Rauchen am Arbeitsplatz?

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7 Antworten

man könnte den Chef bitten, das man in einem separaten Raum weiter arbeiten darf.

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Kommentar von logtainment
23.11.2015, 14:58

Wer weiss ob es einen zweiten Raum gibt, wo nicht geraucht wird!

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Kommentar von Momo1973
23.11.2015, 15:09

habe doch gefragt, gibts aber nicht.Das Problem noch muss ich eingearbeitet werden.. Schlimmer d.h muss die ganze Raucherrei aushalten

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Kommentar von Familiengerd
23.11.2015, 17:32

man könnte den Chef bitten

Mal abgesehen von der praktischen Durchsetzung:

Wenn der Fragesteller diesbezüglich an den "Chef" heran tritt, hat der "Chef" das Rauchen am Arbeitsplatz zu verbieten!

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Kommentar von cyracus
25.11.2015, 16:43

@peterobm, auch wenn er einen eigenen Arbeitsraum hat: Die ganze Firma ist doch "verquarstet" vom Tabakrauch. Der Fragende darf kündigen, und das ohne Sperre. - Siehe meine Antwort hier.

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Du hast ein Recht auf einen rauchfreien Arbeitsplatz gemäß

Verordnung über Arbeitsstätten (Arbeitsstättenverordnung - ArbStättV)

§ 5 Nichtraucherschutz

(1) Der Arbeitgeber hat die erforderlichen Maßnahmen zu treffen, damit die nicht rauchenden Beschäftigten in Arbeitsstätten wirksam vor den Gesundheitsgefahren durch Tabakrauch geschützt sind. Soweit erforderlich, hat der Arbeitgeber ein allgemeines oder auf einzelne Bereiche der Arbeitsstätte beschränktes Rauchverbot zu erlassen.

Es gibt dort noch einen Absatz 2, der hat auf Deinen Arbeitsplatz aber keine Anwendung.

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Kündigst Du wegen des Tabakrauchs an Deinem Arbeitsplatz, darf Dir das Jobcenter keine Sperrzeit aufbrummen. - Lies dazu dies:

AZ L 6 AL 24/05 Kündigung wegen Passivrauchens begründet keine Sperrzeit

http://www.arbeitslosenselbsthilfe.org/forum_phpbb/alg-1-f244/az-l-6-al-24-05-kuendigung-wegen-passivrauchens-be-t37544.html

.

Geh erst zum Jobcenter, schildere Dein Problem und bitte um Genehmigung zur Kündigung. Die darf man Dir nicht verweigern. Und dann erst kündige mit dieser Begründung.

Geh zum Jobcenter auf keinen Fall allein, sondern lass Dich begleiten von einem erfahrenen (!! Beistand, auch Ämterlotse genannt (dazu gleich mehr).

Vorsorglich diese Hinweise von mir:

Umgang mit Sozialbehörden

Mit dem Amt nichts telefonisch klären (das kann man später nie beweisen). Alles schriftlich machen. Am besten Schreiben, Belege und Anträge persönlich abgeben. - Den Erhalt des Schreibens lässt man sich auf einem mitgebrachten Doppel mit Stempel, Datum und Unterschrift bestätigen. (Dies verlangt man mit ruhigem, freundlichem Ton und reicht das Schreiben rüber, „und hier brauche ich noch Stempel mit Datum und Unterschrift“).

Wenn man nur etwas abgeben will, dann wie üblich ein Schreiben aufsetzen, in dem erklärt wird, was "als Anlage" überreicht wird (sind es mehrere Anlagen, diese mit Nummern versehen aufzählen). - Wiederum dieses Anschreiben auf einem mitgebrachten Doppel mit Stempel und Unterschrift bestätigen lassen.

Diese Bestätigungen sind Gold wert, sie sind mehr wert als ein Einschreibebeleg (mit dem ja nur der Eingang eines Umschlags bestätigt wird).

Mit einer solchen Bestätigung kann von Seiten der Behörde nicht behauptet werden, Schreiben und Belege seien nicht eingegangen. Und wenn doch, eine Fotokopie von deren Bestätigung vorlegen (das Original unbedingt wie eine Kostbarkeit hüten). - Nicht (oder angeblich nicht) abgegebene Unterlagen kann als Verstoß gegen die Mitwirkungspflicht gedeutet werden, was zu Sanktionen führen kann = Kürzung von Geld. - Und: Werden so die Unterlagen / Belege abgegeben, wird erfahrungsgemäß allgemein die Sache zügiger bearbeitet.

Falls Du meinst, ich würde übertreiben, google mit
jobcenter unterlagen verloren.

Im Gespräch mit den Mitarbeitern immer korrekt und konzentriert sein. Wenn die Mitarbeiter freundlich und zugewandt sind: Auch Infos im Vertrauen landen in der Akte und können später gegen den „Kunden“ (wie es vollmundig bei Sozialbehörden heißt) verwendet werden.

Oft ist es ratsam, zum Amt einen Beistand als Begleitung mitzunehmen. Dieser muss nur zuhören und kann dabei Protokoll führen, oder hinterher macht man gemeinsam ein Erinnerungsprotokoll. Der Beistand kann aber auch für Dich Erklärungen abgeben, dazu § 13, Absatz 4 SGB X (google mit 13 sgb 10):

     (4) Ein Beteiligter kann zu Verhandlungen und Besprechungen mit
           einem Beistand erscheinen. Das von dem Beistand Vorgetragene
           gilt als von dem Beteiligten vorgebracht, soweit dieser nicht
           unverzüglich widerspricht.

Für einen ehrenamtlichen Behördenbegleiter = Beistand google jeweils mit Deinem Wohnort (oder dem nächstgrößeren, wenn Deiner klein ist) mit

     Ämterlotsen
     Behördenlotsen
     Behördenbegleiter
     Hartz IV Mitläufer
     Hartz IV Gegenwind e.V.
     Wir gehen mit org

Diese Ämterbegleiter sind wertvolle Hilfen und notfalls auch Zeugen, und (die meisten? alle?) haben für diesen ehrenamtlichen Dienst eine kleine Ausbildung genossen und kennen sich bestenfalls mit den Gesetzen aus. (Sag beim Amt niemals, Du hättest einen Zeugen dabei! Zeugen dürfen des Raumes verwiesen werden - Beistände dagegen nicht, auf die hast Du ein Recht.)

Lebst Du in einer Bedarfsgemeinschaft (oder Haushaltsgemeinschaft): Andere Mitglieder solch einer Gemeinschaft können für Dich kein Beistand sein, denn sie sind nicht neutral, sondern automatisch selbst Betroffene.

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Kommentar von cyracus
25.11.2015, 16:38

Google mit

legitimation eines beistands pdf (die Wörter genau so)

und lade Dir die Datei vom elo-forum runter. Darin erfährst Du die gesetzliche Grundlage für Beistände und dass jeder Bürger ein Recht darauf hat, sich bei Behördengängen von einem Beistand begleiten zu lassen. - Einzig nicht mehr aktuell in der Info: Darin wird erklärt, dass Beistände sich nicht ausweisen müssen (liest Du ja dann dort). - Für mich völlig unverständlich, der Richter kannte wohl nicht die Info des ehemaligen Präsidenten des Bundessozialgerichts Dr. Matthias von Wulffen - kopfschüttel. Dieses Urteil wird hoffentlich gekippt. - Das JuraForum erklärt im Artikel vom 9.11.2015:

Hartz IV-Empfänger haben Recht auf Beistand beim Jobcenter
http://www.juraforum.de/ratgeber/sozialrecht/hartz-iv-empfaenger-haben-recht-auf-beistand-beim-jobcenter

     „Diese Entscheidung des Sozialgerichtes Stuttgart ist noch nicht
     rechtmäßig, so dass die rechtliche Situation noch nicht abschließend
     geklärt ist. Aufgrund dessen sollte der Beistand eines Hartz IV
     Empfängers besser seinen Personalausweis mitbringen, um sich
     notfalls ausweisen zu können. Wichtig ist, dass Hartz IV Bezieher
     ihren Beistand unangemeldet mitbringen dürfen. Er braucht auch nicht
     über eine juristische Vorbildung zur Verfügung. Hartz IV Empfängern
     sollten von dieser Befugnis am besten Gebrauch zu machen. Dies gilt
     gerade auch dann, wenn er Schikanen seitens des Jobcenters
     befürchtet.“

In der Info erfährst Du unter anderem, dass wenn Dein Beistand für Dich etwas sagt, und Du widersprichst nicht, gilt es so, als hättest Du selbst es gesagt.

Zum Amt mit einer erfahrenen Begleitpersonen zu gehen ist in diesem Fall sehr empfehlenswert.

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Auf dem Arbeitsplatz wird aber geraucht. Alle Kollegen rauchen. Ich rauche nicht und kann kaum dieses Rauchen aushalten. Kann man kündigen ohne eine Sperre von Arbeitsamt zu bekommen? Der Chef hat von einem neuen Gebäude (das noch nicht gebaut ist) ohne Rauchen geredet aber man weiss nicht, wann die Baugenehmigung erteilt wird.

1. Rauchen kann der Chef Jeder Zeit SOFORT verbieten, sogar auf dem Gesammten Gelände ohne Einschränkung

2. der Chef hat eine Fürsorgepflicht die Der zu erfüllen hat ... dazu zählt auch der Schutz der Nichtraucher 

3. Rauchen ist GIFT & Niemand kann Dich zwingen GIFT einzuzatmen -> verklicker Das dem Arbeitslosen-Amt  ...  Alternative: viel Krank sein wegen Raucher-Abgase

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Du kannst es wahrscheinlcih sogar anders lösen. Inzwischen ist es ja schon verboten unter bestimmten ümständen, wenn bei dir daheim jmd. unter deinem balkon raucht. Ich würd mich einfach mal bei eimen rechtsanwalt erkundigen

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Kommentar von cyracus
25.11.2015, 16:41

Nee, kündigen ist okay - lies meine Antwort hier dazu.

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Hi,

du kannst ja mal bei einem Anwalt, Arbeitsamt, JobAgentur nachfragen.

Eigentlich ist Rauchen am Arbeitsplatz heute für einen Nichtraucher unzumutbar. Meiner Meinung nach!

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Kommentar von cyracus
25.11.2015, 16:40

Stimmt, siehe auch § 5 ArbStättV - und: Jobcenter darf nicht sperren. Siehe dazu meine Antwort hier.

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Hallo!" Ein wirkliches Problem du hast da eine Entscheidung zu treffen. Und Forderungen in der Probezeit sind immer problematisch. Du solltest Den Chef darauf ansprechen - geht ja nicht anders.  Alles Gute.

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Kommentar von cyracus
25.11.2015, 16:39

Doch, es geht anders - Jobcenter darf in diesem Fall nicht sperren. - Siehe dazu meine Antwort hier.

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Also wenn du mit dem Chef bereits gesprochen hat und er dir dennoch keine wirkliche Alternative anbieten, denke ich nicht das sie dir dafür eine Speere rein drücken können. Ich meine du kannst ja nun echt nicht deine Gesundheit aufs Spiel setzten nur um bei dem Job zu bleiben...

Finde das schon ziemlich krass, dachte immer es gibt in zwischen ein komplettes Rauch verbot...

Wünsche dir echt viel Glück und Erfolg dein recht durch zu boxen.

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