Frage von against0, 163

Psychologin stellte mir beim ersten Termin die Frage, ob ich Selbstmordgedanken hätte?

Das ist alles schon ein paar Jährchen her. Ich müsste so um die 14 Jahre gewesen sein, und mein Vater hat mir einen Termin bei einer Psychologin gemacht, da ich unter Schlafproblemen litt. Ein Bekannter von unserer Familie war verstorben und ich konnte wochenlang nicht mehr schlafen. Ich wollte zwar nicht hin, aber mein Vater bestand drauf. Das Gespräch verlief erstmal ganz okay, mein Vater saß aber ebenfalls mit drin, was mich etwas verwirrte, da ich dachte, das Gespräch verläuft unter vier Augen. Jedenfalls stellte sie mir normale Fragen wie, was meine Hobbies wären, bla bla bla und mittendrin, praktisch aus dem nichts, fragte sie, ob ich schon mal an Selbstmord nachgedacht hätte. Ich war komplett perplex, da sie mich davor irgendwas harmloses gefragt hatte, ich glaube, ob ich ein Haustier hätte oder etwas in der Art. Ich sagte nein, was ja aber natürlich nicht gestimmt hat, da jeder irgendwo mal darüber nachgedacht hat, die einen mehr, die anderen weniger. Ich wollte aber meinen Vater nicht verunsichern und Angst machen, da ich auch davon ausgegangen bin, dass sie ernsthafte Selbstmordgedanken meinte. Ich wollte mal fragen, ob das normal ist, dass man diese Frage gleich bei der ersten Sitzung stellt? Mir ist klar, dass sie durch den Kontrast der vorherigen Frage eine bestmögliche Reaktion von mir erwartet hat, aber sie hat bei mir einen komischen Eindruck hinterlassen. Was sagt ihr?

Antwort
von DesbaTop, 68

Hm also wenn das normal ist, dann kann ich den Sinn dahinter nicht ganz begreifen.

Nicht zuletzt, weil der Vater daneben sitzt. Als ob dann noch irgendwer ehrlich antwortet.

Antwort
von km11111, 27
Ich wollte mal fragen, ob das normal ist, dass man diese Frage gleich bei der ersten Sitzung stellt? 

Wann denn sonst?

Antwort
von JuxSinnlos, 31

Diese Frage "aus heiterem Himmel" und ohne Bezug zum bisherigen Verlauf des Gesprächs zu stellen, ist vielleicht etwas ungewöhlich und irritierend. Auch dass dein Vater bei dem ersten Gespräch dabei war, kann man sicherlich so oder so sehen.

Dennoch ist es mittlerweile konsens, dass die Frage nach Suizidgedanken (sofern dafür ein Anhalt/ möglicher Grund besteht) schon im ersten Gespräch gestellt werden sollte.

Entgegen häufiger Befürchtungen führt die Frage nach Selbstmordgedanken nicht zu einer erhöhten Suizid- Gefahr. Im Gegenteil kann, sofern Suizidgedanken bestehen, sofort die richtige Behandlung (ggf. zunächst in einer geschlossenen Einrichtung) eingeleitet werden.

Wenn die Therapeutin die Frage aus falsch verstandener Zurückhaltung erst im 2. oder 3. Gespräch stellt, der Patient sich aber nach dem ersten Gespräch umbringt, muss sie sich zurecht vorwerfen lassen, dieses Thema nicht ausreichend abgefragt zu haben.

Natürlich können Patienten die Frage immer falsch beantworten, auch der beste Psychotherapeut/ Psychiater kann niemandem in den Kopf schauen. Jedoch ist eine solche Frage für viele Patienten sehr befreiend und eine Möglichkeit, über schwerwiegende Probleme zu sprechen.

Antwort
von Le4ndr44, 31

Ich denke mal das ist normal....
Jedenfalls werde ich das jedesmal gefragt.

Antwort
von Pariserprada, 67

Da hat der Therapeut erstmal versucht, eine Basis zu Dir zu finden mit Hilfe von harmlosen Fragen. Und dann kommt eben auch so eine Frage. Aber auch da sollte man ehrlich sein.. Denn wenn, kann man Dir ganz anders helfen, als wenn Du lügst.

Antwort
von Pauli1965, 75

Ja, das ist normal.

Antwort
von brido, 74

Es gibt besser Psychologen, aber das müssen sie wissen. 

Antwort
von girl0girl, 6

Hi

Also wenn sie sagt, dass du Sachen malen sollst dann male keine traurigen Sachen!!! Sonst weiß die von deiner Depression!!!

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