Frage von Franz577, 42

Radonmessung im Haus sinnvoll oder nicht?

Ein Bekannter hat mir erzählt, daß er in seinem Haus eine Radonmessung durchführt, da dieses radioaktive Edelgas angeblich zu gesundheitlichen Problemen führen kann, wenn ein gewisser Grenzwert dauerhaft überschritten wird.

Nun hab ich selbst zwar keine Probleme und bin ich auch niemand, der sich dadurch schnell verunsichern läßt oder in Panik verfällt, aber ich möchte natürlich wissen, was es damit auf sich hat.

Hat jemand von euch schon mal sowas gemacht oder machen lassen und wenn ja, mit welchem Ergebnis?

Gibt es Regionen in Deutschland, die stärker belastet sind als andere?

Und so eine Messung ist ja doch eher langwierig und kann erst über einen Zeitraum von 12 Monaten einen zuverlässigen Mittelwert liefern, wie ich mal gelesen habe.

Angenommen, dieser wäre dann zu hoch, was macht man dann?

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Antwort
von expermondo, 5

Hallo Franz577,

Schau mal bitte hier:
Gesundheit Medizin

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von Spezialwidde, 16

Das wird generell eher überbewertet. Die Sachlage ist so: Das radioaktive Edelgas entsteht in der Erdkruste in Folge einer radioaktiven Zerfallsreihe und steigt langsam auf. Natürlich ist die Verteilung sehr stark vom Standort abhängig. Über Uranvorkommen ist die Konzentration erhöht, auch in Bergbauregionen weil dem Gas durch die Stollen ein besserer Aufstiegsweg geschaffen wird. An der Athmosphäre verteilt es sich sofort zu unmessbar kleinen Konzentrationen, die Mengen sind klein. In Kellerräumen mit rissigem Boden kann es sich etwas anreichern. Dagegen würde Lüften helfen.

Antwort
von Alex92fromHell, 19

Ich glaub das kommt darauf an wo du wohnst.
Vielleicht lässt sich auf diversen Webseiten oder bei der Stadtverwaltung herausfinden wie hoch die Belastung in deiner Region allgmein ist und wenn diese ungewöhnlich hoch ist, kann man sich überlegen ob man nicht so einen test machen will

Antwort
von ArchEnema, 12

Gibt es Regionen in Deutschland, die stärker belastet sind als andere?

Ja, eindeutig. Hier im Schwarzwald z.B. ist die Radon-Ausgasung vergleichsweise hoch. Ebenso in einigen anderen Mittelgebirgen.

Eine (grobe; lokal kann die Belastung erheblich abweichen, abhängig u.a. von geologischen Besonderheiten) Übersichtskarte gibt's z.B. hier: http://www.radon-info.de/shtml/karten\_bl.shtml

Angenommen, dieser wäre dann zu hoch, was macht man dann?

Den Kellerboden umfangreich abdichten bzw. belüften.

Grundsätzlich halte ich das Risiko jedoch für überschaubar. Radon ist schwerer als Luft, d.h. es sammelt sich in Kellern (und Höhlen) unter Oberflächenniveau. Wenn man nicht gerade in einer Kellerwohnung lebt dann kommt man sowieso nicht viel mit dem Gas in Kontakt, man kann es durch einfaches Lüften loswerden.

Problematisch sind ggf. unterkellerte Altbauten (d.h. mit relativ porösen Wänden/Bodenplatten), in die man moderne, superdichte Fenster eingebaut hat. Da gibt es dann praktisch keine Luftzirkulation und das Gebäude kann vom Keller her mit Radon "vollaufen". Da würde ich nicht im Keller wohnen wollen. Luftdicht ist eben nicht immer gut...

Ein nicht besonders dichter (und somit unbewohnter) Keller ist dagegen eher gut - weil das Radon dann auslaufen kann, bevor es in höhere, bewohnte Stockwerke zieht.

Antwort
von Ursusmaritimus, 12

Nur wenn du eine Kellerwohnung hast und direkt über einem Hotspot wie Menzenschwand oder Wismut wohnst.

Ansonsten dürften keine Grenzwerte erreicht werden.

Antwort
von Deichgoettin, 10

Betroffen bist Du evtl. nur, wenn Dein Haus auf einem Baugrund mit geologisch bedingt erhöhter Radonkonzentration errichtet wurde.

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