Radfahrer hatte kein Licht. Wer wäre schuld wenn es zu einem Unfall gekommen wäre?

... komplette Frage anzeigen

8 Antworten

Ich finde es immer wieder interessant, wie behauptet wird, den Rad Fahrenden habe man nicht sehen können und er wäre zu schnell unterwegs gewesen. Beide Aussagen widersprechen einander, weil: Die Einschätzung der Geschwindigkeit kann man nur tätigen, wenn man die Bewegung auch beobachten - oder sehen kann.

Ich höre auch oft den Vorwurf: "Ich habe Sie gar nicht kommen sehen, Sie waren ja auch viel zu schnell" bei Kraftfahrzeug Fahrenden, die, ohne Vorfahrt zu achten, aus Nebenstraßen oder Einfahrten einfach den Radweg kreuzen ohne zu schauen...

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Jeder bekommt eine Teilschuld. Der Fahrradfahrer weil er zu schnell und zu dunkel gekleidet war, vielleicht auch die Fahrradbeleuchtung zu schwach oder gar nicht vorhanden war. Du weil Du nicht Aufmerksam genug gefahren bist und vielleicht sogar abgelenkt gewesen bist.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

er radfahrer wäre schuld - ohne licht darf er am öffentl. straßenverkehr eigentlich nicht unterwegs sein , nachts !

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von MikaDaBoss2
17.10.2016, 19:48

Nein, ein Auto Fahrer muss immer dazu im Stande sein eine Notbremsung zu tätigen! Also wäre der Auto Fahrer dran schuld.

0

Radfahrer haben meistens immer recht, leider

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Es gibt genau genommen zwei Fragen, die zu klären sind:

- Einmal die ordnungs- und ggf. strafrechtliche Frage der "Schuld".

- Und dann die Frage der Schadensregulierung.

Bezogen auf die Schuldfrage spielt die Frage nach Fahrradlicht erstmal keine Rolle. Wenn Du einem vorfahrtberechtigten Radfahrer reinkrachst, dann hast Du die Schuld. Weil er Vorfahrt hat. Ob der Radfahrer Vorfahrt (oder zumindest Vorrang) hat, müsste zunächst geklärt werden.

Die zweite Frage ist dann die des Schadens: Schmerzensgeldansprüche wg. Personenschaden? Geschrottetes Fahrrad? Dein Schaden?

Und da wird's dann diffiziler. Gerichte tendieren dazu, dem Radfahrer auf der Ebene des Schadensausgleiches durchaus etwas abzusprechen, wenn dieser sich pflichtwidrig verhalten hat. Also z. B. im konkreten Fall unbeleuchtet und mit hoher (situatitv überhöhter?) Geschwindigkeit gefahren ist.

Letztlich ist alles aber immer eine Einzelfallbeurteilung vor Gericht.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Ein Auto Fahrer muss immer dazu im Stande sein eine Notbremsung zu tätigen, somit wärst du mit hoher Wahrscheinlichkeit schuldig.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Und wenn es ein Fußgänger ohne Licht wäre? Er hatte Vorfahrt, das auch noch - da hilft nur aufpassen!

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von Jochen2
18.10.2016, 11:35

Sorry aber das kann man doch nicht miteinander vergleichen Ein Fußgänger kommt ja wohl kaum mit einer so hohen Geschwindigkeit wie Radfahrer an.

0

Selbstverständlich wäre da einzig und allein der Radfahrer voll schuldig gewesen. 

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung