Frage von GGEnderson, 28

Raketen mit Turbinen?

Wiso benutzt man innerhalb der Atmosphäre nicht den dortigen Sauerstoff? Wär es so schwer an einer Rakete so eine Turbine wie bei Skylon dranzumachen? Oder wäre es nicht möglich Lufteinlässe an die erste Stufe zu bauen, um Triebwerke die ersten 2Min mit Luft zu versorgen? Tanks für Flüssigen Sauerstoff sind doch extrem Schwer. Da könnte man sich doch ne Menge gewicht sparen!

Antwort
von ramay1418, 11

Wenn es so einfach wäre, gäbe es solche Teile in der Praxis schon. Alle Konzepte, einen Raketenstart, genauer, den Start einer orbitalen Oberstufe billiger und zuverlässiger zu machen, scheiterten bisher 

a) am Geld, 

b) am Material oder 

c) an der Physik. 

So gab es ja schon von Eugen Sänger die Überlegung, zwei Stufen mit Hilfe einer "Heißwasserrakete" waagerecht zu beschleunigen und erst dann der Aufstieg einzuleiten. 

Eine Abwandlung davon ist ein Magnetschlitten, der wie ein Transrapid funktioniert. Die Technik war bisher aber noch nicht wirklich ausgereift. Die Oberstufen müssten ja für einen senkrechten Aufstieg einen Kurvenflug durchführen mit entsprechender G-Belastung.

Es macht bei unsere heutigen Antriebstechnik keinen Sinn, erst waagerecht zu starten statt sofort Schub in Höhe zu verwandeln. Im ungünstigsten Fall könnte man so gut wie keine Nutzlast transportieren, würde aber enormen Treibstoffverbrauch haben.  

Deshalb geht es darum, so schnell wie möglich aus dem "Gravitationstrichter" herauszukommen. 

Die angedachte Konstruktion des "Skylon" wäre eine Möglichkeit, trotz waagerechten Starts mit einer nennenswerten Nutzlast (ca. 13 Tonnen) einen Orbit (rund 300  km) zu erreichen. Dafür wäre das geplante SABRE-Triebwerk (Synergistic Air-Breathing Rocket Engine) geeignet, das ein luftatmendes Jet-Triebwerk und ein umluftunabhängiges Raketentriebwerk in einem Bauteil vereint. 

Laut eines ESA-Berichts von 2010 gibt es keine prinzipiellen technischen Hindernisse, obwohl die Schwierigkeiten für die praktische Umsetzung enorm sind. 

Es ist also nicht so, dass nichts getan wird und die Ingenieure Pause machen, aber jedes Projekt muss 1) technisch machbar, 2) vernünftig finanzierbar und, gerade in der EU, 3) politisch durchsetzbar sein. 

Antwort
von SirKermit, 14

So ab 20 km Höhe wird es dünn, sehr dünn, was die Luft betrifft. Das schränkt den Einsatz extrem ein. Und man benötigt Gewicht in Form der Stützmasse und hoher Austrittsgeschwindigkeiten. Gewicht ist einerseits zwar "lästig", andererseits wird es auch dringend benötigt. Sonst könnte kein Raketentriebwerk sinnvoll arbeiten. Es würde an Rückstoß fehlen.

Jede zusätzliche Trennstelle zwischen den Stufen ist ein Risiko und erhöht das Gewicht. Eine 1. Stufe zu bauen, die nach wenigen Sekunden nutzlos ist, ist daher unter Berücksichtigung der gesamten Umstände sinnlos.

Antwort
von bartman76, 11

Zunächst müsste man ein zusätzliches Triebwerk mitführen, was mehr Gewicht bedeutet.

Dazu dürften Turbinentriebwerke nicht den erforderlichen Schub bereitstellen.

Antwort
von TypAmPc, 9

Zumal die Turbine zu wenig Sauerstoff ansaugen würde . Und es soll ja geld kosten Weil ja die Raketen eh nicht ins All fliegen denn sie fliegen einen Bogen wo man sogar sieht das diese nicht in den Orbit gelangen, Aber das ist egal .

Kommentar von Grautvornix ,

FET?

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