Frage von xenia2030, 82

Psychogen hat was gegen homos?

Ich bin weiblich und finde halt Frauen besonders ältere sehr anziehend..ich bin mir selbst noch sehr unsicher über meine Sex.orentierung und es ist mir auch sehr peinlich darüber zu reden , aber naja dachte mir Therapie is eine gute Möglichkeit auch über meine sex.Anziehung zu älteren Frauen zu plaudern aber immer wenn ich so ein bisschen davon Anfange Blockt sie etwas ab oder wechselt das Thema ..vl weil ich auch nicht konkret bin aber ich würde mir halt wünschen das sie darauf eingeht und weiterfragt weil es belastet mich schon daher ich nicht genau wieso und überhaupt ob ich lesbisch bi oder hetro bin..was soll ich tun? Ich hab auch Angst das sie meint ich finde sie dann auch "geil" aber das ist nicht so ich finde ja nicht alle älteren Frauen so toll..ich hab sie schon drauf angesprochen das ich halt gerne darüber auch sprechen würde und ob das für Sie in Ordnung wäre weil sie ja anderes fühlt ..und sie nur so "klar das ist mein Beruf"und dann haben wir 2 min darüber geredet und dann wieder Thema Wechsel aufeinmal was null dazupasst..

Antwort
von Dahika, 22

ein Psychotherapeut sollte seine mögliche Homophobie aber in seiner
eigenen Lehrtherapie gut bearbeitet haben. Sonst taugt er zumindest für
dieses Thema nicht als Therapeut.
Jeder Therapeut kommt im Laufe seiner Arbeit auch mal mit Themen in Kontakt, die ihm Angst machen. Das ist normal. Aber dann muss man das in einer Supervision bearbeiten und den Fall schlimmstenfalls sogar einem Kollegen abgeben.

Wenn du Zweifel hast, ob du das Thema, das für dich ja wichtig zu sein scheint, mit der Therapeutin gut bearbeiten kannst, solltest du das wieder und wieder ansprechen. Und dich nicht abweisen lassen. Bestehe ruhig darauf, das ist dein Recht.

Ja, es kann sein, dass sie meint, dass du sie "geil" findest. Auch das ist normal und kommt oft vor. Aber auch das sind alles Themen, die ein Psychotherapeut in seiner Ausbildung bearbeitet hat. Wichtig ist, dass ein Therapeut es gelernt hat, sich gut abzugrenzen, ohne den Kontakt mit dir aufzugeben. Einfach ist das nicht, aber dafür macht man ja auch die schwere Ausbildung.

Kommentar von xenia2030 ,

Am Liebesten würde ich deine Naricht einfach ihr weiterleiten um zu schauen wie sie reagiert^^ 

Ich finds halt echt schwer weil ich sie eh mal darauf angesprochen hab und sie dann so " ja klar ect" siehe Kommentar unten ..und dann immer so komisch trotzdem 

Kommentar von Dahika ,

Ansprechen! Rede über dein Misstrauen ihr gegenüber. Da ist offensichtlich eine Beziehungsklärung zwischen euch beiden fällig. Übrigens sind das dann meist die besten Stunden, die einen wirklich weiterbringen.
Ich habe selbst eine 300 stündige Lehrtherapie hinter mich gebracht. Am meisten hat es mir gebracht, wenn ich mich mal wieder von meinem Therapeuten missverstanden, beleidigt und gehasst fühlte. ;-)  und das dann mit ihm klären konnte.

"Ich glaube, in Wirklichkeit können Sie mich nicht leiden. Und halten nichts von mir. Allein, wie Sie mich immer angucken, so gemein und kalt. Aber glaube Sie mir, ich hasse sie auch.". 

LOL


Das haben wir dann erfolgreich geklärt und die Therapie auf die Art um km weitergekommen.

Denk daran, in einer Therapie darf man ALLES sagen, (es allerdings nicht tun)  Man darf sagen: "Ich könnte Sie in Stücke schneiden, Ihnen den Stuhl an den Kopf werfen", nur tun, darf man es natürlich nicht.
(Übrigens habe ich meinen Lehrtherapeuten aus tiefster Seele geliebt.)

Kommentar von gwf79 ,

Du stellst da so lustig dar, aber wenn die Klärung fehlschlägt, ist das therapeutische Verhältnis zerstört und man kann sich schon mal die nächste Warteliste suchen.

Therapeuten, die Phobiepatienten tatsächlich eine (vorzugsweise noch persönlich beleidigende) Variation von "Jetzt stellen Sie sich doch nicht so an!" vor den Latz knallen, existieren leider wirklich.

Antwort
von gwf79, 23

Nur, um noch eine alternative Deutungsmöglichkeit aufzuzeigen:

Eine Therapie ist eigentlich nicht zum "Plaudern" gedacht. Kann es sein, daß Deine Therapeutin einfach versucht, bei der Bearbeitung des Therapieziels zu bleiben und deshalb andere Themen, sofern sie nicht irgendwie damit zu tun haben könnten, möglichst schnell abwürgt?

Hast Du ihr schon mal deutlich gesagt, daß Dich Deine sexuelle Orientierung belastet?

Kommentar von xenia2030 ,

Nein ich bin wegen meinen Sex.Gefühlen die ich schwer annehmen kann in eine esstörung gerutscht.

Antwort
von matmatmat, 27

Wenn "Sie" (die Therapeutin) ins Schema "Ältere Frau die du attraktiv findest" fällt, könnte Sie das ganz arg mißverstehen?

Welche Therapieform ist das? Vielleicht ist es Teil der Therapie dir keine Antworten zu geben sondern nur auszuweichen und dich selbst Antworten finden zu lassen?

Aber natürlich ist man nicht davor sicher, Homophob zu sein, nur weil man Psychologie studiert hat...

Kommentar von xenia2030 ,

Ja sie fällt in das Schema das stimmt schon aber trotzdem ..es ist eine Verhaltenstherapie.

Kommentar von xenia2030 ,

Manchmal zum Beispiel sag ich halt so " ist es ok wenn ich mit Ihnen darüber reden weil sie fühlen ja anders bzw sind ja hetro " sie dann so "klar das ist mein Beruf ..Pause..klar fühle ich nicht so bin ja nicht in diese weiber verliebt..Pause " ich erzähl was ..sie plötzlich "wann hast du das letzte mal Überstunden gemacht ect" also voll themawechsel 

Kommentar von matmatmat ,

Gut, mal ganz irre phantasiert, bist du denn sicher, daß sie hetero ist? Mir fallen da noch mehr Gründe ein, warum ihr das peinlich sein könnte...

So als generellen Tip: Such dir einen Menschen, dem Du vertraust und probier aus, was auch immer Du ausprobieren willst. Das kann ne Weile dauern aber Du wirst dann schon irgend wann wissen was Du willst.

Kommentar von Dahika ,

das musst du nicht dulden. Dann würde ich als Patientin sagen: "Hey, ich will nicht über meine Überstunden reden. Ich habe das Gefühl, dass Sie mich von meinem Thema schubsen wollen. Das ärgert mich jetzt und das will ich nicht."

Kommentar von Dahika ,

es liegt nicht in der Verantwortung des Patienten, dafür zu sorgen, dass der Therapeut etwas nicht missversteht. Der Patient darf sagen, was er will. Egal, wie es der Therapeut aufnimmt. Er muss keine Rücksicht auf den Therapeuten nehmen.  Es liegt in der Verantwortung des Therapeuten, sich klar abzugrenzen und Dinge klarzustellen.

Kommentar von matmatmat ,

Stimmt schon. Und wenn der Therapeut das im Einzelfall nicht kann wird er den Patienten an einen Kollegen weiter verweisen.

Ich hab nur versucht ne Erklärung zu finden.

Kommentar von Dahika ,

Richtig, das kann passieren. Aber doch recht selten, da der Therapeut in Supervision ist und genau darüber dann reden wird.

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