Frage von nil101, 82

Psychose oder Depressionen?

Ich hab vor 4Monaten an einem Joint gezogen u mir wurde danach sehr schlecht hatte einen Blackout. 2Tagen danach hatte ich Verfolgung/vergiftung u verschwörungsängste u war deswegen in der Klinik. Nach ein paar Tagen hab ich mich selbst entlassen. Am Silvester hatte ich wd Verfolgungsängste u eine schwere Depression bekommen. Mein Arzt jetzt meint, es sind nur Depressionen mit psychotischen Komponenten u leicht heilbar, er meinte; Sobald die Depressionen weg sind, sind die Ängste auch weg. mein Arzt in der Klinik, war ein anderer Meinung. meinte, es wären: Schizoaffektive Störungen also schwer heilbar. Ich weiß jetzt nicht, was ich denken soll.

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von hourriyah29, 24

Hallo Nil,

Ärzte müssen zügig Diagnosen stellen um Abrechnungen zu machen. Um ganz genau zu sein müsste man diese "Arbeitsdiagnose" nennen. Erst nachdem der Arzt/Therapeut sehr viele Informationen hat und Dich über Jahre kennt kann er mit großer Sicherheit sagen, ob die Diagnose auch so stimmt.

Oft gibt es bei psychischen Erkrankungen auch Mischformen oder haben Diagnosen ähnliche Symptome oder Wandeln sich Krankheiten im Laufe der Zeit.

Die Prognose kann man allein anhand der Diagnose nicht vorhersagen!

Dabei spielen so viele Faktoren eine Rolle! (Alter, Intelligenz, Motivation, Offenheit, Persönlichkeitsfaktoren, Umfeld, Sozialer Rückhalt, Finanzielle Situation, Zukunftsperspektive, vorhandene oder fehlende Liebe).

Erst vor kurzem habe ich unmittelbar nacheinander einen Patienten kennengelernt, der eigentlich eine gute Lebensituation hatte, aber schwer psychisch krank war mit schlechter Prognose. Unmittelbar traf ich danach auf einen Patienten, der schlimmste Jahre hinter sich hatte mit traumatischen Ereignissen und schwerer psychischer Krankheit, der aber seit Jahren weitgehend gesund und glücklich lebte, seitdem er seine große Liebe gefunden hatte.

Du scheinst jung zu sein, einigermaßen intelligent und selbstreflektiert. Du bist motiviert und suchst Dir Hilfe. Somit hast Du gute Chancen.

Frag nicht nach der Diagnose, denk nicht an die Prognose. Tu was Du kannst. Finde heraus was Du brauchst, was Dir gut tut. Such Dir die richtigen Freunde und den richtigen Beruf. Und in 10 Jahren blickst Du zurück und klopfst Dir auf die Schultern!

LG, Hourriyah

Kommentar von nil101 ,

Danke für die netten Worte. !

Kommentar von hourriyah29 ,

Danke für den Stern und den netten Kommentar!

Alles Gute!!! Hourriyah

Antwort
von Grautvornix16, 30

Hi, die Art und Intensität mit der man auf THC reagiert ist genetisch bedingt, bzw. bedingt durch die - vor allem psychosoziale Situation in der man sich befindet und verteilt sich ungefähr über 3 Drittel zwischen unmittelbar gefährdet durch direkte psychopathologische Auswirkungen, suchtgefährdet im Sinne einer, durch bereits gegebene dissoziale Tendenzen in der Persönlichkeit geförderte Abhängigkeit und dem letzten Drittel, daß ab und zu seinen Spaß damit hat, ohne grundsätzlich beeinträchtigt oder nachhaltig gefährdet zu sein. - Das Problem ist, man weiß nicht zu welchem Drittel man gehört. - Darüber hinaus darf man den heutigen Konsum nicht mit den lässigen Bildern aus Dokumentarfilmen der Hippiezeit in der 1960igern verwechseln. Das Zeug, das heutzutage in Umlauf gebracht wird (als verbackener "Brösel" (es gibt ja auch noch sog. direktes "Gras" im THC-Bereich) ist sehr oft entweder mit anderem hinterhältigem Kram verschnitten oder von hoher aggressiver Konzentration (auch bei neueren Gras-Züchtungen) - nicht selten um einen suchtbedingten Folgebedarf zu erzeugen. Tja - auch eine Marktstrategie - Kapitalismus ist eben mittlerweile überall - auch und besonders bei der Drogenmafia. Also - Finger weg!

Was du schilderst klingt aber auch ein bischen danach als ob du auch schon vorher ein bischen "angeknackst" gewesen wärst und es dir nicht gerade übermäßig gut gegangen wäre. (nicht übel nehmen ;-) ). Deshalb doppelte Warnung!!! Was die Psychologen und Psychiater betrifft ist das auch heutzutage noch ein - na sagen wir mal - "grauer Markt" auf dem sich Perspektiven, Krankheitsbeschreibungen, Denkschulen und Strömungen zusammen mit ihren jeweiligen Anhängern bei den "Fachleuten" und den Interessen der Medizin- und Pharmaindustrie  fast jährlich ändern. Wenn du tatsächlich dauerhaft in dieser psychopathologischen Falle sitzen solltest dann nutze die Möglichkeit der 2. Meinung oder noch mehr Alternativen. Achte darauf ob du dich verstanden fühlst, ob dir das was da gesagt wird plausibel erscheint und auch, ob dein behandelnder Arzt oder Therapeut nur "sein Ding" durchzieht" oder wirklich Interesse an deiner ganz persönlichen Situation hat und versucht, ohne eigene Eitelkeiten, die Muster zu erkennen / verstehen aus denen dein Problem besteht. Wenn nicht - dann wechsel. Vorschläge zur Anwendung stabilisierender Medikamente - soweit verträglich - würde ich nicht unbedingt ablehnen soweit sie als Überbrückung gedacht sind, um dich überhaupt in die Lage zu versetzen andere Therapieformen umzusetzen.

Gruß und viel Glück (und vor allem Durchhaltevermögen). ;-)

Expertenantwort
von samm1917, Community-Experte für Depression, 36

welche symptome hast du denn?

Kommentar von nil101 ,

schwere Depression, mit Medis jetzt keine Verfolgungsängste aber Angst vor der Zukunft u kann mich nur schwer konzentrieren, ich kann auch nur über diese Situation denken u lesen.

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