Frage von Dedate, 64

Psychotherapie bei Hyperhidrose?

Hallo,

ich leide seit einigen Jahren unter extremer Hyperhidrose (extremes Schwitzen). Ich habe vieles schon ausprobert, wie z.B. Aluminiumchlorid, Iontophorese und habe sogar eine Operation hinter mir (ETS, ein Teil des Sympatikusnerven wurde abgeklemmt). Naja, das Achselschwitzen und die nassen Hände sind nach der OP tatsächlich sehr viel besser geworden, allerdings merke ich jetzt nach etwa einem Jahr, dass das Schwitzen an den beiden Stellen allmählich wieder stärker wird (die Nerven suchen sich ja leider oft nach einer gewissen Zeit wieder einen Weg "zusammenzuwachsen"). Auch habe ich das sogenannte kompensatorische Schwitzen. Nächstes Problem und im Moment größtes Problem sind aber meine Füße: barfuß laufen oder barfuß in Schuhen ist absolut unmöglich, mir stehen wortwörtlich die Schweißtropfen auf den Füßen und noch dazu fange ich auch an Händen und Achseln extrem an zu schwitzen, sobald meine Füße "nackt" sind. Naja, um es auf den Punkt zu bringen: ich habe nicht das Gefühl, dass ich meine Hyperhidrose mit Hilfe der klassischen Schumledizin in den Griff bekommen kann.

Ich habe mich jetzt mal etwas intensiver mit natürlichen Wegen und Möglichkeiten befasst. Meine Fragen: Kann eine Hyperhidrose evtl auch ernährungsbedingt sein (Entgiftung, Übersäuerung (ich bin laut "meiner" Heilpraktikerin sehr übersäuert)? Ich versuche mich schon seit ein paar Wochen jetzt sehr gesund und basisch zu ernähren, allerdings weiß ich natürlich nicht, wie schnell man dadurch wirklich eine Veränderung sehen kann. Zweitens: Kann es sein, dass tasächlich die Psyche und das allgemeine Nervensystem (auf die Psyche bezogen) eine größere Rollte dabei spielt, als einem der normale Schulmediziner so sagt? Ich selbst studiere zwar auch ganz normale Humanmedizin, bin aber mittlerweile für mich persönlich der alternativen Medizin sehr zugetan und bin mir sicher, dass die Schulmedizin bei weitem nicht alles weiß und kann.

Ich "leide" an "Hochsensibilität". Das können "normale" Menschen bestimmt nicht so einfach nachvollziehen, aber sowohl meine Nerven, als auch mein Körper reagieren auf äußere Umstände, Emotionen, Emotionen anderer extrem stark und sensibel. Das stört mich im Alltag so nicht, es ist ja auch keine Krankheit ;) Aber ich habe mir jetzt schon mal die Frage gestellt, ob das evtl. mit einer Hyperhidrose zusammenhängen könnte bzw. ob evtl. die Behandlung bei einem Psychologen oder einem (evtl. auf Hyperhidrose spezialisierten) Heilpraktiker oder so einen Versuch wert wäre?

Ich hoffe, ihr haltet mich jetzt nicht für total verrückt und fände es ganz ganz toll, wenn ihr mir Tips, Empfehlungen (von bestimmten Leuten?) oder auch eure eigenen Erfahrungen mitteilt! Wie gesagt, ich bin mit den Methoden und Möglichkeiten der Schulmedizin einfach an meine Grenzen gekommen und suche jetzt weiter nach anderen Optionen...

Ich freue mich auf jeden Fall auf alle eure Antworten, vielen Dank schonmal :)

Antwort
von voayager, 37

Zunächst mal gilt es herauszufinden, woher die Hyperhidrosis kommt. Ist es nervlich bedingt, dann kann über Jaborandi oder Salbei, beides homöopathisch, Einiges erreicht werden.

Antwort
von Zoeylein14, 23

Hallo, 

ich halte dich nicht für verrückt und kann gut verstehen, dass du alternative Heilmethoden ausprobieren möchtest. 

Ob die basische Ernährung etwas bringt, zeigt sich wahrscheinlich erst nach ein paar Monaten, der Körper braucht schliesslich Zeit um sich umzustellen und nach wahrscheinlich lebenslanger 'sauerer' Ernährung zu regenerieren. 

Ich würde dir einen Behandlung mit klassischer Homöopathie empfehlen, aber auch wirklich bei einem Homöopathen und nicht einfach ein paar Mittelchen Zuhause ausprobieren. 

Eigentlich sehe ich die Homöopathie selbst skeptisch, trotzdem hat sie mir einige Male geholfen als die Schulmedizin kläglich versagte. 

Eine Psychotherapie schadet bestimmt nicht, wenn du selbst sagst du bist sehr empfindlich, dann ist es möglicherweise ratsam in einer Verhaltenstherapie an Coping Strategien zu arbeiten damit du sozusagen ein dickeres Fell bekommst und dann vielleicht auch das Schwitzen weniger wird.

Was dir auch helfen könnte wäre Rüdiger Dahlke, die Ansichten dieses Mannes bitte nicht in allen Einzelheiten ernst nehmen, ich denke aber seine Erklärungen für einige Krankheitsbilder helfen vielen Menschen durchaus.

Alles Gute!

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