Frage von AaronNEW, 117

Qualität der Ausbildung bei der Bundeswehr?

Hallo, Ich habe vor nach meinem Abitur zum Bund zu gehen und dann nach 6-7 Monaten den Dienst zu quittieren (ist seit dem fwd möglich). Möchte Erfahrungen sammeln, jedoch primär militärische Ausbildung genießen, da ich vor habe in meinem späteren Leben auf Reisen bspw. durch Krisengebiete in Afrika zu gehen uvm.

Deshalb stelle ich nun auch oben stehende Frage, die BW kommt immer mehr in Verruf und ihre Qualität wird immer häufiger in Frage gestellt. Theoretisch hätte ich auch die Möglichkeit, in Griechenland den 9 monatigen Wehrdienst anzutreten. Trotz der Krise sollen die auch immernoch ein sehr modernes und schlagkräftiges Militär haben.

Wie seht ihr das?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von GhostOA, 85

Die Ausbildung beim Bund ist nicht verkehrt. Aber wenn du das Soldatenhandwerk wirklich können willst musst du länger bleiben als 6 Monate.

Kennen, können, beherrschen

In der Grundausbildung lernst du wirklich nur Grundlagen. Danach kann es sein, dass du eher verwaltungstechnisches machst. Hast du Glück landest du irgendwo, wo gerade eine kleine Übung (Zuggefechtsschießen oä) stattfindet. Sollte aber eher die Ausnahme sein.

Für einen Einblick in das Thema Militär sind die 6-7 Monate sicherlich nicht verkehrt, aber ob man mit dem Wissen aus dieser Zeit für Krisengebiete gewappnet ist, wage ich zu bezweifeln.

Kommentar von AaronNEW ,

Ist auch gut möglich dass ich dort dann auch länger bleibe, je nachdem wie mein Eindruck ist. Vielen Dank für die Antwort (;

Antwort
von rav3ry, 55

Für das was du machen willst is BW genau richtig, da die Ausbildung an sich qualitativ gesehen weltmäßig unter den top 5 seien dürfte. Du musst unterscheiden zwischen Ausrüstuingsqualität und Ausbildungsqualität. Wenn du wirklich das militärische lernen willst empfehle ich dir den FWD als Gebirgsjäger. Auch wenn keine "Übungen" gehört Gefechtsdienst immer dazu.

Kommentar von ZIzIZakg ,

Gebirgsjäger um nach Afrika zu gehen? Ich weiß ja nicht was ihm das bringen sollte.

Kommentar von Apfelkind1986 ,

Gebirgsjäger sind für den Einsatz unter klimatisch schwierigen Bedingungen vorgesehen.

Kommentar von rav3ry ,

Ich mein nur das Gebirgsjäger sehr auf das Infanteristische gedrillt werden. So wie dus angegeben hast würde ich auf jeden Fall eine Jägerverwendung anstreben. Es bringt dir im Endeffekt halt wenig wenn du  wenn du ka zu den Fernmeldetypen gehst.

Kommentar von AaronNEW ,

Hatte als erstes Fallschirmjäger im Sinn, aber Gebirgsjäger wird sicher auch noch in Betracht gezogen 

Antwort
von chris1717, 39

Nun ja, wenn dein Anspruch ist, nach 6-7 Monaten den Einzelkämpfer hinter dir zu haben, und in der Lage zu sein, ganz allein und nur mit Klappspaten bewaffnet eine in Stellung eingegrabene Kompanie Infanterie zu vernichten, ja dann wirst du wohl leider etwas enttäuscht werden.

Ich bin mir auch nicht ganz sicher, ob du eine korrekte Vorstellung davon hast, was ausgebildet wird, bzw. was du hinterher damit anfangen möchtest.

Je nachdem wäre es vermutlich einfach klüger, einen Survival-Lehrgang zu besuchen.

Kommentar von AaronNEW ,

Will im Grunde genommen nur mit Handfeuerwaffen umgehen können, sicher ist sicher. Dazu kommt dann sicher auch der marsch mit über 40kg Gepäck und Ausrüstung, ist sicher hilfreich. Und wenn ich zu den sanitätern gehe, würde ich zusätzlich noch wunden erstversorgen können. Bin mir durchaus bewusst dass ich nach der Zeit kein alles über den Haufen schießender Rambo bin. Möchte bloß ein Risiko minimieren (; 

Hast du bzgl survival was konkretes im Sinn? 

Kommentar von chris1717 ,

Gibt ja ausreichend Kurse.

Habe auch bereits etwas von "Combat Survival"-Kursen (sic!) gehört, klingt zwar ziemlich lächerlich, scheint aber gar nicht mal zu schlecht zu sein. Ist primär natürlich der selbe Kram, den man in jedem Survival-Kurs auf den Weg kriegt, nur schaut man sich das alles auch unter dem Apsekt der Aufklärbarkeit an, was an und für sich nicht allzu schlecht ist.

Vom Walhalla-Verlag gibt es auch ein Buch "Überleben in Natur und Umwelt", welches gerade auf die Erfordernisse des Soldaten zugeschnitten ist.

Was Erstversorgung von Wunden angeht, ist (zumindest im Felde) nicht viel möglich außer Blutung stoppen und MedEvac anfordern. Also nicht wie in Videospielen "Bauchschuss+Bandage=gesund"

Was deine angestrebte FWD-Länge von 6-7 Monaten angeht: Da wird man dich nicht auf großartige Lehrgänge schicken, auch nicht wenn du zum San gehst. Da kriegst du den Ersthelfer Alpha und deine IGF. Sicher, mit Handfeuerwaffen kannst du danach vermutlich umgehen, aber bloß wird das von der Taxonomiestufe nicht allzu prickelnd. Eher so "kennen-können" statt "beherrschen".

Und für 40kg Gepäckmärsche muss man nicht extra zum Bund. N paar Flaschen Wasser in den Rucksack und los gehts. Nennt sich "Sport", so zum Beispiel Ausdauertraining Kaliber "Marathon".

Antwort
von ZIzIZakg, 71

Die Bundeswehr wird nur von Deutschen schlecht gemacht und unterschätzt. Gerade die Amerikaner sprechen immer in höchsten tönen vom Bund. Und das in der Mongolei, Mali, Afghanistan, Lettland, bei den Peschmerga usw. Hauptsächlich die BW die Ausbildung unternimmt hat auch so seine Gründe.

Kommentar von rav3ry ,

Na ja ^^Bei der neulichen Übung in Spanien wollten die Amis es einfach nicht glauben wie man Soldaten mit sowas minderwertigen wie dieser Koppel ausrüsten kann ^^ bis einer den Kommandeur gefragt hat

Kommentar von Apfelkind1986 ,

Du verwechselst hier aber Ausrüstung mit Ausbildung. Um unsere Ausrüstung beneiden uns nur wenige, das ist richtig. Aber auch die Amis decken sich zu großen Teilen mit eigener Ausrüstung ein, weil zum Beispiel deren Kampfstiefel absoluter Müll sind.

Kommentar von rav3ry ,

Na ja sein erster Satz wieß für mich auf aktuelle Meldungen zur BW hin, die sich eindeutig mit mangelnder Ausrüstung befassen. Sorry wenn das fehlinterpretiert war.

Kommentar von ZIzIZakg ,

Der erste Satz war auf die allgemeine Einstellung vieler Deutscher gegenüber der Bundeswehr. Das diese überhaupt nicht Kampffähig wäre und es mit keinem Militär der Welt aufnehmen würde usw..

Antwort
von grubenschmalz, 36

Das griechische Militär ist alles andere als modern und schlagkräftig. Die sind gerade noch in der Ausmusterung ihrer M48 Kampfpanzer.

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