Frage von Sarkoezy07, 34

Psychische Störung durch Krankenhaus erlitten?

Also ich war 14 Wochen im Krankenhaus und das man sich da psychisch und physisch verändert ist ja klar. Allerdings habe ich mittlerweile echt Angst, dass ich nicht mehr ganz dicht bin. Ich bin seit ca. 4 Wochen wieder zu Hause und schmiede immer noch Pläne, wie ich wieder stationär aufgenommen werde und operiert werde und so. Erst dachte ich, dass liegt daran, dass ich mich so ans Krankenhaus gewöhnt hatte, dass ich unbedingt zurück will, aber das will ich jetzt immer noch, obwohl ich mich wieder total zu Hause eingelebt habe. Desweiteren habe ich angefangen zwei Leute vom Personal (einer von der Station, der andere aus dem Op-Bereich) zu stalken. Ich recherchiere sie, versuche sie abzupassen, möglichst viel über sie zu erfahren usw. (ich bin in keiner der beiden Personen verliebt oder der gleichen, ich weiß nicht, wieso ich mir die zwei ausgesucht habe). Eine dritte Sache ich, dass ich mir selbst gegenüber anderen egoistischer, berechnender und gefühlloser vorkomme, was ich aber überhaupt nicht will. Das sind so die größten Veränderungen die mir bewusst sind, obwohl es noch mehrere Kleinigkeiten gibt, die mir aufgefallen sind (Z.B. das ich EKG-Aufkleber, Op-Armbänder, Tablettendöschen und andere Kleinteile aus dem Krankenhaus sammle und aufbewahre). Ich mache mir wirklich langsam Sorgen.

Wer jetzt so lieb ist und antwortet, soll es auch Bitte ernst meinen. Ich meine die oben genannten Dinge wirklich ernst.

Danke im Vorraus :) ( bin weiblich und 15 Jahre)

Antwort
von JomitRudel, 31

Vielleicht hilft es dir, zu überlegen, ob du in der Klinik irgendetwas "bekommen" hast, wei Fürsorge, Aufmerksamkeit, Entlastung von Verantwortung, was für dich positiv war (denn krank sein ist ja normalerweise negativ und man will das nicht unbedingt wieder haben). Eventuell kann das eine Ursache sein, dass du diese Situation wieder "suchst", bzw. Menschen oder Dinge, die damit zu tun haben, nicht "verlieren" willst. Natürlich ist es eher sinnvoll, das was du brauchst (Fürsorge oder was auch immer deine Idee sein wird), nicht im Krankenhaus sondern woanders bekommst, in Familie oder Freundschaften oder Partnerschaft. Denn auch wenn sich in der Klinik "gekümmert" wird, es ist immer eine professionelle Beziehung (die arbeiten dort eben) und es ist nicht um deiner selbst willen. Vielleicht hilft dir dies nachdenken dabei, herauszufinden, was für dich dort so wichtig war um gezielt genau das im "wirklichen Leben" zu suchen. Dann kannst du diese Erfahrung zu etwas positivem machen.

Antwort
von Maja567, 17

Oh man das kenn ich auch (bin 14) :/ 

Aber ich glaub ich weis woran das liegt ,undzwar hab ich mit meinem Arzt darüber geredet und der hat gesagt , dass es gar nicht so selten vorkommt und das es meistens die Leute sind ,die nicht viel Liebe , Zuneigung , Fûhrsorge und Aufmerksamkeit von Zuhause bekommen . Also ich weis nicht wie es bei dir Zuhause abläuft , aber es könnte daran liegen . 

Expertenantwort
von bodyguardOO7, Community-Experte für Arzt, 13

Das wird wohl die Sucht nach Aufmerksamkeit sein die Du im Krankenhaus bekommen hast - sprich am Besten mit einem Psychologen darüber.

Antwort
von Knuffihatangst, 29

Würde dir auch raten, mit jemandem darüber zu reden. Normal ist das nicht und dann sollte man lieber rechtzeitig gegensteuern

Antwort
von Germanyhomeland, 34

Also normal klingt das ja nicht. Rede vielleicht mal mit deinen Eltern darüber ? Oder Schwester

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