RaspberryPi Audio Verstärker?

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2 Antworten

Hallo PythonF

Deine Frage drückt aus, dass du eigentlich der Fachmann bist, denn dein Projekt ist komplex, durchdacht, hat ein hohes Niveau und ist sehr anspruchsvoll.

Dali Zensor 1: gute passive 2-Wege Lautsprecher, eine gute Wahl.

Der Hifiberry Amp hat zwar mit seinen 2 x 25W schon angenehm Leistung
aber ich glaube, aus den Lautsprechen kann man mehr raußholen!

Vollkommen richtig. Der HiFiberry Amp wird den Lautsprechern nicht gerecht und kann auch wegen der niedrigen Versorgungsspannung von 12 bis 18 Volt nicht mehr Kraft entwickeln, dazu bedarf es einer hochwertigeren Netzteiltechnik mit höhere Gleichspannung und dem Vermögen, starke impulsartige Stromlasten besser zu bedienen...und zwangsläufig einer anderen Endstufe.

Billig kommst du an gebrauchte, klassische Verstärker bei eBay, die für eine optimale NF-HiFi-Audiowiedergabe gebaut wurden und einen guten Ruf haben, also bekannt sind für ihre hervorragende Qualität.

Dann gibt es natürlich auch sehr gute Verstärker/Endstufen- und Netzteil-Module. Preiswerte kommen direkt aus China, Hongkong, Taiwan oder bereits importiert von einem Anbieter in Europa, dann natürlich teurer.

Teurere Module, die in Deutschland oder Europa hergestellt wurden, kosten viel mehr...inwieweit dein Budget dann ausreicht...eigentlich nicht.

Tendentiell dachte ich in Richtung Pi + I2S DAC

Es gibt sehr gute I2S DACs, hier findest du eine Auflistung ohne Anspruch auf Vollständigkeit:

https://volumio.org/forum/list-i2s-dacs-for-raspberry-t1103.html

genauer anzusehen, sehr interessant, aber es bedarf einer sehr umfangreichen Recherche, um zu entscheiden, was gut, besser oder hervorragend ist. Ich benötige auf jeden Fall Zeit, um mich hier durchzubeißen und anschließend ein stimmiges Urteil abgeben zu können.

Beispiele für gute Kits, aber mehr nicht!

http://www.diyinhk.com/shop/audio-kits/31-384khz32bit-pcm5102a-dac-i2s-input-ultra-low-noise-regulator.html

http://www.diyinhk.com/shop/audio-kits/96-ad1865-r2r-isolated-nonoversampling-nos-audio-dac-with-fifo-reclock.html

Für den Verstärker hab ich mir ein preisliches Limit von ~200€ gesetzt. Hängt aber auch davon ab, wie groß dann der Klangliche Unterschied zum HifiberryAmp ist. Viele Einstellmöglichkeiten für den Verstärker brauch ich eigentlich nicht, da ich mit ALSA Mixer eigenlich alles regeln kann. Theoretisch brauch ich nicht mal einen Lautstärkerregler.

Diesen Teil deiner Frage beantworte ich später, denn ich muss nochmal überprüfen, was dem gerecht wird und in die engere Wahl kommt. Vielleicht kannst du noch mitteilen, wie du zu gebrauchten Verstärkern/Endstufen bei eBay stehst oder ob es neue Technik sein soll.

Grüße, Dalko

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Kommentar von PythonF
25.03.2016, 23:38

Erstmal Danke! Für die ausführliche Antwort. Verstärkertechnisch wird es mit 200€ wahrscheinlich recht knapp - bei eigenen Recherechen hat mit der Yamaha A-S301 ganz gut gefallen, aber da leg ich mich definitiv nicht fest. Gebraucht und schon etwas älter ist ebenfall eine Option, die ich in Erwägung gezogen habe. Nachteilig scheint mir hier der Mangel an z.B. Toslink-Anschlussmöglichkeiten - aber da sowohl PC als auch I2S Soundkarten Chinch als auch Digital können stellt das kein Problem dar. Was ich allerdings mittlerweile in meine Wunschliste mit aufgenommen habe, ist die Möglichkeit beim Verstärker einen Kanalwechsel per Fernbedinung durchführen zu können. Da ich hier über eine smartHOME-Software (FHEM) gerne automatisch den Input zwischen PC und RaspberryPi umschalten möchte. Zu den Chinaverstärkern bzw. allgemein auch beim DAC lese ich immer häufiger, das eine externe Stromversorgung mit einem hochwerigem Netzteil eine tragende Rolle in der Tonqualität spielt was ich wahrscheinlich auch noch mit einbeziehen sollte.

Grüße, Fabian

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Da sich bis jetzt niemand an der Beantwortung deiner Frage beteiligt, schreibe ich eine zweite Antwort:

Der Yamaha A-S301ist eine gute Wahl, generell sind HiFi-Geräte von Yamaha
hochwertig und klanglich sehr gut...also neutral und in keinem Bereich
irgendwie „färbend“, was leider heute immer mehr abgelehnt wird.

Sub-Out und digitale Anschlüsse (optisch und RCA) sind vorhanden, die
Ausgangsleistung reicht mit 2 x 60/95 Watt RMS an 8/4 Ohm aus und der
Schalter zur Impedanz-Auswahl ist ein positives Merkmal.

Die Frage ist nur, ob du den kompletten digitalen Teil benötigst und ob auf
gleichem technischen Niveau ein rein analoges Gerät die bessere Wahl
wäre, da du ja an den Einsatz von externen DACs denkst.

Deshalb halte ich eine Planung in Form eines Blockschaltbildes für hilfreich.
Wenn alle Komponenten zu sehen sind und was an Signalfluss/Verkabelung
in analog oder digital sowie symmetrisch/unsymmetrisch angedacht ist, hat man den notwendigen Überblick. Dann siehst du außerdem sofort, ob du irgendwo in ein Masseschleifen-Problem hineinläufst, wo über galvanische Trennung nachgedacht werden muss, wobei Toslink hier immer eine hervorragende Lösung darstellt, da kein GND durchverbunden wird.

Ein weiteres Thema könnte die Frage sein, ob du auf unsymmetrische oder symmetrische Signalleitung setzen möchtest. Im High-End-Bereich setzt sich zunehmend symmetrische Technik durch, eigentlich logisch, das das Ergebnis im Vergleich zu unsymmetrischer Signalverarbeitung nur Vorteile hat, die sich auch klanglich bemerkbar machen.

Inwieweit die smartHOME-Software (FHEM) in das ganze Konzept  eingebunden werden kann, weiß ich noch nicht, ich kenne sie nicht und muss mich erst „schlau“ machen.

Deine Überlegung, den Focus auch auf die Stromversorgung zu richten, ist
vollkommen richtig und es ist extrem wichtig, die tragende Rolle einer
hochwertigen Stromversorgung für die Tonqualität zu berücksichtigen und auch konsequent umzusetzen.

Das bedeutet, dass jede Art von Schalt-Netzteil-Technik hier nichts zu suchen hat, also nur hochwertiger Ringkern-Trafo, Brückengleichrichter, einiges an Ladeelkos hoher Qualität und herausfiltern aller Ripple-Komponenten, Einsatz von Linear-Reglern usw….

In diesem Zusammenhang kritisiere ich die Hersteller von USB-Audio-Interfaces, die die Stromversorgung ausschließlich über den USB-Port anbieten. Nur wenige Hersteller planen den Einsatz eines hochwertigen externen Netzteils mit ein und verbauen in ihren Geräten eine entsprechende
Anschlussbuchse...Steinberg macht es, Focusrite nicht, aber das ist ein anderes Thema.

Zu den DAC wäre zu sagen, dass sich in den letzten Jahren sehr viel tut und neue Techniken unwahrscheinlich schnell das bisher machbare ablösen.
Wenn du auf diesen Zug aufspringen möchtest, dann kann ich dir nur empfehlen, komplett modular zu planen und den DAC immer als 
eigenständiges Gerät einzuplanen.

Standard ist zur Zeit der asynchrone Modus bei der Audiodatenübertragung über den USB-Port zwischen Computer und Peripherie.

Ich werte mal die gefundenen DACs danach aus und bin gespannt, was dabei herauskommt.

Grüße, Dalko

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Kommentar von PythonF
26.03.2016, 18:42

Muss mich hier erstmal etwas einlesen symmetrisch/unsymetrisch etc. - Zum Thema smartHome FHEM - eigentlich nur Infrarot über den PC - aber das ist nur nebensächlich. Zum Rest muss ich mich auch erstmal einlesen und Antworte später nochmals

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