openend am 11.02.2009 um 21:27 Uhr
Hallo,
hatte neulich ein Vorstellungsgespräch als Assistentin des Projektleiters. Dort wurde mir folgende Frage gestellt:
"Sie haben eine Aufgabe zu dreiviertel bereits erledigt, müssen allerdings dringend weg und übergeben ihrer Kollegin die Aufgabe. Die Kollegin führt die Aufgabe zuende. Dafür bekommt die Kollegin am nächsten Tag Lob vom Chef. Dabei erwähnt die Kollegin allerdings nicht, dass sie bloß den Abschluss der Aufgabe gemacht hatte. Wie verhalten würden Sie sich verhalten?"
Kennt jemand die Antwort die hier erwartet wurde? Ich denke meine Antwort war falsch, da ich nicht genommen wurde...

Die Antwortet lautet "Wenn ihr Teil zu diesem Projekt den Ausschlag gegeben hat, dann ist es doch sehr berechtigt." Für eine Beförderung, oder höhere Bewerbung musst du immer nach unten loben. Es sei denn, du wirst provoziert.

Da gibt es kein Patentrezept! Man möchte von Dir Charakter und Temperament erfahren. Verstellen ist hier völlig Sinnlos da Du nicht weist was für einen Typen die Firma sucht. Sei ehrlich!

wenn du für einen job nciht genommen wirst liegt dass nciht an einer falsch beantworteten Frage im vorstellungsgesprch sondern an dem gesamteindruck

ich antworte grundsätzlich nicht wie erwartet, sondern so, wie für mich die richtige antwort ist

Ich würde es diplomatisch richtig stellen, da ich aus Zeitgründen die Restabeiten an jemand übergeben musste, habe ich mich bewußt für Frau XY entschieden, da ich sie für qualifiziert genug dafür halte!

Gute Miene zum bösen Spiel und dies intern mit der Kollegin klären.
Glaubst du, es lag an dieser einen Aufgabe? Will dir nicht zu Nahe treten, aber solange du nicht gesagt hast "der Altern poliere ich vor versammeleter manschaft die Beisserchen auf Hochglanz" kann ich mir nicht vorstellen, dass es nur an EINER frage gelegen haben sollte.

Kommt ja nich nur auf eine Frage an, gell? Hast Du gesagt ihren Freund ausspannen?

Vlt. wäre die Antwort gewesen,daß du deinen Arbeitsplatz nicht verlassen darst,solange du mit dfeiner Aufgabe nicht fertig bist?

Was war denn deine Antwort?
openend am 11. Februar 2009 21:36 Ich habe gesagt, dass ich direkt dem Chef die Wahrheit sagen würde.
lulululukas am 11. Februar 2009 21:39 Das ist natürlich ne Frage von sozialer Kompetenz. Direkt das Problem an den Chef weitergeben ist nicht die feine Art denk ich ^^
Swisslady am 11. Februar 2009 21:45 Wäre vielleicht besser gewesen, diplomatisch dem Chef die Tatsachen zu "verklickern" im Sinne von "es freut mich, dass Frau XY meine Arbeit so gut zu Ende bringen konnte".
lulululukas am 11. Februar 2009 21:48 Das hört sich echt gut an. Chefs haben ja auch besseres zu tun, als für Ordnung ihrer Mitarbeiter zu sorgen ^^
Ich denke nicht dass Du nicht wegen dieser Antwort nicht genommen wurdest...das hatte sicher andere Gründe. Wieso? Wie hast Du denn geantwortet? Ich hätte gesagt "Es war total nett von Frau xy dass Sie mir den Abschluss der Aufgabe abgenommen hat, da ich dringend zu einem Termin musste, es ist so toll, dass wir hier alle im Team arbeiten und uns gegenseitig unterstützen!

ist berufspraxis...meine antwort wäre: stimmt, sie hat das, was ich vorbereitete sehr gut zu ende gebracht...aber ob das richtig ist ???

Interessante Frage. Wenn Aufgaben weitergeleitet werden, dann sind Sie Weisungsbefugt und stehen in der Regel in über der Kollegin. Damit betrifft das Lob auch Sie, denn Sie haben einen fähigen Mitarbeiter in Ihrem Team. Bei der nächsten Aufgabe werden Sie die Kollegin anweisen nach beendeter Arbeit, Ihnen dies nochmal vorzulegen. MfG
Ich würde privat mir ihr darüber sprechen und das klären

Nö, kenne die gewünschte Antwort auch nciht, aber sicher wäre es nicht falsch gewesen zu antworten, dass du bei passender Gelegenheit die Kollegin darauf ansprichst und sie bittest, bei ähnlicher Situation zukünftig zu erwähnen, dass die Arbeit nicht allein auf ihrem Mist gewachsen ist.

Wie verhalten würden Sie sich verhalten? ist das zweite verhalten da extra da? weil dann hats ja nen anderen sinn...
lulululukas am 11. Februar 2009 21:30 rofl
Antwort: geht so ^^
Indianwolf am 11. Februar 2009 21:31 Das seh ich jetzt erst,stimmt....dann wäre es ganz anders gemeint gewesen.
openend am 11. Februar 2009 21:32 ups das war ein Schreibfehler. Sorry! Ein "verhalten" reicht ;-)

Ich hätte mein M aul aufgemacht, solche Ungerrechtigkeiten kann ich nicht ab!
Ich glaube bei solchen Fragen kommt es nicht nur auf die Antwort sondern auch auf die Begründung an!

also, wenn alles nur an dieser frrage lag, dann gute nacht! ich würde mit der kollegon sprechen und ihr sagen wie scheiße sie sich verhalten hat. ich denke, dass das allerdings nicht alleine das AUS kriterium für dich war SORRY

"Ich würde mich zunächst mit meiner Kollegin zusammensetzen und mit ihr darüber reden und anschließend zum Chef gehen und die Missverständnisse korrigieren."

Würde sagen, dass ich das mit der Kollegin intern klären würde, nur wenn es öfter vorkommt, den Chef informieren.
Es liegt aber sicher nicht an einer "falschen" Antwort, dass du den Job nicht bekommen hast!

Sagst du nichts und gönnst der Kollegin das Lob,das ja zumindest zum Teil auch dir zusteht,könnte es als mangelnder Ehrgeiz ausgelegt werden.Meldest du dich zu Wort und erklärst wie es wirklich war,könnte man dich als nicht teamfähig einstufen.
openend am 11. Februar 2009 21:34 Ja eben, deshalb weiß man nicht was die hören wollten.

Ich hätte mein Maul aufgemacht, solche Ungerrechtigkeiten kann ich nicht ab!
Natürlich sachlicher formuliert...
Ich glaube bei solchen Fragen kommt es nicht nur auf die Antwort sondern auch auf die Begründung an!
Es kommt nur drauf an, das die Arbeit erfolgreich erfüllt wurde.Das ist für den Chef interessant!
openend am 11. Februar 2009 21:33 Ich habe gesagt, dass ich dem Chef die Wahrheit sagen würde. Nehme an dass ihn das nicht interessiert, sondern wie du sagtest, nur die Erfüllung der Aufgabe.

"Ich würde ihr die Lorbeeren gönnen."
Das könnte aber als fehlendes Durchsetzungsvermögen ausgelegt werden, nehme ich einmal an.
.
"Ich habe die Sache richtig gestellt, und gesagt, dass ich den Hauptteil der Arbeit gemacht habe?"
Das könnte Dir als mangelnde Kollegialität und Geltungssucht ausgelegt werden.
.
Was hast Du geantwortet?
openend am 11. Februar 2009 21:38 Antwort 2
donnerunddoria am 11. Februar 2009 21:48 Waren denn die Antworten in etwa so vorgegeben, wie ich sie formuliert habe? Oder konntest Du frei antworten?
Glaube es mir, auch wenn Du die Antwort 1 genommen hättest, würde man Dir das unter Umständen zu Deinem Nachteil ausgelegt haben. Duckmäuser und Ja-Sager sind nämlich auch nicht immer die bequemsten Mitarbeiter. Egal, ärger Dich nicht. Sei stolz darauf, dass Du niemandem nach dem Mund geredet hast, sondern Deine eigene Meinung vertreten hast. Ich finde, dazu gehört Mut, und das sollte ebenfalls honoriert werden.
openend am 11. Februar 2009 21:59 Nein, die Antworten waren leider nicht vorgegeben. Es war auch ein sehr schweres Vorstellungsgespräch mit einem ganzen Haufen solcher merkwürdigen Fragen. Vielen Dank für deine nette Antwort ;-)
lulululukas am 11. Februar 2009 22:06 Bleib einfach Du selbst, vllt. kannst Du auch an ein Vorbild denken, was sich bestimmt sehr gut anstellen würde.. Das hilft echt, sogar Schüler schreiben bessere Arbeiten, wenn sie sich einfach vorstellen, dass sie der Klassenstreber sind.

erstmal mit dieser person klären, sie auffordern, in deinem beisein es dem chef richtig darzustellen, falls sie dazu nicht bereit ist, würde ich selbst das gespräch mit dem chef suchen und bezug nehmen auf das lob. dabei natürlich auch die tolle arbeit der mitarbeiterin darstellen und deinen anteil beschreiben. wichtig ist, dabei dem chef deine absicht mitzuteilen, nämlich niemanden anzuscheißen, sondern zur wahrheit im unternehmen beizutragen. wenn chefs das nicht abkönnen, finger weg von so einer firma! viel erfolg wünscht www.dieerfolgstrainer.de
Woher weißt du das?
Ich stelle selbst auch Mitarbeiter ein. Aber ich mache auch keinen Hehl daraus, was ich gerne hören würde. Andere Personalchefs werden sich nicht besonders unterscheiden.
Aha, interessant.
Nur mal am Rande gesagt, wenn du noch kein Bewerbungstraining hattest, mache auf jeden Fall eines, es lohnt sich!
Wo gibts sowas denn günstig?
Unterschiedlich. Für Arbeitslose vermittelt die ARGE gute Stellen, natürlich umsonst. Für Umsteiger empfiehlt es sich, selbst gute Seminare zu "googeln". Das kostet zwar einiges, aber es lohnt fast immer. Je höher die Bewerbungsziele, umso höher die Tarife.
Reicht auch eine Woche Rhetorik Seminar, oder ist das was Du meinst noch viel spezifischer?
Das ist ein sehr gutes Seminar, das man auf jeden Fall annehmen sollte. Aber ein ausgeklügeltes Bewerbungstraining geht noch weit darüber hinaus. Sprich erstellen der Bewerbungsunterlagen, Probevorstellungen in einer bekannten Gruppe (Rollenspiel), und auch Stressbewältigung. Du siehst, man kann sehr viel lernen.
Ich werde da in jedem Fall mal darüber nachdenken. Danke für die Info!
Danke für die gute Frage.:)
ausgeklügeltes Bewerbungstraining
Also schaffen diese Seminare Mogelpackungen oder wie?
Jeder soll sich möglichst gut verkaufen. Man kann ja z.B. auch lügen wenn man nach Kinderwunsch gefragt wird. Das ist sogar ganz legitim!
Nein, sie helfen den Bewerbern sich optimaler zu verhalten. Eine Verhaltensschule im kleinen, aber keine "Fakeacademy".
Also eher was für unsichere Menschen, dir Probleme mit Nervosität haben?? Das soll jetzt nicht abwertend klingen!!!