Frage von NeedHelpNow0, 116

Psychische Probleme nach Cannabiskonsum irreversibel?

Ich bin ein 17-Jähriger Bursche und habe folgendes Problem: Vor ungefähr einem Jahr habe ich mehrere Wochen gekifft und bei meinem letzten Konsum damals hatte ich einen sogenannten "Horrortrip". Anschließend habe ich folgende Symptomatik entwickelt:

Probleme mit der optischen Wahrnehmung; Blitze, Funken, Flecken, Punkte, Nachbilder

Derealisation und Depersonalisation

Angstzustände, Panikattacken

Natürlich war ich schon bei diversen Ärzten, z.B. Augenärzten, Neurologen, Psychologen, Verhaltenstherapeuten und vielen weitere, aber niemand konnte mir wirklich helfen. Ich habe dennoch mein Schlafmuster, meine Ernährung, meine sozialen Kontakte und viele andere Dinge in meinem Leben verändert. Trotzdem ist meine subjektive Lebensqualität nicht mehr so hoch wie früher. Meine optischen Trugwahrnehmungen, Derealisation und Depersonalisation lassen kein "normales" bzw. glückliches Leben zu. Zugegeben hat meine Erkrankung auch eine sehr positive Seite, da ich nie wieder zu "Genussmitteln" wie Alkohol und Nikotin oder illegalen Drogen wie Hanf greifen werde.

Könnt ihr mir vielleicht ein paar Ratschläge geben? Oder war vielleicht jemand von euch schon in einer ähnlichen Situation?

Expertenantwort
von Chillersun03, Community-Experte für Medizin, 37

Im letzten Jahr gab es mehrere Leute mit gleichen oder ähnlichen Symptomen nach dem Konsum nach Cannabis, die hier im Forum nach Hilfe gefragt haben. Nicht viele (2-3), aber es gibt sie.

Ich selbst hatte auch lange Zeit so eine Wahrnehmungsstörung, ich kann es nicht eindeutig dem Cannabis zuordnen, aber es kommt zumindest in Frage. Wenn du es schon seit 1 Jahr hast, dann wird es leider auch noch relativ lange bleiben. Ärztliche Hilfe ist schwierig, wenn du Drogen & psychische Probleme erwähnst fällst du sehr leicht in die Drogenpsychose-Schublade und du wirst mit Antipsychotika behandelt. Es kann die richtige Behandlung sein, muss aber nicht. Ich möchte dich davor warnen Jahrelang Antipsychotika einzunehmen, wenn dir diese nicht helfen.

Intensiver täglicher Sport hilft tatsächlich ganz gut, solange man ihn macht. Ansonsten kann ich dir keinen Rat geben. Es besteht die Möglichkeit, dass es nach einiger Zeit von alleine verschwindet. Was du auch machen solltest: längerfristig bei ein & dem selben Neurologen in Behandlung bleiben, gib ihm Zeit verschiedene Dinge auszuprobieren. Wenn die erste Therapie nicht hilft, gib nicht auf, in so einem Fall ist es als Arzt leider nötig viele Therapien zu versuchen.

Gruß Chillersun

Kommentar von NeedHelpNow0 ,

Sport war in meinem Fall eine große Hilfe. Ich spiele derzeit Fußball in einer Jugendmannschaft in der zweithöchsten Spielklasse in meiner Region.

Antwort
von AppleTea, 61

Wenn du beim Psychiater warst und dieser dir nicht helfen kann, dann hast du auch keinen Schaden. Sonst wärst du ja noch in Behandlung.

Antwort
von musenkumpel, 37

Du bist 17. Warst schon bei ner million Ärzten. Nichts is besser geworden.
Du hast dein Leben umgekrempelt und schmeisst mit Fachwörtern um dich, fantastisch.

Das kommt erstmal drauf an, ob du die Entscheidungen und deine Lebenseinstellung jetzt bei der Meinung der hundert Ärzte belassen willst oder selbst in die Hand nimmst.

Die Ärzte und Fachbegriffe helfen da nicht. Die verunsichern dich, z.B. im Selbstbewusstsein und Selbstwertgefühl, sobald du ein '''Symptom''' schilderst. Aber eine Lösung bieten sie dir dennoch nicht.

Derealision und Depersonalisierung?
Du bist doch hier. Du schweifst auch mal ab.
Siehst du dein Leben aus der Beobachterperspektive nimmst du es nicht genügend selbst in die Hand. (Oder machst vielleicht mal Chillout vom Jetzt).
Siehst du *gelegentlich* auf dich herab um zu sehen wo du gerade stehst? Macht jeder mal. Selbst wenn man weiss, dass man sich nicht mit anderen messen braucht oder nicht viel in der Hand hat. Selbst und gerade dann!

Angstzustände und Panikattacken erklären sich auch.
Wieder die Unsicherheit. Vorallem ist das das Selbstbewusstsein. Bei richtigen Panikattacken, dass es dir bei Menschenmengen die Luft abschnürt oder bei Verfolgungswahn die Wanzen unter der Tapete suchst kann ich dir nicht helfen, dann ist es aber auch schon für den Psychiater zu spät.

Wenn du aber sowas in seinen Anfängen erkennst, kannst du kurz nachdenken, warum die Angst nur Einbildung is und dir meinetwegen sagen, dass du nicht mehr an die Angst denken willst. Sag dir nur einmal, warum es nicht sein kann, 'quatsch' ist und du nich mehr dran denken willst. Dann denkst du an was anderes. Wenn es wiederkommt überlegst du nochmal. "Angst! Quatsch? Verwerfen. Ok, wo war ich". Das ist je nach Problem n großer Berg, den du dann abzutragen hast.

So, das beste sind aber die 'Funken'. Wenn du angestrengt an eine Sache denkst, die du willst oder nich willst. Das sind noch einigermaßen normale Dinge. Die man auch 'normal' haben kann. Nur Menschen die denken sie sind normal halten eben nicht alles für unnormal und machen es zu Symptomen.

(Und glaub nich so sprüche wie 'sie haben die schlimmste Krankheit die
es gibt' und 'sie müssen jetz ihr leben lang tabletten nehmen'. Lass
dir dein Leben nich versauen von sowas und plapper das nich in
irgendeiner(!) Weise nach, dann machst du dich nur noch selbst fertig.)
Hilflosigkeit wird hin und her reflektiert.

Wenn du die Funken wegbekommen willst würde ich vorschlagen, denken und handeln zu verbinden. Weniger denken und die Erfahrungen aus dem Handeln und der Handlung sammeln (!). Aber auch nicht auf eine Handlung versteifen. Etwas handwerkliches wäre soetwas. Etwas woran du üben kannst.

Und ich find das auch cool mit der Wahrnehmung.

Kopf hoch und mach einfach da weiter, wo du vor dem Kiffen aufgehört hast.

Antwort
von diplschwester, 57

Vlt war da was anderes noch dabei?Weil ich verwende es seit mehreren Jahren vlt schon 10. und habe keinerlei Symptome. Fühl mich fit und geh ganz normal arbeiten auf einer Krebsstation und mache fitness minds 3x die Woche. Kenne viele Ärzte und Pflegepersonen die es auch konsumieren und denen gehts allen gut und arbeiten 24h durch.

Und vor einem Jahr war es bei dir und das nur für paar Wochen. Vlt ist es was anderes, was dich bedrückt oder beschäftigt und du deshalb Schlafstörungen hast. Was is in diesem einem Jahr passiert? Ein Ereigniss was dir zu nah ging? 

Antwort
von Antrax, 63

Mann macht eine Substitution auch damit wen Die Droge weg fällt die Folgeerscheining des Drogenmissbrauchs geringer ausfallen.

Will sagen wen Du z.B. selber "Entziehst" und hast keine Ersatzdrogen kann es zu schweren Psychischen Erkrankungen kommen. Also schlimmer als mit Ersatzdrogen. ( Aufklärung vom Staat wäre da ganz gut gewesen)

Vielleicht Googlesls Du mal nach Pro Psychotherapie e.V. die können Dir bestimmt weiter helfen.

Alles Gute, Antrax

Kommentar von NeedHelpNow0 ,

Ich bin von keiner Droge körperlich abhängig, bei allem Respekt welche Substanz soll ich dann bitte substituieren?

Kommentar von Antrax ,

Meine Antwort zielte eigendlich mehr in richtung Psychotherapie ab.

Allerdings weißt Du garnicht wirklich was Du geraucht hast,( mal bissel sh.. oder so) ich meine die Inhaltsstoffe( es sei den Du hast selbstangebaut), gestreckt wird nämlich mit allen moglichen (und Unmöglichen) sche...

Kommentar von NeedHelpNow0 ,

Es hat verdammt nach Cannabis ausgesehen, als ich es im "Grinder" zerkleinert hab. Aber was es schließlich wirklich war, kann ich beim besten Willen nicht sagen. Mir wurde es als Cannabis verkauft aber darauf kann man sich nie verlassen.

Ich habe kurz eine Psychotherapie gemacht, was mir aber nicht wirklich geholfen hat und nur Geld gekostet hat.

Antwort
von Tortuga240, 16

hört sich für mich an als würde dein Ego sich gegen eine "ego-auflösung" währen

Antwort
von Sinestro, 60

Ich denke du steigerst dich da in etwas herein.

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