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Radfahren mit Helm, bei Kindern Pflicht?

gefragt von Danny1810 am 15.03.2009 um 12:36 Uhr

Gibt es eigentlich ein Gesetz dafür, dass Kinder beim Radfahren einen Helm tragen müssen? Vergleichend mit der Pflicht beim Autofahren auf einem Kindersitz zu sitzen. Sehe häufig Kinder durch den Straßenverkehr fahren ohne Helm, da frage ich mich, warum das keine Pflicht ist.


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holsch
beantwortet von holsch am 15. März 2009 12:37
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warum kann Dir niemand sagen. als ich kind war, gab es noch nicht mal helme...


anonym
beantwortet von uli67 am 15. März 2009 12:39
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Warum muss man immer alles zur Pflicht machen? Empfehlenswert ist es sicher allemal - und nicht nur für Kinder.


anonym
beantwortet von espressionant am 16. März 2009 14:51
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Nein, es gibt kein Gesetz, dass Kinder einen Helm tragen müssen. Dafür gibt es mehrere Gründe:
- Helme sind nicht wirksam. Die Zahl "Minderung des Riskos für Kopfverletzungen um 80%" ist schlicht und einfach falsch. Sie stammt aus einer Studie (Rivara Thompson) die dummerweise vergessen hat das es weniger Helmträger als Nicht-Helmträger gibt. Berechnet man diesen Faktor ein war das Risiko für Helmträger GRÖSSER eine Kopfverletzung zu bekommen. Für weitere Infos empfehle ich www.hardshell.org
- Es ist in Deutschland nicht verboten sich selbst zu schädigen oder vermeintlich riskantes Verhalten an den Tag zu legen. Dies zählt zur allgemeinen Handlungsfreiheit und ist ein Menschenrecht. (Wer jetzt Gurtpflicht oder Motorradhelmpflicht ins Spiel wirf möge sich die zugehörigen Verfassungsgerichtsurteile zur Gemüte führen)
- Die meisten tötlichen Unfälle von Radfahrern gibt es im Zusammenhang mit dem KfZ-Verkehr. Auch wenn nicht immer schuld sind doch die KfZ die Störer, durch die der Schaden verursacht wird. Selbst wenn der Helm wirksam wäre müsste man zunächst die Störer zu einer Verbesserung der Situation auffordern.
- Radfahren ist gar nicht so gefährlich. Bei den Kopfverletzungen ist Radfahren (laut Daten der Helmbefürwortenden Hannelor Kohl Stiftung) in weniger als 1% die Ursache. Wer also seinen Kopf schützen will sollte, im Haushalt oder beim Treppesteigen einen Helm aufsetzen. Findest Du lächerlich. Ich auch, aber solche Sachen sind RISKANTER für den Kopf als Radfahren. Deswegen ist es noch lächerlicher beim Radfahren einen Helm aufzusetzen.

Wer mal bei Destatis reingeschaut hat, wird schnell entdecken, dass Kinder auf dem Rad viel weniger gefährdet sind wie unmotoriserte ältere Verkehrsteilnehmer. Jeder Politiker, der Helme für radfahrende Kinder, nicht aber generell für Senioren fordert, nutzt nur aus, das vermeintlicher Kinderschutz sich immer gut verkauft. Darauf mag hereinfallen wer will. Bedauerlich wenn man so dumm ist.

Noch etwas. Meine Tochter zB wohnt in einer Spielstraße. Gibt es nun eine Helmpflicht und sie vergisst ihren Helm und wird angefahren, dann wird die Versicherung des Autofahrers -trotz voller Schuld (dort in der Spielstraße hält sich niemand an Schritgeschwindigkeit!)- versuchen, jede Zahlung zu vermeiden. Dies natürlich auch ohne einen Nachweis, dass der Helm wirklich geholfen hätte. Das Risiko dass durch das Fehlverhalten des Autofahrers ausgeht wird also auf die Eltern des Kinders abgewälzt. Es wird dadurch immer schwerer seine Kinder alleine handeln zu lassen. Eine Helmpflicht wäre ein großer Schaden für die Kinder, damit Autoversicherungen profitieren können! Die Bewegungsfreiheit von Kindern ist durch den Autoverkehr eh schon sehr stark eingeschränkt. Warum sollte man also eine weitere Last gerade den Kleinsten aufbürden?
Alles in allem ist es sehr vernünftig auch Kindern auf dem Rad keinen Helm zu geben und selbst keinen zu tragen!


Praline
beantwortet von Praline am 15. März 2009 12:37
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Pflicht! Pflicht! Das soll so sein!


Ebbbi
beantwortet von Ebbbi am 15. März 2009 12:38
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ich glaube schon wenn sie erwischt werden kann es sein das die polizei sie zu hause abliefert


BARBiEx
beantwortet von BARBiEx am 15. März 2009 12:38
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Das Tragen eines Helmes ist keine Pflicht- auch für Kinder nicht!

,,Im Unterschied zu Motorradfahrern dürfen sich Radler derzeit noch offiziell "oben ohne" fortbewegen. Sie können frei wählen, ob sie den stärkeren Verkehrsteilnehmern im wahrsten Sinne des Wortes die Stirn bieten oder sich mit einem Helm gegen mögliche Unfallfolgen wehren. Zeitgenossen mit "Köpfchen" wissen jedoch, mit einem Schutzhelm sinkt die Verletzungsgefahr. Er mindert das Risiko für Kopfverletzungen und Gehirnschäden um 80 Prozent. In den letzten Jahren setzten deshalb immer mehr Radfahrer einen Schutzhelm auf."


Peru1
beantwortet von Peru1 am 15. März 2009 12:39
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Gibst du ein gutes Beispiel. Bei uns tragen alle Helm. Deshalb gibt es keine Diskussionen. Wenn aber die Eltern schon nicht tragen, wie sollten dann die Kinder das lernen. Übrigens Erwachsene verletzen sich genauso.

Kommentar von D283a4923cc6e520e7d9f5b9de51a275smallQuestor am 15. März 2009 12:59

Erwachsene können es aber selbst verantworten, Kinder sind dazu noch nicht in der Lage - der Erwachsene muss für sie entscheiden.

Kommentar von 80acb7720071b49d276b3ddd743feacasmallPeru1 am 15. März 2009 18:09

Trotzdem sind es die Vorbilder für die Kinder und wenn du dich schwer verletzt nützt deine Entscheidung meiner Krankenkasse auch nichts und deinen Familienangehörigen die dich pflegen.


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