Frage von lovekummer100, 128

Psychologin gut finden (sexuell)?

Ich bin bisexuell und das weiß sie auch, wir sprechen viel über Sex auch in der Therapie..das Problem ist jetzt folgendes das ich glaube das ich mich in sie verliebt hab..verliebt weiß ich jetzt nicht genau jedenfalls finde ich sie sexuell sehr anziehend wenn ihr versteht was ich meine..ich hab dann immer das Bedürfnis über Sex zu reden mit ihr oder ihr Fotos zu zeigen nur um ihr nahe zu sein..dass das nicht sein darf ist mir bewusst nur irgendwie lenk ich dadurch von meine eigentlichen Probleme (wie esstörung ect) total ab ..weil ich mich halt einfach gut /interessant unterhalten will mit ihr ..was soll ich den jetzt tun? Vewechseln will ich nicht weil ich sie echt nicht verlieren will ..aber meine esstörung ect wird dann halt auch nicht besser..aber das kopfkino nach der Sitzung würde mir halt echt fehlen 😃..ohne jetzt pervers zu klingen aber ich hab auch die ganze Zeit das Verlangen ihre Brüste zu berühren ..machs aber natürlich nicht ..aber es fehlt mir halt schwer dann so Distanz zu bewahren wenn man immer über Sex redet und so

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Mucker, 37

Ein Psychologe oder eine Psychologin ist vergleichbar mit einem Arzt oder eine Ärztin.

Auch wenn ich meine Ärztin sexy finde – ist mir doch immer klar, wo ich bin und warum ich bei ihr bin und was ich von ihr will.

Ich will von ihrem Fachwissen profitieren und spezielle Hilfe, für die sie ausgebildet ist und die sie mir geben kann ! Das anerkenne ich und dafür bin ich dankbar !

Ist doch klar, dass es da nicht um einen Flirt oder Sexualität geht, sondern um die Behandlung meiner Beschwerden – und dass es sich um eine Arzt-Patient-Beziehung handelt – und sonst nichts !

Und natürlich weiss ich auch, dass zum Beruf des Arztes oder des Psychologen auch eine professionelle Distanz gehört, der für diesen verpflichtend ist.

Genau so ist es bei dir. Nur ist es so, dass in der Psychotherapie auch das Thema Sexualität und sexuelle Entwicklung des Klienten innerhalb der Persönlichdiagnostik und Therapie eine Rolle spielen.
Nur (!) deshalb wird darüber gesprochen !

Und natürlich kommt es bei Klienten, insbesondere bei solchen, die zu Realitätsverlust und Wunschdenken tendieren und sich nicht klar
abgrenzen können dazu, dass sie sich in den Therapeuten oder die
Therapeutin verlieben.

Das ist auch nicht weiter schlimm – nur ist es grundsätzlich völlig
einseitig. Da soll man sich nicht selbst was vormachen. Ein Therapeut oder eine Therapeutin ist beruflich am Klienten interessiert - nicht persönlich. Das sollte man nicht verwechseln.

Wichtig für die Entwicklung des Klienten, der ja in die psychologische Praxis kommt, um seine Probleme bzw. seine Defizite zu bearbeiten, dass er offen anspricht, wenn er sich verliebt hat
und auch sexuellen Gefühle bzw. sexuelle Phantasien hat - und das nicht ängstlich oder aus Scham verschweigt. So viel Vertrauen sollte schon sein !

Dann kann man damit therapeutisch arbeiten – und der Klient kann
in seiner Entwicklung zu einer selbstbewussten, realitätsnahen, gut geerdeten Persönlichkeit entscheidende Fortschritte machen – und seine Defizite erheblich reduzieren..

Die Chance würde ich nutzen !



Kommentar von lovekummer100 ,

Deine Antwort hat zwar verdammt weh getan..mir sind richtig die Tränen gekommen, aber ich geb dir trotzdem den Stern, weil du es vermutlich sehr auf den Punkt gebracht hast, die Realität! Ob ich ihr das sagen kann, was ich für Sie empfinde weiß ich nicht , ich glaube es würde unser Therapeut-Klient Verhältnis zerstören und es wär mir sehr peinlich.

Kommentar von Mucker ,

Erstmal danke für den Stern.

Tränen sind nichts Schlimmes. Sie zeigen aber, dass ich deinen (guten) Kern erreicht habe.

JA - die Wahrheit kann verdammt weh tun. Da haste Recht ! Aber Schönrederei und Gefühle verstecken bringt dich echt nicht weiter !

NEIN - es würde euer Therapeut-Klient- Verhältnis nicht zerstören. Im Gegenteil ! Damit zeigst du, dass du den Mut hast, echt über deine Gefühle und dein Innenleben zu sprechen. Egal was es ist. Und eben nichts zu verheimlichen.  Nur das bringt dich weiter !

Damit bringst du deiner Therapeutin Vertrauen entgegen. Und du kannst sicher sein, dass sie das zu schätzen weiss - und dass das ne spannende Sitzung wird. Ich kenn mich da aus.

Wenn du echt therapeutische Erfolge willst - dann bringen dich Befürchtungen und Angst nicht weiter. dann musst du MUT entwickeln und den Gefühlen und Problemen nicht ausweichen. 

Und falls du noch Bedenken haben solltest, dann druck doch deine Frage und die Antworten einfach aus - nimm sie zur nächsten Sitzung mit - und frag sie, ob es genau so ist, wie ich es dir beschrieben habe - oder wie sie das sieht. LG

Antwort
von Flash8acks, 64

Vieleicht ist die Psychologin ggf. auch nur Nett zu dir weil Ihr Beruf es mit sich bringt (Sie würde ja keine Patienten haben wenn Sie sich Abweisend verhält). Hast du Sie schonmal nach einem privaten Treffen gefragt oder hat Sie dir soetwas angeboten?

Antwort
von josef050153, 22

Rede mit ihr drüber, dazu ist sie ja schließlich da.

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