Psychologin sieht mich als Hoffnungslosen Fall - was jetzt?

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13 Antworten

Hallo Alpaka3,

ich denke nicht, dass es richtig ist, jemanden als "hoffnungslosen Fall" abzustempeln und schon gar nicht von einer Psychologin! Wichtig ist es, dass Du selbst Dich nicht so siehst und aufgibst! Frage doch Deine Psychologin einmal, was sie genau damit meint, Dich als hoffnungslosen Fall zu bezeichnen. Wenn Du mit ihr jedoch nicht weiterkommst, hast Du immer noch die Möglichkeit, Dir einen anderen Therapeuten zu suchen. Natürlich ist das mit einer weiteren Wartezeit verbunden, doch langfristig gesehen, hättest Du die Möglichkeit, die so notwendige Psychotherapie fortzusetzen.

Es gibt allerdings auch einiges, was Du im Kampf gegen Deine Depressionen selbst tun kannst. Ich kann mir allerdings vorstellen, dass es nicht leicht für Dich ist, überhaupt aktiv zu werden, da die Depression wahrscheinlich Deine Kräfte lähmt. Sich überhaupt zu irgendetwas aufzuraffen erfordert enorme Kraftanstrengungen, doch Du wirst sehen, es lohnt sich! Es gehört eben zum Wesen einer Depression, das Gefühl zu haben, nicht in der Lage zu sein, in irgendeiner Weise aktiv zu werden. Doch höre nicht auf Dein Gefühl! Dieses Gefühl betrügt dich, da es Dich nur noch tiefer in die Depression treibt. Fang doch mit ganz kleinen Schritten an, z.B. mit einem kurzen Spaziergang.

Es ist ganz verständlich, dass Du so schnell wie möglich wieder aus Deiner Depression herauskommen willst und Du machst Dir womöglich Vorwürfe, dass Du nicht mehr so leistungsfähig bist wie früher. Vielleicht sagst Du Dir innerlich immer öfter: "Ich bin doch zu nichts mehr zu gebrauchen". Doch mit solchen Selbstvorwürfen raubst Du Dir nur Dein Selbstwertgefühl und Du verschlimmerst Deine Depression. Ganz wichtig ist es gerade jetzt, dass Du nachsichtig und geduldig mit Dir selbst bist. Mach Dir immer wieder klar, dass es eben Zeit braucht, aus Deinem Tief wieder herauszukommen und dass eine Depression nicht ewig dauert. Du kannst sie überwinden und möglicherweise wieder völlig gesund werden! Vergiss das nie!

Da die Depression vorübergehend Deine Leistungsfähigkeit hemmt, solltest Du Dir nie zu viel an einem Tag vornehmen. Lerne es, immer nur kleine Aktivitäten durchzuführen und belohne Dich , wenn Du sie geschafft hast.

Wenn man eine Depression hat, dann saugt man negative Gedanken quasi wie ein Staubsauger in sich auf. Außerdem drehen sich Deine Gedanken wahrscheinlich ständig um Deine eigene schlimme Situation und immer wieder kommt Dir Negatives in den Sinn. Was könntest Du gegen die Negativspirale tun, in der Du gefangen bist? Versuche doch einmal ganz bewusst über Folgendes nachzudenken: Gibt es etwas in Deinem Leben, wofür Du dankbar sein kannst? Welche Menschen sind für Dich da und lieben Dich? Gibt es weitere Menschen, die Dir helfen könnten? Gibt es etwas, was Dir guttun würde, um Dich für eine gewisse Zeit von Deinen negativen Gedanken abzulenken?

Manchen hilft es, wenn sie im Laufe des Tages mehrmals etwas Schönes und Angenehmes tun und es ganz bewusst wahrnehmen. Ein Beispiel: die geliebte Tasse Tee oder Kaffee in Ruhe trinken und versuchen, die damit verbundene Freude bewusst wahrzunehmen. Oder: In einer sonstigen angenehmen Situation verweilen und das Schöne daran eine ganze Zeitlang bewusst auf sich wirken lassen. Das wirkt wie Streicheleinheiten für Deine Seele! Probiere es doch einmal aus!

Bei der Behandlung einer Depression hat es sich sehr bewährt, sich möglichst mehrmals am Tag körperlich zu bewegen. Anfangs kann das ein kurzer Spaziergang sein, den Du im Laufe der Zeit etwas ausdehnen könntest. Das Laufen schafft das Gefühl, etwas geleistet zu haben und baut Dein Selbstwertgefühl auf. Ganz abgesehen davon, was die frische Luft und das Licht in Deinem Körper bewirken, wirst Du feststellen, dass beim Laufen Deine Grübeleien über Negatives nachlassen oder sogar ganz verschwinden. Andere Möglichkeiten der Bewegung wären z.B. Radfahren, Schwimmen oder Gartenarbeiten. Auch wenn es Dich anfangs große Überwindung kostet Dich in Bewegung zu setzen, wirst Du feststellen, dass sich Deine Stimmung mehr und mehr aufhellt.

Ich möchte Dich auch noch auf die Hilfe aufmerksam machen, die uns die Bibel gibt. Obwohl sie kein medizinisches Fachbuch ist, gibt sie denen, die depressiv sind, Rat und spricht ihnen Mut zu.
Zum Beispiel spricht sie davon dass Gott ist denen, die ihm dienen und niedergeschlagen sind so nahe ist, als sei er direkt bei "den Zerschlagenen und Bedrückten, um den Geist der Bedrückten wiederaufleben zu lassen und das Herz der Zerschlagenen neu zu beleben" (Jesaja, Kapitel 57:15, Einheitsübersetzung). Ist es nicht sehr tröstend, zu wissen, dass Gott schwermütigen Personen so nahe ist?

Vielen hilft es auch, dass sie sich zu jeder Tages- und Nachtzeit an Gott im Gebet wenden können. Das Gebet ist nicht nur eine psychologische Krücke denn aufrichtige Gebete gehen nicht einfach ins Leere. Wenn Du Dich an Gott wendest, kann er Dir helfen, besser mit entmutigenden Gefühlen und Situationen, die Dich aus dem Gleichgewicht bringen umzugehen. Die Bibel fordert uns sogar auf, Gott unser Herz auszuschütten. Das ist besonders dann sehr wertvoll, wenn man das Gefühl hat, von niemandem sonst richtig verstanden zu werden. Auch wenn Gott das, was Dich belastet, nicht mit einem Mal beseitigt, kann er Dir jedoch die nötige Kraft geben, mit allem fertig zu werden - auch mit Depressionen!

Ich wünsche Dir von Herzen, dass Du es schaffst, wieder auf die Beine zu kommen und Dein Leben wieder in geordneteren Bahnen verläuft! Versuche, so gut es geht, zuversichtlich zu sein, und gib nicht auf, auch wenn es sehr schwer ist! Alles Gute!

LG Philipp

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Hallo Alpaka3,

ich weiß nicht, ob da nicht eher die Psychologin der 'hoffnungslose Fall' ist!

Sorry, aber so etwas macht mich wirklich wütend. Das geht nicht, Dich einfach so abzustempeln, ich finde das absolut inkompetent und kann Dir nur raten, Dir eine andere psychotherapeutische Praxis zu suchen. Deine Krankenversicherung kann Dir dabei behilflich sein, wenn Du dort die Umstände erklärst, damit die Wartezeit nicht so lang für Dich ist.

Eine Depression wird erfahrungsgemäß am besten mit einer Therapiekombination aus Medikamenten und Psychotherapie behandelt. Falls Du bisher keine Medikamente bekommen haben solltest, wäre es eine Überlegung wert, statt einer psychotherapeutischen Praxis eine psychiatrische Praxis oder zusätzlich den Hausarzt aufzusuchen, da Psychotherapeuten keine Medikamente verordnen.

Therapiebegleitend könntest Du mit z. B. mit Mudras arbeiten. Literaturtipp: Gertrud Hirschi - Mudras, Yoga mit dem kleinen Finger. Dort sind auch Fingerstellungen und Affirmationen/Suggestionen enthalten, die eine sehr hilfreiche Selbsthilfe bieten.

Wenn Du Fragen hast, schreibe mir gerne einen Kommentar.

Alles Liebe und Gute für Dich wünscht Dir

Buddhishi

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Kommentar von Alpaka3
06.10.2016, 02:12

vielen Dank für deine lieben Worte, hab übernächste Woche nen termin beim Psychiater, hoffe mal das beste :)

Das mit dem Mudras sagt mir bis jetzt noch garnichts, aber werd ich mir auf jedenfall mal anschauen, danke dir!

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Kommentar von Seanna
06.10.2016, 08:58

Schön, dass du mal wieder für die Entrechteten kämpfst. Aber ich denke, in dem Fall wollte die Therapeutin nur deutlich machen, dass sie nicht zaubern kann, für immer bei der Freundin bleiben und dafür nicht Arbeiten keine Option in einer Therapie sein kann (denn da wirkt man ja auf Erlangung eines normalen Lebens incl Arbeit hin) und wenn sie sogar reha ablehnt, was die logische Konsequenz nach einer Therapie wäre, um Arbeitsfähigkeit zu erlangen, ihr Psychotherapie - und damit sie - nicht helfen kann. Denn das führt ja zu nichts. Die Patientin verlangt "wasch mir den Pelz, aber mach mich nicht nass", und das macht die Therapeutin deutlich, dass das nicht geht und solche Ziele nicht mit Therapie vereinbar sind. Das ist vollkommen korrektes therapeutisches Handeln, das deutlich zu machen und in dem Fall konsequent Therapie abzulehnen zugunsten von Patienten, die Änderungsmotivation zeigen. // Und ich glaube auch nicht, dass "hoffnungsloser Fall" ohne weitere Erklärung in den Raum geworfen wurde, sondern die Patientin dies hier nur so darstellt.

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Wow ..

Also ich weiß nicht, ob du echt in einer Psychotherapie nicht gut aufgehoben bist. Wechsel vielleicht die Therapeutin. So etwas kann die doch nicht einfach sagen.. Und es dauert bei der Therapie, bis man Erfolge sieht!

Du bist sicherlich nicht hoffnungslos. Vielleichst ist nur eine Psychotherapie die falsche Lösung für dich. Das kann ich nicht beurteilen. Frage nochmal nach, wie sie das gemeint hat und was du jetzt tun solltest.

Gib nicht auf :) Wenn sie dir so was an den Kopf knallt, dann kann die nicht gut sein.

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Kommentar von Alpaka3
06.10.2016, 02:11

werd ich machen, danke dir für deinen Rat und die freundlichen Worte!

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Kommentar von Seanna
06.10.2016, 09:05

Ich denke, in dem Fall wollte die Therapeutin nur deutlich machen, dass sie nicht zaubern kann, für immer bei der Freundin bleiben und dafür nicht Arbeiten keine Option in einer Therapie sein kann (denn da wirkt man ja auf Erlangung eines normalen Lebens incl Arbeit hin) und wenn sie sogar reha ablehnt, was die logische Konsequenz nach einer Therapie wäre, um Arbeitsfähigkeit zu erlangen, ihr Psychotherapie - und damit sie - nicht helfen kann. Denn das führt ja zu nichts. Die Patientin verlangt "wasch mir den Pelz, aber mach mich nicht nass", und das macht die Therapeutin deutlich, dass das nicht geht und solche Ziele nicht mit Therapie vereinbar sind. Das ist vollkommen korrektes therapeutisches Handeln, das deutlich zu machen und in dem Fall konsequent Therapie abzulehnen zugunsten von Patienten, die Änderungsmotivation zeigen und Bereitschaft ihr Vermeidungsverhalten aufzugeben statt alles abzulehnen was helfen würde. // Und ich glaube auch nicht, dass "hoffnungsloser Fall" ohne weitere Erklärung in den Raum geworfen wurde, sondern die Patientin dies hier nur so darstellt.

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Wenn ich mir deine Aussagen so alle anschaue, bin ich mir sicher, du hast einen riesigen Vitamin B6- und Zinkmangel.  Der ganze Spuk würde wahrscheinlich rasch damit weggehen. 
Vielleicht brauchst du dann noch ein paar weitere Stoffe, um die Lücken in deiner Vitamin- und Mineralstoffversorgung zu füllen und dich wieder normal zu fühlen (z.B. Vitamin D hochdosiert und einen Omega3-Überschuss, d.h. die richtigen Fette, plus Vitamin K2 zum Stabilisieren).

Als Erste Hilfe gegen die Panik würde ich sofort und auf Dauer den Mineralstoff Nr. 5: Kali Phos. in D6 von Dr. Schüsslers Biochemie nehmen (gibts in jeder Apotheke).

Erforscht hat den Vitamin B6-Mangel Prof. B. Kuklinski, der herausgefunden hat, dass die z.T. erbliche Veranlagung zu diesem Mangel aus Menschen reine Symptombündel macht. Deine Symptome gehören dazu.
Eine Diagnose psychischer Auffälligkeiten wird von Ärzten mangels Zeit oft in die psychiatrische Richtung abgeschoben, denn über Vitamin B6-Mangel lernen sie in ihrer Ausbildung nichts  Ich habe mal gelesen, dass die psychiatrischen Krankenhäuser halb leer wären, wenn die Insaßen genug Vitamin B6 bekämen (das wäre dann auch nicht so lukrativ für die Pharmaindustrie, oder?)

Darüber kannst du selbst nachlesen:  
www.kpu-berlin.de/de/Kryptopyrrolurie_Kranksheitsbilder.html - bei dieser Seite sind alle Beiträge auf der linken Navigationsleiste wie ein Krimi zu lesen (zumindest, wenn man betroffen davon ist und schon sooooo lange nach einer Erklärung für diese komische Symptomatik gesucht hat),
und auch hier: 
www.naturheilpraxishensel.de/diagnostik/kryptopyrrolurie-kpuhpu/ (hier wird der ganze Ablauf im Körper gut erläutert).

Ich habe immer dieses Vitamin B6 von Hevert genommen, das gleich die richtige Dosierung hat. PZN 04490283 für 100 St., ca. 6,39€ bei Medizinfuchs, www.medizinfuchs.de/preisvergleich/vitamin-b6-hevert-tabletten-100-st-hevert-arzneimittel-gmbh-co.-kg-pzn-4490283.html.

Wieso man in Westdeutschland erst langsam anfängt, sich mit diesem Mangel zu befassen, liegt an der anderen Zielsetzung, mit der Prof. Kuklinski das erforscht hat : er hat damals Wege gesucht, um den Werktätigen in der damaligen DDR zu stabiler Gesundheit zu verhelfen und fand dabei diese Gesetzmäßigkeit heraus. Das aber setzt den Gedanken der Prophylaxe voraus  - der in Westdeutschland schon lange abgehakt wurde: hier werden Symptome mit Pharmazeutika 'bekämpft' (also in den qualmenden Auspuff wird ein Korken gesteckt, so dass alles unterdrückt wird - Resultat: 'Das Auto ist heil, weil nichts mehr qualmt'), während man prophylaktisch die Ursache für die Symptomatik beheben und den Menschen gesund werden lassen könnte. Ein gesunder Mensch bringt aber nicht soviel ein - lohnt sich also nicht.

Erst, wenn man diesen zynischen Ansatz verstanden hat, kann man sich mit Energie in diese Fragen vertiefen - und wenn man schon mehrere Menschen Behandlungsfehler durch mangelndes Eingehen Ursachen verloren hat, ist der Antrieb zur Selbstforschung noch größer.

Ich wünsche dir von Herzen, dass sich für dich bald etwas zum Guten ändert und hoffe, dass du meinen Rat annehmen kannst. Ein Vitamin zu nehmen ist vergleichsweise harmlos, kann aber sehr effizient wirken. Schaden tut es NIE!

PS  In der Zwischenzeit können dir die Mudras (Fingerhaltungen mit verblüffender energetischer Wirkung, die aus der altindischen Kultur stammen), wirklich toll helfen! Versuchs einfach mal - dümmer wird man nie dadurch!

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Kommentar von Alpaka3
06.10.2016, 12:35

Da muss ich dich leider enttäuschen, ich muss Krankheitsbedingt seit Jahren Zink-Tabletten nehmen und diesbezüglich 2x im Jahr meine Blutwerte überprüfen lassen. Zink ist bei mir immer leicht erhöht, aber nicht das es schlimm währe.

Vitamin B6 hat mir ein bekannter auch mal empfohlen, hab ich auch schonmal mitgemacht, hat garnichts gebracht.

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Eine Psychologin kann dich nicht gesund machen, das kannst nur du selbst. Ein Psychologe kann nur begleiten, Denkanstöße geben, dir durch schwierige Situationen helfen. Wenn du das aber nicht willst oder dich drauf einlässt, dann bist du aktuell einfach noch nicht weit genug für eine Therapie. Das als hoffnungslosen Fall zu bezeichnen mag zwar etwas ungeschickt sein, aber sie drückt damit aus, dass im Moment, da wo ihr zusammen steht, nichts mehr weiter geht. Du kannst also drüber nachdenken und entscheiden doch an der einen oder anderen Stelle was zu verändern, oder du nimmst die Diagnose "Hoffnungsloser Fall" an und machst weiter wie bisher.

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eine reha wäre in dem fall aber sinnvoll, ich war nicht weit weg von zu hause und bin in den 6 wochen auch 3 mal über nacht zu hause gewesen, geholfen hats mir sehr, vor allem weil die ganzen leute dort dich verstehen. es geht bei der ganzen geschichte nur um dich, du machst das für dich, da du das ja auch möchtest wäre das ein logischer schritt. 

die psychologin wäre übrigens zu wechseln, zumal auch nur psychiater medikamente verschreiben dürfen und es darf nie jemand in einer gesprächstherapie ( schon gar nicht nach ein paar sitzungen) sagen dass du ein hoffnungsloser fall wärst, die dame hat ihren beruf verfehlt. 

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Kommentar von Alpaka3
06.10.2016, 02:15

das mit reha muss ich mir noch überlegen, sicher vielleicht würde es mir helfen, aber ich habe unglaubliche Angst davor zu einer Reha zu müssen, zum einen weil ich dort ohne meine Freundin währe, was (auch wenn es blöd klingen mag) für mich zurzeit der Horror ist, zum andern, war ich vor etwa 3 Monaten wegen körperlichen Beschwerden im Krankenhaus und musste sogar dort nach einer Nacht wieder gehen, weil ich es nicht ausgehalten habe. Nicht wegen den Leuten oder so, die waren alle super nett, aber .. ich kann nicht mal sagen wieso das so ist, ich halte das einfach nicht aus..

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Bei sowas muss man einfach hart und direkt sein. 

Krieg deinen Arsch hoch und bekämpfe deine Probleme selber. Da du eine Partnerin hast nehme ich mal an das du ein Mann bist. 

Viele werden meine Meinung nicht vertreten aber hier ist sie: Jeder Mensch ist im stande seine Probleme zu beseitigen ob sie nun Körperlich oder Seelisch sind. An deiner Depression bist du schuld und niemand anders. Ein Psychologe ist nicht dazu da die Drecksarbeit für dich zu erledigen sondern dir lediglich dabei zu helfen etwas in die Tat um zu setzen. 

Frage dich: Warum habe ich diese Depression und wie kann ich sie los werden? Das du Angst hast kann ich verstehen aber stehe deinen Mann und geh raus in die Welt! Du hast Angst vor der Arbeit? Ist das also eine Ausrede auf unseren Taschen zu liegen? 

Kriege deinen Arsch hoch und arbeite an dir. 

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Ich glaube, dass du da die "Hoffnungslosikgkeit" hinein interpretierst.

Was zur Zeit tatsächlich eine Psychotherapie unmöglich macht ist, dass du nicht willens und bereit bist, dein Vermeidungsverhalten aufzugeben.

Der Weg wäre: Aufgabe des Sicherheitsverhaltens in der Partnerschaft, Reha, berufliche Wiedereingliederung mit ambulanter Psychotherapie.

Die Idee, ich mach eine Psychotherapie (und kann dadurch weiter vermeiden, mich der Realität, den Problemen und v.a. mich meinen Ängsten zu stellen) und dann wird es besser, funktioniert nicht. Das ist das Prinzip "wasch mir den Pelz, aber mach mich nicht nass!" und das funktioiniert nicht. Abgesehen davon, werden dann die Kosten gem. §22, Abs. 3, Nr. 1 Psychotherapie-Richtlinie nicht von der Krankenverischerung übernommen (und daher kann man sich einen Antrag auch sparen)..

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Kommentar von Seanna
06.10.2016, 09:01

Danke, exakt das, was ich sagen wollte.

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Kommentar von NorwinSchneider
06.10.2016, 10:49

Genau! Ängste bekämpft man nur in dem man sich ihnen stellt. 

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Kommentar von Wurzelstock
06.10.2016, 13:36

Schloh, deine Beobachtung ist zwar richtig, aber die Bewertung ist falsch. An einer solchen Vermeidungsstrategie ist die Verdrängung erkennbar. Sie kann nicht einfach willentlich aufgegeben werden.

Sie sitzt zudem möglicherweise viel tiefer, denn sie setzt immer weit vor den eigentlichen Erinnerungen ein, die nicht angerührt werden sollen. Von "nicht wollen" kann deshalb keine deshalb Rede sein. Das eben versteht das Umfeld solcher Personen nicht, die das laienhaft als arbeitsscheu definiert und fertig. Wäre dieses Wort nicht moralisch belastet, würde es sogar den Sachverhalt richtig beschreiben.

Wie die auslösenden Faktoren für die neurotische Fehlhaltung beschaffen sind, kann niemand sagen. Auch nicht, wo sie zeitlich liegen. Schon deshalb nicht, weil sie nicht auf ein einzelnes traumatisierendes Erlebnis charakterisisch festlegbar ist - das ist eine Anfängervorstellung aus S. Freuds Zeiten.

Deshalb ist auch nicht sicher, ob die Reha als begleitende Maßnahme während einer Tätgkeit den beabsichtigten Erfolg gewährleisten kann. Es ist der kurze Weg, den der Fragesteller auf jeden Fall gehen muss.

Scheitert er, bleibt m. E. nur die Psychoanalyse. Das ist der lange Weg. Er kann sehr lang sein, und das ist das große Problem dieser Methode. Zudem wird sie gewöhnlich sabotiert: Wer der normativen Arbeitseinstellung nicht folgt, kriegt sie nicht etwa beigebracht, sondern er wird weggemobbt. Das aber ist nicht änderbar.

Zuletzt Aspekte seiner Partnerschaft: Sie gibt Anhaltspunkte, wo die Suche nach den Ursachen zeitlich begonnen werden kann. Sie kann aber auch ein Rebound-Effekt beinhalten: Ein Scheitern bei der Arbeitsaufnahme gefährdet sein Ansehen. Das gefährdet die Beziehung. Diese Befürchtung hat Berechtigung.

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Hallo Alapak, 

also 5 Monate zu warten und dann eine Antwort zu bekommen, die man sich sowieso schon die ganze Zeit gedacht hat.. 

Da musst du dir wohl leider eine neue Psychologin suchen, denn die kann nicht wirklich kompetent sein, wenn sie dir noch nicht einmal einen Tipp geben kann. 

Ich hab leider kein genaues Wissen.. aber ich kenne meine Mutter, die ebenfalls Hartz 4 bezieht.. und wenn sie es seit Jahrzehnten tut.. dann wirst du auch für die Wochen Hartz 4 kriegen, solange du eben Begründungen hast - du wirst wohl ein Gutachten kriegen können von der Psychologin - und du den Sachen nachgehst, die das Amt von dir fordern. 

Eventuell solltest du dann keine Verhaltenstherapie machen.. das bedeutet ja, dass du dein Verhalten ändern möchtest.. und das wäre eben das Herantasten an den Gang zur Arbeit. 

Warum dich keiner darüber aufgeklärt hat.. dein Arzt zum Beispiel finde ich schade.. ich würde zur Gesprächstherapie gehen oder zur Tiefenpsychologin.. das sind keine richtigen Fachbegriffe.. ich finde nur gerade nicht die Worte dafür.. 

Da wird entweder geschaut was jetzt deine Probleme sind.. oder bei der tiefenpsychologie wird geschaut, ob die Ursachen deiner Probleme nicht vielleicht in deiner Kindheit stecken oder eben an einen früheren Punkt. 

Also meine Ärztin hat zu dem Thema gesagt, dass man Probegespräche mit Psychologen vereinbaren kann, wo man auch eigentlich eher einen Termin bekommt. Durch das Gespräch kann man dann erfahren, ob man ein Fall für den Psychologen ist oder nicht und wenn ja, wo man dann hingehen sollte. 

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Kommentar von Seanna
06.10.2016, 09:04

Ich denke, in dem Fall wollte die Therapeutin nur deutlich machen, dass sie nicht zaubern kann, für immer bei der Freundin bleiben und dafür nicht Arbeiten keine Option in einer Therapie sein kann (denn da wirkt man ja auf Erlangung eines normalen Lebens incl Arbeit hin) und wenn sie sogar reha ablehnt, was die logische Konsequenz nach einer Therapie wäre, um Arbeitsfähigkeit zu erlangen, ihr Psychotherapie - und damit sie - nicht helfen kann. Denn das führt ja zu nichts. Die Patientin verlangt "wasch mir den Pelz, aber mach mich nicht nass", und das macht die Therapeutin deutlich, dass das nicht geht und solche Ziele nicht mit Therapie vereinbar sind. Das ist vollkommen korrektes therapeutisches Handeln, das deutlich zu machen und in dem Fall konsequent Therapie abzulehnen zugunsten von Patienten, die Änderungsmotivation zeigen und Bereitschaft ihr Vermeidungsverhalten aufzugeben statt alles abzulehnen was helfen würde. // Und ich glaube auch nicht, dass "hoffnungsloser Fall" ohne weitere Erklärung in den Raum geworfen wurde, sondern die Patientin dies hier nur so darstellt.

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Da die Bezeichnug "Depression" hier gerade heftig kontrovers diskutiert wird, möchte ich meine Meinung sagen - gerade so, als würde ich noch im weißen Kittel hinter dem Handverhaufstisch der Apotheke stehen.

Was Du schilderst, ist keine Depression, sondern eine Phobie. Sie hat auch nicht die Ursache, die Du dafür hältst, sondern sie ist älter. Das ist überhaupt der Grund, warum Du zur Psychotherapie geschickt wurdest, und nicht zum Psychiater.

Wenn die Psychologin keine Möglichkeit zur Behandlung sieht, bedeutet das nur, dass sie mit ihrer Methode keine hat. Eigentlich ist das plausibel: Man kann auch einen Beinbruch nur behandeln, wenn einer geheilt werden muss. Ein Bein, das man sich in der Zukunft brechen wird, ist in der Gegenwart etwas schwierig zu behandeln.

Das heißt: Du musst eine Arbeit annehmen und währenddessen eine Therapie machen.

Keine Angst! Die Freundin ist nach Feierabend noch da. :-)

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Kommentar von lifefree
06.10.2016, 08:50

Würde ich auch sagen: tue das, wovor Du Angst hast.Es sollte sich aber um eine Tätigkeit handeln , die Du gerne tust.Finde also heraus, was Du gerne tust oder tun würdest, denke dabei aber nicht ans Arbeiten sondern nur an diese Tätigkeit.Neben der Berufstätigkeit eine Therapie bei einem Verhaltenstherapeuten. Wenn Dir einer nicht zusagt , geh zu einem anderen.

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Therapeuten wechseln oder schafft dir einen Haustier an wie wärs mit einem Hund ? Tiere helfen sehr gut gegen Depressionen..
Wünsche dir weiterhin viel Glück im leben.  Versuch immer an allem das beste zu sehen . Jedes mal wenn das leben dich wieder in die knie zwingt steh auf und zeige dir selber das du nicht ängstlich und schwach bist !! Versuch dir immer selber Mut zu machen!!!! :-)

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Kommentar von Alpaka3
06.10.2016, 02:10

Letzteres ist schwierig, aber Haustiermäßig bin ich schon gut gerüstet, haben einen Kater der uns beide (meine Freundin und mich) auf trapp hält :)

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Kann ich mir nicht vorstellen, dass sie Dir so was sagt.

Permanente Suizidgefahr dadurch, dass Du  arbeiten warst? Wie bitte?

Dann erzähl doch mal, was vorgefallen ist. Was hat denn die Suizidgefahr durch Arbeit ausgelöst???

Wieso und vor allem wie soll Deine Freundin Deine Depressionen wegbekommen und vor allem etwaige Suizidgefahren?



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Kommentar von Alpaka3
06.10.2016, 02:09

auf der Arbeit ist an sich nichts schlimmes vorgefallen. Aber es ist so, ob du mir glaubst oder nicht, von letzterem kenn ich bereits genügend Menschen.

Und ich weiß nicht wie meine Freundin mir bei meinen Depressionen hilft, abgesehen davon das sie immer für mich da ist und mich unterstützt, aber es funktioniert für mich.

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Dann taugt sie entweder nicht viel als Psychologin, oder sie ist zu überlastet oder zu faul weil es bei dir schon einiges an Problemen zu lösen gibt. Oder wie weiß nicht wo sie anfangen soll. 

Ich würde erstmal mit deiner Angst verlassen zu werden arbeiten und dann an deinem Selbstwert/Selbstvertrauen. 

In einer effektiven Therapie müsste man mit 6-18 Monaten rechnen, je nachdem wie gut du mitmachst.

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Kommentar von Seanna
06.10.2016, 09:02

Ich denke, in dem Fall wollte die Therapeutin nur deutlich machen, dass sie nicht zaubern kann, für immer bei der Freundin bleiben und dafür nicht Arbeiten keine Option in einer Therapie sein kann (denn da wirkt man ja auf Erlangung eines normalen Lebens incl Arbeit hin) und wenn sie sogar reha ablehnt, was die logische Konsequenz nach einer Therapie wäre, um Arbeitsfähigkeit zu erlangen, ihr Psychotherapie - und damit sie - nicht helfen kann. Denn das führt ja zu nichts. Die Patientin verlangt "wasch mir den Pelz, aber mach mich nicht nass", und das macht die Therapeutin deutlich, dass das nicht geht und solche Ziele nicht mit Therapie vereinbar sind. Das ist vollkommen korrektes therapeutisches Handeln, das deutlich zu machen und in dem Fall konsequent Therapie abzulehnen zugunsten von Patienten, die Änderungsmotivation zeigen und Bereitschaft ihr Vermeidungsverhalten aufzugeben statt alles abzulehnen was helfen würde. // Und ich glaube auch nicht, dass "hoffnungsloser Fall" ohne weitere Erklärung in den Raum geworfen wurde, sondern die Patientin dies hier nur so darstellt.

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