., welche evtl. helfen können oder vielleicht etwas, das von der Krankenkasse finanziert wird? Ich meine, die dürften doch auch Interesse daran haben, sich die Kosten für eine Lungenkrebsbehandlung sparen zu können. Danke schon mal im Voraus!

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von RHWWW, Community-Experte für Krankenkasse & Krankenversicherung, 127

Hallo,

die gesetzlichen Krankenkassen bezuschussen Raucherentwöhnungskurse. Bei der Krankenkasse anrufen oder auf deren Internetseite nach Gesundheits- oder Präventionskursen suchen.

Bei der "Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung" kann man im Internet kostenlos Infomaterial mit praktischen Tipps und Hilfen bestellen.

Gruß

RHW

Kommentar von Alpha2021 ,

Danke, das war bisher die mit Abstand hilfreichste Antwort.

Kommentar von RHWWW ,

Gern geschehen.

Vielleicht bei der Krankenkasse auch nach Stress- bzw. Entspannungskursen erkundigen.

Man kann nur Zigaretten rauchen, wenn man vorher welche gekauft hat. Ggf. dafür sorgen, dass man kein passendes Geld dabei hat. Nach Möglichkeit Situationen vermeiden, in denen man üblichwrweise raucht (z.B. Pausen mit Rauchern). Alternativen zum Rauchen überlegen und umsetzen, z.B. Kaugummis oder Nikotinpflaster.

Gespartes Geld ggf. im Sparschwein sammeln und sich davon zum Zeitpunkt X etwas gönnen, was viel zufriedenstellender als Zigaretten ist.

Kommentar von RHWWW ,

Danke für den Stern!

Antwort
von Schwoaze, 128

Mit rauchen habe ich Gott sei Dank nie angefangen, er hat mir immer zu sehr gestunken. Was ich aber von vielen Menschen aus meiner Umgebung immer wieder gehört habe: Jetzt gleich aufhören, eine letzte Zigarette und Schluß. Das Hauptproblem ist anscheinend das, was im Kopf vorgeht.  Es wird halt so sein wie bei allen Süchten. Leicht ist es nicht und man kann jederzeit wieder reinstolpern. Was die Sache mit dem Lungenkrebs betrifft: Diese Aussage von Dir finde ich ganz schön heftig: Der einzige Mensch, der wirklich ohne jeden Hintergedanken daran interessiert sein müßte, keinen Lungenkrebs zu bekommen bist DU und nur DU. Und nur DU kannst dagegen etwas unternehmen, am besten gleich ab heute. Ich wünsche Dir alles Gute. lg

Antwort
von cyracus, 70

Weil Du Schmerzen hast, geh unbedingt zum Lungenfacharzt.  Du schreibst nicht, wie lange Du schon rauchst - Raucher sollen sich alle zwei Jahre von einem Lungenfacharzt untersuchen lassen. - Spätestens natürlich dann, wenn Schmerzen oder Atemprobleme auftauchen.

Möglicherweise fürchtest Du die Diagnose des Arztes. - Es wäre aber doch sehr ärgerlich, wenn Deine beschwerden jetzt noch eher leicht zu behandeln wären, und Du hättest das unnötig verschleppt. - Außerdem ist die Angst vor einer Diagnose weg, sobald Du das Untersuchungsergebnis weißt.

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Bitte nimm Abstand von dem Gedanken, Medikamente könnten Dich veranlassen, nicht mehr zu rauchen. Viele hatten auf das Medikament Champix vertraut, und die Nebenwirkungen waren schrecklich. Google dazu mal mit

champix tödlich

und lies die Infos.

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Du schreibst, rauchen hilft Dir, Stress und Aggressionen zu bewältigen. - Das scheint nur so zu sein. Beim Rauchen schwankst Du ständig zwischen Entzugserscheinungen und Stopp der Entzugserscheinungen. Deinem Gehirn wird durch das Nikotin Entspannung vorgegaukelt, und nach dem letzten Zug aus der  Zigarette beginnt der Entzug - den Du unterbrichst mit der nächsten Zigarette ... was ein ständiger Kreislauf ist.

Das wichtigste, das Du für den Rauchstopp brauchst, sind

1. Dein starker Wille,

2. Dein starker Wille und

3. Dein starker Wille.

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Sehr hilfreich war für viele das Buch von Franz Wilhelm Bauer mit dem Titel

Die Rauchgiftfalle. Die heimliche Angst der Raucher vor dem Nichtrauchen

Wenn Du googelst mit "die rauchgiftfalle" und bei Amazon anklickst, kannst Du Kundenrezensionen lesen (klick dort an neben den gelben Sternen). - Sehr angenehm ist der Sti des Buches: absolut ohne erhobenen Zeigefinger, sehr informativ und mit angenehmem Humor. - Als Bauer einen Nikotindrogenentzug machte, wunderte er sich, dass er so eine seltsame Angst bei sich bemerkte: Angst vor dem Nichtrauchen. - Das fand er sehr ulkig, befragte andere, die dabei waren oder es schon hinter sich hatten und erfuhr, dass es denen ähnlich erging. - Dann fing er an, das Phänomen zu erforschen.
(Selbstverständlich kriegst Du das Buch in jedem Buchladen und kannst so die kleinen Buchläden vor Ort unterstützen.)

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Lies meine ausführliche Antwort an EllaElla1994, die auch mit dem Rauchen aufhören wollte. Mehrfach bekam ich Rückmeldungen, dass ihnen so das Wieder-Nichtraucher-Leben gelungen ist:

Effektivste Methode mit dem Rauchen aufzuhören?
http://www.gutefrage.net/frage/effektivste-methode-mit-dem-rauchen-aufzuhoeren#a...

Klickst Du den ersten Link an, sieh Dir das informative und sehr unterhaltsame Video mit dem Coach an. Darunter findest Du eine Liste, wie sich der Körper nach dem Rauchstopp erholt.

Klickst Du den zweiten Link an, kriegst Du noch mehr Infos und hilfreiche Hinweise.

Für den Fall, dass Du weitere Hilfe wünschst: Dass viele Krankenkassen Nichtraucherkurse anbieten, weißt Du vielleicht. Auch bei Drogenberatungen kann man danach fragen.

Mehrmals habe ich hier auf Gutefrage Berichte von Usern gelesen, die eines Tages erkannten, dass sie Sklave der Tabakindustrie sind und dafür auch noch einen Haufen Geld ausgegeben hatten. - Das machte sie so zornig, dass sie von einem zum anderen Tag mit dem Rauchen aufhörten. Mehrere von ihnen schrieben, dass sie wenige oder sogar keine Entzugserscheinungen hatten, auch starke Ex-Raucher und nun Nichtraucher berichteten davon.

Falls sich mal eine Art Schmacht meldet, dann hilft es, dem Teil des Unterbewusstseins, das für Sucht zuständig ist, hörbar oder still in sich hinein in festem, freundlichen Ton zu sagen:

"HEUTE nicht"

Das ist für diesen Teil ein überschaubarer Zeitrahmen.

Auch helfen dann körperliche Aktivitäten wie um den Block laufen oder (wenn man das Haus nicht verlassen kann), Treppen rauf und runter. - Auch Seil springen ist gute Alternative - für gute Infos dazu google mit

richtig seil springen

wobei der Vorteil dabei ist, dass Du dieses kleine Fitness-Gerät stets bei Dir haben kannst.

Es gibt Emotionen, die gern im Verborgenen wirken, dazu gehört auch so ein Schmacht. Die mögen es gar nicht gern, klar beobachtet zu werden. Solche Gefühle halten sich nicht lange, und sie sind wellenförmig. Beobachtet man sie, kann es sehr interessant sein, wie sie wellenförmig an- und abschwellen, sich auch mal aufbäumen und dann erstmal wieder verschwinden. Solche Phänomene bei sich zu beobachten finde ich sehr spannend.

Ich wünsche Dir viel Erfolg und ein drogenfreies und schönes Leben.

Kommentar von cyracus ,

Zur Stärkung Deiner Motivation hier ein guter

Zigarettenrechner
http://www.zigaretten-rechner.de/

Kommentar von cyracus ,

Und mit diesem

Raucherjahresrechner
http://www.code-knacker.de/tabakwaren/raucherjahresrechner.htm

kannst Du errechnen, wieviel Teer Du Deiner Lunge durchs Rauchen „geschenkt“ hast. Gib ein Anzahl der Zigis + Anzahl Jahre, dann klick auf meine Letzte.

Sobald sich Deine Lunge beginnt zu erholen, wird sie die Schadstoffe raushusten. Das ist für viele, die dies nicht wissen, beunruhigend. Im Grunde ist das aber ein sehr gutes Zeichen: der Dreck kommt raus, und die Lunge erholt sich.

Der Rechner zeigt Dir auch, warum Deine Lunge Dir deutlich zeigt, dass sie absolut keinen Teer mehr in sich reinkriegen will.

Antwort
von Waaat, 59

Rauchen aufhören passiert im Kopf.
Wenn du im Kopf nicht bereit bist dazu, funktioniert es nicht.

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